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Gesundheitsförderung der Krankenkassen. Ein Beitrag zur Reduzierung der sozialen Ungleichheit von Gesundheitschancen?

Titel: Gesundheitsförderung der Krankenkassen. Ein Beitrag zur Reduzierung der sozialen Ungleichheit von Gesundheitschancen?

Studienarbeit , 2014 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tobias Munko (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schon im Grundgesetz heißt es in Artikel 2: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ (Absatz 2, GG) und weiterführend in Artikel 3: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ (Absatz 3, GG).

Dies gilt auch in Bezug auf gesundheitliche Verhältnisse. Es ist seit langer Zeit hinreichend bekannt, dass soziale Ungleichheit zu gesundheitlicher Ungleichheit führt (Richter und Hurrelmann 2009), was die Frage nach der gesundheitlichen Chancengleichheit aufwirft. Weiterhin ist es angesichts des demografischen Wandels und der damit einhergehenden steigenden Ausgaben bei den sich verschärfenden Einnahmenentwicklungen im Interesse aller, die Gesundheit der bestehenden und nachfolgenden Generationen der Bevölkerung Deutschlands möglichst zu erhalten oder wiederherzustellen, um potenzielle Gesundheitsausgaben zu vermeiden.

Um ein solches Ziel umsetzen zu können, bedarf es der Befähigung von Individuen und Bevölkerungsgruppen, sich selbst um die eigene Gesundheit kümmern zu können und gleichzeitig die in der Umgebung dafür notwendigen Verhältnisse zu schaffen.

Die Fragestellung, ob die Gesundheitsförderungsmaßnahmen der Krankenkassen einen Beitrag zur Reduzierung der sozialen Ungleichheit von Gesundheitschancen leisten, ist in dem Zuge nicht einfach nur mit Ja oder Nein zu beantworten. Ziel dieser Arbeit ist es daher, den Zusammenhang zwischen sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit sowie den Maßnahmen der Gesundheitsförderung durch die Krankenkassen herauszustellen und deren Dokumentation zu untersuchen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stand der Forschung und Gesundheitsförderung der Krankenkassen

2.1. Soziale und gesundheitliche Ungleichheit

2.2. Was ist Gesundheitsförderung und der Auftrag der Krankenkassen?

3. Betrachtung und Ergebnisse der Präventionsberichte des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V.

4. Diskussion

5. Schlussfolgerung

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die durch Krankenkassen durchgeführten Gesundheitsförderungsmaßnahmen einen wirksamen Beitrag zur Reduzierung sozialer Ungleichheit bei Gesundheitschancen leisten können. Dabei wird analysiert, inwieweit die gesetzlich verankerten Präventionsansätze tatsächlich sozial benachteiligte Gruppen erreichen oder ob eine soziale Selektivität besteht, die eine gesundheitliche Chancengleichheit erschwert.

  • Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und gesundheitlichen Chancen
  • Analyse der Präventionsberichte des Medizinischen Dienstes (MDS) von 2001 bis 2012
  • Evaluation des individuellen Ansatzes und des Setting-Ansatzes
  • Betriebliche Gesundheitsförderung als Instrument zur Zielgruppenerreichung
  • Diskussion der Grenzen von Krankenkassenmaßnahmen bei verhältnisbasierten Ungleichheiten

Auszug aus dem Buch

2.1. Soziale und gesundheitliche Ungleichheit

Unter sozialer Ungleichheit wird die unterschiedliche Verteilung von knappen Ressourcen und Möglichkeiten auf einzelne Gesellschaftsgruppen verstanden (Siegrist 2005).

Soziale Ungleichheit ist im Wesentlichen in zwei Dimensionen unterscheidbar: eine horizontale und eine vertikale Dimension. Unter der horizontalen Dimension werden Faktoren wie Alter, Geschlecht, aber auch Glaube und kulturelle Herkunft verstanden. Die für die Betrachtung in Deutschland wichtigere Dimension ist die vertikale, bestehend aus Bildung, Beruf und Einkommen, der sogenannten meritokratischen Triade, die in der traditionellen Betrachtung von sozialen Ungleichheiten im Mittelpunkt steht (Siegrist 2005, Hurrelmann 2010).

Obwohl sich die Gesundheit der Bevölkerung im letzten Jahrhundert insgesamt durch abnehmende Epidemien, abnehmende Hungersnöte, eine verbesserte hygienische Situation und medizinischen Fortschritt verbessert hat, stellt sich jedoch zunehmend heraus, dass sich die gesundheitlichen Chancen sozial benachteiligter Personen langsamer zum Positiven verändern als diejenigen sozial besser gestellter (Richter & Hurrelmann 2009). „Personen mit einer niedrigen Bildung, beruflichen Stellung oder einem niedrigen Einkommen sterben in der Regel früher und leiden in ihrem ohnehin schon kürzeren Leben auch häufiger an gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Dies führt zu erheblichen Unterschieden in der Anzahl von Jahren, die Angehörige unterschiedlicher sozioökonomischen Gruppen erwarten können in guter Gesundheit zu verbringen“ (Richter & Hurrelmann 2009, S.13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Problematik sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen und Vorstellung des Untersuchungsgegenstandes mittels Präventionsberichten.

2. Stand der Forschung und Gesundheitsförderung der Krankenkassen: Theoretische Herleitung von sozialer Ungleichheit und Definition des gesetzlichen Präventionsauftrags der Krankenkassen.

2.1. Soziale und gesundheitliche Ungleichheit: Erläuterung der Dimensionen sozialer Ungleichheit und deren Auswirkungen auf die gesundheitlichen Chancen verschiedener Bevölkerungsgruppen.

2.2. Was ist Gesundheitsförderung und der Auftrag der Krankenkassen?: Darstellung des Konzepts der Gesundheitsförderung nach der Ottawa-Charta und der gesetzlichen Verankerung im SGB V.

3. Betrachtung und Ergebnisse der Präventionsberichte des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V.: Empirische Analyse der Entwicklung von Teilnehmerzahlen und Settings basierend auf den Berichten des MDS von 2001 bis 2012.

4. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Erklärungsansätze für soziale Ungleichheit und der Möglichkeiten der Krankenkassen.

5. Schlussfolgerung: Fazit zur begrenzten Wirkung der Maßnahmen auf den sozialen Gradienten und Handlungsempfehlungen für Praxis und Politik.

6. Anhang: Detaillierte tabellarische Auflistungen der Teilnehmerzahlen und Inanspruchnahmen für den gesamten Untersuchungszeitraum.

Schlüsselwörter

Gesundheitsförderung, Krankenkassen, soziale Ungleichheit, Präventionsberichte, SGB V, gesundheitliche Chancengleichheit, Setting-Ansatz, individueller Ansatz, betriebliche Gesundheitsförderung, meritokratische Triade, Gesundheitsstatus, Lebenslaufperspektive, Empowerment, soziale Benachteiligung, Verhältnisprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Krankenkassen mit ihren Gesundheitsförderungsangeboten dazu beitragen können, soziale Ungleichheiten bei den Gesundheitschancen zu verringern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der sozialen Ungleichheit, dem gesetzlichen Auftrag zur Prävention, den Ansätzen der Krankenkassen (individuell/Setting) und der Analyse der Präventionsberichte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sozialer Schichtung und der Wirksamkeit von Gesundheitsförderungsmaßnahmen durch die Krankenkassen zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Sekundärdatenanalyse der offiziellen Präventionsberichte des Medizinischen Dienstes (MDS) für den Zeitraum von 2001 bis 2012.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die quantitativen Daten zu Teilnehmerzahlen, die Wahl der Settings und die Entwicklung der Maßnahmenangebote über das Jahrzehnt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gesundheitsförderung, soziale Ungleichheit, Setting-Ansatz und Präventionsberichte definieren.

Warum erreichen die Krankenkassen sozial schwache Gruppen nur eingeschränkt?

Die Analyse zeigt, dass viele Maßnahmen ein gewisses Gesundheitsbewusstsein voraussetzen, das bei sozial benachteiligten Gruppen seltener vorhanden ist, und dass relevante Settings (z. B. Stadtteile) unterrepräsentiert sind.

Welche Rolle spielt der betriebliche Setting-Ansatz?

Er bietet ein großes Potenzial, da er Menschen an ihrem Arbeitsplatz erreicht, jedoch sind die Erwerbstätigenzahlen begrenzt und der Fokus liegt oft auf Branchen, die nicht primär von sozial Benachteiligten geprägt sind.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gesundheitsförderung der Krankenkassen. Ein Beitrag zur Reduzierung der sozialen Ungleichheit von Gesundheitschancen?
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Gesundheitspolitik und Gesundheitssysteme
Note
1,3
Autor
Tobias Munko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
27
Katalognummer
V299276
ISBN (eBook)
9783656956679
ISBN (Buch)
9783656956686
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesundheitsförderung krankenkassen beitrag reduzierung ungleichheit gesundheitschancen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Munko (Autor:in), 2014, Gesundheitsförderung der Krankenkassen. Ein Beitrag zur Reduzierung der sozialen Ungleichheit von Gesundheitschancen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299276
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Leseprobe aus  27  Seiten
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