Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Literature of History, Eras

Zeitgenössische Kritik an der Neuen Sachlichkeit

Title: Zeitgenössische Kritik an der Neuen Sachlichkeit

Seminar Paper , 2001 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Magistra Artium Julia Schröder (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die realistische, überwiegend emotionslose und ästhetisch wenig ambitionierte Literatur der Neuen Sachlichkeit erfreute sich nicht nur positiver Resonanz.
Anhand ausgewählter Textbeispiele soll die kritische Diskussion um die Literatur der Neuen Sachlichkeit differenziert beleuchtet werden. Schwerpunkt dieser Arbeit bilden dabei die Fragen, was genau an der Literatur der Neuen Sachlichkeit kritisiert und von welchen Standpunkten aus Kritik geübt wurde. Anhand des Aufsatzes „Schluß mit der Neuen Sachlichkeit“ von Joseph Roth sollen zunächst wesentliche Argumente gegen die neusachliche Literatur herausgearbeitet werden.
Zur Ergänzung und zum Vergleich folgen einige Beispiele aus Roths Roman „Flucht ohne Ende“, der in seiner Schaffensphase als Vertreter der Neuen Sachlichkeit entstand. Der Vollständigkeit halber werden in einem nächsten Schritt kritische Positionen der bürgerlichen und marxistischen Linken, der Rechtskonservativen und der Völkisch-Nationalen und schließlich der Nationalsozialisten gegenüber der Neuen Sachlichkeit betrachtet.
In einem abschließenden Teil sollen einige Kritikpunkte noch einmal aufgegriffen und vom heutigen Standpunkt aus gesehen diskutiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.2. Kritik an der „Neuen Sachlichkeit“

2.2.1. Kritik an der Literatur der „Neuen Sachlichkeit“ anhand des Textes von Joseph Roth: „Schluß mit der Neuen Sachlichkeit“

2.2.2. Als Ergänzung: Joseph Roth als Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“

2.3. Dimensionen des kritischen Diskurses über die „Neue Sachlichkeit“

2.3.1. Kritik der bürgerlichen und marxistischen Linken

2.3.2. Kritik der Rechtskonservativen und Völkisch-Nationalen und der Nationalsozialisten ( nach 1933)

3. Schluss

Eigene Beurteilung der neusachlichen Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht differenziert die zeitgenössische kritische Diskussion um die Literatur der Neuen Sachlichkeit. Das primäre Ziel besteht darin, die wesentlichen Argumente gegen die neusachliche Ästhetik aufzuzeigen und die unterschiedlichen Standpunkte zu identifizieren, von denen aus Kritik geübt wurde.

  • Analyse der Binnenkritik am Beispiel von Joseph Roths Aufsatz „Schluß mit der Neuen Sachlichkeit“.
  • Vergleich von Roths theoretischen Positionen mit seinem Roman „Flucht ohne Ende“.
  • Darstellung der Kritik aus Perspektive der bürgerlichen und marxistischen Linken.
  • Untersuchung der rechtskonservativen, völkisch-nationalen und nationalsozialistischen Kritik.
  • Abschließende Diskussion der Epoche und ihrer Kritikpunkte aus heutiger Sicht.

Auszug aus dem Buch

Kritik an der Literatur der „Neuen Sachlichkeit“ anhand des Textes von Joseph Roth: „Schluß mit der Neuen Sachlichkeit“

Im Folgenden soll nun die kritische Diskussion um die Literatur der neuen Sachlichkeit im Zentrum dieser Arbeit stehen. Negative Kritik kam aus ganz verschiedenen Lagern, so z.B. auch von Vertretern der „Neuen Sachlichkeit“. Selbst Joseph Roth, ursprünglich Repräsentant und Wortführer der neusachlichen Bewegung, wendet sich in seinem 1930 erschienenen Aufsatz „Schluß mit der Neuen Sachlichkeit“ demonstrativ von der Ästhetik der Neuen Sachlichkeit ab.

