Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Grundlagen Tier- und Hundgestützter Interventionen in der Pädagogik

Titel: Grundlagen Tier- und Hundgestützter Interventionen in der Pädagogik

Akademische Arbeit , 2010 , 75 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Simon Bransch (Autor:in), Katja Schwartz (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier ist eine Relation, die seit den Anfängen der Menschheit dokumentiert wurde. Tiere dienten nicht nur als Nahrungsquelle oder wurden als Nutztiere gehalten, sondern lebten in enger emotionaler Bindung zum Menschen. Die Faszination und das Interesse an lebenden Tieren werden schon in den frühen Felsmalereien zum Ausdruck gebracht. Eine wesentliche Mensch-Tier Beziehung war die zwischen Menschen und Wölfen. Wie genau diese zu Stande kam, kann man heute nur hypothetisch vermuten. Es ist anzunehmen, dass die Anwesenheit domestizierter Wölfe dem prähistorischen Menschen Sicherheit vor anderen Raubtieren bot und sie so einen beruhigenden Effekt ausübten (vgl. Krowatschek 2007, S.96).

Aus dem Inhalt:
- Die Mensch-Tier-Beziehung;
- Verhaltensaspekte der Mensch-Tier-Beziehung;
- Theoretische Basis Tiergestützter Intervention;
- Pädagogische Aspekte in Bezug zur Tiergestützten Therapie;
- Tiefenpsychologische Grundlagen;
- Voraussetzungen und Effekte Hundgestützter Intervention;
- Konzepte und Formen Tiergestützter Interventionen

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen Tier- und Hundgestützter Interventionen

2.1 Die Mensch-Tier-Beziehung

2.1.1 Die Biophilie Hypothese

2.1.2 Bindungstheorie

2.2 Verhaltensaspekte der Mensch-Tier Beziehung

2.2.1 Anthropomorphisierung

2.2.2 Kommunikation

2.2.3 Interaktion

2.3 Theoretische Basis Tiergestützter Intervention

2.3.1 Ursprung und Geschichte Tiergestützter Intervention

2.3.2 Formen der deutschen Tiergestützten Interventionen

2.3.3 Pilotstudie 2009

2.4 Pädagogische Aspekte im Bezug zur Tiergestützten Therapie

2.4.1 Lernen

2.4.2 Ganzheitlichkeit

2.4.3 Motivation

2.5 Tiefenpsychologische Grundlagen

2.5.1 Tiefenpsychologische Grundkonzepte

2.6 Der Hund als Tier der Tiergestützten Intervention

2.7 Voraussetzungen Hundgestützter Intervention

2.7.1 Voraussetzungen beim Hund

2.7.2 Ausbildung des Hundes

2.7.3 Wohlergehen des Hundes

2.7.4 Voraussetzung beim Anbieter

2.7.5 Voraussetzung beim Empfänger

2.7.6 Voraussetzung bei Kollegen

2.7.7 Hygiene

2.8 Konzepte und Formen Tiergestützter Interventionen

2.8.1 Differenzierung der Interaktionsformen

2.8.2 Funktionen Tiergestützter Intervention

2.8.3 Kinder und Hunde

2.8.4 Hunde im Klassenzimmer

2.9 Bio-psycho-soziale Wirkung von Tieren auf Menschen

2.9.1 Physische Ebene

2.9.2 Psychologische Ebene

2.9.3 Soziale Ebene

2.10 Effekte Hundgestützter Interventionen

2.10.1 Motorik und Körpergefühl

2.10.2 Kognition und Lernen

2.10.3 Wahrnehmung

2.10.4 Soziabilität

2.10.5 Emotionalität

2.10.6 Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen

2.10.7 Sprache und Kommunikation

2.10.8 Förderung der nonverbalen und analogen Kommunikation

2.10.9 Förderung des ganzheitlichen Lernens

2.10.10 Förderung der Selbststeuerung

3. Zusammenfassung der wissenschaftlichen Forschung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial tiergestützter Interventionen – speziell mit Hunden – als pädagogische und therapeutische Ergänzung bei der Behandlung von Kindern mit ADHS-Syndrom. Ziel ist es, die Wirksamkeit dieser Methode wissenschaftlich zu beleuchten, professionelle Qualitätsstandards für den Einsatz zu definieren und den pädagogischen Mehrwert für die kindliche Entwicklung aufzuzeigen.

  • Theoretische Fundierung der Mensch-Tier-Beziehung und tiergestützter Interventionen
  • Psychologische Wirkungsweisen und tiefenpsychologische Erklärungsansätze
  • Anforderungen und Voraussetzungen an Hund, Halter und Rahmenbedingungen
  • Pädagogische Förderung von Kompetenzen durch Interaktion mit Tieren

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Kommunikation

„Der zentrale Prozess bei der Kommunikation ist die Umwandlung von Gedanken, Gefühlen, Bedürfnissen und Impulsen in Wörter, Symbole oder Zeichen die von dem gegenüber erkannt bzw. verstanden werden“ (Vernooij & Schneider 2010, S.16). Menschen kommunizieren auf zwei divergenten Ebenen. Zum einen kommunizieren sie über die verbale Ebene, diese impliziert sowohl gesprochene als auch geschriebene Sprache und zum anderen über die nonverbale; durch Mimik, Gestik, Stimmführung und unbewusste Körpersignale.

