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Pierre Bourdieu 'Über das Fernsehen'

Title: Pierre Bourdieu 'Über das Fernsehen'

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: Manuel Simon (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Die Bedeutung und die Wirkung, die dass Medium Fernsehen heutzutage im alltäglichen Leben hat, kann auf unterschiedliche Weise analysiert werden. Eine Herangehensweise wäre die Betrachtung der Funktion von Fernsehen für das Individuum. Beschränkt man die Funktion des Fernsehens auf zwei Aspekte, ist da auf der einen Seite der Unterhaltungssektor und auf der anderen Seite der Informationsbereich festzustellen. Themenschwerpunkt dieser Hausarbeit ist die Analyse der Funktion des Fernsehens als Informationsmedium. Zentrale Frage in diesem Kontext ist die nach der Wirkung und Gestaltung von Nachrichtenthemen. Welche Aspekte verbinden sich mit Nachrichten? Warum wurden sie ausgewählt oder welche Absicht verbirgt sich hinter der Ausstrahlung?. Dieser Problematik hat sich Pi-erre Bourdieu in seinem Buch „Über das Fernsehen“ angenommen. Es ist eine kritische Aus-einandersetzung mit dem Medium Fernsehen, in dem die verschiedenen Facetten der Nach-richtengestaltung, Themenauswahl und Präsentation analysiert werden.
Zu Beginn der Arbeit werden zentrale Aspekte der bourdieuschen Theorie vorgestellt. Diese sollen den weitern Verlauf der Arbeit einleiten. Im zweiten Teil werden die wichtigsten Aussagen von Bourdieu über die Funktion, Bedeutung und Auswirkung von Fernsehen dargestellt. Zentral bei dieser Analyse ist die Aufdeckung der Mechanismen, die auf die Themenauswahl von Nachrichten oder Talksshows Einfluss nehmen. Im dritten Teil wird auf eine spezifische Variante der massenmedialen Beeinflussung eingegangen, der Werbung. Die Wirkung der Werbung ist insoweit relevant, da sich m.E. nach Aspekte der Webeindustrie und deren Zielsetzung auch bei der Gestaltung von Nachrichtensendungen wiederfinden lassen. Abschließend erfolgt eine mögliche Interpretation der gewonnen Erkenntnisse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kurze Einführung

2. Pierre Bourdieu: Über das Fernsehen

2.1 Zensur

2.2 Die Themenauswahl

2.3 Ökonomie im Fernsehen

2.4. Die Akteure

2.5 Die Rolle des Fernsehens

3. Lebensstile durch Werbung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Funktion und Wirkung des Fernsehens als Informationsmedium basierend auf der Theorie von Pierre Bourdieu. Das primäre Ziel ist die Aufdeckung der Mechanismen, die hinter der Themenauswahl und Nachrichtenpräsentation stehen, sowie die Analyse der Rolle von Werbung bei der Formung von Lebensstilen und Identitäten.

  • Kritische Analyse des Mediums Fernsehen als Instrument der symbolischen Gewalt
  • Untersuchung von Zensurmechanismen, Themenwahl und ökonomischen Zwängen
  • Die Rolle von Journalisten als Akteure im journalistischen Feld
  • Einfluss von Lifestyle-Werbung auf die gesellschaftliche Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

2.1 Zensur

Eine sehr direkte aber sogleich auch sehr unscheinbare Maßnahme der Zensur liegt in dem Auftritt auf dem Bildschirm selbst, „ein Verlust an Autonomie, was unter anderem daran liegt, daß das Thema und die Voraussetzungen vorgegeben sind, unter denen etwas mitgeteilt werden kann, und vor allem, das die beschränkte Redezeit derart einengt, daß sehr wahrscheinlich gar nichts gesagt werden kann“. Diese subtile Form der Zensur zeichnet sich allein durch die Art und Weise der Inszenierung der Sendung aus und deren Darsteller. Durch die gezielte Auswahl der Gäste gelingt es sehr effizient gewisse Meinungen zu zensieren, indem Vertreter dieser Meinung erst gar nicht eingeladen werden.

Einen anderen Aspekt der Zensur sieht Bourdieu in Zwängen die außerhalb der eigentlichen Fernsehproduktion liegen sich aber unmittelbar auf diese auswirken. „In Zeiten wie der heutigen, in der eine Reservearmee für die Fernseh- und Rundfunkmetiers in Bereitschaft steht und eine sehr große Stellenunsicherheit herrscht, ist die Neigung zu politischen Konformismus groß. Noch bevor man sie zur Ordnung rufen muß, beugen sich die Menschen einer bewußten oder unbewußten Form von Selbstzensur“. Inwieweit die an der Produktion beteiligten Akteure verantwortlich zu machen sind für die Ausstrahlung der Inhalte die sie mitproduzieren, lässt sich nicht so einfach beantworten.

