Militarismus in "La Grande-Duchesse de Gerolstein" und Exotismus in "La Perichole" von Jacques Offenbach


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004
35 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhalt

1. Einführung

2. La Grande-Duchesse de Gérolstein
2.1 Entstehung und Aufführungsgeschichte
2.2 Fassungen
2.3 Die Situation im Frankreich des Second Empire und während der Weltausstellung 1867
2.4 Militär auf dem Theater
2.5 Militarismus
2.5.1 Begriffsbestimmung
2.5.2 Militarismus in La Grande-Duchesse de Gérolstein
2.5.3 Militär in anderen Werken Offenbachs

3. La Périchole
3.1 Entstehung
3.2 Fassungen
3.3 La Périchole eine opéra bouffe mit Tendenz zur opéra comique
3.4 Exotismus
3.4.1 Begriffsbestimmung
3.4.2 Exotismus in Offenbachs Werk
3.4.3 Exotismus in La Périchole

4. Zusammenfasssung

5. Literaturverzeichnis

6. Diskographie

1. Einführung

Bei Werken Offenbachs stößt man während der Recherchen, die sich nicht mit den relativ häufig in Deutschland rezipierten Stücken wie La Belle Hélène oder La Vie parisienne beschäftigen, schnell an die Grenzen der zugänglichen Quellen. Die Literaturlage ist – noch dazu in deutscher Sprache - abgesehen vom Standardwerk Siegfried Kracauers Offenbach und das Paris seiner Zeit im Vergleich zu anderen Komponisten sehr dürftig, vor allem eine gründliche theaterwissenschaftliche, ebenso wie eine musikwissenschaftliche Be-schäftigung mit seinem Werk fehlen. In den letzten Jahren setzt sich Jean-Christophe Keck zumindest intensiv mit Fassungsfragen der Offenbachschen Werke auseinander und wird in Zusammenarbeit mit dem Verlag Boosey & Hawkes kritische Ausgaben von etwa vierzig Werken herausgeben. Sowohl La Grande-Duchesse de Gérolstein wie auch La Périchole sind in dieser Edition erschienen, allerdings nur als Aufführungsmaterial über den Verlag erhältlich. Klavierauszüge sind in Vorbereitung, erscheinen aber voraussichtlich nicht mehr vor 2005[1].

So ist das Erlangen von Notenmaterial, oder der sogar kritisch herausgebrachter Fassungen im Rahmen einer Hausarbeit aus ersichtlichen Gründen schier unmöglich. Zusätzlich wird die Wahl einer Ausgabe durch die komplizierte Fassungsfrage, die Offenbach selbst verursacht hat, erschwert.

Dieser Arbeit liegen für La Grande-Duchesse de Gérolstein zwei CD-Aufnahmen[2] verschiedener Fassungen und für La Périchole eine Aufnahme[3], ein Klavierauszug[4] und das Libretto der Krausfassung[5] zugrunde.

2. La Grande-Duchesse de Gérolstein

2.1 Entstehung und Aufführungsgeschichte

Jacques Offenbach komponierte La Grande-Duchesse de Gérolstein teils zeitgleich zu La Vie parisienne im Jahr 1866. Beide Libretti stammen von dem sich bereits mehrfach bewährten Autorenteam[6] Henri Meilhac (1831-1897) und Ludovic Halévy (1834-1908).

Die Uraufführung der opéra bouffe in drei Akten La Grande-Duchesse de Gérolstein fand am 12. April 1867 im Théâtre des Variétés in Paris während der zweiten Pariser Weltausstellung statt.

Die äußeren Umstände waren sehr glücklich, denn das zweite Pariser Weltausstellungsjahr 1867 brachte zahlreiche gekrönte Häupter und Staatsmänner nach Paris, die nach dem Vorbild von Napoleon III. (1808-1873) allesamt die Vorstellung im Théâtre des Variétés besuchten.

Noch ein Glücksfall war Catherine-Jeanne-Hortense Schneider (1833-1920), die in ihrer Rolle als Großherzogin völlig aufging. Um ihr geradezu königliches Verhalten, und darüber dass sie Realität und die Fiktion anscheinend kaum mehr trennen konnte und wollte, ranken sich zahlreiche Anekdoten; außerdem ist Bildmaterial, das sie in voller Kostümierung zeigt, in beachtlicher Menge vorhanden. Ihr Erfolg in dieser Rolle war für die Zeit auf jeden Fall neuartig und kann als eines der ersten Beispiele dafür gelten, dass Künstler in der Identifikation mit ihrer Rolle eben deren Status in der Realität erlangen können.