Bei der verbalen Kommunikation wird eine Information durch Lautbildung oder durch das Erstellen von Zeichen transformiert. Sowohl Sender als auch Empfänger der Nachricht müssen in der Lage sein, dieses Zeichensystem zu verstehen. Da die Information der Nachricht beim Bilden verschlüsselt und beim Empfangen entschlüsselt wird und demnach ein Transformationsprozess stattfindet, spricht man hierbei von digitaler Kommunikation. Die Beziehung zwischen dem Wort und dem gemeinten Inhalt ist dabei oft willkürlich (vgl. Rütten 2007, S.33).

Die nonverbale Kommunikation kommt ohne diesen Umwandlungseffekt aus, man spricht hierbei von analoger Kommunikation, diese kommt nahezu ohne Worte aus und wird durch taktile Interaktion gestaltet (vgl. Frömming 2006, S.20). Die nonverbale Kommunikation zeichnet sich durch verschiedene Aspekte der Körpersprache aus, die Frindte wie folgt unterteilt:

„Blickkontakt, Gesichtsausdrücke (Mimik), Körperhaltung und Körperbewegung (Pantomimik), Berührung (Taktilität), räumliche Distanz zum Interaktionspartner (Regulierung des sozialen Raumes), vokale nonverbale Zeichen wie Stimmhöhe, Stimmführung, Lautstärke, Sprechtempo (Paralinguistik) und die Kommunikation über Äußeres wie Kleidung oder Statussymbole“ (Prothmann 2005, S.35).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das wachsende Interesse an tiergestützten Interventionen bei ADHS und legt die Forschungsziele der Arbeit dar.

2. Grundlagen Tier- und Hundgestützter Interventionen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Basismodelle, inklusive der Biophilie-Hypothese und Bindungstheorie, sowie verhaltensrelevante Aspekte wie Anthropomorphisierung und Kommunikation.

3. Zusammenfassung der wissenschaftlichen Forschung: Dieses Kapitel fasst bisherige Studien und empirische Belege zusammen, die den therapeutischen und pädagogischen Nutzen von Tieren bei der Arbeit mit Kindern untermauern.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Intervention, ADHS, Mensch-Tier-Beziehung, Hundegestützte Pädagogik, Bindungstheorie, Anthropomorphisierung, Kommunikation, Sozialverhalten, Emotionale Intelligenz, Ganzheitliches Lernen, Therapiebegleithund, Selbststeuerung, Psychomotorik, Empathiefähigkeit, Förderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen und praktischen Grundlagen tiergestützter Interventionen, insbesondere durch Hunde, in pädagogischen und therapeutischen Settings, mit Fokus auf die Situation von Kindern mit ADHS.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die psychologischen Wirkmechanismen (Bio-psycho-soziale Wirkung), die Bedeutung der Mensch-Tier-Kommunikation, sowie Qualitätsstandards und Voraussetzungen für den professionellen Einsatz von Tieren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie professionell geplante Tiergestützte Interventionen die Entwicklung und Lebenssituation von Kindern mit ADHS konkret verbessern können und welche Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender pädagogischer und psychologischer Forschungsergebnisse sowie der Auswertung empirischer Studien zur Wirksamkeit dieser Interventionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, pädagogische und tiefenpsychologische Aspekte der Arbeit mit Tieren sowie detaillierte Anforderungen an den Hund, den Anbieter und die Durchführung von Interaktionsformen.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Tiergestützte Pädagogik, ADHS-Therapie, emotionale Kompetenzförderung, analoge Kommunikation und Ganzheitliches Lernen aus.

Welche Rolle spielt die Bindungstheorie in der Arbeit?

Sie dient als tiefenpsychologische Erklärung für die positive Wirkung des Hundes als Bindungsobjekt und als "Brücke", um soziale Blockaden bei Kindern zu lösen und neue Beziehungserfahrungen zu ermöglichen.

Warum ist eine Ausbildung für Therapiebegleithunde so wichtig?

Eine spezielle Ausbildung ist essenziell, um die Sicherheit zu gewährleisten, den Hund vor Stress zu schützen und sicherzustellen, dass er gezielt in pädagogische Lernprozesse eingebunden werden kann, ohne instrumentalisiert zu werden.

Was ist das "soziale Schmiermittel" in diesem Kontext?

Dies beschreibt die Beobachtung, dass Hunde die soziale Interaktion zwischen Menschen fördern, da sie als unverfängliches Gesprächsthema dienen und ein neutrales Umfeld für Begegnungen schaffen.

Wie unterscheidet sich die "freie" von der "gelenkten" Interaktion?

Während die freie Interaktion vor allem der authentischen Beobachtung dient und wenig Steuerung erfährt, ist die gelenkte Interaktion zielgerichtet und didaktisch geplant, um spezifische Lernfortschritte des Kindes zu initiieren.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grundlagen Tier- und Hundgestützter Interventionen in der Pädagogik
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,5
Autoren
Simon Bransch (Autor:in), Katja Schwartz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
75
Katalognummer
V299378
ISBN (eBook)
9783656959144
ISBN (Buch)
9783656959151
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grundlagen tier- hundgestützter interventionen pädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Bransch (Autor:in), Katja Schwartz (Autor:in), 2010, Grundlagen Tier- und Hundgestützter Interventionen in der Pädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299378
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  75  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum