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Einfluss der Peergroup auf schulische Bildungsbiografien. Zum Projekt "Peergroup und schulische Selektion“ von Krüger et al.

Titel: Einfluss der Peergroup auf schulische Bildungsbiografien. Zum Projekt "Peergroup und schulische Selektion“ von Krüger et al.

Hausarbeit , 2014 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Laura Endrizzi (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Ausarbeitung setzt sich näher mit dem Thema „Einfluss der Peergroup auf schulische Bildungsbiografien“ auseinander. Die Grundlage stellt das auf sechs Jahre angelegte Projekt „Peergroup und schulische Selektion“ von Krüger et al. dar.
Die Ausarbeitung beginnt mit einer theoretischen Annäherung, in der die Begriffe Peergroup, Peer-Beziehung und Peer-Orientierung geklärt werden. Anschließend wird das Projekt näher vorgestellt. Es wird dabei auf die theoretischen und methodischen Ansätze sowie auf die Ziele Bezug genommen. Daran anknüpfend wird auf das Fallporträt „Tim Hoogland“ eingegangen, das eines von vielen herausgearbeiteten Fallporträts darstellt. Anhand diesem wurden Aussagen über den Stellenwert von schulischen und außerschulischen Peereinbindungen und -aktivitäten für schulisch erfolgreiche beziehungsweise schulisch weniger erfolgreiche Bildungsbiografien herausgearbeitet und in allgemeinen Mustern festgehalten, die ebenfalls erläutert werden. Vor der abschließenden Diskussion über mögliche Implikationen für die Unterrichtspraxis werden die Muster der ersten Erhebungsphase den Mustern der zweiten Phase gegenübergestellt und so die Veränderungen der Einflüsse von Peergroups verdeutlicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Theoretische Annäherung

1.1 Peergroup

1.2 Peer-Beziehung

1.3 Peer-Orientierung

2. Analytische Auseinandersetzung:

Projekt „Peergroups und schulische Selektion“

2.1 Theoretische Ansätze

2.2 Ziele

2.3 Methodische Ansätze

2.4 Die acht Fallporträts: Beispiel Tim Hoogland

2.4.1 Individuelle Orientierungen

2.4.2 Kollektive Orientierungen

2.4.3 Passungsverhältnis individueller und kollektiver Orientierungen

2.5 Fünf Muster zum Stellenwert der Peerorientierungen für die schulische Bildungsbiografie

3. Implikationen für die Unterrichtspraxis -Diskussion

Fazit

Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Peergroup auf schulische Bildungsbiografien. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwiefern schulische und außerschulische Peereinbindungen erfolgreiche oder weniger erfolgreiche Bildungsverläufe beeinflussen und welche Rolle dabei individuelle sowie kollektive Orientierungsmuster spielen.

  • Grundlagendefinitionen von Peergroup, Peer-Beziehung und Peer-Orientierung
  • Vorstellung des Forschungsprojekts "Peergroups und schulische Selektion"
  • Analyse individueller und kollektiver Orientierungsmuster am Beispiel von Fallporträts
  • Systematisierung von fünf Mustern zum Stellenwert der Peerorientierung
  • Diskussion pädagogischer Implikationen für die Unterrichtspraxis

Auszug aus dem Buch

2.4 Die acht Fallporträts: Beispiel Tim Hoogland

Tim Hoogland lebt zum Zeitpunkt der Datenerhebung mit seiner Familie auf einem ehemaligen Bauernhaus in einem kleinen Ort außerhalb von Leipzig. Vorher wohnten sie in einem Mehrfamilienhaus in Leipzig. Seine Familie setzt sich zusammen aus seinem Vater, der das Abitur und ein Studium absolviert hat und nun Pharmareferent ist, aus seiner Mutter, die das Abitur und eine Ausbildung zur Physiotherapeutin machte, und seinem zwei Jahre jüngeren Bruder. Mit dem Umzug ging zugleich ein Kindergartenwechsel einher, wodurch die Freundschaften von Tim nicht gehalten haben. Er besuchte einen neuen Kindergarten und wechselte anschließend in die Grundschule. Diese Freundschaften hielten weitgehend. Nach der Grundschule wechselte er auf ein Gymnasium in Leipzig, auf das keine seiner Freunde gegangen ist. Auch hier fand ein Bruch der Freundschaften statt. Neben der Schule geht Tim vielen institutionellen Freizeitaktivitäten nach: er spielt Fußball im Verein und in der DFB-Auswahl und besucht einmal die Woche den Flötenunterricht und die Christenlehre.

Auf der Netzwerkkarte, die von den Befragten ausgefüllt werden sollte, gab er 15 Freunde an: 8 Klassenkameraden und 7 Freunde aus der Grundschul- und Kindergartenzeit. (vgl., Deinert 2008, S. 78f.)

