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Teilleistungsschwächen im mathematischen Denken, Rechenschwächen erkennen und behandeln

Title: Teilleistungsschwächen im mathematischen Denken, Rechenschwächen erkennen und behandeln

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Betriebswirtin Yvonne Flerlage (Author)

Didactics - Mathematics
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Summary Excerpt Details

Das mathematische Denken setzt räumliches Vorstellungsvermögen voraus. Die Stabilisierung unserer räumlichen Welt ist die schwierigste unserer Fertigkeiten und entwickelt sich zuletzt. Das mathematische Denken ist ein Endprodukt vielfältiger neuropsychologischer Reifungsvorgänge.
Es stellt sich nun automatisch die Frage: Wie entwickelt sich beim Kind die Fähigkeit der räumlichen Vorstellung, und wie lernt es, sich eine Vorstellung zu machen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Neuropsychologische Voraussetzungen für mathematisches Denken

2 Die Bedeutung der visuellen Wahrnehmung

2.1 Visuomotorische Koordination

2.2 Figur-Grund-Differenzierung

2.3 Formkonstanz

2.4 Lage im Raum

2.5 Beziehungen im Raum

2.6 Der Fall Timo

3 Die Bedeutung der Zeitwahrnehmung

3.1 Gleichzeitigkeit

3.2 Rhythmus

3.3 Tempo

3.4 Reihenfolge

3.5 Dauer

4 Teilleistungsschwächen im Bereich des mathematischen Denkens

4.1 Stufen im Aufbau und im Verinnerlichen mathematischer Operationen und ihre Beeinträchtigungen

5 Erkennen und Behandeln von Teilleistungsschwächen im Bereich des mathematischen Denkens

5.1 Diagnostische Verfahren zur Erkennung von Teilleistungsschwächen im Bereich des mathematischen Denkens

5.2 Heilpädagogische Möglichkeiten zur Behandlung von Teilleistungsschwächen im Bereich des mathematischen Denkens

6 Arbeit mit dem Montessori-Material

6.1 Arbeit mit dem Montessori-Sinnesmaterial

6.2 Arbeit mit dem Montessori-Mathematikmaterial

7 Konsequenzen für den Anfangsunterricht Mathematik in der Grundschule

7.1 Kriterien zur Materialauswahl

7.2 Vorstellung verschiedener Materialien und deren Verwendungsmöglichkeiten zur Förderung der Zahlbegriffsentwicklung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die neuropsychologischen Grundlagen mathematischen Denkens und beleuchtet die Auswirkungen von Teilleistungsschwächen auf den Lernprozess. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen Wahrnehmungsstörungen und mathematischen Lernschwierigkeiten aufzuzeigen sowie praxisorientierte Ansätze zur Förderung, insbesondere durch Montessori-Material, darzustellen.

  • Neuropsychologische Voraussetzungen für mathematisches Denken
  • Bedeutung der visuellen und zeitlichen Wahrnehmung für den Erwerb mathematischer Kompetenzen
  • Diagnose und Identifikation von Teilleistungsschwächen
  • Einsatzmöglichkeiten von Montessori-Material zur Förderung bei Rechenschwäche

Auszug aus dem Buch

2.6 Der Fall Timo

Timo ist neun Jahre alt. Er ist zart und klein, langsam, lässt sich ständig von seinem kleineren Bruder helfen, schafft es nie, Aufgaben von der Tafel abzuschreiben, versagt im Rechnen, findet keinen Kontakt zu anderen Kindern.

Alles, was mit räumlichem Erfassen und zeitlichen Abläufen zu tun hatte, ist besonders beeinträchtigt. Die Feinmotorik zeigt leichte Störungen, dadurch wird die Auge-Hand-Koordination beeinträchtigt. Wenn Timo seine Finger auf ein Ziel hin bewegt, weichen sie kurz davor leicht ab, um es erst nach einigem Hin und Her zu erreichen. So eine ungenaue Bewegung gibt ungenaue Information an das Hirn weiter, und wird ebenfalls ungenau verarbeitet, gespeichert und folglich auch erinnert. Mit den Augen ist es bei ihm ähnlich. Auch sie machen kleine Sprünge, sie folgen einem bewegten Gegenstand nicht geschmeidig. Aber das Erfassen, Begreifen und Behalten, alles Ausdrücke, die etwas mit der Hand zu tun haben, ist dadurch erschwert und verlangsamt. So auch z. B. Abzählen, Hinzufügen, Wegnehmen, Absehen von der Tafel, Abschreiben aus einem Buch, Übertragen in das Heft. Er findet in seinem Rechenpäckchen nie schnell genug seine Zeile. So muß er sich mehr konzentrieren und mehr anstrengen als seine Mitschüler.

