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Schule und Erziehung während der Zeit des Nationalsozialismus

Nazipädagogik in den Unterrichtsräumen und innerhalb der Hitlerjugend

Title: Schule und Erziehung während der Zeit des Nationalsozialismus

Term Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Hahn (Author)

Social Work
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„Die Aufgabe der deutschen Schule ist es, gemeinsam mit den anderen nationalsozialistischen Erziehungsmächten, aber mit den ihr gemäßen Mitteln die Jugend unseres Volkes zu körperlich, seelisch und geistig gesunden und starken deutschen Männern und Frauen zu erziehen, die, in Heimat und Volkstum fest verwurzelt, ein jeder an seiner Stelle zum vollen Einsatz für Führer und Volk bereit sind.“

So definiert Adolf Hitler in „Mein Kampf“ die Aufgaben, welche die Lehrer und die Schule im Allgemeinen gegenüber der jungen deutschen Generation haben. Und darum soll es auch in meiner Studienarbeit gehen. Ich werde versuchen, die Schule im Dritten Reich und den Umgang mit den Schülern in der Zeit Hitlerdeutschlands im Hinblick auf Erziehung und Pädagogik und an Hand von einigen Unterrichtsfächern etwas genauer zu untersuchen. Ich möchte dazu einen Einblick in die Lehrpläne geben und auf methodische Anweisungen an die Lehrer eingehen, welche entweder von Hitler selbst oder von zum Beispiel Doktor Bernhard Rus, Reichsbildungs- und Erziehungsminister, und Baldur von Schirach, Reichsjugendführer, herausgegeben wurden.

Welche Ziele verbargen sich hinter den Lehrinhalten und welche nationalsozialistischen, rassistischen und antisemitischen Anschauungsweisen wurden offen dargelegt und unterrichtet? Wie und was sollte gelehrt werden, welche Methoden wandte man an, und wie war der Umgang mit den Kindern und Jugendlichen in der Schule und auch bei außerschulischen Aktivitäten? Um die Beantwortung dieser und noch einiger anderer Fragen soll es in dieser Studienarbeit gehen.

Dazu werde ich als erstes auf ganz allgemeine Dinge des Schulalltags eingehen, um einen besseren Überblick über das Dasein als Schüler in den nationalsozialistischen Schulen geben zu können. Als zweites werde ich dann, wie oben schon erwähnt, auf verschiedene Unterrichtsfächer eingehen und diese auf ihre Ideologie, Pädagogik und Erziehung hin etwas genauer untersuchen. Es wird sich dabei um die Fächer Leibeserziehung, Deutsch- und Literaturunterricht und Geschichte handeln. Ich habe gerade diese Fächer ausgewählt, weil man an ihnen meiner Meinung nach besonders deutlich die Bildungsziele der Nazis nach verfolgen kann. Danach werde ich noch auf die Hitlerjugend eingehen, weil diese sozusagen die außerschulische Eingriffsmöglichkeit des NS-Regimes in das Leben der Kinder und Jugendlichen darstellte.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Richtlinien im Schulalltag

3. Die nationalsozialistische Leibeserziehung

4. Deutsch- und Literaturunterricht im Nationalsozialismus

5. Geschichtsunterricht im Nationalsozialismus

6. Die Hitlerjugend

6.1 Entstehung und Entwicklung

6.2 Gliederung und Struktur der Hitlerjugend

6.3 Erziehung und Pädagogik in der Hitlerjugend

7. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Studienarbeit untersucht die nationalsozialistische Pädagogik und Schulerziehung sowie den Einfluss der Hitlerjugend auf Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, die ideologische Ausrichtung von Unterrichtsinhalten und Erziehungsmethoden kritisch zu beleuchten und aufzuzeigen, wie das Bildungssystem als Instrument totalitärer Macht und Propaganda missbraucht wurde.

  • Strukturelle und ideologische Einflüsse auf den nationalsozialistischen Schulalltag.
  • Die Rolle der Leibeserziehung als zentrales Element der körperlichen Ertüchtigung.
  • Die ideologische Instrumentalisierung des Deutsch- und Literaturunterrichts.
  • Die Funktion des Geschichtsunterrichts als Propagandamittel.
  • Die pädagogische und organisatorische Struktur der Hitlerjugend als außerschulische Erziehungsmacht.

Auszug aus dem Buch

6.2 Gliederung und Struktur der Hitlerjugend

Durch die immer weiter ansteigenden Mitgliederzahlen und der zum Schluss völligen Einbeziehung aller jungen Deutschen, stand die HJ nun immer mehr im Blickpunkt der Bevölkerung. Es musste also viel innerhalb der Vereinigung gearbeitet werden, um diesem Ansturm gewachsen sein zu können und einem Chaos vorzubeugen. Deshalb musste als erstes eine klare Gliederung und Aufteilung vorhanden sein. Diese Gliederung war jahrgangs- und geschlechtsbezogen. Die Jungen kamen mit 10 Jahren ins Deutsche Jungvolk und die Mädchen in die Jungmädel. Mit Ende des 14. Lebensjahres wurden die Jugendlichen dann komplett in die Hitlerjugend überstellt. Mit Ende des 18. Lebensjahres wechselten die Jungen in die Organisationen der Partei, wie zum Beispiel in die SA, SS oder Wehrmacht und die Mädchen mit 17 Jahren in das NS-Werk Glaube und Schönheit. Dort sollten auch sie auf den Krieg vorbereitet werden, damit sie Führungspositionen übernehmen konnten, wenn die Männer im Krieg waren.

