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Hannah Arendt. Vita Activa oder vom tätigen Leben

Título: Hannah Arendt. Vita Activa oder vom tätigen Leben

Reporte de Práctica , 2004 , 25 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Marie-Christin Pollak (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Vita Activa bedeutet soviel wie tätiges Leben und ist die der Vita Contemplativa, das beschauliche Leben, entgegengesetzte Lebensform.
Schon in der frühen griechischen Literatur gibt es die Idee, dass der Mensch die Wahl hat zwischen einem Leben in politischer Tätigkeit und einem der Betrachtung der Philosophie, der Wissenschaft und der Kunst gewidmeten Leben.
Aristoteles unterscheidet z.B. zwischen drei Lebensweisen. Als erstes benennt er das von Genuss bestimmte Leben, dann die politische Tätigkeit und zuletzt die philosophische Theorie. Die erste dieser Formen bewertet er negativ und die letzte wird am höchsten eingeschätzt.
Die Vita Activa und Contemplativa spielen immer wieder eine Rolle in den verschiedenen Philosophierichtungen.
Die politische Philosophie von Hannah Arendt baut auf einer an Aristoteles angelehnten Handlungstheorie auf. In ihrem Werk „Vita Activa oder vom tätigen Leben“ das 1958 erstmals veröffentlicht wurde, geht sie von drei Grundtätigkeiten aus, nämlich der Arbeit, dem Herstellen und dem Handeln. „Was tun wir, wenn wir tätig sind?“. Dieser Frage geht Arendt nach, da sie in Sorge auf die derzeitige Situation der Arbeitsgesellschaft schaut.
Arendt kritisiert die Reduktion des tätigen Lebens auf Arbeit und Konsum. Sie beharrt zudem auf dem Freihalten und der Erweiterung der Öffentlichkeit. „Dem Menschen den notwendigen Raum für die Politik, das heißt für das freie Handeln offen zu halten, dies war das wesentliche Ziel von Hannah Arendts politischer Theorie“ konstatiert Kurt Sontheimer.
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Einleitung, dem ersten Teil des ersten Kapitels und den Kapiteln Vier und Sechs der Vita Activa von Hannah Arendt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zu den Einleitenden Bemerkungen

3. Erstes Kapitel – Die Menschliche Bedingtheit

3.1 Vita activa und Condition humaine

4. Viertes Kapitel – Das Herstellen

4.1 Die Dauerhaftigkeit der Welt

4.2 Die Verdinglichung

4.3 Die Rolle des Instrumentalen in der Arbeit

4.4 Die Rolle des Instrumentalen für das Herstellen

5. Sechstes Kapitel – Die Vita activa und die Neuzeit

5.1 Der Beginn der Weltentfremdung

5.2 Die Entdeckung des archimedischen Punkts

5.3 Die kosmische Universalwissenschaft im Unterschied zur Naturwissenschaft

5.4 Der Zweifel des Descartes

5.5 Selbstreflexion und der Verlust des Gemeinsinns

5.6 Die Umstülpung von Theorie und Praxis

5.7 Die Umkehrung innerhalb der Vita activa und der Sieg von Homo faber

5.8 Die Niederlage von Homo faber und der Glückskalkül

5.9 Der Sieg des Animal laborans

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Hannah Arendts Werk „Vita activa oder Vom tätigen Leben“ mit dem Ziel, die von der Autorin definierten Grundtätigkeiten des menschlichen Lebens – Arbeiten, Herstellen und Handeln – sowie deren Wandlungsprozess in der Neuzeit zu analysieren und die daraus resultierenden Konsequenzen für das moderne menschliche Dasein zu reflektieren.

  • Analyse der Grundtätigkeiten: Arbeit, Herstellen und Handeln
  • Untersuchung der Entfremdungsprozesse in der modernen Neuzeit
  • Reflektion über das Spannungsfeld zwischen Technikfortschritt und menschlichem Selbstverständnis
  • Kritik an der Reduktion des tätigen Lebens auf reine Konsum- und Produktionsprozesse

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Verdinglichung

Die Herstellung von Dingen durch Homo faber vollzieht sich als Verdinglichung. Der werktätige Mensch entnimmt der Natur Material um daraus zuerst Werkstoffe zu fertigen. Aus diesen kann er dann die Endprodukte, die künstlichen Dinge schaffen. Er kann sie schließlich nicht aus dem nichts erstellen. Animal laborans hat dagegen die Möglichkeit Naturprodukte sofort zu nutzen, das heißt zu verarbeiten und sie letztendlich zu verbrauchen und gibt sie schließlich der Natur zurück. Er pflanzt z.B. neue Bäume, wenn er die alten abgeholzt und „verbraucht“ hat. Auch seine eigenen sterblichen Überreste kehren irgendwann in den Naturkreislauf zurück.

