Ernährungsmythos Schokolade. Herzkreislaufschutz oder Dickmacher?


Studienarbeit, 2012
15 Seiten, Note: 1,7

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung. 1

2. Methodik. 2

3. Hintergrund. 3

3.1. Public Health Relevanz. 3

3.2. Bestandteile von Schokolade. 4

4. Wissenschaftliche Evidenz. 5

5. Fazit 9

6. Treatment 10

Literatur 12

1. Einleitung

Schokolade, ein Mythos? Macht Schokolade denn nun glücklich, schützt sie das Herz-Kreislauf-System oder macht sie doch nur dick? Und welche Schokolade soll man zu sich nehmen und wie viel?

Fragen wie diese, sind immer mal wieder in den Medien anzutreffen, jedoch scheinen die Antworten nicht so ganz klar zu sein. Gibt man die Begriffe „Schokolade“, „Glück“ und „Herzkreislauf“ bei Google ein, so erhält man ca. 53.000 Seiten. Unter den ers­ten Ergebnissen finden sich der WDR, der NDR sowie 3sat, als auch Printmedien wie der Focus. Das Thema scheint demnach ein reges Interesse zu genießen.

Weiterhin sind Herzkreislauferkrankungen laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE-Bund, 2006) auf Platz 1. der häufigsten Todesursachen in Deutschland, mit den höchsten Behandlungskosten, was das Interesse an natürli­chen und günstigeren Behandlungsmethoden oder ergänzenden Maßnahmen stei­gen lässt.

Aber was ist dran an dem Mythos „Schokolade“ und enthält Schokolade cardioprotective Substanzen? Im Rahmen dieser Hausarbeit soll anhand der aktuel­len Studienlage überprüft werden, ob Schokolade einen schützenden Effekt für das Herzkreislauf-System besitzt. Diese Frage ist besonders interessant, wenn man den Hintergrund der Herzkreislauferkrankungen mit einbezieht. Diese Hausarbeit stellt dabei die Grundlage für die Entwicklung eines Videopodcast zur Aufklärung ausge­wählter Zielgruppen, beispielsweise Studenten der Fachrichtung „Public Health“, dar. Das zur Entstehung des Videopodcast benötigte Treatment ist im letzten Kapitel als Konzept aufgeführt und soll eine exemplarische Möglichkeit der Umsetzung darstel­len.

2. Methodik

Diese Hausarbeit beruht auf einer Metaanalyse der im Literaturverzeichnis aufge­führten Studien. Zunächst wurde systematisch nach aktuellen Studien, die die The­men „Schokolade“, „Kakao“ und „Herzkreislauf“ behandeln in den Datenbanken von PubMed, MEDPILOT und Medline gesucht. Dabei kamen nach Sichtung aller mögli­chen Ergebnisse ab dem Jahre 2005, die einen Zusammenhang von „Schokolade“, „Kakao“ und „Herzkreislaufsystem“ im Titel herstellten, sechs Studien infrage, die den Zusammenhang näher beschreiben. Zu den Ergebnissen gehören die Studien, „The Zutphen Elderly Study“ von Buijsse et al. (2006), „Dark Chocolate Improves Coronary Vasomotion and Reduces Platelet Reactivity“ von Flammer et al. (2007), „Effects of low habitual cocoa intake on blood pressure“ von Taubert et al. (2007), „Chocolate consumption in relation to blood pressure and risk of cardiovascular dis­ease in German adults“ von Huijsse et al. (2010), „Chocolate consumption and cardiometabolic disorders: systematic review and meta-analysis” von Buitrago-Lopez et al. (2011) und „Der Einfluss dunkler Schokolade auf das Blutdruckverhalten in Ruhe, während und nach Belastung, sowie auf einzelne für den arteriellen Gefäßzu­stand relevante Stoffwechselparameter“ von Vogl (2011).

Weitergehend führt das Kapitel „Hintergrund“ in die Public Health Relevanz und be­züglich dieser relevante Daten ein und klärt über Inhaltsstoffe von Schokolade und deren vermuteter Wirkweise auf. Definitionen für das Kapitel „Hintergrund“ stammen von der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (2006), dem Pschyrembel (2002) und dem Robert Koch Institut (2006; 2012).

Im Kapitel „Wissenschaftliche Evidenz“ wird die Frage, ob Schokolade ein den Herzkreislauf schützenden Effekt ausübt, anhand der recherchierten Studien bearbeitet.

3. Hintergrund

Das Kapitel Hintergrund beschäftigt sich mit der Public Health Relevanz und klärt über die Bestandteile von Schokolade auf. Dabei sollen zentrale Begriffe erläutert werden.

3.1. Public Health Relevanz

In der vorliegenden Hausarbeit soll untersucht werden, ob Schokolade einen positi­ven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System besitzt. Die Annahme, die dabei existiert, ist ein positiver Einfluss auf den Blutdruck. Eine Relevanz für Public Health lässt sich insofern feststellen, als dass Bluthochdruck Herzkreislauferkrankungen fördert und als einer der wichtigsten Risikofaktoren für Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose, koronare Herzkrankheit und vieler weiterer angesehen wird (RKI, 2006). Zudem be­richtet das RKI (2006), dass das Risiko mit zunehmenden Blutdruckwerten linear ansteigt. Der Blutdruck wird dabei in mmHg, einer alten Messmethode der Druck­messung angegeben (RKI, 2006). Der Blutdruck besteht aus zwei Werten, dem sys­tolischen Blutdruck und dem diastolischen Blutdruck. Beim systolischen Blutdruck handelt es sich um den Wert, der die Herzpumpkraft widerspiegelt, beim diastoli­schen Blutdruck um den Wert, der den Gefäßwiderstand wiedergibt (Pschyrembel, 2002). Als normotone Werte werden angegeben eine Systole von 140 mmHg und eine Diastole von 90 mmHg (Pschyrembel, 2002; RKI, 2006). Als grenzwertig hyperton wird ein systolischer Wert von ≥ 140 bis ≤ 149 mmHg bezeichnet bzw. ein diastolischer Wert von ≥ 90 bis ≤ 94 mmHg (Pschyrembel, 2002; RKI, 2006). Alle Werte, die den Grenzbereich hyperton überschreiten, werden als eine Hypertonie angesehen und von der WHO in drei Grade eingeteilt (Pschyrembel, 2002; RKI, 2006). Der 1. Grad ist eine Hypertonie ohne Organschäden, der 2. Grad entspricht leichten Schäden an Endorganen als auch Plaquebildungen in den Gefäßen, wohin gegen der 3. Grad cardiovaskuläre Folgeerkrankungen beschreibt (Pschyrembel, 2002; RKI, 2006).

15 von 15 Seiten

Details

Titel
Ernährungsmythos Schokolade. Herzkreislaufschutz oder Dickmacher?
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Gesundheitsbildung
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V299272
ISBN (Buch)
9783656957164
Dateigröße
419 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ernährungsmythos, schokolade, herzkreislaufschutz, dickmacher
Arbeit zitieren
Tobias Munko (Autor), 2012, Ernährungsmythos Schokolade. Herzkreislaufschutz oder Dickmacher?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299272

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