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Ein Überblick zu Peacekeeping als eine Strategie Ziviler Konfliktbearbeitung

Title: Ein Überblick zu Peacekeeping als eine Strategie Ziviler Konfliktbearbeitung

Term Paper , 2013 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sabine Forkel (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Spätestens seit den Demokratisierungsprozessen in einigen arabischen Staaten Nordafrikas realisiert die Weltgemeinschaft die seit langem prognostizierten positiven Entwicklungen vieler Entwicklungsländer hinsichtlich Wirtschaftswachstum und Demokratisierung. Vorzeigestaaten wie zum Beispiel Ghana werden gern als Beispiel für einen nachhaltigen und gewissenhaften Umgang mit Staatsressourcen herangezogen und zeigen, dass sich trotz ethnischer, kultureller und wirtschaftlicher Heterogenität innerstaatliche Konflikte langfristig vermeiden lassen.
Dennoch sind weite Teile der Erde weiterhin von gewaltvollen Konflikten betroffen, welche eine politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung blockieren und die Regionen langfristig destabilisieren. Spätestens seit die Gefahr internationaler Terrorregime zu Beginn dieses Jahrhunderts in den Fokus der Weltöffentlichkeit rückte, wandelte sich auch der internationale Blick auf Krisengebiete in Afrika und Asien. Diese werden von internationalen Organisationen wie der UN zunehmend als etwaige Keimzellen für eine internationale terroristische Gefahr angesehen.
Damit änderte sich die Einstellung vieler Industriestaaten hinsichtlich der Verantwortung gegenüber außerkontinentalen, kriegerischen Konflikten und deren Folgen für die betroffene Zivilbevölkerung. Auch die seit wenigen Jahrzehnten zunehmende Bedeutung des Schutzes universell gültiger Menschenrechte sowie auch die zunehmende politische und wirtschaftliche Autorität und Souveränität regionaler Staatengemeinschaften wie zum Beispiel der Afrikanischen Union spielen dabei eine wichtige Rolle, auf die jedoch im Folgenden nicht weiter eingegangen werden soll.
Stattdessen wirft diese Arbeit die Frage auf, wie internationale Organisationen und Gemeinschaften der Gewalt gegenübertreten und wie sich der Umgang mit gewaltvollen Konflikten in den vergangenen Jahren verändert hat. Da jedoch auch diese Fragestellung den Rahmen dieser im Umfang sehr begrenzten Arbeit sprengen würde, möchte ich mich dabei lediglich auf das relativ neue Konzept des Zivilen Peacekeepings begrenzen, welches als Teilgebiet der Zivilen Konfliktbearbeitung eine Strategie für eine gewaltfreie Konfliktintervention und die Schaffung eines langfristigen Friedensprozesses darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. PEACEKEEPING

2.1 ENTWICKLUNG DES KONZEPTS

2.2 AKTEURE

2.3 EINSATZBEREICHE VON PEACEKEEPERN

2.4 WIE ERFOLGEN PEACEKEEPING-EINSÄTZE?

3. KRITIK UND PROBLEME DES KONZEPTS

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des zivilen Peacekeepings als Strategie der zivilen Konfliktbearbeitung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie internationale Organisationen und Gemeinschaften heute auf gewaltvolle Konflikte reagieren und inwiefern sich diese Ansätze von klassischen militärischen Interventionen unterscheiden sowie langfristig zu stabilen Friedensprozessen beitragen können.

  • Grundlagen des Peacekeeping-Begriffs und dessen Abgrenzung
  • Die Rolle verschiedener Akteure (UN, Nichtregierungsorganisationen, Großunternehmen)
  • Methodische Ansätze: Top-down- versus Bottom-up-Strategien
  • Einsatzbereiche und Schutzfunktionen von Peacekeepern
  • Kritische Analyse von Problemen und Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

2. Peacekeeping

Peacekeeping ist eines von mehreren Konzepten gewaltfreier Konfliktbearbeitung. Es hat zum Ziel Voraussetzungen zu schaffen oder zu wahren, welche ein langfristiges Bestehen von Frieden bedingen und begünstigen. Dahinter steht der Gedanke, dass eine Situation, welche hier als Frieden bezeichnet wird, langfristig nur dann bestehen kann, wenn man aktiv an dieser arbeite. Dabei geht es vorwiegend um Methoden zur Verhinderung direkter Gewalt, darüber hinaus aber auch um ein Einwirken auf die politische Situation und damit eine Stabilisierung, bzw. Herstellung einer Situation, die dem von Johan Galtung geprägten Begriff des positiven Friedens nahekommt.