Bereits im Mai des gleichen Jahres hatte die opéra bouffe unter der Mitwirkung des Komponisten selbst in Wien ihre erste Aufführung in deutscher Sprache und schuf sich auch dort sehr beachtlichen Erfolg. In England (1867) und den Vereinigten Staaten[7] (1867) löste La Grande-Duchesse de Gérolstein geradezu eine Offenbach-Manie aus. Da aber mit Blick auf Preußen und Napoleon III. die Grundzüge des Librettos nicht ganz aus der Luft gegriffen waren und außerdem die Sensibilität gegenüber der Brisanz des Stoffs zunehmend wuchs, wurde das Stück Ende der 1860er Jahre immer häufiger vom Spielplan genommen. Glaubt man den Zeilen Otto Schneidereits wurde La Grande-Duchesse de Gérolstein nach der Niederlage der Franzosen gegen die Deutschen 1871 gar „wegen Wehrkraftszersetzung des französischen Volks vom Ministerium für Kultur und Unterricht verboten[8]. Äußerungen Offenbachs zu diesem Schritt der Behörde, falls es ihn denn gegeben hat, sind in der Sekundärliteratur nicht aufzufinden.

Schon ein halbes Jahrhundert später galt die opéra bouffe nur mehr als historischer Militärschwank, wurde vom Berliner Metropol-Theater unbesorgt mitten im ersten Weltkrieg herausgebracht und verursachte keinerlei empörte Reaktionen. Das noch immer enthaltene brisante Potential war einmal mehr verkannt worden.

La Grande-Duchesse de Gérolstein gehört auf jeden Fall auch heute noch zu den fünf meist aufgeführten Bühnenwerken Offenbachs, hat aber im Lauf der Aufführungsgeschichte bis heute zahlreiche textliche und musikalische Bearbeitungen über sich ergehen lassen müssen.

2.2 Fassungen

Offenbach hat wie so oft auch bei der Arbeit zu La Grande-Duchesse de Gérolstein das Libretto von Meilhac und Halévy nicht im Original übernommen. Er ließ Verse aus, fügte bei Bedarf auch selbst Textzeilen hinzu und dichtete ganze Strophen. Während der Endproben brachte er dann seine berühmten „bedides goupures[9] an. Außerdem gab es Veränderungen, deren Veranlassung zensurbedingt war[10]. So musste der Titel La Grande-Duchesse auf La Grande-Duchesse de Gérolstein erweitert werden, denn die Pariser Zensurbehörde befürchtete, dass man den allgemein gehaltenen Titel zu leicht mit dem russischen Hof den Amouren der Zarin Katharina II.[11] in Verbindung bringen könnte und dies wegen der international anwesenden Gäste zu politischen Spannungen führen könnte. Abgesehen davon wurde auf das Drängen der Behörde hin die Handlung bereits vom 19. in das 18. Jahrhundert zurückversetzt. Dennoch erschien das Libretto dem Zensurbüro immer noch teilweise zu tendenziös und so musste - nur um ein weiteres Beispiel für die Empfindlichkeit der Zensurbehörde zu nennen - Fritz‘ Antwort zu Beginn des zweiten Akts „Madame! En dizhuit jours j’ai terminé la guerre“ durch „Madame! En quatre jours j’ai terminé la guerre“ (2. Akt, Nr.18) ersetzt werden. In genau 18 Tagen besiegte Preußen nämlich Österreich 1866 mit der Schlacht bei Königgrätz und so schien die Anspielung auf deutsch-französische Spannungen zu deutlich. Die Zensurbestimmung aber, die beinahe die Premiere gefährdet hatte, war ein Kritikpunkt, der eigentlich leicht beseitigt hätte werden können, wenn er nicht Hortense Schneider persönlich betroffen hätte. Sie hatte während der Proben zu ihrem Kostüm ein prächtiges Ordensband getragen, welches von der Zensurbehörde beanstandet wurde. Zu leicht hätte ein Besucher hohen Ranges auf einen seiner eigenen Orden schließen können. Die Sängerin weigerte sich, dem Verbot zu entsprechen und gefährdete im Stil einer großen Operndiva damit fast die Premiere. Zum entscheidenden Abend schließlich erschien sie doch ohne Ordensband auf der Bühne.

