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"Consilium et auxilium". Der 61§ der Magna Carta

Title: "Consilium et auxilium". Der 61§ der Magna Carta

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marie-Christine Preuß (Author)

History - Basics
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Der 61. Artikel der Magna Carta ist wohl einer der bedeutendsten und gleichzeitig berühmtesten Artikel in der englischen Geschichte. Der Artikel wird als zukunftsweisend angesehen und oftmals in Verbindung mit dem Ursprung des Parlamentarismus zitiert. In der folgenden Arbeit soll es jedoch nicht um den Artikel in Hinblick auf spätere Zeiten gehen. Stattdessen soll er Gegenstand eines Vergleichs werden, der sich hingegen auf die Zeiten vor der Magna Carta beziehen soll. So soll § 61 der Magna Carta mit dem Consilium des Lehnrechts verglichen werden. Es sollen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet und gegebenenfalls Verbindungen geschlossen werden.
Um solch einen Vergleich anzustellen, ist es zunächst erst einmal nötig, die Hintergründe zu erforschen. Deshalb wird als Erstes ein ereignisgeschichtlicher Umriss des englischen Reiches zu Vorzeiten der Magna Carta gegeben. Dieser Umriss beginnt mit der Regierungszeit Heinrich II. und endet über Herrschaft Richards Löwenherz mit Johann Ohneland und der Unterzeichnung der Magna Carta. Dass die Ereignisgeschichte im Zusammenhang mit dem 61. Artikel der Magna Carta nicht ganz unwichtig ist, zeigt sich im nächsten Kapitel. In diesem soll noch einmal genauer herausgestellt werden, wie es letztendlich zum Aufstand der Barone kam, welcher bekanntlich zur Entstehung der Magna Carta führte. Danach wird die Idee der Magna Carta wiedergespiegelt um anschließend den 61§ der Magna Carta, welcher schließlich Hauptgegenstand dieser Ar-beit sein soll, zu bearbeiten. Nachdem dann also der 61. Artikel der Magna Carta und seine Hintergründe erarbeitet wurden, wird als Nächstes das Consilium des Lehnsrechts angeschaut. Dazu wird als Erstes ein Blick auf die Grund-strukturen des Lehnsrechts geworfen, um schließlich den Belehnungsakt etwas genauer zu schildern. Bevor es dann endlich zum Vergleich kommt, soll der Treueid mit dem consilium etwas deutlicher geschildert werden. Im letzten Kapitel kommt es dann schlussendlich zum konkreten Vergleich zwischen dem consilium des Lehnrechts und dem Artikel der 25 Barone.

Excerpt


Inhalt

1.Einleitung

2.Geschichtlicher Umriss - das Angevinische Reich

2.1 Heinrich II.

2.2 Richard Löwenherz

2.3 Johann Ohneland

3. Magna Carta- der Aufstand der Barone

3.1 Bürgerkrieg- der Weg zur Magna Carta

3.2 Die Charter der Barone

4. Artikel 61 – die 25 Barone

5. Das Lehnsrecht

5.1 Grundstrukturen des Lehnswesens

5.2 Der Belehnungsakt

5.3 Der Treueid und das „consilium“ des Lehnrechts

6. Recht und Pflicht zum consilium des Lehnrechts und dem „Rat der Barone“ im § 61 der Magna Carta- ein Vergleich

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den 61. Artikel der Magna Carta im direkten Vergleich mit dem mittelalterlichen Lehnswesen, speziell dem Konzept des "consilium". Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Ausübung politischer Kontrolle und der Verpflichtung des Herrschers gegenüber seinen Untertanen herauszuarbeiten und die historische Transformation von feudalen Einzelverträgen hin zu einer organisierten baronialen Staatskontrolle zu beleuchten.

  • Historischer Hintergrund des Angevinischen Reiches und Johann Ohnelands
  • Die Entstehung der Magna Carta als Antwort auf politische Krisen und Willkür
  • Strukturen und Funktionen des Lehnswesens (Handgang, Investitur, Treueid)
  • Analyse des 61. Artikels als frühparlamentarisches Instrument
  • Vergleich der "consilium et auxilium"-Formel mit dem Rat der 25 Barone

Auszug aus dem Buch

4. Artikel 61 – die 25 Barone

„Cum autem pro deo et ad emendacionem Regni nostri et ad melius sopiendam discordiam inter nos et Barones nostros ortam hec omnia predicta concesserimus uolentes ea integra et firma stabilitate in perpetuum gaudere [f]acimus et concedimus ois securitatem subscriptam uidelicet quod Barones oligant.“

