Der Begriff Medium (lat.) bedeutet wörtlich übersetzt „Mitte“ oder „Mittel-punkt“. In der Didaktik wird ein Medium als ein „Unterrichts(hilfs)mittel, das der Vermittlung von Informationen und Bildung dient“ (DUDEN, 2000, S. 616) bezeichnet.
Der Mensch verfügt über verschiedene Sinnesbereiche, über die die Informationen individuell aufgenommen werden können. Es wurde herausgefunden, „dass der Mensch durch ausschließliches Zuhören 20% des Gehörten, durch reines Sehen 30% des Gesehenen und durch die Kombination von Sehen und Hören sogar 50–60% aufnimmt und dauerhaft behält“ (WALZEL, 2005, S. 16). Durch die Verwendung verschiedener Präsentationsmedien lassen sich so laut Lehr- und Lernforschung die Lernerfolge der Lernenden verbessern (vgl. PIETER, A., 2012, S.48).
Wichtige Regeln beim Einsatz von Medien sind:
- „Freie Sicht für alle Teilnehmer auf das Medium.“
- „Dargestellte Inhalte müssen klar lesbar und erkennbar sein.“
- „Dem Publikum genügend Zeit für das Aufnehmen und Lesen geben, Blickkon-takt zum Publikum halten.“
- „Medien können den Präsentator nicht ersetzen.“
-Zeigen Sie immer mit der Hand, einem Stift oder einem Zeigestock auf die Stelle im Medium, über die Sie gerade sprechen.“
- „Räumlichkeiten auf den Medieneinsatz optimal vorbereiten.“ (WELLER, 2012, o.J.)
Im Folgenden werden die Präsentationsmedien Overheadprojektor (OHP), Flipchart, LCD-Projektor/Beamertechnik und Moderationswand hinsichtlich ihrer Vor-und Nachteile sowie deren Besonderheiten bei einer Präsentation dargelegt.
Inhaltsverzeichnis
1 PRÄSENTATIONSMEDIEN
1.1 Overheadprojektor
1.1.1 Vor- und Nachteile
1.1.2 Besonderheiten bei der Präsentation
1.2 Flipchart
1.2.1 Vor- und Nachteile
1.2.2 Besonderheiten bei der Präsentation
1.3 LCD-Projektor/ Beamertechnik
1.3.1 Vor- und Nachteile
1.3.2 Besonderheiten bei der Präsentation
1.4 Moderationswand
1.4.1 Vor- und Nachteile
1.4.2 Besonderheiten bei der Präsentation
2 FOLIENGESTALTUNG
3 PRÄSENTATIONSAUFBAU
3.1 Fragenspeicher
3.2 Handout
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen systematischen Vergleich verschiedener Präsentationsmedien zu bieten, um als Entscheidungshilfe für deren effektiven Einsatz in akademischen oder beruflichen Kontexten zu dienen. Die zentrale Fragestellung konzentriert sich darauf, wie die Wahl des Mediums – vom Overheadprojektor bis zur modernen Beamertechnik – sowie die methodische Gestaltung und Foliendesign den Lernerfolg und die Aufmerksamkeit des Publikums beeinflussen.
- Vergleichende Analyse von Vor- und Nachteilen gängiger Präsentationsmedien.
- Erfolgsfaktoren für die Gestaltung von Präsentationsfolien.
- Methodik eines strukturierten Präsentationsaufbaus.
- Einsatz von Hilfsmitteln wie Fragenspeichern und Handouts zur Wissensvermittlung.
Auszug aus dem Buch
1.1.2 Besonderheiten bei der Präsentation
Bei der Präsentation mit dem Overheadprojektor sollte eine regelmäßige Kontrol le bzw. die Einstellung der Bildschärfe überprüft werden. Denn gerade bei älteren Gerätschaften lässt die kontinuierliche Bildqualität nach (vgl. PIETER, 2012, S. 51).