Frieden wird allgemein zunächst als Abwesenheit von Krieg als „organisierte militärische Gewaltanwendung“ definiert. Der positive Frieden stellt nach Galtung eine Erweiterung des Friedensbegriffs dar. Danach darf neben direkter Gewalt auch keine strukturelle oder kulturelle Gewalt vorliegen, welche Bedürfnisse des Menschen verletzen ohne dass ein konkreter Täter verantwortlich gemacht werden könne. Zu diesen Grundbedürfnissen gehört nach Galtung das Überleben, das allgemeine körperliche Wohlbefinden, die persönliche Identität oder die Freiheit, zwischen verschiedenen Möglichkeiten auswählen zu können.

Den Krieg auf Dauer zu vermeiden, heißt, ihn auf Dauer durch nicht-kriegerische Konfliktlösungsformen zu ersetzen. Dieses, auch Zivile Konfliktbearbeitung genannte, Konzept besteht aus den folgenden drei Intentionen: 1. Verhandlungen über die Inhalte von Konflikten und die Schaffung einer Übereinkunft darüber (Peacemaking). 2. Die Eindämmung, bzw. Verhinderung von direkter Gewaltausübung und die (Wieder-)Herstellung von Sicherheit (Peacekeeping). 3. Das Einordnen gewaltsamer Konflikte in Ursachen-Wirkungs-Gefüge (Peacebuilding).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die veränderte sicherheitspolitische Lage nach dem Kalten Krieg und führt in das Konzept des zivilen Peacekeepings als Instrument der Konfliktbearbeitung ein.

2. PEACEKEEPING: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, die historische Entwicklung sowie die Akteure und Methoden ziviler Friedenseinsätze.

3. KRITIK UND PROBLEME DES KONZEPTS: Hier werden die Herausforderungen des Peacekeepings diskutiert, insbesondere das Spannungsfeld zwischen militärischer Unterstützung und ziviler Glaubwürdigkeit.

4. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten von gewaltfreien Kriseninterventionsstrategien.

Schlüsselwörter

Peacekeeping, Friedensforschung, Zivile Konfliktbearbeitung, Konfliktintervention, Peacebuilding, Peacemaking, Vereinte Nationen, Gewaltfreiheit, Positive Frieden, Krisenintervention, Zivilgesellschaft, Internationale Organisationen, Strukturelle Gewalt, Sicherheitspolitik, Konflikteskalation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über das Konzept des Peacekeepings als Strategie der zivilen Konfliktbearbeitung und untersucht dessen Anwendung in aktuellen Krisengebieten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Methoden zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung, der Rolle internationaler Akteure und der kritischen Reflexion über militärische versus zivile Friedensansätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Peacekeeping als Teilbereich der zivilen Konfliktbearbeitung zur langfristigen Schaffung eines Friedensprozesses beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer theoretischen Auseinandersetzung mit den Konzepten von Johan Galtung und anderen Friedensforschern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die historische Entwicklung, die Vorstellung der Akteure sowie eine kritische Analyse der bestehenden Probleme bei Friedenseinsätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Peacekeeping vor allem Zivile Konfliktbearbeitung, Peacemaking, Peacebuilding und der positive Friedensbegriff.

Warum wird im Text zwischen "Top-down" und "Bottom-up" Ansätzen unterschieden?

Diese Unterscheidung ist entscheidend, um zu verstehen, ob Friedensprozesse primär durch Verhandlungen mit Eliten (Top-down) oder durch die Einbindung der lokalen Zivilbevölkerung (Bottom-up) nachhaltig gefestigt werden sollen.

Inwiefern spielen multinationale Unternehmen laut der Autorin eine Rolle?

Multinationale Unternehmen werden als neue Akteure betrachtet, die in sogenannten "failed states" durch wirtschaftliche Investitionen einen indirekten Beitrag zur Stabilisierung und Reduzierung des gewalttätigen Konfliktrisikos leisten können.

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Details

Title
Ein Überblick zu Peacekeeping als eine Strategie Ziviler Konfliktbearbeitung
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Krieg und Frieden im 21. Jh.
Grade
2,0
Author
Sabine Forkel (Author)
Publication Year
2013
Pages
14
Catalog Number
V298227
ISBN (eBook)
9783656943426
ISBN (Book)
9783656943433
Language
German
Tags
überblick peacekeeping strategie ziviler konfliktbearbeitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Forkel (Author), 2013, Ein Überblick zu Peacekeeping als eine Strategie Ziviler Konfliktbearbeitung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298227
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