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Analyse der Erzählstruktur von Memento

Title: Analyse der Erzählstruktur von Memento

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andrea Wildt (Author)

Film Science
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„Memento“, der zweite abendfüllende Film des jungen Regisseurs Christopher Nolan wurde mit einem relativ kleinen Budget von 5 Millionen Dollar in nur 25
Drehtagen fertiggestellt. Dank Mundpropaganda und durchweg guter Kritiken , wurde er der erfolgreichste Independent Film des Jahres 2000 in Amerika und
spielte über 24 Millionen Dollar ein. Das Drehbuch erhielt auf dem Sundance Filmfestival mit dem Waldo Salt Award. 1
Als Vorlage für den Film diente Nolan die Kurzgeschichte „Memento Mori“ geschrieben von seinem Bruder Jonathan. Es war ihr erstes gemeinsames Projekt
und Nolan erinnert sich: „He was in the process of writing this story as we were driving cross-country from Chicago to L.A. […]. He told me the bare bones, and
I immediately responded, told him what I felt I coud do with it. We scribled away at the same time, so we had an interesting parallel development of the same
themes.” 2
Nolans Interesse an der Umsetzung der Geschichte in einen Film war es, den Zuschauer in die Position des Protagonisten zu versetzen, sie aus einer extrem
subjektiven Weltsicht zu erzählen. „The protagonist has this condition whereby his mind can´t make new memories, so I was interested in that: if we apply it to
ourselves, we see how fragile our systems are for placing ourselves, in the world, in time and in space. How do we know people can be trusted? I wanted to put
the audience in his head, make them think that way, question things he does.”3
Die These dieser Arbeit ist, dass Nolan dieses Vorhaben, den Zuschauer dazu zu bringen, sich in die Lage der Hauptfigur einzufühlen, durch seinen effektvollen
dramaturgischen Trick, die Geschichte nicht linear, sondern in verschiedenen Richtungen zu erzählen, gelungen ist.
1 Siehe www.filmspiegel.de
2 Zitiert aus dem Interview vom 17.10.2000 mit Chris Roberts siehe www.christophernolan.net
3 ebd.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Inhalt

2.1. Inhaltsangabe zum Film

2.2. Inhalt der Sequenz

3. Sequenzanalyse

3.1. Sequenzanalyse des 1. Parts

3.2. Sequenzanalyse des 2. Parts

4. Erzählstruktur

4.1. Erzählstruktur des Films

4.2. Einordnung der analysierten Sequenz

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Christopher Nolan in seinem Film "Memento" durch eine nicht-lineare Erzählweise den Zuschauer in die subjektive, durch Gedächtnisverlust geprägte Wahrnehmung der Hauptfigur versetzt und dadurch eine besondere Form der Zuschauerbindung und Spannung erzeugt.

  • Analyse der spezifischen Erzählstruktur und Zeitgestaltung des Films.
  • Untersuchung der filmischen Mittel (Schnitt, Farbgebung, Ton) zur Informationsvergabe.
  • Sequenzanalyse der Anfangsszenen als exemplarische Einführung.
  • Reflexion über die Wirkung des Films auf die Zuschauerwahrnehmung.

Auszug aus dem Buch

Die Erzählstruktur des Films

Beim ersten Schauen des Films erscheint er als eine sehr chaotisch erzählte Geschichte. Wenn man sich aber die Mühe macht und ihn ein zweites oder drittes Mal anschaut, stellt man fest, dass es sich hierbei um ein systematisches Anwenden des immer gleichen Prinzips handelt. Es werden dem Zuschauer 2 Geschichten parallel erzählt, die sich am Ende des Filmes als zusammengehörig entpuppen.

Beide Erzählstränge sind optisch ganz klar durch ihre Farbgebung unterschieden, was es dem Zuschauer erleichtert, oder überhaupt erst ermöglicht, sie von einander abzugrenzen, denn in beiden Geschichten ist Lennart die Person, mit der der Zuschauer die ganze Zeit über verbunden ist.

