Cash Flow, Kapitalflussrechnung und Rentabilität. Schwerpunkt: Das Rezept des informierenden Unterrichtseinstiegs


Unterrichtsentwurf, 2002

27 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Vorüberlegungen
1. Bedingungsanalyse
1.1. Allgemeines
1.2. Zielgruppenanalyse
1.3. Selbstanalyse
1.4. Schul- und Arbeitssituation
1.5 Lehrplan
1.6. Analyse des Unterrichtsstoffes
1.6.1. Was macht dieses Thema lernenswert und worin liegt die künftige Berufsrelevanz des Unterrichtsstoffes?
1.6.2. Welche Querverbindungen bestehen zu anderen Schulfächern oder zu anderen Stoffgebieten?
1.6.3. Wo liegen potentielle Motivations-, Lern- oder Verständnisprobleme?
1.6.4. Worin besteht das Stoffproblem? Wo liegt der springende Punkt des Themas?
1.6.5. Wie ist das Stoffproblem im gesellschaftlichen Wertsystem zu verorten und wie stellt sich das Problem aus der Sicht verschiedener Interessensgruppen (Unternehmer, Arbeitnehmer, Konsumenten) dar?
1.6.6. Wofür ist das Thema eventuell exemplarisch, und welche Konsequenzen für die Unterrichtsplanung ergeben sich daraus?
1.7 Analyse der Unterrichtsmedien
1.8. Unterrichtsmethodik
1.9. Grobziele
1.10. Feinziele

II Verlaufsplanung

III Anhang

IV Schwerpunkt – Das Rezept des informierenden Unterrichtseinstiegs

V Literaturverzeichnis

I Vorüberlegungen

1. Bedingungsanalyse

1.1. Allgemeines

Die Gruppe, vor denen wir am 25. November 2003 unseren Unterricht abhalten werden, setzt sich aus 19 Studenten, welche die Lehrveranstaltung Wirtschaftsdidaktik II bei Herrn Mag. Obermayer besuchen, zusammen. Das Alter der Studenten streut sich zwischen 20 und 40 Jahren.

Wir werden unseren Unterricht im Rahmen der Lehrveranstaltung Wirtschaftsdidaktik II am 25. November zwischen 13:45 und 17:00 Uhr abhalten.

Da die Motivation am Nachmittag eher nachlässt, müssen wir besonders darauf wert legen, den Unterricht möglichst interessant zu gestalten. Damit die Leistungskurve nicht rasant abfällt, wollen wir den Unterricht durch eine Gruppenarbeit auflockern. Besonders beim Thema Finanzierung ist es wichtig, den Aspekt der Motivation nicht außer Acht zu lassen.

1.2. Zielgruppenanalyse

Die Teilnehmer dieses Kurses studieren alle Wirtschaftspädagogik.

Bezüglich der Vorkenntnisse lässt sich folgendes feststellen:

Die Mehrheit der Studenten hat eine Berufsbildende Höhere Schule (HAK, HBLA) absolviert. Einige Teilnehmer der Lehrveranstaltung verfügen bereits über berufliche Praxis, u.a. auch in verschiedenen Lehrberufen.

Im Laufe ihres Studiums hat unsere Zielgruppe bereits ein weites Spektrum an Vorwissen angesammelt. Gerade in den für uns relevanten betriebswirtschaftlichen Teilgebieten ist das Wissen der Studenten weit gestreut, unter anderem werden die Spezialisierungsfächer Finanzierung, Unternehmensgründung, Controlling und Personalwesen belegt.

Aufgrund der Tatsache, dass „Social Skills“ auch auf der Universität immer größere Bedeutung gewinnen und viele Kurse zu diesem Thema angeboten werden, nehmen wir an, dass wir unseren Unterricht vor einer sozial kompetenten Gruppe abhalten werden, was vor allem Partner- oder Gruppenarbeiten sehr erleichtern wird. Einen weiteren Vorteil sehen wir darin, dass sich die Gruppe großteils durch den Besuch der Lehrveranstaltung Wirtschaftsdidaktik I kennt.

