Der Begriff Telematik setzt sich aus den Begriffen Telekommunikation und Informatik zusammen. Dies bedeutet, dass hier Daten zu einem Rechenzentrum gesendet und dort weiterbearbeitet werden. Mit der Kommunikation von Daten unter Nutzung von Telematik werden größere räumliche Entfernungen befasst. Telematik im Bereich Logistik und Transportunternehmen dient zur Disposition, Planung und Optimierung der Fahrzeuge.
Die erweiterte Reichweite der Rechnernetze und die Mächtigkeit der Informationstechnik ermöglicht Telematik auch eine Querschnitttechnologie zu sein, die die Bereiche Navigation, Ortung, Kommunikation und Informatik miteinander vernetzen. Aber es umfasst auch Anwendungen die auf drahtlose Übertragung von Informationen jeder Art und deren anschließender Weiterverarbeitung beruhen.
In den letzten Jahren ist Telematik eine eigene wissenschaftliche Disziplin geworden. Gründe dafür sind, zum einen die immer besseren weltweiten Vernetzung und zum anderen ist Telematik nicht nur Informatik, sondern erfordert ein eigenes Systemdenken.
Ständig wachsende Verkehrsvolumen ist zu potentielle Kapazitätsengpässe in der Verkehrsinfrastruktur geworden, was zu gravierenden Problemen im Güterverkehr bei Lastkraftwagen führt. Ein weiteres Problem liegt darin, dass menschliche Arbeit in Standort Deutschland sehr teuer ist und die Treibstoffpreise ständig steigen. Verstöße der Vorgaben durch Fahrer können auch hohe Kosten verursachen. Hohe Reparatur-, Mautkosten und auch Lehrfahrten sind nicht auszuschließen.
Nicht zu vergessen ist auch, je mehr Kilometer gefahren wird, desto schneller wachsen Kosten und Verschleiß. Unternehmen denken in vielen Fällen darüber nach, wo sich noch Kosten im Fuhrpark einsparen lassen und wie sie ihre Leistungsfähigkeit steigern können. Oft wissen sie aber nicht welche Lösung für ihre Unternehmen die richtige ist. Diese Arbeit soll Lösungen für dieses Problem vermitteln, die derzeit auf dem Markt geben, welche Ziele mit diesem System verfolgt werden und welche Vorteile die verfügbaren Systeme den Unternehmen bieten können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Bedeutung der Telematik
1.2. Problemdarstellung und Ziel der Arbeit
2. Telematikdienste
2.1 GPS (Global Positioning System)
2.2 GPRS (General Packet Radio System)
2.3 GSM (Global System for Mobile communications)
2.4 UMTS (Universal Mobile Telecommunications)
3. Technische Grundlangen
4. Einsatzbereiche
4.1 Flottenmanagement
4.1.1 Auftragsmanagement
4.1.1.1 Tourenplanung
4.1.1.2 Auftragsabwicklung
4.1.2 Ortungssysteme
4.1.2.1 Fahrzeugortung
4.1.2.2 Diebstahlschutz
4.1.3 Sendungsverfolgung
4.1.4 Technische Fahrzeugüberwachung durch Fuhrparkleiter
4.1.5 Fahrerüberwachung mit Hilfe der Fahrerkarte
4.2 Telematik als Fahrerunterstützung
5. Telematik als Wettbewerbsfaktor und Wirtschaftlichkeit für die Logistikunternehmen
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert den Einsatz von Telematiksystemen in Logistikunternehmen, um Prozesse effizienter zu gestalten, Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, wobei insbesondere die Problemlösung für Kapazitätsengpässe und Kostenfaktoren im Fuhrparkmanagement im Fokus steht.
