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Familie im Wandel und die Instabilität der modernen Ehe

Titel: Familie im Wandel und die Instabilität der modernen Ehe

Hausarbeit , 2013 , 14 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Sonja Trenker (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Wandel der Familienformen und den möglichen Gründen für die Instabilität der modernen Ehe. Die Bearbeitung des Themas ist in die Zeit vom Mittelalter bis Heute eingegliedert und beschränkt sich auf den Raum „Deutschland“. Scheidungen gehören für viele Menschen zu Lebenswirklichkeit, gerade deshalb ist dieses Thema von so hoher Wichtigkeit und Aktualität. Mögliche Gründe für die Zunahme der Scheidungszahlen wurden in zahlreichen Studien erörtert.
Ziel dieser Arbeit ist es herauszuarbeiten, ob die Institution Ehe für die Gesellschaft tatsächlich an Bedeutung verloren hat und inwiefern der Wertewandel sich auch auf den Wandel der
Familienstrukturen auswirkt. Zu Beginn wir der Begriff „Familie“ nach dem heutigen Verständnis definiert. Anschließend wird der Wandel der Familie im historischen Gesamtkontext betrachtet, um für die genaueren Untersuchungen der Instabilität der modernen Ehe ein Fundament zu schaffen. In der vertieften Auseinandersetzung mit möglichen Scheidungsursachen, werden mehrere Theorien, wie z. B. die „Scheidungsspirale“ nach Diekmann und Engelhardt, in den Fokus der Untersuchung gerückt, um Scheidungsbegünstigende Faktoren genauer definieren zu können.
Abschließend werden theoretische Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Ehe beschrieben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Familienbegriffs

3. Historische Entwicklung der Familienformen

3.1 Der Oikos – „das ganze Haus“

3.2 Das Bürgertum

3.3 Die moderne Kleinfamilie

4. Instabilität der modernen Ehe

4.1 Das Modell der „Scheidungsspirale“

4.2 Der Prozess der Individualisierung

4. 3 Wertewandel in der Gesellschaft

5. Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Ehe

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den historischen Wandel von Familienformen sowie die Ursachen für die zunehmende Instabilität moderner Ehen in Deutschland. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Ehe trotz steigender Scheidungszahlen nicht an Bedeutung verloren hat, sondern ihre Funktion und Anforderungen sich im Zuge des gesellschaftlichen Wertewandels grundlegend gewandelt haben.

  • Historische Entwicklung des Familienbegriffs vom Oikos bis zur modernen Kleinfamilie
  • Analyse der "Scheidungsspirale" nach Diekmann und Engelhardt
  • Der Einfluss der Individualisierung auf Lebensentwürfe und Partnerschaften
  • Bedeutung des Wertewandels für die Stabilität und Qualität von Ehebeziehungen
  • Theoretische Voraussetzungen für zukunftsfähige und partnerschaftliche Ehen

Auszug aus dem Buch

4.1 Das Modell der „Scheidungsspirale“

Die Scheidungszahlen steigen unaufhaltsam an, deshalb ist es wichtig mögliche Gründe für das erhöhte Scheidungsrisiko zusammenzutragen. Die Soziologen Andreas Diekmann und Henriette Engelhardt haben anhand zahlreicher Untersuchungen das Modell der „Scheidungsspirale“ aufgestellt. Diese wirkt in gewisser Weise selbstverstärkend und entwickelt eine Eigendynamik, da die Scheidungsentwicklung einem stetigen Expansionsdrang ausgesetzt ist (vgl. Peuckert 2008). Zur genaueren Darlegung werden fünf soziale Mechanismen bestimmt, die das Scheidungsrisiko mutmaßlich ansteigen lassen.