„Alles Herstellen ist gewalttätig, und Homo faber, der Schöpfer der Welt, kann sein Geschäft nur verrichten, indem er Natur zerstört“. Animal laborans ist abhängig von der Natur. Er braucht sie und zwischen ihm und der Natur besteht ein Geben und Nehmen. Homo faber allerdings will nicht von der Natur abhängig sein – er schafft die künstliche Welt als Schutz vor der Natur. Um diese Künstlichkeit zu erreichen braucht er allerdings die Natur – und zwar als Ressourcenquelle. Homo faber greift in den Haushalt der Natur ein und zerstört sie dabei. „In jedem Herstellen liegt etwas Prometheisches, weil es eine Welt errichtet, die auf der gewalttätigen Vergewaltigung eines Teils der von Gott geschaffenen Natur sich gründet“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aristotelischen Grundlagen der Handlungslehre ein und erläutert Arendts Anliegen, die Arbeitsgesellschaft kritisch zu hinterfragen.

2. Zu den Einleitenden Bemerkungen: Hier werden die zentralen Begriffe wie Entfremdung und die wissenschaftliche Distanzierung des Menschen von seiner natürlichen Umwelt geklärt.

3. Erstes Kapitel – Die Menschliche Bedingtheit: Das Kapitel definiert die drei Grundtätigkeiten des menschlichen Lebens: Arbeiten, Herstellen und Handeln, und setzt diese in Bezug zur menschlichen Existenz.

4. Viertes Kapitel – Das Herstellen: Es wird die Rolle von Homo faber und die Verfertigung einer künstlichen Dingwelt analysiert, inklusive der Bedeutung von Werkzeugen und Maschinen.

5. Sechstes Kapitel – Die Vita activa und die Neuzeit: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Wandel zur Neuzeit, den Verlust des Gemeinsinns und den Sieg des Animal laborans über das Handeln.

6. Schlussbemerkung: Die Autorin reflektiert die Ergebnisse der Analyse und verdeutlicht die Notwendigkeit einer Rückbesinnung auf die Vita contemplativa.

Schlüsselwörter

Hannah Arendt, Vita Activa, Arbeit, Herstellen, Handeln, Neuzeit, Weltentfremdung, Homo faber, Animal laborans, Verdinglichung, Technikphilosophie, Gemeinsinn, Selbstreflexion, Glückskalkül

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Hannah Arendts zentrales Werk zur politischen Philosophie, um die menschlichen Grundtätigkeiten und deren Veränderung in der modernen Welt zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Spannungsverhältnis zwischen Natur und Technik, die künstliche Dingwelt des Menschen sowie die Analyse des Wandels von einer handlungsorientierten zu einer arbeitszentrierten Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Ziel ist es, die Bedingtheit menschlicher Existenz aufzuzeigen und zu verstehen, was Menschen tun, wenn sie tätig sind, insbesondere unter Berücksichtigung der modernen Technikentwicklung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die auf Arendts "Vita activa" sowie ergänzender Fachliteratur basiert, um die theoretischen Konzepte der Autorin nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundtätigkeiten, die Analyse des Herstellens durch Homo faber sowie die Untersuchung der Neuzeit und der daraus resultierenden Weltentfremdung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Vita Activa, Homo faber, Animal laborans, Entfremdung und der Gegensatz zwischen Theorie und Praxis.

Warum ist der Begriff des „archimedischen Punktes“ für Arendt wichtig?

Er symbolisiert die Distanzierung des Menschen von der Erde, um durch die Wissenschaft die Welt von außen zu betrachten, was jedoch zur Entfremdung und Vernichtungsgefahr führt.

Was bedeutet der „Sieg des Animal laborans“ am Ende der Untersuchung?

Arendt meint damit den Zustand, in dem das bloße Überleben und der Konsum zur einzigen maßgeblichen Tätigkeit der Menschen werden, während höheres politisches Handeln verkümmert.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Hannah Arendt. Vita Activa oder vom tätigen Leben
Universidad
University of Stuttgart
Curso
Proseminar Technik und Kultur
Calificación
2,0
Autor
Marie-Christin Pollak (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
25
No. de catálogo
V29927
ISBN (Ebook)
9783638313223
ISBN (Libro)
9783638650502
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hannah Arendt Vita Activa Leben Proseminar Technik Kultur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marie-Christin Pollak (Autor), 2004, Hannah Arendt. Vita Activa oder vom tätigen Leben, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29927
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