Er kritisiert in seinem Aufsatz die „groß[e]“ „stoffliche Unwissenheit der Schreibenden“ und die „dokumentarische Authentizität des Geschriebenen“, die „Menge“ und „die Hohlheit der Publikationen“ und die „Leichtgläubigkeit“ ihrer Rezipienten. Roth fordert die Abwendung von einer dokumentarisch-berichtenden Wiedergabe zugunsten einer „künstlerischen“, dichterischen Gestaltung der Realität. Der Neuen Sachlichkeit sei der Fehler unterlaufen, den „Schatten, den die Gegenstände werfen, mit den Gegenständen verwechselt zu haben“: „Das Wirkliche begann man für wahr zu halten, das Dokument für echt, das Authentische für gültig.“ Roth sieht in der Realismuskonzeption, die sich ausschließlich auf die tatsächlich erfahrbare Wirklichkeit bezieht, einen entscheidenden Irrtum neusachlicher Ästhetik.

Er weist den „ungestalteten“, also den auf Gegenständlichkeit und Objektivität abzielenden Bericht als eine „nicht-künstlerische Form“ zurück. Zur Verdeutlichung belegt Roth den neusachlichen Bericht mit dem Begriff der literarischen „Zeugenaussage“ und grenzt ihn vom künstlerischen Bericht ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die kritische Diskussion um die Literatur der Neuen Sachlichkeit anhand ausgewählter Textbeispiele und Positionen zu beleuchten.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Kritik an der Neuen Sachlichkeit, beginnend mit Joseph Roths Binnenkritik und einer Untersuchung seines Romans „Flucht ohne Ende“, gefolgt von einer Gegenüberstellung der kritischen Perspektiven der Linken sowie der Konservativen und Nationalsozialisten.

3. Schluss: Der Schluss bietet eine abschließende Bewertung der Epoche aus heutiger Sicht und reflektiert die Tragweite der zeitgenössischen Kritik.

Schlüsselwörter

Neue Sachlichkeit, Literaturkritik, Joseph Roth, Realismuskonzeption, Dokumentarismus, Binnenkritik, marxistische Literaturtheorie, rechtskonservative Kritik, völkisch-nationale Literatur, nationalsozialistische Ästhetik, Journalismus, Reportagestil, ästhetische Gestaltung, Zeitgeist, Weimarer Republik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der zeitgenössischen Kritik, die während der Epoche der Neuen Sachlichkeit an deren literarischer Praxis und Ästhetik geübt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Streit um Dokumentation versus künstlerische Gestaltung, die Rolle des Autors als „Zeuge“ sowie die unterschiedlichen politischen und ideologischen Standpunkte, aus denen die Literatur der Neuen Sachlichkeit kritisiert wurde.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, was genau an der Literatur der Neuen Sachlichkeit kritisiert wurde und von welchen ideologischen Lagern – von links bis rechts – diese Kritik ausging.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Primärtexten, insbesondere Aufsätzen und literarischen Werken, um die theoretische Auseinandersetzung und die Kritik an der Epoche nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Joseph Roths Kritik, eine Untersuchung seines Romans „Flucht ohne Ende“ sowie eine systematische Darstellung der Kritik durch marxistische, konservative und nationalsozialistische Theoretiker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Neue Sachlichkeit, Literaturkritik, Dokumentarismus, ästhetische Gestaltung sowie die politische Einordnung der Debatte in der Weimarer Republik.

Wie begründet Joseph Roth seine Abkehr von der Neuen Sachlichkeit?

Roth kritisiert, dass die Neue Sachlichkeit durch den Fokus auf reine Tatsachenberichte und Dokumentation ihre künstlerische Gestaltungskraft verliert und somit nur die Oberfläche, aber nicht die „höhere Wahrheit“ der Realität erfasst.

Warum wird die politische „Tendenzlosigkeit“ der Autoren kritisiert?

Die Tendenzlosigkeit wird von verschiedenen Seiten als mangelnde politische Verantwortung, Perspektivlosigkeit und Unverbindlichkeit gewertet, wobei ihr vorgeworfen wurde, den Aufstieg des Nationalsozialismus nicht ausreichend erkannt oder gar begünstigt zu haben.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Zeitgenössische Kritik an der Neuen Sachlichkeit
College
University of Osnabrück  (Institut für Germanistik)
Course
Seminar: Literatur und Theorie der ´Neuen Sachlichkeit´
Grade
2,0
Author
Magistra Artium Julia Schröder (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V2971
ISBN (eBook)
9783638117883
ISBN (Book)
9783638745802
Language
German
Tags
Zeitgenössische Kritik Neuen Sachlichkeit Seminar Literatur Theorie Sachlichkeit´
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Julia Schröder (Author), 2001, Zeitgenössische Kritik an der Neuen Sachlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2971
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint