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Märchen: (k)eine Möglichkeit mit Kindern und Jugendlichen zeitgemäß und pädagogisch reflektiert zu arbeiten?

Title: Märchen: (k)eine Möglichkeit mit Kindern und Jugendlichen zeitgemäß und pädagogisch reflektiert zu arbeiten?

Bachelor Thesis , 2015 , 145 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexandra Samios (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit werden Märchen in den Fokus des Berliner Bildungsprogramms sowie der einzelnen Bildungsbereiche gestellt und überprüft, inwiefern die vormals entstandenen Märchen in der Gegenwart für eine pädagogisch-reflektierte Arbeit mit Kindern/Jugendlichen genutzt werden können.

Alle Völker der Welt besitzen Märchen, Mythen und Geschichten als kulturellen Bestandteil, beziehungsweise als Kulturtechnik, in der Überlieferung von mündlichem „Erzählgut“. In Deutschland, aber auch weltweit haben die Kassler Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, auch als Grimmsche Märchen bezeichnet, einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht und sind im Jahr 2005 sogar von der UNESCO zum Weltdokumentenerbe erklärt worden. Die in der Romantik entstandenen Grimmschen Märchen, erfreuen schon über zweihundert Jahre vor allem Kinder und regen ihre Fantasie an, obwohl die Märchen zunächst nur zur Unterhaltung für Erwachsene geschrieben wurden.
Seit ihrer Existenz polarisieren die Grimmschen Märchen die Wissenschaften, vor allem in Kreisen der Pädagogik. Gegner werfen ihnen moralisierende Einflussnahme und Gewaltdarstellung vor, Befürworter schwärmen von ihrer wunderbaren, fantasievollen Art und Weise, die Kinder anregt und ihnen hilft Ängste zu überwinden.

All people have their own Fairy Tales, Myths and stories, they exist in common literacy in every culture of the world. In Germany, but also worldwide the Kassel „Children`s and Household Tales“ of the brothers Grimm now common known as „Grimms Fairy Tales“ have been very famous and also become in year 2005 at the UNESCO registery “Memory of the Word“. Over two hundred years children loved the „Grimms Fairy Tales“, which have been written in the period of romanticism actually at their beginning only for adults. Since then, they have been polarizing a lot of scientists in many fields of knowledge, but most in pedagogics. Opponents find the Fairy Tales to moralizing and to cruel, supporters think Fairy Tales, including miracles and fantasy, help children to subdue fears and stimulate them. In this task Fairy Tales are discussed and analysed focussed on the Berlin educational standards and their diffrent subjects to investigate, if last centurys Fairy Tales can be used for a refelective pedagogical work with children and teens in the present time.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Märchen – eine Begriffsbestimmung

1.1 Das Märchen – Ein geschichtlicher Abriss zur Entwicklung des europäischen Märchens

1.1.1 Die Entstehung der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm

1.2 Das Märchen – literarische und allgemeine Gattungsmerkmale

1.2.1 Unterschiede des Märchens zu anderen literarischen Gattungen

1.3 Stand der Forschung – Interpretationen und Zugänge

1.3.1 Stand der Forschung – Interpretationen und Zugänge der Pädagogik

2. Theorien und Annahmen zur Entwicklung der Moral bei Kindern und Jugendlichen

2.1 Märchen – Pro und Contra – Inhalte und Vorstellungen im Märchen und ihre Bedeutung für Kinder

3. Bildungspolitische Veränderungen und der Kompetenzbegriff in Deutschland – Einführung des Berliner Bildungsprogramms 2004/14

3.1 Die Struktur des Berliner Bildungsprogramms

4. Märchen im Fokus der einzelnen Bildungsbereiche

4.1 Kinder- und Hausmärchen im Bildungsbereich: Gesundheit

4.1.1 Inszenierung des Projektes: “Tischchendeckdich“ – Wie is(s)t man anderswo

4.2 Kinder- und Hausmärchen im Bildungsbereich: Soziales und kulturelles Leben

4.3 Kinder- und Hausmärchen im Bildungsbereich: Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien

4.4 Kinder- und Hausmärchen im Bildungsbereich: Kunst: Bildnerisches Gestalten, Musik und Theaterspiel

4.5 Kinder- und Hausmärchen im Bildungsbereich: Mathematik

4.6 Kinder- und Hausmärchen im Bildungsbereich: Natur – Umwelt – Technik

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die traditionellen Märchen der Brüder Grimm in der heutigen pädagogischen Praxis mit Kindern und Jugendlichen sinnvoll und reflektiert eingesetzt werden können. Dabei steht die Analyse der Märchen im Kontext des Berliner Bildungsprogramms sowie die Erforschung ihrer Wirkung auf die moralische Entwicklung und die sozialen Kompetenzen von Kindern im Mittelpunkt.

  • Historische und literaturwissenschaftliche Analyse von Märchen
  • Entwicklung kindlicher Moralvorstellungen und deren Beeinflussung
  • Bildungspolitische Anforderungen und Kompetenzorientierung
  • Pädagogische Umsetzung im Rahmen des Berliner Bildungsprogramms
  • Förderung von Inklusion und interkulturellem Verständnis

Auszug aus dem Buch

1.1 Das Märchen – Ein geschichtlicher Abriss zur Entwicklung des europäischen Märchens

In der Vergangenheit in Zeiten ohne medialen Einfluss, hat das Tradieren von Märchen, Mythen, Erzählungen, Sagen und Fabeln einen elementaren Stellenwert und findet sich als kultureller Bestandteil, beziehungsweise als Kulturtechnik in allen Völkern der Welt. Geschichten wurden aus zugrundeliegendem mündlichem „Erzählgut“ überliefert, sie implizieren erzählen und zuhören als Teil einer sozialen Kommunikation zwischen Menschen einer Gesellschaft. Es gibt bereits sehr alte schriftlich erhaltene Aufzeichnungen von Märchen aus Babylon und Ägypten (altägyptisches Brudermärchen), ferner stammen die ältesten überlieferten Märchenerzählungen aus Indien und China bereits aus dem 1. Jahrhundert (vgl. Rölleke 2004, 104, Pöge-Alder 2011, 87).