Was die Motivation der Studenten betrifft, sehen wir ein Problem darin, dass das Stoffgebiet des Unterrichts größtenteils keinen Anreiz darbieten wird. Das Themengebiet ist ausreichend bekannt, da die meisten Teilnehmer in diesem Semester die 2. Schulstoffklausur in Rechnungswesen absolviert haben, in der das Thema Finanzierung einen Schwerpunkt darstellt. Interessant für unsere Kollegen wird somit nicht der Inhalt selbst sein, sondern die Art und Weise der Präsentation des Inhaltes (Methodenvielfalt, Medieneinsatz, Ablauf, ...). Allerdings spielt das Thema in den einzelnen Schwerpunkt- und Spezialisierungsfächern der BWL immer wieder eine große Rolle. Eine Wiederholung kann daher nur von Nutzen sein.

Der primäre Zweck der Lehrveranstaltung ist jedoch nicht die Vermittlung von betriebswirtschaftlichen Sachinhalten, sondern den Erwartungen, dem Bildungsstand und den Interessen der Studenten entsprechend, das Training der didaktischen Fähigkeiten. Um den Anforderungen der Studenten gerecht zu werden, müssen wir unseren Unterricht methodisch und didaktisch gut aufbereiten. Sie erwarten sich vor allem praktische Hinweise in Bezug auf Motivation der Schüler, Unterrichtsgestaltung und -planung, zusammenfassend eine Vorbereitung auf die Hospitation.

1.3. Selbstanalyse

Stärken: Aufgrund unserer wirtschaftlichen Ausbildung verfügen wir über ausreichend Sachkompetenz. Die Inhalte unseres Unterrichtsfaches sind uns hinreichend bekannt, was uns die Möglichkeit einräumt, uns mehr auf den didaktischen und methodischen Bereich zu konzentrieren. Außerdem haben wir im Laufe unseres Studiums bereits praktische Präsentationserfahrungen vor Kollegen gesammelt, was uns wiederum bei der Unterrichtsausführung mit Sicherheit helfen wird.

Schwächen: Mangelnde Praxiserfahrung und Methodenerprobtheit in der konkreten Schulsituation könnten zu Unsicherheiten führen, jedoch wird dies durch die Erfahrung im Schulpraktikum I kompensiert.

Da wir den Unterricht vor Kollegen abhalten, besteht die Gefahr, dass wir durch die veränderte Situation, nicht Schüler sondern Studenten zu unterrichten, nicht Unterrichtsmethoden sondern Präsentationstechniken anwenden werden. Wir müssen also darauf achten, die Kollegen in den Unterricht einzubinden, sodass eine gehobene „Schüler-Lehrer-Situation“ stattfindet.

1.4. Schul- und Arbeitssituation

Wir halten unseren Unterricht im Raum K 239C, ein Raum der primär der universitären Übungsfirma dient. Dieser Raum ist nicht unbedingt auf 20 Personen ausgelegt, d. h. die Platzsituation ist relativ beengt, was sich auch in der konfusen Sitzordnung widerspiegelt. Besonders dieser Platzmangel könnte für Gruppenarbeiten ein Problem darstellen. Vor allem die Computerarbeitsplätze der Übungsfirma belegen viel Platz und lassen den Raum unordentlich, um nicht zu sagen chaotisch wirken. Daraus ergeben sich folgende Anforderungen an uns: Vor dem Unterricht sollte für eine möglichst optimale Sitzordnung gesorgt werden. Nicht benötigte Pinwände, Plakate, etc. müssen entfernt werden. Auch die Tafel muss gelöscht werden. Beim Overheadeinsatz ist auf entsprechende Verdunkelung zu achten.

Im Gegensatz zur schlechten Platzsituation, kann die zur Verfügung stehende Medienvielfalt fast als perfekt angesehen werden. Mit Tafel, Overhead, Fernseher, Videorekorder, Flipchart, Pinwänden und Beamer stehen alle notwendigen und eventuell auch nicht notwendigen Unterrichtsmittel zur Verfügung.

1.5 Lehrplan

Obwohl der Lehrplan der Handelsakademie auf deren Schüler bezogen ist, kann man doch manche Punkte auf unsere Zielgruppe, die Studenten des Kurses Wirtschaftsdidaktik II, umlegen. Die im Lehrplan vorgegebenen Ziele sind relativ weit und offen gestreut. Ziele wie Stärkung der sozialen Kompetenz, Förderung des betriebswirtschaftlichen Denkens und ökonomischer Entscheidungen können sehr wohl auf unsere Zielgruppe der Studenten übertragen werden, da es sich dabei um bleibende Grundsätze für das spätere Berufsleben handelt.

