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Zur Shop-Startseite › Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Alldeutscher Verband

Titel: Alldeutscher Verband

Hausarbeit , 2001 , 18 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Karoline Lerche (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung

Im Rahmen des Einführungsseminars „Die Probleme des Ersten Weltkriegs“ habe ich mich für das Thema „Heinrich Claß als Wegbereiter des Antisemitismus und Imperialismus innerhalb des Alldeutschen Verbands“ entschieden, weil der Alldeutsche Verband als agitatorisches Organ vor allem durch Heinrich Claß` Wirken eine radikale, regierungsfeindliche und antisemitische Politik vertrat. In den folgenden Ausführungen werde ich den Lebensweg Heinrich Claß`, sowie die Entwicklung des Alldeutschen Verbands bis zum Jahre 1908 beleuchten. Zu Beginn werde ich auf die verschiedenen Einflüsse, die Heinrich Claß in seinem Denken und Handeln geprägt haben, eingehen. Wie sich diese Einflüsse in seinen späteren Handlungen bemerkbar machten, werde ich im Verlauf der Arbeit darlegen. Außerdem werde ich die Zeit von der Gründung des Alldeutschen Verbands bis zum Jahre 1908 grob erläutern. Ab dem Jahr 1894 werde ich beide Themen in Beziehung zueinander setzen. Ich habe diesen Zeitrahmen gewählt, weil das Thema sehr komplex ist, und ich mich deshalb auf einen Grundtenor, den Einfluss von Heinrich Claß, festlegen muss. Die Entwicklung, die Ziele und die Politik des Alldeutschen Verbands möchte ich allerdings auch berücksichtigen.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie

2.1. Jugendjahre

Der Einfluss des Großvaters

2.2.Studienzeit

Der Einfluss Heinrich von Treitschkes und Josef Francks

3. Der Alldeutsche Verband

3.1. Gründung und Programm des Alldeutschen Verbands

3.2.Von der ersten Krise des Allgemeinen Deutschen Verbands bis zur Umbenennung in Alldeutscher Verband

4. Heinrich Claß und der Alldeutsche Verband

4.1. Der Alldeutsche Verband auf dem Weg zur „nationalen Opposition (1902-1908)

5. Kurzbiographie

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert den Lebensweg von Heinrich Claß und die Entwicklung des Alldeutschen Verbands bis zum Jahr 1908. Ziel ist es, die prägenden Einflüsse auf das Denken und Handeln von Claß aufzuzeigen und seine Rolle als Wegbereiter für einen radikalen, antisemitischen und imperialistischen Kurs innerhalb des Verbands darzulegen.

  • Biographische Prägung von Heinrich Claß durch Großvater, Treitschke und Franck.
  • Entstehung und organisatorischer Aufbau des Alldeutschen Verbands.
  • Politisierung des Verbands und dessen Radikalisierung unter Claß.
  • Verhältnis zwischen dem Alldeutschen Verband und der kaiserlichen Regierung.
  • Die Rolle der „nationalen Opposition“ und der imperialistischen Weltpolitik.

Auszug aus dem Buch

Der Einfluss Heinrich von Treitschkes und Josef Francks

Als Claß` Wehrdienst zu Ende ging, wurde erörtert, welche Universität er besuchen sollte. Dass er Jura studieren sollte war klar, auch wenn ihn die Geschichte viel mehr interessierte. Claß bevorzugte eine kleinere Universitätsstadt, aber seines Vaters Wunsch war es, dass er bei Heinrich von Treitschke hören sollte. Also zog Claß im Sommersemester 1887 nach Berlin. Er belegte alle Fächer, die für das Jurastudium wichtig waren, erschien allerdings fast nie. Statt dessen fehlte er niemals bei den Vorlesungen von Treitschke. Treitschke lehrte „Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation“ und „Politik der Staatenbünde“. Claß war fasziniert von Treitschke. Treitschke, fast taub, sprach ohne jegliche rhetorische Pausen und hielt die Satzteilung nicht ein. Anfangs irritierte das, aber nachdem Claß sich daran gewöhnt hatte, hörte er begeistert zu.

