Eigenverantwortung im Gesundheitswesen des Sozialstaates Deutschland

Probleme des Verantwortungsdiskurses, Möglichkeiten und Risiken von Eigenverantwortung


Studienarbeit, 2011
10 Seiten, Note: 2,0

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Inhalt

1. Einleitung. 1

2. Definition „Eigenverantwortung“. 1

2.1. Das Problem der Definition. 1

2.2. Probleme einer fehlenden Definition. 2

3. Voraussetzung von Eigenverantwortung. 3

4. Eigenverantwortung oder soziale Verantwortung. 4

5. Möglichkeiten und Risiken einer allgemein definierten Eigenverantwortung, eingebettet in ein solidarisches System... 5

5.1. Einheitliche Definition. 5

5.2. Möglichkeiten und Risiken. 6

6. Fazit 7

7. Literaturverzeichnis. 8

1. Einleitung

Das Thema Eigenverantwortung wird heutzutage hitzig diskutiert, wie folgende Beispiele andeuten: „In der Sozialstaatsdebatte und im Gesundheitswesen hat sich der Begriff der Eigenverantwortung durchgesetzt, ohne dass eine präzisierende Definition vorliegt“ (Schmidt, 2008, S. 49), oder, wie Heidbrink (2006) Eigenverantwortung umschreibt, „die Gesellschaftsmitglieder zu aktivem und engagiertem Verhalten zu bewegen und sie notfalls – falls dies nicht geschieht – für ihr sozialschädliches Handeln mit entsprechenden Sanktionen zur Rechenschaft zu ziehen“ (S. 26).

Dabei wird zunehmend außer Acht gelassen, welche Grundvoraussetzungen einer „Eigenverantwortung“ zu Grunde liegen müssen und ob diese, im aktuell vorhandenen Sozialstaat Deutschland, überhaupt gegeben sind.

Diese Hausarbeit soll einen einführenden Überblick über das Thema „Eigenverantwortung im Gesundheitswesen und in der Sozialpolitik“ geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ziel ist also die Einführung in die Problematik des Themas und mögliche Lösungsansätze. In den folgenden Kapiteln werden deshalb die Grundproblematik um den Verantwortungsdiskurs aufgezeigt und mögliche Lösungsansätze diskutiert.

2. Definition „Eigenverantwortung“

2.1. Das Problem der Definition

Eine qualifizierte und evidenzbasierte Aussage bezüglich des Zusammenhangs von Eigenverantwortung und Gesundheit bzw. Krankheit ist derzeit nicht möglich (Schmidt, 2008). Nach Schmidt gilt es folgende Punkte zu beachten:

Unschärfe der Definition

Der Begriff Eigenverantwortung unterliegt keinen allgemein gültigen Kriterien und kann somit frei gefüllt werden mit den individuell gebrauchten Eigenschaften wie z.B. „vernünftig = freiheitlich = markt- und wettbewerbsorientiert = eigenverantwortlich = sachlich = transparent = weltoffen“ (Ederer, 2002, S. 465), oder, wie Grühn (2001) es ausdrückt, gleicht „die Eigenverantwortung […] einem Containerbegriff, in den man beliebig Inhalte pressen kann und der sich daher nicht als tragfähiger Rechtsbegriff eignet“ (S. 15).

Demzufolge haben wir es mit einer „Eng- und Weitführung des Begriffs“ (Schmidt, 2008, S. 10) zu tun und damit mit einer fehlenden Definition, die es dem Nutzer des Begriffs ermöglicht, ihn im jeweiligen eigenen Kontext mit Inhalt zu füllen. In diesem Zuge werden sowohl sehr weit gefasste Begriffe wie„Autonomie oder Freiheit [verwandt]. Zum Teil finden sich auch sehr eng gefasste Konzeptionen, etwa Eigenverantwortung als Einsichtsfähigkeit, Eigenbeteiligung, Eigenleistung“ (ebd., S. 11).

Erwähnt sei weiterhin die „Visionierte Wahlfreiheit“ (ebd., S. 12), gemeint ist damit, dass der Mensch zwar frei wählen kann zwischen z.B. Fernsehen und Sport, sich aber frei entscheiden soll für den Sport (ebd.). Es existiert nur eine scheinbare Wahlmöglichkeit. Dies sind nur die wichtigsten Auszüge einer Aufzählung von Schmidt. Sie sollen lediglich verdeutlichen, dass gegenwärtig keine allgemein gültige Definition von „Eigenverantwortung“ existiert, was eine Diskussion um dieses Thema mit enormen Problemen behaftet.[...]

[Dies ist eine Leseprobe. Grafiken und Tabellen sind nicht enthalten.]

10 von 10 Seiten

Details

Titel
Eigenverantwortung im Gesundheitswesen des Sozialstaates Deutschland
Untertitel
Probleme des Verantwortungsdiskurses, Möglichkeiten und Risiken von Eigenverantwortung
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
10
Katalognummer
V299216
ISBN (Buch)
9783656955849
Dateigröße
607 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eigenverantwortung, gesundheitswesen, sozialstaates, deutschland, probleme, verantwortungsdiskurses, möglichkeiten, risiken
Arbeit zitieren
Tobias Munko (Autor), 2011, Eigenverantwortung im Gesundheitswesen des Sozialstaates Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299216

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