Hier wird der König mit „discordiam inter nos et Barones“ auch noch einmal an den Aufstand der Barone erinnert, also daran, warum er nun diese Carta unterschreibt und vor allem mit diesem einundsechzigsten Artikel sichert. Gleich, nachdem dem König also ins Gewissen geredet wurde, warum es überhaupt zur Magna Carta kam und dass er diese besser einhalten sollte, folgt die Idee der Barone die Einhaltung der Magna Carter zu gewährleisten. Es soll nämlich ein Rat der Barone gebildet werden, der dazu verpflichtet ist all die Rechte, die der König den Baronen in der Magna Carta gewährleistet zu bewahren und aufrechtzuerhalten. Konkret soll sich dieser Rat aus fünfundzwanzig Baronen zusammensetzen und eben als Überwachungsausschuss der Magna Carta dienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in die Thematik der Magna Carta, insbesondere des 61. Artikels, und Darlegung der Zielsetzung des Vergleichs mit dem lehnsrechtlichen Consilium.

2.Geschichtlicher Umriss - das Angevinische Reich: Darstellung der Regierungszeiten von Heinrich II., Richard Löwenherz und Johann Ohneland, um die Hintergründe der politischen Krise Englands zu verdeutlichen.

3. Magna Carta- der Aufstand der Barone: Analyse der Ursachen für den Aufstand der Barone und die daraus resultierende Notwendigkeit, königliche Willkür durch die Magna Carta zu begrenzen.

4. Artikel 61 – die 25 Barone: Untersuchung der spezifischen Funktion und Struktur des Überwachungsausschusses der 25 Barone im Kontext der Einhaltung der Magna Carta.

5. Das Lehnsrecht: Erläuterung der Grundstrukturen, des Belehnungsaktes sowie der Bedeutung von Treueid und Consilium als Basis der mittelalterlichen Feudalgesellschaft.

6. Recht und Pflicht zum consilium des Lehnrechts und dem „Rat der Barone“ im § 61 der Magna Carta- ein Vergleich: Synthese der Untersuchung durch einen direkten Vergleich zwischen feudalen Prinzipien und der neuen baronialen Staatskontrolle.

Schlüsselwörter

Magna Carta, Johann Ohneland, 61. Artikel, Lehnswesen, Consilium, Barone, Treueid, Angevinisches Reich, Feudalismus, Herrschaftskontrolle, Mittelalter, Rechtsgeschichte, England, Belehnungsakt, Parlamentarismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Verbindung zwischen dem mittelalterlichen Lehnswesen und den politischen Regelungen der Magna Carta, speziell der Rolle des 61. Artikels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Geschichte des Angevinischen Reiches, die Funktionsweise des Lehnsrechts und die Etablierung einer baronialen Kontrolle gegenüber der englischen Krone.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den 61. Artikel der Magna Carta als Weiterentwicklung der lehnsrechtlichen "Consilium"-Pflicht zu identifizieren und die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten in der politischen Organisation herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-vergleichende Methode angewandt, die auf ereignisgeschichtlichen Rückblicken und einer rechtshistorischen Analyse der Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den geschichtlichen Werdegang des Reiches unter den Plantagenet-Königen, die Entstehung der Magna Carta sowie die detaillierte Struktur und Pflichten des Lehnsrechts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Magna Carta, Lehnswesen, Consilium, Barone und Herrschaftskontrolle charakterisiert.

Warum spielt der 61. Artikel eine so zentrale Rolle für die Barone?

Er fungierte als institutionelles Sicherungsinstrument, das es den Baronen ermöglichte, den König zur Einhaltung der Magna Carta zu zwingen, falls dieser seine vertraglichen Pflichten verletzte.

Welche Rolle spielt die "Verschriftlichung" im Vergleich zur Tradition?

Die Verschriftlichung wandelte das zuvor willkürliche, gewohnheitsrechtliche Verhältnis in ein festes, für beide Parteien verbindliches Gesetz, was die Rechtsbasis des Staates grundlegend veränderte.

Warum zerbrach das Angevinische Reich laut Autor?

Das Reich wuchs durch Expansionen so stark an, dass eine effiziente Verwaltung und die Befriedigung der vielfältigen Adelsansprüche durch Johann Ohneland nicht mehr möglich waren.

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Details

Title
"Consilium et auxilium". Der 61§ der Magna Carta
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
2,0
Author
Marie-Christine Preuß (Author)
Publication Year
2012
Pages
21
Catalog Number
V298521
ISBN (eBook)
9783656947936
ISBN (Book)
9783656947943
Language
German
Tags
consilium magna carta
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marie-Christine Preuß (Author), 2012, "Consilium et auxilium". Der 61§ der Magna Carta, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298521
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