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Kommunikation des persönlichen Raums

Título: Kommunikation des persönlichen Raums

Tesis (Bachelor) , 2004 , 58 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Martin Haiden (Autor)

Medios / Comunicación - Otros
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Die Menschheit agiert im Raum. Das Individuum füllt mit seinem Körper einen gewissen Raum in unserer Welt aus und beansprucht diesen. Um jedoch handlungsfähig und sicher zu bleiben, hört dieser beanspruchte Raum nicht mit der Körpergrenze, also der Haut, auf, sondern das Individuum benötigt mehr Platz - um agieren zu können und um sich mögliche Feinde vom Leib zu halten. Dieser Raum, der persönliche Raum oder Personal Space 1 , endet erst mit dem Erreichen der sensomotorischen Grenzen. Wer wie weit in dieses kleine Stück Privatsphäre eindringen darf, entscheidet das Individuum von Situation zu Situation aufs Neue und kommuniziert dieses. Das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit liegt bei der Art und Weise, wie Raum, im Speziellen der persönliche Raum, kommuniziert wird. Wobei nach Maletzke Kommunikation im engen Sinne zu verstehen ist, also als ein „Vorgang der Verständigung und der Bedeutungsvermittlung zwischen Lebewesen“ (MALETZKE 1963: 18).

Um die kommunikativen Verhaltensweisen in Bezug auf den Personal Space untersuchen zu können, werde ich zuerst versuchen, die Bedeutung des Raums für das Individuum (Kapitel 2.1) näher zu erläutern und das Bedürfnis nach einem eigenen, einem persönlichen Raum zu erörtern (Kapitel 2.2). Kapitel 2.3 ist den Funktionen des persönlichen Raums und den theoretischen Konzepten zum räumlichen Verhalten gewidmet. In Kapitel 2.4 werde ich die Differenzierung des Personal Space in eine Intime, eine Persönliche, eine Soziale und eine Öffentliche Zone erläutern, die von dem Anthropologen Edward T. Hall in seinem Werk „The Hidden Dimension“ (1966) vorgenommen wurde, und versuchen, den einzelnen Distanzzonen sensomotorische und somit kommunikative Möglichkeiten zuzuschreiben. Das Forschungsinteresse dieser Bakkalaureatsarbeit besteht darin zu untersuchen, wie diese unterschiedlichen Distanzzonen und deren Grenzen kommuniziert werden. Der Hauptaspekt liegt also bei der Kommunikation von Raum, im Speziellen der Kommunikation des persönlichen Raums (Kapitel 3). Hierbei werde ich, nach der sensorischen Erfassung gegliedert, erörtern, welche Möglichkeiten der Kommunikation von Distanzverhältnissen bestehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Raum, Raumbedürfnis und Personal Space

2.1 Raum

2.1.1 Der orientierte Raum

2.1.2 Der gestimmte Raum

2.2 Raumbedürfnis

2.3 Personal Space

2.3.1 Funktionen des Personal Space

2.3.2 Theoretische Konzepte

a) Gleichgewichtstheorie (Equilibrium Theory)

b) Attributionstheorie (Attribution Theory)

c) Erwartungstheorie

2.4 Personal Space nach HALL

2.4.1 Intime Distanz

2.4.2 Persönliche Distanz

2.4.3 Soziale Distanz

2.4.4 Öffentliche Distanz

3. Kommunikation des persönlichen Raums

3.1 Kommunikation, Verhalten und Interaktion

3.1.1 Kommunikation

3.1.2 Verhalten

3.1.3 Interaktion

3.2 Kommunikation der Grenzen des persönlichen Raums

3.2.1 Auditive Kommunikation

a) Sprache

b) Nonverbale Vokalisierungen

3.2.2 Visuelle Kommunikation

a) Blick

b) Mimik

c) Gestik / Körperbewegungen

d) Körperhaltung

e) Kleidung und andere Aspekte der äußeren Erscheinung

f) Proxemik (Räumliches Verhalten)

3.2.3 Taktile Kommunikation

3.2.4 Olfaktorische Kommunikation

3.2.5 Gustatorische Kommunikation

3.3 Beeinflussende Parameter

3.3.1 Personenbezogene Unterschiede

3.3.2 Situative Unterschiede

3.3.3 Prothesen und Verlängerungen

4. Resümee

4.1 Intime Distanz

4.2 Persönliche Distanz

4.3 Soziale Distanz

4.4 Öffentliche Distanz

5. Das andere archimedische Prinzip - ein Beispiel

5.1. Hintergrund

5.2 Die gestörten Kreise

5.2.1 Archimedes

5.2.2 Der römische Legionär

5.2.3 Das Zusammentreffen

6. Schlusswort

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Bakkalaureatsarbeit untersucht die Art und Weise, wie Raum – speziell der „persönliche Raum“ (Personal Space) – durch menschliches Verhalten und Interaktion kommuniziert wird, wobei Edward T. Halls Distanzzonen-Modell eine zentrale theoretische Grundlage bildet.

