Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Wushu. Zur Kennzeichnung und den Inhalten der chinesischen Kampfkunst

Titel: Wushu. Zur Kennzeichnung und den Inhalten der chinesischen Kampfkunst

Bachelorarbeit , 2012 , 51 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: M.Ed. Alessandro Janus (Autor:in)

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die chinesische Kampfkunst entwickelte sich aus unterschiedlichen Kampfkunststilen über Jahrhunderte zu einem komplexen System. Bisher fehlt es an einer allgemeinen und umfassenden Kennzeichnung und Strukturierung zu der enormen Diversität an Inhalten und Stilrichtungen. Hinsichtlich der aktuellen Tendenz zur „Olympianisierung“ des Wushu nimmt die Bedeutung über eine allgemeine und wissenschaftlich anerkannte Kennzeichnung der chinesischen Kampfkunst zu.
Anhand einer Literaturauswertung wird versucht die verschiedenen Dimensionen und Inhalte des Wushu zusammenzutragen, zu ordnen und zu kennzeichnen, um zu einem eindeutigen, einheitlichen und authentischen Verständnis, bezüglich der chinesischen Kampfkunst, beizutragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Kennzeichnung der Problemdarstellung

1.1 Darstellung der aktuellen Situation im Wushu

1.2 Untersuchungsmethode

1.3 Literaturüberblick zum Stand der Forschung

2 Semantische Darstellung des Begriffes Wushu

2.1 Der Terminus Wushu

2.2 Zu den historische Wandlungen des Begriffes Wushu

2.3 Abgrenzung Kung Fu

3 Mystifizierung der chinesischen Kampfkünste

3.1 Zur Entstehungsgeschichte der Shaolin-Kampfkunst

3.2 Die Legende der Mönchsoldaten

3.3 Einfluss von Geheimgesellschaften der Qing-Zeit

3.4 Auswirkungen auf den gegenwärtigen Status

4 Struktur und Inhalte der chinesischen Kampfkünste

4.1 Unterscheidung nach der Region

4.2 Unterscheidung nach inneres und äußeres Wushu

4.3 Unterscheidung nach Kloster/Religion als Ursprung der Kampfkunst

4.4 Unterscheidung nach Art der Waffen

4.5 Moderne Strukturierungsansätze

4.5.1 Nach der Bewegungsart

4.5.2 Nach dem Zeitraum

4.6 Vorschlag einer Taxonomie des Wushu

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die enorme Diversität an Inhalten und Stilrichtungen der chinesischen Kampfkunst durch eine fundierte Literaturauswertung systematisch zu ordnen und zu kennzeichnen. Angesichts mangelnder allgemeingültiger Definitionen und der zunehmenden „Olympianisierung“ des Wushu wird ein einheitliches und authentisches Verständnis der verschiedenen Dimensionen der chinesischen Kampfkunst angestrebt, um ein objektives Bild abseits von Legendenbildung zu vermitteln.

  • Semantische Klärung und historische Wandlung des Begriffs Wushu
  • Entzauberung weitverbreiteter Mythen rund um die Shaolin-Kampfkünste
  • Kritische Analyse traditioneller Klassifizierungsmodelle (Region, Innen/Außen, Religion)
  • Strukturierung der Wushu-Inhalte nach modernen sportwissenschaftlichen Gesichtspunkten
  • Entwicklung eines funktionsorientierten Taxonomiemodells für die chinesische Kampfkunst

Auszug aus dem Buch

4.2 Unterscheidung nach inneres und äußeres Wushu

Die populärste und zugleich umstrittenste Einteilung, die gegen Ende der Ming-Zeit aufkam, ist die Unterscheidung in eine innere Kampfkunst (Nèijiāquán 內家拳 wörtlich: ‚Innerhalb des Hauses Boxen‘) und in eine äußere Kampfkunst (Wàijiāquán 外家拳, ‚Außerhalb des Hauses Boxen‘). Synonym werden sie auch als weiche und harte Kampfstile bezeichnet und oft an den Shaolin- und Wudang-Kampfkünsten festgemacht. Folglich wird die Shaolin-Kampfkunst als äußerer bzw. harter Stil und die Kampfkunst von Wudang oder auch das Taijiquan als innerer bzw. weicher Stil gekennzeichnet. In diesem Klassifikationsschema werden die Kampfkünste Taijiquan, Baguazhang und Xingyiquan (Xíngyìquán 形意拳 frei übersetzt: ‚Form- und Geistboxen‘, ‚Bewegung- und Willenboxen‘) als die drei großen inneren Kampfsysteme erklärt. Alle anderen Systeme sind äußerliche Systeme.

