Labordiagnostik in der Rehabilitation - Ein Querschnitt durch die apparative Diagnostik


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2004

12 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Testgütekriterien
2.1 Hauptgütekriterien
2.2 Nebengütekriterien

3 Vergleich zwischen Labor- und Felddiagnostik

4 Ausgewählte Apparaturen der Sporttherapie
4.1 Das Ergometer
4.2 Rollstuhlergometer
4.3 Das Laufband
4.4 Das EKG oder auch das Elektrokardiogramm
4.5 Das EMG oder auch die Elekromyographie
4.6 Die Ultraschalltopometrie
4.6.1 Granio-Ultraschalltopometrie
4.7 Spirometrie
4.8 Videotechnik

5 Abschlussreflexion

6 Literatur

1 Einleitung

Es gibt viele verschiedene Arten Diagnostik in der Sporttherapie sinnvoll zu nutzen. Man unterscheidet dabei zwischen Feld- und Labordiagnostik. Heute möchte ich über Labordiagnostik schreiben und ihnen einen kleinen Einblick über diese apparativen Diagnosetechniken geben. Ich möchte dabei auf den Vergleich zur Felddiagnostik eingehen, Haupt- und Nebengütekriterien noch einmal beleuchten und ihnen ein paar auserwählte, für die Sporttherapie wichtige Apparaturen vorstellen.

2 Testgütekriterien

2.1 Hauptgütekriterien

Wir unterscheiden in der Güteklasse von Tests 2 Kriterien, Haupt- und Nebengütekriterien. Es existieren 3 Hauptgütekriterien, auf die ich nun näher eingehen möchte. Das erste Hauptgütekriterium ist die Objektivität. Unter der Objektivität von Tests versteht man das ein Test objektiv sein muß. Zwei verschiedene Testleiter müssen dabei unabhängig vom anderen zum selben Ergebnis gelangen. Man unterscheidet die Objektivität weiterhin in Erhebungsobjektivität, Durchführungsobjektivität und Auswertungsobjektivität.

Das zweite wichtige Hauptgütekriterium ist die Validität, welche besagt, daß das in Anspruch genommene Verfahren auch wirklich das mißt, was er zu messen beansprucht. Man unterscheidet die Validität des weiteren in Kriteriumsvalidität und Konstruktvalidität.

Das dritte Hauptgütekriterium ist die Reliabilität, oder auch die Zuverlässigkeit. Sie sagt etwas über die Zuverlässigkeit einer Messung aus. Ein Test sollte daher unter gleichen Testbedingungen immer zu dem selben Ergebnis kommen.

Dies 3 Kriterien sollte ein Test immer erfüllen, damit er überhaupt als Test erkennbar und zulässig ist.

Des weiteren treffen die Nebengütekriterien wichtige Ergänzungen, auf die ich im nächsten Unterkapitel eingehen möchte. (Vgl. Bös, 2001, S.21)

2.2 Nebengütekriterien

Zum genaueren spezifizieren der Hauptgütekriterien hat man Nebengütekriterien eingeführt. Sie lauten Effizienz, Nützlichkeit, Ökonomie, Handlichkeit und Normierung. Effizienz meint hier, daß ein Test möglichst ohne Umwege das messen soll, was er zu messen vorgibt, um an sein Ergebnis zu gelangen. Nützlichkeit meint, daß ein Test einen gewissen Allgemeinnutzen haben soll und Tests, die keinen praktischen oder sichtbaren Nutzen haben nicht praktikabel sind. Ökonomie meint das ein Test möglichst sparsam mit Material, Zeit und Apparaturen auskommen sollte, um diverse Verschwendungen, sei es des Materials oder anderem zu vermeiden. Handlichkeit meint, daß die Testgröße einen gewissen Rahmen haben soll. Es lohnt nicht einen Test für ein Bewegungsverhalten zu entwerfen, wobei der Proband Apparaturen immenser Größe oder Ausmaßes mit sich herum tragen soll. Das letzte Nebengütekriterium ist die Normierung, welche besagt das ein Test in einem gewissen Maßstab wiedergegeben werden kann und damit Allgemeingültigkeit erlangen kann.

Sind nun alle diese Kriterien erfühlt kann der Test den allgemeinen Anforderungen standhalten und ausgeführt werden. (vgl. Bös. 2001. S.21)

3 Vergleich zwischen Labor- und Felddiagnostik

An dieser Stelle möchte ich nun die für mich markanten Unterschiede zwischen den beiden Verfahren erläutern.

