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Die Heimkehr der Seele zum Schönen

Title: Die Heimkehr der Seele zum Schönen

Seminar Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 2

Autor:in: Bruno Gransche (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit bezieht sich hauptsächlich auf Plotins Enneade I6, Über das Schöne. Der
Schüler Plotins, Porphyrios, ordnete die Schriften seines Lehrers und in seiner Reihenfolge sind
sie uns überliefert. Obgleich die sechste in Porphyrios' Aufzählung, ist die Enneade I6 die
früheste Schrift Plotins.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, zum einen die hierarchische Seinsordnung und deren Bezug zum
Begriff der Schönheit, wie sie Plotin in der Enneade I6 entwickelt, darzustellen. Zum anderen
möchte ich den Weg der Seele von ihrem Ursprung bis zur Vermischung mit der Materie und
ihren Aufstieg aus dem Körper des Menschen hin zum intelligiblen Sein beschreiben, wie sie in
dieser Schrift deutlich werden.
In den anschließenden Kapiteln wird folgende vereinfachte Zusammenfassung und die darin
enthaltenen Begriffe geklärt und stellenweise in Bezug zu anderen Philosophen gestellt werden:
Dieser Weg führt durch die Seinsstufen vom Einen über den Geist zur Materie und wieder
zurück. Dem Menschen stehen, um diesen Weg zu beschreiten, die Tugenden Besonnenheit,
Tapferkeit, Seelengröße und Weisheit zur Verfügung. Hypostase allen Seins ist das Eine, von
dem die gesamte übrige Wirklichkeit durch Emanation abhängig ist.
Der Aufstieg der Seele von der sinnlichen Wirklichkeit zum Einen ist gleichsam eine
'Heimkehr' zu Verwandtem. Ausgangspunkt und Anstoß des Transzendierens ist das
ästhetische Erlebnis in der nicht- intelligiblen Welt, also das sinnliche Wahrnehmen von
Schönheit beispielsweise in der Kunst, der Musik oder auch Mathematik. Über immer
vollständigere Reinigung von dem Stofflichen gelangt die Seele zurück in die intelligible
Welt. Nach dieser Geistwerdung schaut sie das Eine und ist erfüllt von 'Liebe, Sehnsucht und
lustvoller Erschütterung'.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Die Seinsstufen

2.1 Das Eine

2.2 Der Geist

2.3 Die Seele

2.4 Die Materie

3. Das Wesen der Tugenden

3.1 Definition der Tugenden

3.2 Die Katharsis der Tugenden

4. Geistwerdung der Seele

4.1 Der Aufstieg zum Geist

4.2 Die Schau des Einen

4.3 Der Aufstieg zum Einen

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit analysiert Plotins Schrift „Über das Schöne“ (Enneade I 6) mit dem Ziel, die hierarchische Seinsordnung sowie den Prozess der Reinigung und des Aufstiegs der Seele von der sinnlichen Welt bis zur mystischen Vereinigung mit dem Einen darzustellen.

  • Die metaphysische Struktur der Seinsstufen (Das Eine, Geist, Seele, Materie).
  • Die Rolle der vier Kardinaltugenden als notwendige Reinigungsmittel (Katharsis).
  • Der Prozess der „Geistwerdung“ der Seele durch Abkehr vom Materiellen.
  • Die theoretische und meditative Vorbereitung auf die Schau des Einen.
  • Die begriffliche Erläuterung der Emanation und der Rückkehr zum Ursprung.

Auszug aus dem Buch

2.2 - Der Geist -

Auf der zweiten Stufe der Seinsordnung steht das „nous“. Ein Begriff, den man mit Vernunft, Intellekt, Verstand oder Geist übersetzen könnte. Wobei letztere Übersetzung die, in diesem Kontext, brauchbarste ist, da sie eine Vielfalt von Sinn-Ebenen umfasst. Der Geist ist die erste Emanation aus dem Einen und bildet die zweite Hypostase des Seins, insofern es dem Einen näher ist als alles übrige Seiende, also auch allem übrig Seiendem zu Grunde liegt, aber nicht an der absoluten Einheit des Einen teil hat, sondern schon in sich differenziert ist. Die Stufe des Geistes entspricht dem Bereich der Ideen, also „ewigen Urbilder aller Dinge“. Der Geist ist der Inbegriff von „Leben, Denken und Sein“. Der Seinsstufe des Geistes entspricht somit das wahre Sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Die Einleitung verortet Plotins Enneade I 6 innerhalb seines Gesamtwerks und formuliert die Absicht, die Seinsordnung und den Aufstiegsweg der Seele zu beschreiben.

2. Die Seinsstufen: Dieses Kapitel erläutert die stufenweise Emanation von der vollkommenen Einheit des Einen über den Geist und die Seele bis hin zur hässlichen Materie.

3. Das Wesen der Tugenden: Hier wird die Bedeutung der Tugenden als Reinigung (Katharsis) untersucht, die notwendig ist, um die Seele vom Stofflichen zu befreien.

4. Geistwerdung der Seele: Dieser Abschnitt beschreibt den transzendenten Umkehrprozess, bei dem die Seele durch Reinigung und intellektuelle Anstrengung wieder zum Geist und schließlich zur Schau des Einen gelangt.

5. Schlussbemerkung: Der Ausklang reflektiert die Unaussprechlichkeit des Aufstiegs zum Einen und betont die Jenseitigkeit des Schönen.

Schlüsselwörter

Plotin, Enneade I 6, Emanation, Das Eine, Geist, Seele, Materie, Schönheit, Tugend, Katharsis, Reinigung, Transzendenz, Aufstieg, Intelligible Welt, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht Plotins Philosophie in der Schrift „Über das Schöne“ und analysiert, wie die Seele aus der Vermischung mit der Materie durch einen geregelten Prozess zum göttlichen Ursprung zurückkehren kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die platonisch geprägte Seinsmetaphysik, die Bedeutung ethischer Tugenden für den Erkenntnisprozess sowie die mystische Transformation des Bewusstseins.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die systematische Darstellung der Hierarchie des Seins und die Beschreibung des Weges der Seele als „Heimkehr“ zu ihrem intelligiblen Ursprung.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die textual-exegetische Analyse der Enneade I 6, unter Einbeziehung philosophischer Fachliteratur und vergleichender Bezüge zu Platon und Aristoteles.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der ontologischen Seinsstufen, die Funktion der vier Kardinaltugenden und den schrittweisen Aufstieg der Seele zur Schau des Einen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Emanation, Katharsis, Geistwerdung, Hypostase und die via negationis.

Warum spielt die Materie in Plotins Schönheitsbegriff eine negative Rolle?

Weil die Materie als dasjenige definiert wird, das am weitesten vom Licht des Einen entfernt ist, und sie sich der formenden Kraft der Ideen widersetzt, weshalb sie als „hässlich“ gilt.

Was bedeutet die „Geistwerdung“ der Seele in diesem Kontext?

Sie beschreibt die Umkehrung des Entstehungsprozesses, bei der die Seele ihr „Kleid“ aus materiellen Begierden ablegt, um wieder als reiner, intelligibler Geist zu existieren.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Die Heimkehr der Seele zum Schönen
College
University of Heidelberg
Grade
2
Author
Bruno Gransche (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V29855
ISBN (eBook)
9783638312684
ISBN (Book)
9783656433064
Language
German
Tags
Heimkehr Seele Schönen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bruno Gransche (Author), 2004, Die Heimkehr der Seele zum Schönen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29855
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