Aber auch schon in der Zeit des Jungvolkes und innerhalb der HJ mussten Gliederungen vorhanden sein, um den Überblick behalten zu können, und damit eine gute Organisation gewährleistet war. Für das Jungvolk sah diese wie folgt aus:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Schule und Erziehung während des Nationalsozialismus und Formulierung der leitenden Forschungsfragen.

2. Allgemeine Richtlinien im Schulalltag: Analyse der schulpolitischen Entwicklungen nach 1933 und der allgemeinen ideologischen Durchdringung des Lehralltags.

3. Die nationalsozialistische Leibeserziehung: Untersuchung der Umkehrung der Erziehungshierarchie, bei der körperliche Ertüchtigung Vorrang vor geistiger Bildung erhielt.

4. Deutsch- und Literaturunterricht im Nationalsozialismus: Darstellung der Bedeutung des Deutschunterrichts für die Verbreitung der NS-Ideologie und den arischen Erziehungsanspruch.

5. Geschichtsunterricht im Nationalsozialismus: Erläuterung der ideologischen Umgestaltung historischer Inhalte zur Legitimierung der NS-Herrschaft und Weltanschauung.

6. Die Hitlerjugend: Überblick über die Entstehung, Organisation und die totalitären Erziehungsmethoden der Staatsjugend.

6.1 Entstehung und Entwicklung: Historischer Abriss der Entwicklung der Hitlerjugend von den Anfängen bis zur Etablierung als verpflichtende Staatsjugend.

6.2 Gliederung und Struktur der Hitlerjugend: Beschreibung der hierarchischen Aufbauorganisation und der Altersstufen innerhalb der HJ.

6.3 Erziehung und Pädagogik in der Hitlerjugend: Untersuchung der spezifischen Erziehungselemente und Ideale, die den Jugendlichen im außerschulischen Bereich vermittelt wurden.

7. Schluss: Zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse und kritische Einordnung des Versagens einer freien Pädagogik im Nationalsozialismus.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Pädagogik, Hitlerjugend, Schulalltag, Leibeserziehung, Ideologie, Propaganda, Erziehung, Staatsjugend, Wehrtüchtigkeit, Rassenlehre, Geschichtsunterricht, Totalitarismus, Indoktrination.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den erzieherischen und pädagogischen Strukturen im nationalsozialistischen Deutschland, sowohl innerhalb des schulischen Rahmens als auch in der außerschulischen Hitlerjugend.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die ideologische Durchdringung der Unterrichtsfächer Leibeserziehung, Deutsch und Geschichte sowie die organisatorische Entwicklung der Hitlerjugend.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu belegen, dass im Schulsystem des Nationalsozialismus keine Pädagogik im freien Sinne existierte, sondern eine Instrumentalisierung der Bildung zur Festigung der totalitären Herrschaft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Lehrplänen, offiziellen Anweisungen der NS-Führung und wissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Erziehung im Dritten Reich.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die spezifischen Lehrpläne, die Rolle des Lehrers und die pädagogische Ausrichtung der Jugendorganisationen im Detail untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nationalsozialismus, Indoktrination, Propaganda, Totalitarismus und Jugendführung charakterisieren.

Wie unterschied sich die Bedeutung der Leibeserziehung von modernen Sportunterrichtskonzepten?

Während Sport heute die Gesundheit und Gelenkigkeit fördert, diente die nationalsozialistische Leibeserziehung der Vorbereitung auf den Krieg und der Stählung des Körpers im Sinne wehrhafter Ideale.

Welche Rolle spielte die Hitlerjugend bei der Entwicklung der Jugendlichen?

Die HJ fungierte als Rekrutierungsstätte und war das primäre Instrument, um den Einfluss der NSDAP auf alle Lebensbereiche der Kinder und Jugendlichen auch nach Schulschluss sicherzustellen.

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Details

Title
Schule und Erziehung während der Zeit des Nationalsozialismus
Subtitle
Nazipädagogik in den Unterrichtsräumen und innerhalb der Hitlerjugend
College
University of Cooperative Education Breitenbrunn
Course
Soziologie der Lebensalter
Grade
1,3
Author
Daniel Hahn (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V29739
ISBN (eBook)
9783638311786
ISBN (Book)
9783638703123
Language
German
Tags
Schule Erziehung Zeit Nationalsozialismus Nazipädagogik Unterrichtsräumen Hitlerjugend Soziologie Lebensalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Hahn (Author), 2002, Schule und Erziehung während der Zeit des Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29739
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