Zunächst lässt sich konstatieren, dass eine Wechselwirkung zwischen dem Scheidungsrisiko und der Frauenerwerbstätigkeit besteht, denn „Die ,Antizipation' von Scheidungsrisiken fördert empirisch nachweisbar auch die Neigung verheirateter Frauen, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, ein Zustand, der wiederum das Scheidungsrisiko mutmaßlich ansteigen läßt“ (Diekmann/Engelhardt 1995, S. 216). Viele Frauen fürchten eine Abhängigkeit, gerade da sie um die hohen Scheidungszahlen wissen. Deshalb fördern sie ihre Unabhängigkeit durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Allein schon, dass man durch das eigene Umfeld oder die Medien von den hohen Scheidungszahlen Kenntnis nimmt, erhöht sich wiederum das Scheidungsrisiko. Denn durch die ständige Auseinandersetzung mit dem Thema, wird die Stabilität der eigenen Ehe verstärkt in Frage gestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt den Wandel der Familienformen und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Instabilität moderner Ehen im Kontext des deutschen Gesellschaftswandels.

2. Definition des Familienbegriffs: Dieses Kapitel definiert den Begriff Familie historisch und soziologisch und beleuchtet die sich wandelnden Funktionen der Familie für den Einzelnen und den Staat.

3. Historische Entwicklung der Familienformen: Hier wird der Weg vom Oikos über das Bürgertum bis hin zur modernen Kleinfamilie nachgezeichnet, um die Veränderung der Binnenstrukturen zu verstehen.

4. Instabilität der modernen Ehe: In diesem Hauptteil werden die Scheidungsspirale, der Individualisierungsprozess und der allgemeine Wertewandel als zentrale Faktoren für die Instabilität von Ehen analysiert.

5. Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Ehe: Dieses Kapitel diskutiert Anforderungen wie emotionale Intelligenz, Kommunikation und die Balance zwischen Geben und Nehmen als Fundament für gelingende Partnerschaften.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Ehe ihre Attraktivität nicht verloren hat, sondern ihre Bedeutung im Kontext von Selbstverwirklichung und Freiheit gewandelt ist.

Schlüsselwörter

Familie, Ehe, Scheidung, Scheidungsspirale, Individualisierung, Wertewandel, Oikos, Bürgertum, Kleinfamilie, Sozialisation, Beziehungsqualität, Partnerschaft, Moderne Gesellschaft, Institution Ehe, Lebensform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Familienstrukturen in Deutschland und hinterfragt die Ursachen für die Instabilität moderner Ehebeziehungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese des Familienbegriffs, dem Prozess der Individualisierung sowie den sozialen Mechanismen hinter steigenden Scheidungszahlen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob die Ehe als Institution tatsächlich an gesellschaftlicher Bedeutung verloren hat oder ob lediglich die Ansprüche und Erwartungen an eine Partnerschaft gestiegen sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer Modelle, wie etwa der "Scheidungsspirale" nach Diekmann und Engelhardt, und bezieht historische sowie sozialwissenschaftliche Studien ein.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Betrachtung, die Analyse von Scheidungsursachen und eine Untersuchung der Voraussetzungen, die eine zukunftsfähige Partnerschaft in der heutigen Gesellschaft ermöglichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Familienwandel, Individualisierung, Scheidungsrisiko, Wertewandel und Beziehungsgestaltung.

Was genau ist die "Scheidungsspirale" nach Diekmann und Engelhardt?

Es handelt sich um ein Modell, das beschreibt, wie durch die Erhöhung des Scheidungsrisikos und die öffentliche Wahrnehmung von Scheidungen eine eigendynamische Abwärtsspirale entsteht, die die Stabilität bestehender Ehen untergräbt.

Warum spielt die Individualisierung der Frau eine so entscheidende Rolle?

Die Zunahme der weiblichen Erwerbstätigkeit und die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung haben die traditionelle Rollenverteilung aufgelöst, was Paare dazu zwingt, neue, oft komplexere Arrangements für Zusammenleben und Beruf zu finden.

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Details

Titel
Familie im Wandel und die Instabilität der modernen Ehe
Hochschule
Universität Augsburg
Note
2,7
Autor
Sonja Trenker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V298542
ISBN (eBook)
9783656947578
ISBN (Buch)
9783656947585
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Familie Familienbegriff Definition Bürgertum moderne Kleinfamilie moderne Ehe Ehe Scheidungsspirale Individualisierung Wertewandel Gesellschaft zukunft historische Entwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sonja Trenker (Autor:in), 2013, Familie im Wandel und die Instabilität der modernen Ehe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298542
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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