  • Bedeutung von Raum und Raumbedürfnis für das Individuum
  • Theoretische Konzepte des persönlichen Raums (Hall, Sommer, etc.)
  • Differenzierung der Distanzzonen (Intime, Persönliche, Soziale, Öffentliche Distanz)
  • Kommunikationswege der Distanzgrenzen (auditiv, visuell, taktil, olfaktorisch, gustatorisch)
  • Einfluss von situativen und personenbezogenen Parametern auf den Personal Space

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Archimedes

sitzt am Strand und zeichnet Skizzen in den Sand. Das dürfte nichts allzu ungewöhnliches sein, betrachtet man das Lebenswerk des guten Mannes. Ihm dürften ziemlich oft Gedanken durchs Hirn gesprudelt sein, die nach sofortiger Notiz oder Weiterverfolgung schrieen. Ungewöhnlich ist das eher in Anbetracht der Kulisse, der brennenden Heimatstadt, in der Mord und Todschlag herrscht, in der niemand sicher ist und die den römischen Legionären hilflos ausgeliefert ist. Gerade als Staatsfeind Nummer Eins des römischen Reiches (vielleicht war er auch nur Nummer zwei oder drei, die Römer hatten damals viele solche), zu dem er sich durch seine Verteidigungsanlagen gemacht hatte, konnte er davon ausgehen, dass er nicht allzu viel Chancen hatte, mit heiler Haut davon zu kommen. Vielleicht dachte er überhaupt nicht an die brennende Stadt, sondern nur: „Eureka – Ich hab’s gefunden. Schon wieder!“. Vielleicht ließ er sich nicht von dem Gemetzel beeindrucken, nach der Art: „Was schert mich die Welt, meine Modelle müssen weiterentwickelt werden.“, eventuell flüchtete er sich aber in diese Welt der Mathematik oder Mechanik, in diesen Wahrnehmungsraum, um dem Gemetzel zu entgehen. Man wird es nie wissen. Archimedes hat sich ein Heimatterritorium errichtet. Er besetzt ein paar Quadratmeter Sand am Strand von Syrakus. Vor sich hat er eine Arbeitsfläche aus Sand, die er motorisch bearbeitet. Sie ist sein Handlungsraum. Die Sandfläche ist aber auch das Zentrum seiner sensorischen Aufmerksamkeit. Sie ist das einzige in seiner Aufmerksamkeit, sie ist auch sein Wahrnehmungsraum.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition der Problemstellung und Einführung in die Thematik der Kommunikation des persönlichen Raums im Kontext menschlicher Interaktion.

2. Raum, Raumbedürfnis und Personal Space: Theoretische Herleitung der Konzepte von Raum als gelebte Erfahrung sowie die psychologischen Grundlagen des Personal Space und der Distanzzonen nach Hall.

3. Kommunikation des persönlichen Raums: Detaillierte Analyse der kommunikativen Ausdrucksmittel wie Mimik, Gestik, Sprache und Körperhaltung, die zur Verteidigung oder Einhaltung von Distanzgrenzen genutzt werden.

4. Resümee: Zusammenfassende tabellarische Übersicht, welche die verschiedenen Distanzzonen und ihre spezifischen kommunikativen Möglichkeiten darstellt.

5. Das andere archimedische Prinzip - ein Beispiel: Historische Fallstudie, die das Distanzverhalten und die Grenzverletzung anhand der Erzählung von Archimedes und dem römischen Legionär veranschaulicht.

6. Schlusswort: Reflexion über die Forschungsarbeit, deren Grenzen und den persönlichen Erkenntnisgewinn des Autors.

Schlüsselwörter

Persönlicher Raum, Personal Space, Proxemik, Kommunikation, Distanzzonen, Edward T. Hall, nonverbale Kommunikation, Sozialverhalten, Interaktion, Wahrnehmungsraum, Handlungsraum, Territorialverhalten, Mimik, Gestik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Individuum seinen „persönlichen Raum“ wahrnimmt, verteidigt und über kommunikative Signale gegenüber anderen abgrenzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Bedeutung von Raum für den Menschen, die Theorie der Distanzzonen nach Edward T. Hall und die verschiedenen Kanäle der nonverbalen Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine präzisere Systematisierung und Exemplifizierung der verschiedenen Distanzzonen durch die Zuordnung spezifischer kommunikativer Verhaltensweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf kommunikationswissenschaftlichen und anthropologischen Erkenntnissen basiert und diese in einem Modell (dem Resümee) zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, eine detaillierte Analyse der sensorischen Kommunikationskanäle (visuell, auditiv, etc.) und eine Untersuchung einflussreicher Parameter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Personal Space, Proxemik, Distanzzonen, nonverbale Kommunikation und soziale Interaktion.

Warum wird das Beispiel des Archimedes verwendet?

Es dient als anschauliches, historisches Beispiel für den Konflikt bei der Verletzung eines persönlichen Raums (eines Heimatterritoriums) durch einen Eindringling.

Welche Rolle spielt die Mimik in den verschiedenen Distanzzonen?

Die Mimik hat in mittleren Entfernungen, wie der persönlichen Distanz, eine herausragende Bedeutung, während ihre Bedeutung mit steigender Entfernung zugunsten der Gestik abnimmt.

Final del extracto de 58 páginas  - subir

Detalles

Título
Kommunikation des persönlichen Raums
Universidad
University of Vienna  (Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften)
Calificación
1
Autor
Martin Haiden (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
58
No. de catálogo
V29839
ISBN (Ebook)
9783638312615
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kommunikation Raums
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Haiden (Autor), 2004, Kommunikation des persönlichen Raums, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29839
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