Eine uns wichtig erscheinende Passage im Lehrplan stellt das Entwickeln von Schlüsselqualifikationen dar. Diese Schlüsselqualifikationen beziehen sich auf das logische, kreative und vernetzte Denken, aber auch auf Qualifikationen zum genauen und ausdauernden Arbeiten, selbständig und im Team sowie zum verantwortungsbewussten Entscheiden und Handeln unter Beachtung vor allem ökonomischer Gesichtspunkte.

Durch die Wahl der Inhalte und der Methoden der Lehrstoffvermittlung, sollen die Studenten befähigt werden einen Gesamtzusammenhang zwischen den Lerninhalten herzustellen und somit eine Verbindung mit anderen Gegenständen zu erreichen. Die Studenten sollen weiters zu kritischem Denken angehalten werden, denn für verantwortungsbewusstes Entscheiden und Handeln in den späteren Rollen als Arbeitnehmer, ev. Unternehmer und Konsument ist kritisches Denken eine Grundvoraussetzung.

Für unser Schwerpunktthema im Bereich der Finanzierung (Cashflow, Kapitalflussrechnung, Rentabilität) ergibt sich eine Überschneidung mit den Fächern Rechnungswesen und Betriebswirtschafslehre im V. Jahrgang. Dieses Thema stellt im II. Jahrgang lediglich einen Einstieg in die Problematik der Bilanzanalyse dar. Aufgabe ist es, ein fundiertes Basiswissen zu vermitteln. Da unsere Zielgruppe bereits mit einem umfangreichen Wissen in dieser Materie ausgestattet ist, werden wir unseren Unterricht auf einem höheren Niveau ansiedeln. Außerhalb der Universität ergibt sich der Praxisbezug insofern, dass für die richtige Finanzierung eines Unternehmens eine Reihe von Finanzierungsregeln zu beachten sind, die sich auf die Vermögens- und Kapitalstruktur einer Unternehmung auswirken.

Ein weiterer Punkt im Lehrplan sieht die selbständige Beschaffung von Informationen vor. Bei der praktischen Umsetzung der Gruppenarbeit sollen die Studenten Kennzahlen aus einer Bilanz lesen und errechnen können. Auch der aktuelle Bezug ist mit diesem Thema gegeben, da aufgrund der momentanen Situation von Insolvenzen und Unternehmenskrisen richtige Entscheidungen auf Basis errechneter Kennzahlen wichtig sind.

Den Punkt Zeitbudget haben wir schon in unserer Mittelfristplanung behandelt. In unserem Fall steht nur eine Unterrichtseinheit zur Verfügung in der wir nur exemplarisch Inhalte aus dem Oberthema Finanzierung auswählen.

1.6. Analyse des Unterrichtsstoffes

1.6.1. Was macht dieses Thema lernenswert und worin liegt die künftige Berufsrelevanz des Unterrichtsstoffes?

Studenten

Das Thema Finanzierung und hier im speziellen Kennzahlen ist für uns Studenten bereits bekannt, da die meisten in dieser Gruppe die 2. Schulstoffklausur bereits absolviert haben. Für die anderen dürften diese Begriffe jedoch auch keine Schwierigkeit darstellen, sondern vielmehr eine Auffrischung der theoretischen Kenntnisse sein. Hierbei wird unsere Methodik und Didaktik der Vermittlung dieses Stoffes von besonderer Bedeutung sein, da die Art und Weise der Vermittlung des Themas für das künftige Unterrichten relevant sein könnte. Wichtig erscheint uns dieser Schwerpunkt aber auch für die spätere Berufspraxis, wo es durchaus möglich ist, dass die Studenten später im Controllingbereich einer Unternehmung tätig sein werden und somit einen Grundstein ihres erworbenen Wissens an der Universität in der beruflichen Praxis anwenden können.

[...]

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Cash Flow, Kapitalflussrechnung und Rentabilität. Schwerpunkt: Das Rezept des informierenden Unterrichtseinstiegs
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz  (Wirtschaftspädagogik)
Note
2
Autor
Jahr
2002
Seiten
27
Katalognummer
V29759
ISBN (eBook)
9783638311953
ISBN (Buch)
9783656535591
Dateigröße
631 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cash, Flow, Kapitalflussrechnung, Rentabilität, Schwerpunkt, Rezept, Unterrichtseinstiegs
Arbeit zitieren
Mag. Viktoria Schmidt (Autor), 2002, Cash Flow, Kapitalflussrechnung und Rentabilität. Schwerpunkt: Das Rezept des informierenden Unterrichtseinstiegs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29759

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