Claß bezeichnet Treitsckes Vorlesungen in seinen Memoiren als „das Hinüberfluten der eigenen Gesinnung auf diejenigen Hörer, deren Seelen zur Aufnahme bereit waren; es war ein Abgeben seiner eigenen Leidenschaft, des eigenen Idealismus an jene.“ 2. Treitschke war der Mann, der Claß` Leben bestimmte. Der Großvater hatte ihn nur aufnahmefähig für das gemacht, was Treitschke ihm lehrte. Beide vertraten die gleiche Gesinnung, aber von Treitschke lernte Claß noch einen weiteren Grundsatz, der sein Leben in entscheidendem Maße beeinflusste: Die entschiedenste Ablehnung des Judentums. Für Claß war diese Ablehnung besonders bewundernswert, weil Treitschke, früher noch liberal eingestellt, selbst jüdische Freunde hatte, von denen er sich aber abwandte. Claß befasste sich mit den „Preußischen Jahrbüchern“, die Treitschke verfasst hatte, und der Satz „Die Juden sind unser Unglück“ ging ihm in Fleisch und Blut über.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, des Zeitrahmens und der Forschungsabsicht bezüglich Heinrich Claß und des Alldeutschen Verbands.

2. Biographie: Untersuchung der prägenden Kindheits- und Jugendeinflüsse durch das Elternhaus, den Großvater sowie die Studienzeit unter Treitschke und Franck.

3. Der Alldeutsche Verband: Darstellung der Entstehung des Verbands aus verschiedenen politischen Strömungen und dessen Krisenentwicklung bis zur Reorganisation.

4. Heinrich Claß und der Alldeutsche Verband: Analyse von Claß' politischem Aufstieg und der Radikalisierung des Verbands hin zur „nationalen Opposition“ gegen die Regierung.

5. Kurzbiographie: Chronologischer Überblick über das Leben von Claß ab 1908 bis zu seinem Tod im Jahr 1953.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wesentlichen Einflussfaktoren auf Claß und dessen Rolle bei der Transformation des Verbands in ein reaktionäres Kontrollorgan.

Schlüsselwörter

Heinrich Claß, Alldeutscher Verband, Antisemitismus, Imperialismus, Nationalismus, Preußen, Deutsche Geschichte, Kaiserreich, politische Opposition, Treitschke, Regierungsfeindlichkeit, Radikalisierung, Kolonialpolitik, Völkische Bewegung, deutsches Bürgertum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Person Heinrich Claß und seiner einflussreichen Rolle als Mitgestalter des Alldeutschen Verbands in der Zeit bis 1908.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der biographischen Prägung, dem Aufbau des Alldeutschen Verbands, seinem imperialistischen Programm und seiner zunehmend regierungsfeindlichen Haltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Claß durch seine individuellen Überzeugungen den Alldeutschen Verband zu einem radikalen, antisemitischen und reaktionären Akteur geformt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt eine biographische und historische Analyse, bei der sie die persönliche Entwicklung von Claß mit der institutionellen Geschichte des Alldeutschen Verbands verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Claß' Lebensweg (Kindheit, Studium) und die organisatorische sowie programmatische Geschichte des Alldeutschen Verbands inklusive seiner Krisen und seiner Radikalisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Antisemitismus, Nationalismus, Imperialismus, Alldeutscher Verband und Heinrich Claß treffend beschreiben.

Welche Rolle spielten die Lehrerfiguren in Claß' Leben?

Der Großvater vermittelte nationale Werte, Treitschke prägte sein antisemitisches Weltbild, und Franck bestärkte seine regierungsfeindliche Haltung gegenüber dem „Neuen Kurs“.

Warum war die Plauener Tagung 1903 so bedeutend?

Die Tagung markierte unter Claß' Führung den öffentlichen und offiziellen Beginn der „nationalen Opposition“ des Verbands, die sich radikal gegen die bestehende Regierungspolitik stellte.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Alldeutscher Verband
Hochschule
Universität zu Köln  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Einführungs-/Proseminar
Note
2,7
Autor
Karoline Lerche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
18
Katalognummer
V2961
ISBN (eBook)
9783638117784
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alldeutscher Verband Einführungs-/Proseminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karoline Lerche (Autor:in), 2001, Alldeutscher Verband, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2961
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Leseprobe aus  18  Seiten
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