Wesentliches und am Ende entscheidendes Kriterium über die Ausstrahlung bestimmter Themen, sind nach Bourdieu, die ökonomische Zwänge beim Fernsehen selbst. Diese entscheiden letztlich was gesendet wird und was nicht. Der Aspekt der Finanzierung, sei es durch staatliche Subventionen oder Einnahmen aus Werbespots, verdeutlicht die einflussreichste Form der Zensur durch die indirekte Mitsprache dritter bei der Auswahl von bestimmten Themen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung des Fernsehens als Informationsmedium und die damit verbundene medienkritische Fragestellung.

1. Kurze Einführung: Erläuterung zentraler theoretischer Konzepte wie Habitus, Kapitalarten und Lebensstile nach Bourdieu.

2. Pierre Bourdieu: Über das Fernsehen: Analyse der von Bourdieu identifizierten Gefahren des Fernsehens für das demokratische Leben.

2.1 Zensur: Untersuchung subtiler und direkter Formen der Zensur, einschließlich Selbstzensur und ökonomischer Zwänge.

2.2 Die Themenauswahl: Darstellung, wie die Diktatur der Einschaltquote und Vermischte Meldungen die journalistische Berichterstattung beeinflussen.

2.3 Ökonomie im Fernsehen: Betrachtung der Wettbewerbslogik und deren Auswirkungen auf die Homogenisierung des journalistischen Spektrums.

2.4. Die Akteure: Analyse der sozialen Position von Journalisten und ihrer Konkurrenzverhältnisse innerhalb des Feldes der symbolischen Produktion.

2.5 Die Rolle des Fernsehens: Diskussion der Kommerzialisierung und der Gefahr der Manipulation durch problemfreie Omnibus-Themen.

3. Lebensstile durch Werbung: Erweiterung der Analyse auf die manipulative Wirkung von Werbung und deren Einfluss auf die Identitätsbildung.

Fazit: Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse und Reflexion über die Aktualität von Bourdieus Medienkritik.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Fernsehen, Medienkritik, Habitus, Kapital, Zensur, Themenauswahl, Einschaltquote, Lifestyle-Werbung, symbolische Gewalt, Massenmedien, Journalismus, Gesellschaft, Manipulation, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktion und Wirkungsweise des Fernsehens als Informationsmedium auf Basis der soziologischen Theorien von Pierre Bourdieu.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Themen Zensur, Themenselektion, ökonomische Zwänge in der Medienlandschaft und der Einfluss von Werbung auf gesellschaftliche Lebensstile.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, die zu einer Manipulation der Konsumenten führen, und den Widerspruch zwischen dem Potential des Fernsehens für die Demokratie und seiner tatsächlichen Rolle aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der medienkritischen Perspektive Bourdieus, ergänzt durch eine Analyse von Wirkungszusammenhängen zwischen Medien und Individuum.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Zensur, die Struktur des journalistischen Feldes, die Auswahl von Nachrichtenthemen unter ökonomischem Druck sowie die Rolle von Werbung als Mittel zur Verfestigung von Lebensstilen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Bourdieu, symbolische Gewalt, Zensur, Einschaltquote, Lifestyle-Werbung und mediale Manipulation.

Wie unterscheidet Bourdieu laut der Arbeit die verschiedenen Arten von Zensur?

Die Arbeit differenziert zwischen der direkten Zensur durch die Inszenierung, der subtilen Selbstzensur der Akteure aufgrund von Konformitätsdruck und der indirekten Steuerung durch ökonomische Zwänge und Finanzierung.

Warum spielt die Einschaltquote eine so zentrale Rolle bei der Themenauswahl?

Sie gilt als wirtschaftliches Maß für den Erfolg, das den Sender dazu zwingt, "Omnibus-Themen" zu wählen, um ein breites Publikum anzusprechen und kontroverse, gesellschaftlich relevante Inhalte zu vermeiden.

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Details

Title
Pierre Bourdieu 'Über das Fernsehen'
College
Free University of Berlin  (Institut für Soziologie)
Grade
1
Author
Manuel Simon (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V29918
ISBN (eBook)
9783638313148
Language
German
Tags
Pierre Bourdieu Fernsehen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Simon (Author), 2003, Pierre Bourdieu 'Über das Fernsehen', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29918
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