Nach der vier Stunden dauernden Premiere, die zwar großen, wegen des langatmigen 3. Aktes aber keinen durchschlagenden Erfolg hatte, brachte Offenbach noch bis zur dritten Aufführung Ergänzungen, Transpositionen und Striche an. Das Ergebnis dieser Veränderungen ist die zweite Pariser Fassung[12]. Am auffälligsten ist hierbei der Strich der Chorszene der Verschwörung[13] (Scéne et choeur de la conjuration) und der Gesang der Scherenschleifer (Chant des rémouleurs) zu Beginn des 3. Akts, die um die für den Fortlauf der Handlung notwendigen dramaturgischen Elemente willen in das sehr viel kürzere Verschwörerterzett[14] umgewandelt wurde. Die Segnung der Dolche gegen Schluss des 1. Akts, die durch Prügeleien „aufgelockert“ war, wurde gänzlich gestrichen. Aus Gründen der Überlänge wurde auch die eindrucksvolle Meditation der Großherzogin - ebenfalls im 2. Akt enthalten - herausgenommen. Durch diese Striche verliert die Großherzogin allerdings einen Großteil ihres schillernden Charakters, der sie über eine Karikatur hinaus reifen lässt.[15]

Insgesamt führten die zahlreichen Striche, die Offenbach einmal mehr als Theaterpraktiker ausweisen, der sich nicht scheut um der Wirksamkeit eines Stücks willen, radikale Veränderungen vorzunehmen, dazu, dass sich die revidierte Fassung in zwei Akten präsentierte.

Ab der dritten Pariser Vorstellung, die bereits in der zweiten Fassung gegeben wurde, war La Grande-Duchesse de Gérolstein uneingeschränkt ein grandioser Erfolg.[16]

Die erste deutschsprachige Aufführung[17] kam schon am 13. Mai gleichen Jahres am Theater an der Wien heraus. Die Fassung ist weitestgehend an die zweite Pariser Version angelehnt. Neben einigen Umstellungen im dritten Akt, war hier die einschneidende Änderung die Rückung der Stimmlage der Großherzogin vom Mezzosopran zum Sopran. Diese gewichtige Änderung, die die Grand-Duchesse jünger, naiver und mit einem hohen Verlust an Reife darstellt, nahm Offenbach selbst vor, um der jungen Sopranistin Marie Geistinger[18] die optimalen musikalischen Voraussetzungen zu bieten. Auch die Orchestrierung änderte sich, denn in Wien standen Offenbach mit 42 Musikern - also doppeltem Bläsersatz - zehn Musiker mehr als in Paris zur Verfügung[19]. Indem er sich diesen gegebenen Voraussetzungen anpasste, schuf er für sein Werk einen neuen, „wienerischen“ Klang.

Der französische Musikwissenschaftler Jean-Christoph Keck erforscht nun schon einige Jahre die Lage von Fassungsfragen der Werke Offenbachs. Nach La Belle Hélène und Orphée aux enfers hat er nun auch seine kritische und vollständige Ausgabe der La Grande-Duchesse de Gérolstein basierend „auf alle Versionen des Werks, des vollständig erhaltenen Partiturautographs und der deutschen und der französischen Erstausgaben“[20] abgeschlossen . Diese Keck-Version in französischer Sprache und einer Dauer von 180 Minuten hatte ihre Premiere im Dezember 2003 an der Opéra national du Rhin in Straßburg, eine CD-Aufnahme ist angekündigt. Erstaunlich ist nur, dass Keck schon 1996, also sieben Jahre zuvor eine Fassung[21] präsentierte und im Booklet verlauten ließ: „Wir haben die Arbeiten für die kritische Ausgabe der La Grand-Duchesse beendet und diese Oper kann (...) so gehört werden, wie Offenbach sie geschaffen hat, ohne die im Laufe der Zeit durchgeführten zahlreichen Streichungen.“[22] Diese Version dauerte 130 Minuten. Das wirft die Frage auf, wieso bereits 1996 besonders auf „first complete recording“ verwiesen wurde und ob nicht in ein paar Jahren eine neue „endgültig vollständige“ Fassung von Jean-Christoph Keck publiziert werden wird!?

