Die Schlacht von Chaironea 338 v. Chr. leitete das Ende der klassischen Epoche in Griechenland ein. Eine griechische Allianz, angeführt von Theben und Athen, versuchte die Makedonier zu stoppen und deren König, Philipp II., von der Unterwerfung ihrer Welt abzuhalten. Dieser arbeitete schon lange daraufhin, eine Hegemonialstellung über ganz Griechenland zu erlangen. Sein prominentester Gegner war der athenische Redner und Politiker Demosthenes, der für seine furiosen anti-makedonischen Reden posthum Weltruhm erlangte.
Nachdem Athen und Makedonien bereits seit 357 offiziell im Krieg waren, kam es 346 zum Friedensschluss. Doch da Demosthenes begriff, dass dies nur eine Zwischenepisode sein werde, propagierte er sogleich das Treffen von Vorbereitungen für den nächsten Krieg gegen Philipp. Dabei war die Schließung von Bündnissen fundamental, was er in seinen Reden häufig betonte. Er selbst spielte bei der Schließung von Bündnissen eine wichtige Rolle, war er doch als begabter Redner oft an Gesandtschaften beteiligt, die die Freundschaft von bestimmten Poleis gewinnen wollten.
Die folgende Arbeit soll somit untersuchen, wie die athenische Bündnispolitik von 346 bis 338 aussah und welche Rolle Demosthenes innerhalb dieser einnahm. So soll seine Bedeutung für die Durchsetzung dieser Politik ermittelt und dessen Erfolg bewertet werden. Die Arbeit beginnt mit einem historischen Kontext, der knapp die Ereignisse von Philipps Inthronisierung 359 bis zum Philokratesfrieden 346 wiedergeben soll, um anschließend chronologisch Demosthenes‘ Rolle in der Bündnispolitik bis 338 zu analysieren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Historischer Kontext
- Demosthenes' Rolle in der athenischen Bündnispolitik
- Schluss
- Quellenverzeichnis
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Rolle des Demosthenes in der athenischen Bündnispolitik zwischen 346 und 338 v. Chr., um seine Bedeutung für die Durchsetzung dieser Politik zu ermitteln und dessen Erfolg zu bewerten.
- Die athenische Bündnispolitik im Kontext der makedonischen Expansion unter Philipp II.
- Demosthenes' Reden und Strategien zur Bündnisbildung.
- Die Rolle des Demosthenes in der diplomatischen und militärischen Auseinandersetzung mit Philipp II.
- Die Auswirkungen der athenischen Bündnispolitik auf die griechische Geschichte.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die Schlacht von Chaironea (338 v. Chr.) als Wendepunkt der klassischen Epoche in Griechenland dar und hebt Demosthenes' Rolle als prominenter Gegner Philipps II. hervor. Die Arbeit setzt sich zum Ziel, die athenische Bündnispolitik zwischen 346 und 338 v. Chr. zu untersuchen und Demosthenes' Beitrag zu dieser Politik zu analysieren.
Historischer Kontext
Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die Ereignisse von Philipps II. Inthronisierung 359 v. Chr. bis zum Philokratesfrieden 346 v. Chr. Er beleuchtet Philipps expansive Politik und seine diplomatischen Strategien zur Festigung seiner Macht. Die Kapitel beschreibt auch die Herausforderungen, denen Philipp bei seinem Aufstieg auf den Thron begegnete, wie die Bedrohungen durch Illyrische Stämme, die Pannonier, die Athener und den thrakischen Fürsten Berisades.
Demosthenes' Rolle in der athenischen Bündnispolitik
Dieses Kapitel untersucht die Rolle des Demosthenes in der athenischen Bündnispolitik zwischen 346 und 338 v. Chr. Es analysiert seine Reden und Strategien zur Bündnisbildung, seine Beteiligung an Gesandtschaften und seine Bemühungen, die Freundschaft von bestimmten Poleis zu gewinnen. Darüber hinaus werden die Auswirkungen seiner Politik auf die griechische Geschichte beleuchtet.
Schlüsselwörter
Demosthenes, athenische Bündnispolitik, Philipp II., Makedonien, Athen, Chaironea, anti-makedonische Reden, Diplomatie, Bündnisbildung, Krieg, Frieden, strategisches Geschick, historische Kontext, klassische Epoche, griechische Geschichte.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Demosthenes?
Demosthenes war ein berühmter athenischer Redner und Staatsmann, der als schärfster Gegner des makedonischen Königs Philipp II. bekannt wurde.
Was war das Ziel von Demosthenes' Bündnispolitik?
Er wollte eine griechische Allianz gegen die drohende Vorherrschaft Makedoniens schmieden, um die Freiheit und Autonomie der griechischen Poleis zu bewahren.
Was passierte in der Schlacht von Chaironea 338 v. Chr.?
In dieser Schlacht besiegte Philipp II. das vereinigte Heer von Athen und Theben, was das Ende der Unabhängigkeit der griechischen Stadtstaaten markierte.
Warum scheiterte die anti-makedonische Allianz?
Gründe waren die militärische Überlegenheit Makedoniens, Uneinigkeit unter den griechischen Städten und das geschickte diplomatische Lavieren Philipps II.
Was sind die "Philippika"?
Dies ist eine Serie von Reden des Demosthenes, in denen er die Athener leidenschaftlich dazu aufrief, sich gegen die Expansion Philipps II. zu rüsten.
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- Niccolò Schmitter (Author), 2015, Die Rolle des Demosthenes in der athenischen Bündnispolitik zwischen 346 – 338 v. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298678