Aus dem Interview mit Tim gehen hinsichtlich seiner individuellen Orientierungen zwei Orientierungsstränge hervor. Zum Einen eine starke schulische Leistungsorientierung und zum Anderen das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Kontinuität bezüglich seiner Freundschaften.

Die starke schulische Leistungsorientierung ist auf seinen Berufswunsch, Wissenschaftlicher zu werden, zurückzuführen. Da die Verwirklichung des Berufswunsches gute schulische Noten voraussetzt, nimmt die Schule für Tim eine wichtige Rolle ein. Unterstützt wird diese schulische Leistungsorientierung von seiner Familie, die ihm beispielsweise beim Lernen hilft. Dennoch zeigt sich in dem Interview ein ambivalentes Verhältnis zur Schule. (vgl. Deinert 2008, S. 86) Einerseits ist die Schule für ihn eine Lebenswelt, in der er gemeinsam mit seinen Schulfreunden Spaß und Erlebnisse erfährt andererseits ist die Schule für ihn der Ort der Leistungserbringung. (vgl. ebd., S. 84)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretische Annäherung: Hier werden die zentralen Fachbegriffe Peergroup, Peer-Beziehung und Peer-Orientierung definiert und in den sozialisationstheoretischen Kontext eingeordnet.

2. Analytische Auseinandersetzung: Projekt „Peergroups und schulische Selektion“: Dieses Kapitel stellt das Forschungsprojekt vor, erläutert die methodischen Ansätze und analysiert anhand von Fallbeispielen, wie sich Peerorientierungen auf schulische Laufbahnen auswirken.

3. Implikationen für die Unterrichtspraxis -Diskussion: Es wird erörtert, wie Lehrkräfte konstruktiv mit dem Einfluss von Peergroups umgehen können, wobei die Schwierigkeit einer individuellen Anwendung betont wird.

Schlüsselwörter

Peergroup, Bildungsbiografie, schulische Selektion, Sozialisation, Leistungsorientierung, Fallporträts, qualitative Längsschnittstudie, Identitätsentwicklung, Bildungsaspiration, Milieutheorie, Peer-Beziehung, Peer-Orientierung, Schulerfolg, Bildungsferne, Adoleszenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Peergroups auf die schulischen Bildungsbiografien von Kindern und Jugendlichen im Verlauf der Sekundarstufe I.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert auf das Zusammenspiel von individuellen Bildungsaspirationen, kollektiven Orientierungen innerhalb von Freundschaftsgruppen und deren Auswirkungen auf den schulischen Erfolg.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, den sich verändernden Stellenwert von Peereinbindungen für erfolgreiche bzw. weniger erfolgreiche Bildungsverläufe zu analysieren und entsprechende Orientierungsmuster zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einem rekonstruktiv angelegten Forschungsdesign einer qualitativen Längsschnittstudie, inklusive schriftlicher Befragung, narrativer Interviews und Gruppendiskussionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die detaillierte Vorstellung des Forschungsprojekts sowie eine fallbasierte Analyse individueller und kollektiver Orientierungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Peergroup, schulische Selektion, Bildungsbiografie, soziale Herkunft und milieuspezifische Erfahrungsräume.

Wie unterscheidet sich Tim Hoogland von anderen Fällen?

Tim Hoogland repräsentiert das Muster der "höheren schulischen Bildungsorientierung", bei der die Peers als "Gegenwelt" zu seinen akademischen Ambitionen fungieren.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich der Rolle der Peergroups?

Peergroups können sowohl unterstützende Begleiter für den Schulerfolg sein als auch als "Gegenwelt" oder "Parallelwelt" fungieren und in manchen Fällen sogar Risikofaktoren darstellen.

Warum ist die praktische Umsetzung in der Schule schwierig?

Da der Lehrer nur im schulischen Kontext intervenieren kann, außerschulische Einflüsse und Herkunftsmilieus jedoch stark wirken, ist eine gezielte Beeinflussung der Peer-Einflüsse im Unterricht pädagogisch herausfordernd.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einfluss der Peergroup auf schulische Bildungsbiografien. Zum Projekt "Peergroup und schulische Selektion“ von Krüger et al.
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta  (ISBS – Institut für soziale Arbeit, Bildungs- und Sportwissenschaften)
Veranstaltung
BWM-2: Erziehungs- und Bildungsprozesse in Schule
Note
1,3
Autor
Laura Endrizzi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V296081
ISBN (eBook)
9783656942238
ISBN (Buch)
9783656942245
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss peergroup bildungsbiografien projekt selektion krüger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Endrizzi (Autor:in), 2014, Einfluss der Peergroup auf schulische Bildungsbiografien. Zum Projekt "Peergroup und schulische Selektion“ von Krüger et al., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296081
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Leseprobe aus  18  Seiten
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