Felddiagnostik umfaßt zum Beispiel alle motorischen Test, die wir bis zu dieser Lehrprobe behandelt haben. Diese Test erfordern einen Testleiter und gewisse Testutensilien und Testbedingungen. Vorteil dieser Test ist es, daß sie mit wenig Materialien auskommen und einen niedrigen Preis haben. Nachteil gegenüber zur Labordiagnostik ist, daß sie nicht immer genügend Differenzierungsmöglichkeiten bieten. Eine Übung wird mit bestanden oder nicht bestanden bewertet und es bleibt bei dieser Bewertung der Grund meist im Dunkeln. Sie hat zum Beispiel kein Maßstab für kreative Kompensation. Die Labordiagnostik bietet uns hier genauere Daten. Sie unterscheidet nicht nur zwischen Bestanden und Nicht Bestanden, sondern ist in der Lage alles zu analysieren, was außerhalb dieser Bewertung lag. Somit ist die Labordiagnostik in seiner Auswertung präziser. Des weiteren schließt sie Fehler des Testleiters aus, wie zum Beispiel Beobachtungsfehler, Bewertungsfehler u.s.w. Die Labordiagnostik allerdings kann in diesem Zusammenhang auch falsch gehandhabt werden, Kabel können falsch verlegt werden u.s.w.. Wir sehen, daß jede Diagnosemöglichkeit ihre eigenen Vor- und Nachteile bieten und man muß das Verfahren der jeweiligen Situation, beziehungsweise der jeweiligen Testvariable anpassen. (Vgl. Jahn, H-D., 2004)

4 Ausgewählte Apparaturen der Sporttherapie

4.1 Das Ergometer

Das Ergometer stellt wahrscheinlich das bekannteste aller Apparaturen der Rehabilitation dar. Es besitzt eine einfache Handhabung und ist äußerst effektiv bei der Herausbildung bestimmter Leistungsvoraussetzungen. Zusätzlich ist es mit vielen apparativen Techniken koppelbar, zum Beispiel mit einem Blutdruckmeßgerät oder einem Herzfrequenzabnehmer. Somit wird das Ergometer zur hervorragenden Anlaufstelle für die Darstellung der Zusammenhänge zwischen kardialen Vorgängen, sowie Belastungsstrukturen. Zusätzlich kann es auch noch mit einer Spiroergometrie gekoppelt werden und ist somit zur Spiroergometrie unwandelbar und nun in der Lage auch sämtliche pulmonale Faktoren mit zu bestimmen.Ich möchte nun anführen, welche Parameter am Ergometer einstellbar sind, um dem Patienten ein sicheres und angenehmes Training zu ermöglichen.

1. Sitzhöhe
2. Sitzposition
3. Sitzneigung
4. Lenkerhöhe
5. Lenkerwinkel

All dies ermöglicht ein angenehmes Training. Nun möchte ich auf die einstellbaren Belastungsparameter zu sprechen kommen. Einstellbar sind:

1. Tretwiderstand
2. Belastung durch Eingabe der zu erbringenden Leistung in Watt
3. Belastung durch Zeitvorgabe
4. Stufenprogramme

Welche kinematischen und dynamischen Parameter werden durch das Ergometer wiedergegeben?

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Labordiagnostik in der Rehabilitation - Ein Querschnitt durch die apparative Diagnostik
Hochschule
Universität Leipzig  (Reha)
Veranstaltung
Diagnostik
Note
1.0
Autor
Jahr
2004
Seiten
12
Katalognummer
V29620
ISBN (eBook)
9783638310895
ISBN (Buch)
9783638760799
Dateigröße
531 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Es handelt sich hierbei um einen wissenschaftlichen Aufsatz, der einen Querschnitt durch die apparativen Diagnosestrategien in der Rehabilitation geben soll. Er behandelt Themen wie EKG, EMG, Ultraschalltopometrie, Spirometrie und noch vieles mehr. Weiterhin geht er auf den Vergleich zwischen Feld- und Labordiagnostik ein und versucht die Problematik der Gütekriterien näher zu beleuchten.
Schlagworte
Labordiagnostik, Rehabilitation, Querschnitt, Diagnostik
Arbeit zitieren
Dipl. Sportlehrer, stud. med. Mario Heinrichs (Autor), 2004, Labordiagnostik in der Rehabilitation - Ein Querschnitt durch die apparative Diagnostik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29620

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