In meiner Arbeit werde ich mich auf einige Kernanalysen beziehen um die Frage, ob sich das bürgerschaftliche Engagement in Ost und West bezüglich Quantität und Qualität unterscheidet, zu beantworten. Gibt es Besonderheiten des bürgerschaftlichen Engagements in den neuen Bundesländern? Hierzu werde ich Traditionen der DDR beleuchten. Darüber hinaus werde ich mich mit besonderen Problemen des Institutionentransfers von West nach Ost sowie engagementrelevanten Folgen des Umbruchs beschäftigen und in diesem Kontext einen Ausschnitt des „breiten Beziehungsfeldes gesellschaftlicher Entwicklungs- und Veränderungstrends“8 beleuchten, die vermehrt auf die Lebenshaltung großer Teile der Bevölkerung Einfluss nehmen. In einem nächsten Schritt werde ich ostdeutsche Engagementmotive und –Bereiche sowie gender-spezifische Differenzen in Ostdeutschland analysieren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zum Begriff des „bürgerschaftlichen Engagements“
- Empirische Untersuchungen
- Besonderheiten des bürgerschaftlichen Engagements in den neuen Bundesländern
- Traditionen der DDR, Institutionentransfer und engagementrelevante Folgen des Umbruchs
- Traditionen
- Besondere Probleme des Institutionentransfers
- Engagementrelevante Folgen des Umbruchs
- Engagementmotive und -Bereiche und Gender-spezifische Differenzen
- Motive für bürgerschaftliches Engagement
- Engagementbereiche
- Frauen und bürgerschaftliches Engagement
- Traditionen der DDR, Institutionentransfer und engagementrelevante Folgen des Umbruchs
- Erklärungsansätze
- Bestimmungsfaktoren für bürgerschaftliches Engagement in den neuen Ländern
- Die Ressourcen der DDR-Gesellschaft
- Der unvollständige Transfer
- Nähe zur Erwerbsarbeit
- Defizit oder Differenz?
- Bestimmungsfaktoren für bürgerschaftliches Engagement in den neuen Ländern
- Barrieren für bürgerschaftliches Engagement
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht das bürgerschaftliche Engagement in Ostdeutschland und analysiert die Besonderheiten im Vergleich zu Westdeutschland. Sie zielt darauf ab, die Ursachen für potenzielle Unterschiede in der Quantität und Qualität des Engagements in den neuen Bundesländern zu erforschen.
- Traditionen des bürgerschaftlichen Engagements in der DDR
- Probleme des Institutionentransfers und engagementrelevante Folgen des Umbruchs
- Engagementmotive und -Bereiche in Ostdeutschland
- Erklärungsansätze für Unterschiede im bürgerschaftlichen Engagement zwischen Ost und West
- Barrieren für bürgerschaftliches Engagement in den neuen Bundesländern
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema bürgerschaftliches Engagement ein und verdeutlicht dessen Bedeutung für die Gesellschaft. Sie beleuchtet die aktuelle Debatte um den „Verfall“ des Engagements sowie die Hoffnung auf dessen Potenzial für den Wohlfahrtsstaat. Außerdem wird die Forschungsfrage der Arbeit vorgestellt: Unterscheiden sich das bürgerschaftliche Engagement in Ost- und Westdeutschland?
Kapitel 1 bietet eine Begriffsbestimmung von „bürgerschaftlichem Engagement“ und hebt die Vielfältigkeit dieses Handlungsfeldes hervor. Es werden verschiedene Dimensionen des Engagements erläutert, die von konventionellen Formen der politischen Beteiligung bis hin zu klassischem und neuem sozialen Engagement reichen.
Kapitel 2 präsentiert empirische Untersuchungen zum Thema bürgerschaftliches Engagement, die jedoch keine eindeutigen Aussagen über die Häufigkeitsverteilung zwischen Ost- und Westdeutschland zulassen. Die Arbeit widmet sich anschließend den Besonderheiten des bürgerschaftlichen Engagements in den neuen Bundesländern.
Kapitel 3 untersucht die Traditionen des bürgerschaftlichen Engagements in der DDR, die Herausforderungen des Institutionentransfers und die engagementrelevanten Folgen des Umbruchs. Die Analyse beleuchtet die besonderen Probleme des Institutionentransfers und deren Auswirkungen auf das bürgerschaftliche Engagement.
Kapitel 4 widmet sich den Engagementmotiven und -Bereichen in Ostdeutschland sowie den genderspezifischen Differenzen. Es werden Motive für bürgerschaftliches Engagement in den neuen Bundesländern beleuchtet und die verschiedenen Engagementbereiche analysiert.
Kapitel 5 bietet verschiedene Erklärungsansätze für die Besonderheiten des bürgerschaftlichen Engagements in Ostdeutschland. Es werden wichtige Bestimmungsfaktoren wie die Ressourcen der DDR-Gesellschaft, der unvollständige Transfer und die Nähe zur Erwerbsarbeit analysiert.
Kapitel 6 befasst sich mit den Barrieren für bürgerschaftliches Engagement in den neuen Bundesländern. Es werden Hemmnisse untersucht, die einem Einstieg in das Engagement entgegenstehen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem bürgerschaftlichen Engagement in Ostdeutschland, dessen Traditionen in der DDR, den Herausforderungen des Institutionentransfers, den Folgen des Umbruchs, den Engagementmotiven und -Bereichen sowie den genderspezifischen Differenzen. Die Analyse beleuchtet wichtige Bestimmungsfaktoren für das Engagement in den neuen Bundesländern und untersucht Barrieren, die dem Engagement entgegenstehen.
Häufig gestellte Fragen
Unterscheidet sich bürgerschaftliches Engagement in Ost und West?
Ja, die Arbeit untersucht quantitative und qualitative Unterschiede, die auf unterschiedliche Traditionen und die Folgen des gesellschaftlichen Umbruchs zurückzuführen sind.
Welchen Einfluss hatten DDR-Traditionen auf das Engagement?
In der DDR war Engagement oft staatlich gelenkt oder an die Erwerbsarbeit gekoppelt, was die heutigen Motive und Strukturen in den neuen Bundesländern noch immer prägt.
Was sind Barrieren für Engagement in Ostdeutschland?
Probleme beim Institutionentransfer von West nach Ost sowie wirtschaftliche Unsicherheiten nach der Wende stellten erhebliche Hürden für den Aufbau neuer Strukturen dar.
Gibt es Genderspezifische Unterschiede beim Engagement im Osten?
Die Arbeit analysiert spezifisch die Rolle von Frauen und wie sich deren Engagementmotive von denen der Männer unterscheiden.
Was versteht man unter "unvollständigem Transfer"?
Damit ist gemeint, dass westdeutsche Vereins- und Verbandsstrukturen nach 1990 nicht eins zu eins auf die ostdeutsche Lebensrealität passten und dort teilweise fremd blieben.
- Citation du texte
- Christiane Landsiedel (Auteur), 2003, Bürgerschaftliches Engagement in Ostdeutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29638