Das Reifegradmodell von Hersey & Blanchard ist ein bewährtes Instrument zur Mitarbeiterführung. Anhand des Reifegrads wird dem Mitarbeiter auf nachvollziehbare Weise aufgezeigt, wo er sich in seiner Entwicklung befindet. Der ermittelte Reifegrad hilft der Führungskraft, den Mitarbeiter situativ zu führen, was sehr gut mit dem DISG (Dominant, Initiativ, Stetig, Gewissenhaft) Persönlichkeitsprofil kombiniert werden kann. Das Modell von Hersey & Blanchard dient außerdem dazu, Mitarbeiter zu entwickeln und zu fördern.
Diese Arbeit zeigt detailliert auf, wie der Reifegrad ermittelt wird - dazu kann entweder der LEAD (Leader Effectiveness and Adaptability Description)-Fragebogen oder der Reife-Testbogen mit den Dimensionen Aufgabenreife und psychologische Reife verwendet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausgangslage
2. Problemstellung, Zielformulierung und Abgrenzung
2.1 Zielformulierung
2.2 Abgrenzung
3. Methodisches Vorgehen und theoretische Grundlagen
3.1 Methodisches Vorgehen
3.2 Theoretische Grundlagen
3.2.1 Begriffsklärungen
3.2.2 Führungsansätze - Fokus Situative Führung
3.2.3 Reifegradmodell
4. Anwendung des Reifegradmodells bei XIT
4.1 Integration der vorhandenen Instrumente bei XIT
4.1.1 Führungsgrundsätze
4.1.2 Zielvereinbarungen
4.1.3 Stellenbeschreibung und Anforderungsprofil
4.1.4 DISG Persönlichkeitsprofil
4.2 Anwendung des Reifegradmodells bei XIT
4.3 Ausblick
5. Quellen
5.1 Literatur
6. Anhang
6.1 LEAD-Fragebogen zur Ermittlung des Führungsverhaltens
6.1.1 Der Fragebogen
6.1.2 LEAD-Fragebogenauswertung
6.2 Ermittlung der Aufgaben-Reife
6.2.1 Reife-Testbogen
6.2.2 Reife-Beurteilungskriterien-Bogen
6.2.3 Reife-Interpretationstabelle
6.3 Beispiel Stellenbeschreibung
6.4 Beispiel Anforderungsprofil
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die praxisorientierte Anwendung des Reifegradmodells von Hersey und Blanchard bei der XIT AG, um ein einheitliches Verständnis für situative Führung zu etablieren und die Selbstverantwortung der Mitarbeitenden zu fördern.
- Situative Führung nach Hersey und Blanchard
- Integration bestehender Instrumente wie DISG und Stellenbeschreibungen
- Analyse des Reifegrades von Wissensarbeitern
- Praktische Methoden zur Ermittlung von Führungsstilen
Auszug aus dem Buch
3.2.3 Reifegradmodell
Das Reifegradmodell von Paul Hersey und Kenneth H. Blanchard aus dem Jahr 1969 ist eines der am weitest verbreiteten Modelle der Situativen Führung. Das folgende Diagramm zeigt die wesentlichen Zusammenhänge des Modells auf.
Der Kurvenverlauf vom dirigierenden bis zum delegierenden Führungsstil (S1-S4) widerspiegelt den Mitarbeiter-Entwicklungsprozess, um im Idealfall vom Reifegrad 1 zum Reifegrad 4 zu gelangen - «R» steht dabei für Readiness (Bereitschaft). Das effektive Führungsverhalten resultiert aus der Anwendung des vom aufgabenbezogenen Reifegrad anzuwendenden Führungsstils.
Hersey und Blanchard (1969) machen beim Reifegradmodell die Effektivität des Führungsverhaltens von einer einzigen Situationsvariablen, dem Reifegrad des Mitarbeitenden abhängig.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ausgangslage: Vorstellung der XIT AG als IT-Dienstleisterin und die Entscheidung der Geschäftsleitung zur Einführung der situativen Führung.
2. Problemstellung, Zielformulierung und Abgrenzung: Darstellung des Mangels an einem expliziten Führungsverständnis und der Zielsetzung, dieses mittels Reifegradmodell zu harmonisieren.
3. Methodisches Vorgehen und theoretische Grundlagen: Erläuterung der theoretischen Basis der situativen Führung und der Funktionsweise des Reifegradmodells.
4. Anwendung des Reifegradmodells bei XIT: Praxisbezogene Integration des Modells in bestehende HR-Instrumente wie Zielvereinbarungen und Anforderungsprofile.
5. Quellen: Auflistung der verwendeten Fachliteratur.
6. Anhang: Bereitstellung der Arbeitsmittel zur Durchführung, wie LEAD-Fragebogen, Testbögen und Praxisbeispiele.
Schlüsselwörter
Situative Führung, Reifegradmodell, Hersey und Blanchard, Führungskraft, Mitarbeiterführung, Wissensarbeiter, DISG, Führungsstil, Aufgabenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Aufgabenreife, Psychologische Reife, LEAD-Fragebogen, Selbstverantwortung, XIT AG.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung des situativen Führungsmodells von Hersey und Blanchard bei der IT-Firma XIT AG.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen das Reifegradmodell, die situative Führung sowie die Verknüpfung dieser Ansätze mit bestehenden Führungsinstrumenten des Unternehmens.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das Reifegradmodell konkret in den Arbeitsalltag der XIT integriert und für eine effektive Mitarbeiterführung genutzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt theoretische Grundlagen der Führungsforschung und kombiniert diese mit praxisorientierten Instrumenten wie Fragebögen zur Stilbestimmung und Reifegradanalysen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Integration des Modells in Führungsgrundsätze, Zielvereinbarungen und Stellenbeschreibungen sowie die praktische Anwendung bei Wissensarbeitern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Situative Führung, Reifegradmodell, Aufgabenreife, Mitarbeiterorientierung und effektives Führungsverhalten.
Warum ist das DISG-Profil für die Anwendung des Modells relevant?
Das DISG-Profil hilft, das Führungsverhalten an die individuellen Persönlichkeitsmerkmale der Mitarbeitenden anzupassen, was das Modell nach Ansicht des Autors in der Praxis ergänzt.
Wie gehen Führungskräfte bei der Reifegradermittlung vor?
Führungskräfte nutzen hierfür spezifische Reife-Testbögen und Beurteilungskriterien, um basierend auf Aufgaben- und psychologischer Reife den korrekten Führungsstil (S1-S4) zu wählen.
- Arbeit zitieren
- Erhard Marro (Autor:in), 2012, Anwendung des Reifegradmodells von Hersey & Blanchard, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298789