Theodor Benfey ein deutscher Sprachforscher, formulierte (1809) als einer der ersten im Rahmen seiner Forschungsstudien die Annahme (vgl. Pöge-Alder 2011, 86f), dass diese indischen Märchen des „Pantschatantra“, fünf Bücher über Lebensklugheit, in Europa durch die Herrschaft der Mongolen verbreitet worden sind.

Auch in der Gegenwart sind Märchen wichtige kultur- und geistesgeschichtliche Dokumente, die Auskunft über Leben und Denken der Menschen vergangener Epochen geben, ferner auch einen wichtigen Bestandteil von Forschungsinhalten der Anthropologie, Ethnologie, Philologie, Soziologie, Philosophie, Pädagogik und anderer Fachrichtungen bilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Märchen – eine Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel erläutert die etymologische Herkunft des Märchenbegriffs und bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung des europäischen Märchens sowie dessen Einordnung in die literarische Gattungsforschung.

2. Theorien und Annahmen zur Entwicklung der Moral bei Kindern und Jugendlichen: Hier werden zentrale entwicklungspsychologische Theorien zur Moralentstehung diskutiert und in Bezug auf das Pro und Contra der Märchennutzung in der Erziehung gesetzt.

3. Bildungspolitische Veränderungen und der Kompetenzbegriff in Deutschland – Einführung des Berliner Bildungsprogramms 2004/14: Das Kapitel analysiert die bildungspolitische Landschaft in Deutschland und die Struktur des Berliner Bildungsprogramms als Grundlage für eine kompetenzorientierte Pädagogik.

4. Märchen im Fokus der einzelnen Bildungsbereiche: Dies ist der praktische Hauptteil, der zeigt, wie Märchen in verschiedenen Bildungsbereichen – von Gesundheit über Soziales bis hin zu Technik und Mathematik – reflektiert in die pädagogische Arbeit integriert werden können.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Rolle von Märchen als Kulturgut in einer modernen, pluralistischen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Märchen, Brüder Grimm, Berliner Bildungsprogramm, Moralentwicklung, Kinderliteratur, Pädagogik, Medienkompetenz, Bildungsbereiche, Sozialisation, Reflexion, Inklusion, Kulturtechnik, Erzählforschung, Identitätsbildung, Interkulturelles Lernen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz und den pädagogischen Einsatz von klassischen Märchen, insbesondere der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, in modernen Bildungseinrichtungen unter Berücksichtigung aktueller bildungspolitischer Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte des Märchens, Theorien zur moralischen Entwicklung, das Berliner Bildungsprogramm sowie die praktische Anwendung von Märchen in verschiedenen pädagogischen Bildungsbereichen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, wie Pädagogen Märchen reflektiert nutzen können, um Bildungsprozesse anzuregen, ohne dabei problematische oder veraltete Stereotypen unkritisch zu vermitteln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Abschlussarbeit, die Literaturanalysen, die Einbeziehung psychologischer und pädagogischer Theorien sowie die Dokumentation praktischer Projektbeispiele und Gruppendiskussionen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Moralentwicklung bei Kindern und die detaillierte Darstellung, wie Märchen in den sechs Bildungsbereichen des Berliner Bildungsprogramms praktisch eingesetzt werden können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den zentralen Begriffen wie Märchen, Bildungsprogramm und Pädagogik sind Begriffe wie Inklusion, moralische Urteilsfähigkeit, Sozialisation und Medienkompetenz entscheidend für den Inhalt.

Welche Rolle spielen die "Kinder- und Hausmärchen" (KHM) heute?

Die KHM werden als Kulturgut gewürdigt, aber kritisch im Kontext von Genderrollen, Diskriminierung und zeitgemäßen Erziehungswerten hinterfragt, wobei ihr Potenzial zur Förderung kindlicher Fantasie betont wird.

Wie gehen Pädagogen mit der Gewalt in Märchen um?

Die Arbeit plädiert für eine reflektierte pädagogische Begleitung, bei der die Kinder die Märcheninhalte kritisch hinterfragen und in einen zeitgemäßen, demokratischen Kontext einordnen, statt sie unkommentiert stehen zu lassen.

Was zeigt die Gruppendiskussion mit den Schülern?

Die Diskussion verdeutlicht, dass Kinder Märchen durchaus differenziert wahrnehmen, sich mit Identifikationsfiguren beschäftigen und ein Gespür für Moral sowie für die Brutalität in einigen Erzählungen haben.

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Details

Title
Märchen: (k)eine Möglichkeit mit Kindern und Jugendlichen zeitgemäß und pädagogisch reflektiert zu arbeiten?
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Grade
1,0
Author
Alexandra Samios (Author)
Publication Year
2015
Pages
145
Catalog Number
V298834
ISBN (eBook)
9783656959557
ISBN (Book)
9783656959564
Language
German
Tags
Märchen Schule Berliner Schule Grundschule Unterrichtsentwurf Kindergarten Bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Samios (Author), 2015, Märchen: (k)eine Möglichkeit mit Kindern und Jugendlichen zeitgemäß und pädagogisch reflektiert zu arbeiten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298834
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