2.3 Die Situation im Frankreich des Second Empire und während der Weltausstellung 1867

Am 1. April 1867 eröffnete Napoleon III. unter großer internationaler Teilnahme die zweite Pariser Weltausstellung. Im Folgenden stand das ganze Jahr 1867 unter dem Einfluss dieses großen Ereignisses in Paris [24]. Insgesamt zog die Weltausstellung, die Exponate der Industrie, der Kunst, Technik und des Handwerk zeigte, elf Millionen Besucher an, unter denen sich auch 57 Monarchen befunden haben.[23]

Auf Befehl des Kaisers sollte der ganzen Welt gezeigt werden, dass Frankreich das kräftigste, fortschrittlichste und friedlichste Land der Erde sei. Mit dem aufwendigen Eingangstunnel von der Seine aus, dem künstlichen See, den riesenhaften Hallen in Eisenkonstruktion und unzähligen kleinen Pavillons aus vielen Ländern der ganzen Welt geriet das Projekt zu einem finanziellen Desaster, doch Napoleon III. gewann beim Volk durch solche populistischen Taten an Sympathien, ohne über seine politische Unfähigkeit hinwegtäuschen zu können. Besonders sein Defizit an diplomatischem Geschick und die politische Unterlegenheit gegenüber Bismarcks traten immer wieder deutlich zu Tage. Durch die offensive Politik Bismarcks rückte jedoch ein Krieg in aktuelle Nähe. Der deutsche Beitrag zur Weltausstellung waren bezeichnender Weise eine 50 Tonnen schwere Kanone von Krupp und ein Reiterstandbild Friedrichs des Großen gewesen.

Das Second Empire, das sich über den Zeitraum von 1852 bis 1870/71 erstreckte, stand damals, 1867, bereits kurz vor seinem Untergang. Doch die Staatsmänner und Bürger Frankreichs nahmen den Ernst der Lage nicht wahr, statt dessen besuchten sie La Grande-Duchesse de Gérolstein und verdrängten die eigene Realität, während auf der Bühne eine Karikatur der europäischen Zustände zum Besten gegeben wurde.

Die Bedrohung, die in einem bevorstehenden Krieg lag, wurde wohl auch deshalb unterschätzt, da Krieg bis zum ersten Weltkrieg als nur eine kleine Zahl von Menschen bedrohenden Erscheinung empfunden wurde, die sich weit entfernt und auf abgesteckten Schlachtfeldern abspielte. Das Phänomen ging grundsätzlich nur die Soldaten an, die auszogen und wiederkehrten. Die Berichte über die Zustände im Krieg kamen aus zweiter Hand und vermittelten eine angenehme Distanz zum Geschehen. Abgesehen davon stellte der Krieg mit seinen glänzenden Aufmärschen durchaus auch eine Belebung des bürgerlichen Lebens dar.

[...]


[1] Angaben nach einer telefonischen Auskunft des Verlags Boosey & Hawkes in Berlin

[2] La Grande-Duchesse de Gérolstein. Emmanuel Villaume, Orchestra internazionale d’Italia, Bratislava Chamber Chor. Dynamic, 1996; eine Gesamtaufnahme in französischer Sprache, die besonders auf ihren Anspruch, die erste Fassung vollständig wiederzugeben, hinweist. Alle Angaben in dieser Arbeit zu Akten und Nummern in der La Grande-Duchesse de Gérolstein beziehen sich auf diese Aufnahme. La Grande-Duchesse de Gérolstein. Pinchas Steinberg, Kölner Rundfunkorchester, Kölner Rundfunkchor, Emi Classics, 1984; Gesamtaufnahme in deutscher Sprache in der Übersetzung von Julius Hopp, also in der von Offenbach autorisierten Wiener Fassung, die bezüglich der musikalischen Striche der zweiten Pariser Fassung ähnelt.

[3] La Périchole. Alain Lombard, Orchestre Philharmonique de Strasbourg, Choeurs de L’Opera du Rhin. Erato disques 1991, Aufnahme von 1976; Produktion in französischer Sprache, die auf Dialoge verzichtet und dafür die einzelnen Nummern durch zusammenfassende Texte verbindet.

[4] Offenbach, Jacques: Perichole. Neuer Text nach zwei Fassungen von Henry Meilhac und Ludovic Halévy von Karl Kraus. Wien 1958; Klavierauszug ohne Dialoge

[5] Kraus, Karl: Theater der Dichtung. Frankfurt am Main 1994; darin das Libretto der Périchole mit einer Beilage der französischen Verse, S. 119 ff.