Außer einer Trennung der beiden Erzählstränge durch den gewählten Farbkontrast suggeriert es eine zeitliche Differenz. Die schwarz-weiß Bilder erscheinen verblichener, in ihrem Ereignen früher als die farbigen. Diese wiederum erzeugen durch ihre Farbigkeit ein Gefühl der zeitlichen Nähe. Diese Assoziation wird durch den Inhalt der Geschichten bestätigt, denn in der schwarz-weiß Geschichte erzählt Lennart am Telefon beständig von seiner Vergangenheit, die noch zusätzlich in Rückblicken visualisiert wird. Das Ende des Films bewahrheitet diese Vermutung dann auch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel führt in die Entstehungsgeschichte und die filmische Intention von Christopher Nolans "Memento" ein, insbesondere das Ziel, den Zuschauer in die subjektive Welt des Protagonisten zu versetzen.

2. Inhalt: Hier wird der Plot des Films sowie die Ausgangslage des Protagonisten Lennart Shelby skizziert und der Inhalt der exemplarisch gewählten Anfangssequenz beschrieben.

3. Sequenzanalyse: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte filmwissenschaftliche Untersuchung der ersten beiden Szenen, wobei der Fokus auf Montage, Lichtsetzung, Ton und Kameraarbeit liegt.

4. Erzählstruktur: Es wird analysiert, wie die parallele, nicht-lineare Erzählweise und der Farbkontrast den Zuschauer lenken und zur Rekonstruktion der Handlung zwingen.

5. Schlussfolgerungen: Die Arbeit resümiert, dass Nolan erfolgreich eine adäquate narrative Form für die mentale Kondition der Hauptfigur gefunden hat, die den Zuschauer in die Reflexion über die Subjektivität der Wahrnehmung einbezieht.

Schlüsselwörter

Memento, Christopher Nolan, Filmanalyse, Erzählstruktur, nicht-lineares Erzählen, Gedächtnisschwund, Subjektivität, Zuschauerbindung, Sequenzanalyse, Montage, Farbkontrast, Zeitgestaltung, Filmpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spezifische Erzählstruktur des Films "Memento" von Christopher Nolan und untersucht, wie diese die Wahrnehmung des Zuschauers beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das nicht-lineare Erzählen, die filmische Gestaltung subjektiver Wahrnehmung bei Gedächtnisstörungen und die dramaturgische Funktion von Montage und Farbgestaltung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu belegen, dass Nolan den Zuschauer erfolgreich in die Lage der Hauptfigur versetzt, indem er eine Erzählform wählt, die den Zuschauer zur aktiven Auseinandersetzung mit der Zeitlichkeit und Kausalität zwingt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine filmwissenschaftliche Sequenzanalyse der Anfangsszenen vorgenommen, ergänzt durch eine strukturelle Untersuchung der gesamten Erzählweise des Films.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Sequenzanalyse der ersten beiden Szenen sowie eine Untersuchung der parallelen Erzählstränge hinsichtlich Farbgebung, Erzählrichtung und Szenendauer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Memento, Erzählstruktur, Subjektivität, nicht-lineares Erzählen, Montage und Zuschauerbindung.

Wie genau unterscheiden sich die beiden Erzählstränge im Film?

Sie unterscheiden sich durch ihre Farbgebung (Schwarz-Weiß vs. Farbe), ihre Erzählrichtung (chronologisch vs. rückwärts) und ihren Inhalt (Motelzimmer/Vergangenheit vs. aktive Suche).

Welche Bedeutung haben die Wiederholungen in den farbigen Szenen?

Wiederholungen dienen dazu, den Zuschauer zu verwirren oder Klarheit zu schaffen, die Bilder zu betonen und den Zuschauer beim Erinnern und Einordnen der komplexen Handlung zu unterstützen.

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Details

Title
Analyse der Erzählstruktur von Memento
College
Free University of Berlin  (Institut für Filmwissenschaft)
Course
Einführung in die Filmanalyse
Grade
1,3
Author
Andrea Wildt (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V29943
ISBN (eBook)
9783638313285
ISBN (Book)
9783638914543
Language
German
Tags
Analyse Erzählstruktur Memento Einführung Filmanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Wildt (Author), 2004, Analyse der Erzählstruktur von Memento, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29943
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