Dem Sport wird in unserer Gesellschaft ein hoher Stellenwert beigemessen. Das gilt sowohl für den Freizeitbereich, wie auch für den Spitzensportbereich. Mit der steigenden Beliebtheit der sportlichen Betätigung, sowohl im privaten, als auch beruflichen Bereich, wachsen allerdings auch die Gefahren. Sportunfälle, die in der Freizeit geschehen, sind aufgrund von arbeitsrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Regelungen von den beruflichen eindeutig zu unterscheiden. So wird im beruflichen Bereich ein Kompensationsmechanismus in Gang gesetzt, der sich mit dem des Freizeitbereichs nicht vergleichen lässt. Dennoch muss auch auf der beruflichen Ebene zwischen zwei Personengruppen unterschieden werden – dem selbstständigen Berufssportler und dem in abhängiger Beschäftigung Stehenden.
Für den selbstständigen Berufssportler stellt die Ausübung seines Berufs grundsätzlich ein individuelles Risiko dar. Selbst die Erbringung einer sportlichen Leistung gegenüber einem Auftraggeber, aufgrund einer vertraglichen Bindung, ändert nichts an der Tatsache, dass das Verletzungsrisiko ein rein Individuelles darstellt. Der selbstständige Berufssportler ist somit auf eine Versicherung angewiesen, die im Fall einer solchen Verletzung dem Versicherten finanziellen Ausgleich zusichert. Versicherungsverträge, die auf die Risiken des Berufssports wie auch seine Bedarfswünsche eingehen, haben meist individuellen Charakter. Bei abhängig beschäftigten Berufssportlern ist die Risikozuordnung bei Sportverletzungen generell anders. So stellt sich für diese Art von Berufssportlern eine, in Ausübung einer beruflichen Tätigkeit, erlittene Sportverletzung, als Arbeitsunfall dar. Im Rahmen dieser Arbeit soll nun geklärt werden, in wie weit ein abhängig beschäftigter Profisportler im Falle eines Arbeitsunfalls abgesichert ist. Des Weiteren soll herausgearbeitet werden, in wie weit die Leistungen nach Eintritt eines Versicherungsfalls gerechtfertigt sind.
Inhaltsverzeichnis
- Problemstellung und Aufbau der Arbeit
- Problemaufriss und Zielsetzung
- Aufbau der Arbeit
- Die gesetzliche Unfallversicherung
- Rechtliche Grundlagen der gesetzlichen Unfallversicherung
- Zuständigkeit der Berufsgenossenschaften
- Der Versicherungsschutz
- Der Arbeitsunfall
- Der Unfall
- Leistungen nach Eintritt eines Versicherungsfalles
- Heilbehandlung oder Leistungen zur medizinischen Rehabilitation
- Das Verletztengeld
- Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
- Das Übergangsgeld
- Die Verletztenrente
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Absicherung eines abhängig beschäftigten Profisportlers im Falle eines Arbeitsunfalls. Sie untersucht, welche Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung im Falle eines solchen Ereignisses zustehen und ob diese Leistungen gerechtfertigt sind. Die Arbeit fokussiert insbesondere auf die Situation eines Fußballspielers in der 1. Bundesliga.
- Rechtliche Grundlagen der gesetzlichen Unfallversicherung
- Zuständigkeit der Berufsgenossenschaften
- Leistungen der Unfallversicherung im Falle eines Arbeitsunfalls
- Rechtfertigung der Leistungen in Bezug auf die Absicherung eines Profisportlers
- Vergleich der Absicherung von Profisportlern mit anderen Versicherungsnehmern
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 2 behandelt die rechtlichen Grundlagen der gesetzlichen Unfallversicherung. Hier werden die Aufgaben, der versicherte Personenkreis und die Regelungen zum Leistungsanspruch erläutert. Darüber hinaus wird die Zuständigkeit der Berufsgenossenschaften beleuchtet.
Kapitel 3 befasst sich mit den Leistungen der Unfallversicherung nach Eintritt eines Versicherungsfalls. Dabei werden die Bedeutung und Rechtfertigung dieser Leistungen in Bezug auf die Absicherung eines Profisportlers aufgezeigt. Die Betrachtung umfasst Heilbehandlung, Verletztengeld, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Übergangsgeld und Verletztenrente.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Arbeitsunfall, gesetzliche Unfallversicherung, Berufssport, Profisportler, Heilbehandlung, Verletztengeld, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Übergangsgeld, Verletztenrente und Rechtfertigung der Leistungen.
Häufig gestellte Fragen
Wie sind Profisportler bei einem Arbeitsunfall abgesichert?
Abhängig beschäftigte Profisportler sind über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert, die Leistungen wie Heilbehandlung und Verletztengeld erbringt.
Was unterscheidet den selbstständigen vom angestellten Sportler?
Selbstständige Sportler tragen ihr Verletzungsrisiko individuell und müssen sich meist privat versichern, während Angestellte unter den Schutz der Berufsgenossenschaften fallen.
Welche Leistungen bietet die gesetzliche Unfallversicherung?
Zu den Leistungen gehören medizinische Rehabilitation, Verletztengeld, Übergangsgeld, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und die Verletztenrente.
Wer ist für die Unfallversicherung von Profifußballern zuständig?
In Deutschland ist für angestellte Profisportler, wie etwa Fußballspieler der Bundesliga, die jeweilige Berufsgenossenschaft zuständig.
Gilt eine Sportverletzung im Training als Arbeitsunfall?
Ja, für abhängig beschäftigte Sportler gilt eine in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit erlittene Verletzung rechtlich als Arbeitsunfall.
- Quote paper
- Carsten Rösler (Author), 2003, Die Absicherung eines Profisportlers im Falle eines Arbeitsunfalls, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29697