[6] Der Verbindung Meilhac-Halévy-Offenbach erwuchsen zahlreiche Werke: Le Brésilien 1863, Belle Hélène 1864, Barbe-bleu 1866, La Grande-Duchesse de Gérolstein 1867, Le Château à Toto 1868, La Périchole 1868, La Diva 1869, Les Brigands 1869, La Boulangère a des ècus 1875)

[7] Hans von Bülow (1830-1894) hatte eine Amerikanische Vorstellung der Grande-Duchesse de Gérolstein besucht und schrieb 1890 aus New York: „In einigen Theatern habe ich fest geschlafen. Halt: eine Ausnahme – Mustervorstellung, wie sonst nur im Schauspiel erlebt, gesehen und gehört von Offenbachs Großherzogin, die ich mit höchstem plaisir geschlürft.“

[8] Schneidereit, Otto: Die Operette A-Z. Berlin, 1978, S. 269; Diese Tatsachenbehauptung wird allerdings nicht belegt und ist so in ihrem Wahrheitsgehalt mit großer Vorsicht zu behandeln.

[9]Bedides goupures“ bedeutet ins Deutsche übertragen „kleine Schnitte“. Mit der falschen Orthographie ist dieses Zitat ein ironischer Hinweis auf Offenbachs Französisch mit kölnischem Einschlag.

[10] Vgl. Kracauer Siegfried: Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit. Frankfurt am Main 1976, S. 265 ff.; siehe auch Wehmeyer, Grete: Höllengalopp und Götterdämmerung. Lachkultur bei Jacques Offenbach und Richard Wagner. Köln 1997, S. 117 ff.

[11] Katharina II., die Große (1729-1796)

[12] Vgl. hierzu www.offenbach-edition.de und www.boosey.com.

[13] Verschwörerszenen erfreuten sich in der Grand Opéra Frankreichs und auch der großen italienischen Oper besonderer Beliebtheit. Hier liegt wohl eine Parodie auf Conjuration et Bénédiction des poignars (4. Akt) aus Meyerbeers Les Hugenottes (1836) vor.

[14] Vgl. hierzu auch das Verschwörerterzett aus dem 3. Akt von Un ballo in maschera von Verdi (1861)

[15] Die Grand-Duchesse reflektiert hier ihre Lage zwischen Liebe und ihrer Verpflichtung der Geschichte gegenüber.

[16] Vgl. Faris Alexander: Jacques Offenbach. Zürich 1982, S. 159

[17] Übersetzung ins Deutsche von Julius Hopp

[18] Marie Geistinger gilt als Operettendiva der Donaumonarchie als das Pendant zu Hortense C. J. Schneider in Frankreich.

[19] Das Orchester der Offenbach’schen Operetten war mit einfach besetztem Bläsersatz und kleiner Streichergruppe außergewöhnlich klein und rührt wohl noch sowohl in seinem sehr begrenztem Budget am Anfang seiner Karriere als Theaterleiter als auch in einer Aversion gegen den unbeweglichen und riesenhaften Orchesterapparat der Opéra comique, in der er selbst als junger Mann gespielt hat. Die anfängliche Begrenzung hat Offenbach offensichtlich als Chance begriffen und mit dieser Besetzung einen ganz eigenen Orchesterklang geschaffen.

[20] Siehe www.offenbach-edition.de

[21] Emmanuel Villaume, Orchestra internazionale d’Italia, Bratislava Chamber Chor. Dynamic, 1996

[22] siehe 20, Booklett zur CD, S. 20

[23] Hinrichs, Ernst (Hrsg.): Kleine Geschichte Frankreichs. Stuttgart 2003

[24] Die erste Pariser Weltausstellung hatte bereits 1855 stattgefunden.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Militarismus in "La Grande-Duchesse de Gerolstein" und Exotismus in "La Perichole" von Jacques Offenbach
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut der Theaterwissenschaft)
Veranstaltung
Hauptseminar Jacques Offenbach
Note
2
Autor
Jahr
2004
Seiten
35
Katalognummer
V29728
ISBN (eBook)
9783638311694
ISBN (Buch)
9783638727709
Dateigröße
564 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Militarismus, Grande-Duchesse, Gerolstein, Exotismus, Perichole, Jacques, Offenbach, Hauptseminar
Arbeit zitieren
M.A. Georgine Maria-Magdalena Balk (Autor), 2004, Militarismus in "La Grande-Duchesse de Gerolstein" und Exotismus in "La Perichole" von Jacques Offenbach, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29728

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