Die Entwicklungsphase, in der Raumerfahrung und Raumvorstellung erworben wird, ist die Zeit des Krabbelns. Weil der Raum mit den Händen, Augen und Beinen ganzkörperlich, kinästhetisch erobert wird. Und Timo ist nicht gekrabbelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Neuropsychologische Voraussetzungen für mathematisches Denken: Das Kapitel erläutert, dass mathematisches Denken auf komplexen Reifungsprozessen und räumlichem Vorstellungsvermögen basiert.

2 Die Bedeutung der visuellen Wahrnehmung: Hier werden visuelle Basisfunktionen wie Koordination und Raumlage beschrieben, deren Beeinträchtigung mathematisches Lernen erschweren kann.

3 Die Bedeutung der Zeitwahrnehmung: Dieses Kapitel zeigt auf, wie Aspekte wie Gleichzeitigkeit, Rhythmus und Reihenfolge die Basis für das Verständnis mathematischer Abläufe bilden.

4 Teilleistungsschwächen im Bereich des mathematischen Denkens: Es werden vier Entwicklungsstufen mathematischer Operationen definiert und die jeweiligen Störfaktoren analysiert.

5 Erkennen und Behandeln von Teilleistungsschwächen im Bereich des mathematischen Denkens: Das Kapitel behandelt diagnostische Fehleranalysen und heilpädagogische Interventionsmöglichkeiten.

6 Arbeit mit dem Montessori-Material: Es wird dargestellt, wie spezielles Sinnes- und Mathematikmaterial zur Förderung bei Lernschwierigkeiten eingesetzt werden kann.

7 Konsequenzen für den Anfangsunterricht Mathematik in der Grundschule: Der Fokus liegt auf Kriterien für die Materialauswahl und der konkreten Förderung der Zahlbegriffsentwicklung.

Schlüsselwörter

Mathematisches Denken, Teilleistungsschwächen, Visuelle Wahrnehmung, Zeitwahrnehmung, Neuropsychologie, Montessori-Material, Lernschwierigkeiten, Rechenschwäche, Diagnostik, Heilpädagogik, Auge-Hand-Koordination, Raumvorstellung, Zahlbegriffsentwicklung, Frühförderung, Feinmotorik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die neuropsychologischen Voraussetzungen, die für ein erfolgreiches mathematisches Denken notwendig sind, und betrachtet, welche Konsequenzen Teilleistungsschwächen für das Lernen von Kindern haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der visuellen und zeitlichen Wahrnehmung, der Diagnose von Rechenstörungen sowie dem gezielten Einsatz von Montessori-Material zur Unterstützung betroffener Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Verständnis für die Ursachen von Rechenschwächen zu vertiefen und praxisnahe Förderstrategien aufzuzeigen, die an den individuellen Voraussetzungen der Kinder ansetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch die Fachliteratur (insbesondere Ingeborg Milz) und verknüpft diese mit einer Analyse von Entwicklungsstufen und praktischen Anwendungsbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Wahrnehmungsbereiche (Raum, Zeit, Auge-Hand) detailliert analysiert, gefolgt von einer Stufenlehre des mathematischen Lernens und praktischen Förderansätzen durch Montessori-Didaktik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Teilleistungsschwächen, Mathematisches Denken, Wahrnehmungsstörungen, Montessori-Material und Rechenschwäche.

Warum ist der Fall "Timo" im Text enthalten?

Das Beispiel Timo dient der Illustration einer konkreten Teilleistungsschwäche und zeigt auf, wie tiefgreifend Störungen in der Raumwahrnehmung und Feinmotorik den Schulalltag und den mathematischen Erfolg beeinträchtigen.

Welche Rolle spielt die "Zeitwahrnehmung" im Mathematikunterricht?

Sie ist essentiell, da mathematische Operationen auf Handlungsfolgen (zuerst, dann, zuletzt) basieren; ohne das Verständnis von Zeitdimensionen können mathematische Abläufe nicht organisiert werden.

Warum empfiehlt die Arbeit Montessori-Material?

Montessori-Material wird empfohlen, da es komplexe mathematische Strukturen in isolierte, begreifbare Einheiten zerlegt und durch verschiedene Sinneskanäle eine individuelle, stufenweise Förderung ermöglicht.

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Details

Title
Teilleistungsschwächen im mathematischen Denken, Rechenschwächen erkennen und behandeln
College
University of Vechta  (Mathematik)
Course
Hauptseminar Didaktik der Arthmetik
Grade
2,0
Author
Betriebswirtin Yvonne Flerlage (Author)
Publication Year
2000
Pages
23
Catalog Number
V29715
ISBN (eBook)
9783638311625
ISBN (Book)
9783638676786
Language
German
Tags
Teilleistungsschwächen Denken Rechenschwächen Hauptseminar Didaktik Arthmetik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Betriebswirtin Yvonne Flerlage (Author), 2000, Teilleistungsschwächen im mathematischen Denken, Rechenschwächen erkennen und behandeln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29715
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