Das entscheidende Kriterium der Disposition ist die Kampfesweise. Die äußere Schule bevorzugt körperliche Übungen. Durch die Ausbildung der äußeren Kraft wird die Überlegenheit im Kampf angestrebt. Eine ähnliche Kennzeichnung lautet, dass äußere Stile durch harte und schnelle Bewegungen sowie direkte Abwehr und Angrifftechniken gekennzeichnet sind. Die innere Schule legt ihren Schwerpunkt auf die Kultivierung des Qi. Der Einsatz des Qi im Kampf basiert auf esoterischen Vorstellungen. Wie die Ausübung und der Einsatz funktionieren soll wird oft verschieden dargestellt oder der Interpretation des Lesenden/ Übenden überlassen. Die Lebenskraft Qi stammt ursprünglich aus der traditionellen chinesischen Medizin und wurde in der Qing-Zeit erst auf bestimmte Kampfkunstpraktiken als Konzept und Methode übertragen. Durch entsprechende Übungen soll das Qi im Körper ausgebildet und gestärkt werden, um den Gegner im Kampf durch den Einsatz des Qi zu dominieren. Eine ähnliche Darstellung skizziert den inneren Stil als weiche und umlenkende Bewegungen, in der die Kraft des Gegners aufgenommen und umgeleitet bzw. zum eigenen Vorteil ausgenutzt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Kennzeichnung der Problemdarstellung: Dieses Kapitel beleuchtet die aktuelle Bedeutung von Wushu, die Begriffsunsicherheit in der Öffentlichkeit sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2 Semantische Darstellung des Begriffes Wushu: Hier wird die etymologische Herkunft des Begriffs Wushu, seine historische Entwicklung und die Abgrenzung zum populären Begriff Kung Fu erläutert.

3 Mystifizierung der chinesischen Kampfkünste: Dieses Kapitel analysiert kritisch Legenden, wie die der Shaolin-Mönche und des Mönchs Bodhidharma, und untersucht den Einfluss von Geheimgesellschaften auf die Mythenbildung.

4 Struktur und Inhalte der chinesischen Kampfkünste: Es werden verschiedene Klassifizierungsmodelle – nach Region, nach innerer/äußerer Schule, nach Ursprung sowie nach Waffen – analysiert und modernere Ansätze eingeführt.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Diese abschließende Betrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer funktionsorientierten Strukturierung für ein besseres Verständnis des Wushu.

Schlüsselwörter

Wushu, Kung Fu, Kampfkunst, Kampf, Shaolin, Taijiquan, Mythos, Klassifizierung, Sport-Wushu, Qi, Sanda, Taolu, Selbstverteidigung, Kampfesweise, Taxonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Kennzeichnung und Strukturierung der chinesischen Kampfkünste, da bisher eine allgemein anerkannte systematische Einordnung fehlt.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, durch eine Literaturauswertung die verschiedenen Dimensionen und Inhalte des Wushu zu ordnen, Mythen abzugrenzen und ein objektives Verständnis zu fördern.

Welche Rolle spielen Mythen in der chinesischen Kampfkunst?

Mythen, etwa über die Entstehungsgeschichte der Shaolin, erschweren eine objektive wissenschaftliche Auseinandersetzung, da sie oft unkritisch als Fakten verbreitet werden.

Welche Klassifizierungsmodelle werden in der Arbeit analysiert?

Untersucht werden Einteilungen nach geografischen Regionen (Nord/Süd), nach der Ausrichtung (innere/äußere Schule), nach dem religiösen Ursprung und nach der Art der verwendeten Waffen.

Was charakterisiert das moderne "Sport-Wushu"?

Sport-Wushu zeichnet sich durch die Versportlichung traditioneller Stile aus, wobei ein Fokus auf Wettkampfsysteme, akrobatische Elemente und eine Standardisierung des Regelwerks gelegt wird.

Wie unterscheiden sich die Begriffe Wushu und Kung Fu?

Wushu ist der offizielle Oberbegriff für die chinesischen Kampfkünste, während Gongfu (Kung Fu) eher ein allgemeines Können bezeichnet, das durch harte Arbeit erworben wird.

Warum ist die Einteilung in "innere" und "äußere" Stile umstritten?

Die Arbeit legt dar, dass diese Dichotomie historisch gewachsen, aber bei näherer Betrachtung der Trainingspraxis oft irreführend ist, da viele Stile Elemente beider Kategorien vereinen.

Welche Bedeutung hat das "Zentrale Guoshu Institut" für die Entwicklung des Wushu?

Das Institut war entscheidend für die nationalistische Standardisierung und Popularisierung des Wushu als nationales Programm der damaligen Republik China.

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wushu. Zur Kennzeichnung und den Inhalten der chinesischen Kampfkunst
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Bewegungs- und Trainingswissenschaften der Sportarten II)
Note
1,5
Autor
M.Ed. Alessandro Janus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
51
Katalognummer
V295961
ISBN (eBook)
9783656939290
ISBN (Buch)
9783656939306
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wushu kennzeichnung inhalte kungfu kung fu kung-fu kampfkunst kampfsport selbstverteidigung chinesisch shaolin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.Ed. Alessandro Janus (Autor:in), 2012, Wushu. Zur Kennzeichnung und den Inhalten der chinesischen Kampfkunst, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295961
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  51  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum