Der Kunde ist davon abhängig, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung, die er erwirbt, seinen Qualitätsansprüchen genügen. Dies ist jedoch ein Vertrauensvorschuss an den Produzenten bzw. den Dienstleister.
Das Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2000 ist ein prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem, das speziell auf die Kundenanforderungen abgestimmt wird und soll diesen Vertrauensvorschuss bringen.
Für Retek besteht zurzeit noch keine unmittelbare Forderung nach einem Qualitätsmanagementsystem. Die Geschäftsführung möchte die Chancen einer frühzeitigen Zertifizierung aber nutzen, um auch in Zukunft für die Automobilhersteller interessant zu bleiben.
Deshalb entschied sich der Vorstand der Retek AG Ende 2002 zur Einführung des Qualitätsmanagements nach DIN EN ISO 9001:2000.
Diese schriftliche Ausarbeitung ist ein Überblick über die Vorgehensweise der Erstellung des Qualitätsmanagementhandbuchs und der Umsetzung des Managementsystems bei Retek, um so interessierten Personen einen Einblick in das Qualitätsmanagement zu geben.
Das Zertifizierungsaudit ist am 27.05.2003 erfolgreich durchgeführt worden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Beschreibung der Projektarbeit
3 Theoretische Grundlagen
4 Aufbau des Sensors und des A/D-Wandlers
5 Vorgehensweise
6 Ergebnisse
7 Das neue eingefügte Programm
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Evaluierung eines taktilen Sensors auf seine Eignung für den Einsatz in der Industrierobotik, um einen bestehenden Kraft-/Momentensensor ohne zusätzlichen Verstärker zu ersetzen und in ein bestehendes Roboterprogramm zu integrieren.
- Technische Analyse taktiler Sensoren und deren Funktionsweise
- Grundlagen der Industrierobotik und Kinematik
- Messwerterfassung mittels PC-Modul (A/D-Wandler)
- Implementierung und Anpassung des Roboter-Softwarecodes
- Praktische Erprobung und Auswertung der Sensorcharakteristik
Auszug aus dem Buch
4. Aufbau des Sensors
Der Sensor, den ich zu prüfen hatte, ist ein taktiler Sensor. Er besteht aus einem mit Federn zentrierten Ring, durch den ein Stab als Taster läuft. In seinem Gehäuse befinden sich 4 Leuchtdioden und 4 Photosensoren, die rechtwinkelig zueinander und gegenüber angeordnet sind.
Wenn jetzt der Stab eine Auslenkung erfährt, schiebt er den Ring, der sich zwischen Dioden und Photosensoren befindet entweder weiter über die Sensoren, so dass sie weniger Licht aufnehmen und der Widerstand größer wird, oder er gibt Dioden frei, und es gelangt mehr Licht an die Sensoren, so dass der Widerstand geringer wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Industrierobotik und die Rolle von Sensoren als „Sinnesorgane“ für die Automatisierung.
2 Beschreibung der Projektarbeit: Dieses Kapitel definiert die Aufgabenstellung, einen spezifischen Sensor zu prüfen und in ein bestehendes Labyrinthprogramm zu integrieren.
3 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Definition von Industrierobotern, ihre Kinematik, Koordinatensysteme sowie die Besonderheiten des SCARA-Roboters behandelt.
4 Aufbau des Sensors und des A/D-Wandlers: Das Kapitel beschreibt den mechanischen Aufbau des taktilen Sensors sowie die Funktionsweise von Leuchtdioden und Fotowiderständen in Kombination mit dem verwendeten PC-Messmodul.
5 Vorgehensweise: Die methodische Vorgehensweise bei der Anpassung der seriellen Schnittstelle und der Anbindung des Sensors an das Messsystem wird dargelegt.
6 Ergebnisse: Die gewonnenen Messdaten werden grafisch ausgewertet und auf ihre Eignung für robotergesteuerte Anwendungen hin analysiert.
7 Das neue eingefügte Programm: Der abschließende Teil erläutert die notwendigen Anpassungen im Programmcode zur Verarbeitung der Sensordaten in der Robotersteuerung.
Schlüsselwörter
Industrieroboter, Taktiler Sensor, A/D-Wandler, Prozessüberwachung, Kinematik, SCARA-Roboter, Fotowiderstand, Leuchtdiode, Automatisierung, Schnittstellenprogrammierung, Messwerterfassung, C-Programmierung, Sensorik, Bahnführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Projektarbeit untersucht die technische Eignung eines taktilen Sensors zur Integration in Industrieroboteranwendungen, um bestehende kraftbasierte Systeme zu ersetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Sensorik, der A/D-Wandlertechnik, der industriellen Robotik sowie der softwareseitigen Implementierung der Datenverarbeitung in C.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Prüfung, ob der untersuchte taktile Sensor präzise genug Daten liefert, um ohne externen Verstärker in ein bestehendes Roboterprogramm (Labyrinthprogramm) integriert zu werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Es wird ein experimenteller Aufbau gewählt, bei dem die Widerstandswerte des Sensors in Abhängigkeit vom Ausschlag des Sensorstabes vermessen und in einem Diagramm ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Robotik, den technischen Aufbau des Sensors, die experimentelle Durchführung sowie die Modifikation des Steuerungsquellcodes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Industrieroboter, taktiler Sensor, SCARA, A/D-Wandler, serielle Schnittstelle und Automatisierungstechnik.
Eignet sich der Sensor für hochpräzise Millimeter-Messungen?
Nein, die Ergebnisse zeigen, dass der Sensor für millimetergenaue Messungen aufgrund einer nicht konstanten Widerstandsänderung nicht geeignet ist.
Wie wurde der Sensor in die Programmumgebung integriert?
Das ursprüngliche Programm wurde angepasst, indem Integer-Werte in Float-Werte konvertiert und die Sensorlogik über die Funktion GET_DATA in eine Warteschleife implementiert wurde.
- Quote paper
- Henning Reiter (Author), 2002, Sensorgesteuerte Bahnführung für Industrieroboter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29838