- Bedeutung und Grundlagen der Telematik
- Einsatzmöglichkeiten im Flottenmanagement
- Optimierung von Tourenplanung und Auftragsabwicklung
- Technische Fahrzeugüberwachung und Diebstahlschutz
- Wirtschaftlichkeitsaspekte und Wettbewerbsvorteile durch Telematik
Auszug aus dem Buch
4.1.2.2 Diebstahlschutz
„Die organisierte Kriminalität hat zunehmend die Logistikbranche im Blick. Sattelauflieger werden aufgebrochen, Zugmaschinen entführt und sogar komplette Lastzüge gestohlen. Laut einer aktuellen Studie des EU-Parlements beträgt der durch Frachtdiebstahl verursachte Schaden in Europa rund 8,2 Mrd. EURO. Dies beinhaltet die gesamten wirtschaftlichen Einbußen, einschließlich der Warenkosten und Wiederversandkosten.“(25) Thorsten Neumann, Vorsitzender der Transported Assent Protection Association (TAPA), Amstelveen/Niederlande behauptet, dass in diesem Jahr 2010 die Verluste nochmal deutlich steigen werden. Lorenz Sönnichsen als verantwortlicher für Sicherheit und Schadenverhütung bei Kühne+Nagel, Hamburg stellt fest, dass Wertvolle Produkte ein durchgängiges Sicherheitskonzept in der Logistik erfordern.(26) Telematik-Systeme können diese Diebstähle verhindern, sobald eine Tür geöffnet, der Motor gestartet wird oder wenn das Fahrzeug unerwartet seine Parkposition verlässt, informiert der Bordcomputer die Zentrale und die Polizei kann schnell eingeschaltet werden.(27) Diese können nur GSM/GPRS gestützte Systeme leisten, die auch einen Alarmsystem im Fahrzeug haben. Zusätzlich können die Mitarbeiter der Leitstelle ins Fahrzeuginnere hineinhören. Diese Ortungstechnik bietet hohe Sicherheit für Fahrer, Ladung und für das Fahrzeug.(28)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definiert den Begriff Telematik und erläutert die Problemdarstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit im Hinblick auf Kapazitätsengpässe und Kosteneinsparungen.
2. Telematikdienste: Erklärt technische Voraussetzungen und Standards wie GPS, GPRS, GSM und UMTS für die Kommunikation und Ortung.
3. Technische Grundlangen: Beschreibt die erforderliche Hardwareausstattung, wie Bordcomputer und CAN-Bus, zur Umsetzung von Telematik-Lösungen im Fahrzeug.
4. Einsatzbereiche: Detailliert die vielfältigen Anwendungsfelder der Telematik, wie Flotten- und Auftragsmanagement, Ortungssysteme, Sendungsverfolgung sowie Fahrer- und Fahrzeugüberwachung.
5. Telematik als Wettbewerbsfaktor und Wirtschaftlichkeit für die Logistikunternehmen: Diskutiert, wie moderne Telematiksysteme langfristig Kosten senken, die Effizienz steigern und die Wettbewerbsfähigkeit von Speditionen sichern.
6. Fazit: Fasst zusammen, dass Telematik als unverzichtbare Zukunftstechnologie individuelle Lösungen bietet, um Transparenz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Logistikprozess nachhaltig zu optimieren.
Schlüsselwörter
Telematik, Logistik, Flottenmanagement, GPS, Tourenplanung, Auftragsabwicklung, Fahrzeugortung, Sendungsverfolgung, CAN-Bus, Fahrerkarte, Kostensenkung, Wettbewerbsvorteil, Transport, Diebstahlschutz, Effizienz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Einsatz und die Vorteile von Telematiksystemen bei der Optimierung von LKW-Flotten und Logistikprozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind das Flottenmanagement, die technische Fahrzeugüberwachung, die Sendungsverfolgung sowie die wirtschaftlichen Aspekte der Telematiknutzung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch den Einsatz von Telematik ihre Leistungsfähigkeit steigern, Kosten im Fuhrpark reduzieren und wettbewerbsfähig bleiben können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, unter anderem durch Studien von Fachverbänden, Branchenberichten und technologischen Fachinformationen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden technische Grundlagen, die verschiedenen Telematikdienste sowie konkrete Einsatzbereiche wie Tourenplanung, Ortung, Diebstahlschutz und Fahrerüberwachung detailliert erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Telematik, Flottenmanagement, Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Transportoptimierung charakterisiert.
Wie trägt die Telematik zum Diebstahlschutz bei?
Durch GSM/GPRS-gestützte Systeme kann der Bordcomputer die Zentrale sofort informieren, wenn ein Fahrzeug unbefugt geöffnet oder gestartet wird, wodurch die Polizei schnell reagieren kann.
Wie profitieren Unternehmen wirtschaftlich vom Einsatz der Fahrerkarte?
Die Fahrerkarte ermöglicht die transparente und beleglose Übermittlung von Arbeits- und Lenkzeiten, was Verwaltungsaufwand reduziert, Diskussionen minimiert und eine effizientere Disposition erlaubt.
Warum ist die Tourenplanung mit Telematik-Software effizienter?
Die Software ermöglicht eine optimale Zuordnung von Aufträgen und Fahrzeugen, was Leerfahrten reduziert, die Kapazitätsauslastung erhöht und Reaktionszeiten bei Änderungen drastisch verkürzt.
- Quote paper
- Sehri Gerguz (Author), 2010, Einsatzoptimierung der LKW-Flotten durch Telematik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298238