Besteht eine längere Pause oder die Verwendung eines anderen Mediums, ist das Ausschalten des Overheadprojektors vorteilhaft. Zum Einen besteht eine geringe re Gefahr der Ablenkung durch die sonst hell erleuchtete Projektionswand und zum Anderen ist die Aufmerksamkeit der Zuhörer vollständig auf den Redner gerichtet (vgl. PIETER, 2012, S. 51).
Die Sortierung und Organisation der Folien auf dem Schreibtisch sind bedeutsa me Faktoren, die für einen reibungslosen Ablauf während einer Präsentation sor gen können. Genügend Platz auf dem Tisch sorgt für eine geordnete Ablage von den bereits gezeigten Folien und die, die noch bevorstehen. Vor der Präsentation kann es hilfreich sein, die Folien in der richtigen Reihenfolge zu ordnen, um ein unnötiges Suchen währenddessen zu vermeiden (vgl. PIETER, 2012, S. 51).
Der Wechsel einer Folie kann mit Hilfe der richtigen Anwendung und die Einhal tung der folgenden Schritte den Spannungsaufbau und die Aufmerksamkeit erhö hen und im Gegenzug eine Monotonie verhindern: (vgl. PIETER, 2012, S. 51)
Zusammenfassung der Kapitel
1 PRÄSENTATIONSMEDIEN: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Medien wie Overheadprojektor, Flipchart, Beamer und Moderationswand, wobei deren spezifische Vor- und Nachteile sowie Anwendungshinweise beleuchtet werden.
2 FOLIENGESTALTUNG: Hier werden anhand von Negativ- und Positivbeispielen Kriterien für eine strukturierte und optisch ansprechende Gestaltung von Präsentationsfolien erläutert.
3 PRÄSENTATIONSAUFBAU: Dieser Teil widmet sich dem methodischen Ablauf einer Präsentation und der Bedeutung von unterstützenden Elementen wie Fragenspeichern und Handouts.
Schlüsselwörter
Präsentationsmedien, Overheadprojektor, Flipchart, Beamertechnik, Moderationswand, Foliengestaltung, Präsentationsaufbau, Fragenspeicher, Handout, Visualisierung, Didaktik, Medieneinsatz, Lernerfolg, Kommunikation, Präsentationstechnik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich verschiedener visueller Medien, die in Präsentationen eingesetzt werden, um die Qualität der Informationsvermittlung zu optimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der technische Vergleich (OHP, Flipchart, Beamer), die Gestaltung von Folieninhalten sowie die methodische Planung des Präsentationsaufbaus.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, dem Leser Entscheidungshilfen für die Auswahl und den richtigen Einsatz von Präsentationsmedien an die Hand zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer systematischen Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile verschiedener Medien sowie deren praktischer Anwendungsweise.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Vor- und Nachteile der gewählten Medien, gibt Tipps zur Foliengestaltung und stellt ein chronologisches Modell für den Aufbau einer Präsentation vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Präsentationsmedien, Foliengestaltung, Visualisierung, Didaktik und Kommunikation.
Welche Rolle spielt der Fragenspeicher in der Präsentation?
Der Fragenspeicher dient dazu, während des Vortrags aufkommende Fragen der Zuhörer zu dokumentieren, um diese strukturiert im Anschluss an die Präsentation zu klären.
Warum ist die Lesbarkeit bei der Moderationswand so wichtig?
Da die Moderationswand oft als interaktives Element im Raum steht, ist die gute Lesbarkeit aus einer Entfernung von bis zu acht Metern essenziell, um die Teilnehmenden aktiv einzubinden.
Welche Empfehlung gibt die Autorin bei Beamer-Technik-Problemen?
Um professionell zu wirken, wird empfohlen, bei absehbaren Technikproblemen die Präsentationsunterlagen sicherheitshalber in Papierform auszudrucken.
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- Vicky Tlatlik (Author), 2012, Kommunikation und Präsentation. Präsentationsmedien im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299413