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In enger Beziehung: Fachjournalismus und Public Relations

Title: In enger Beziehung: Fachjournalismus und Public Relations

Term Paper , 2004 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nadine Kiewitt (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
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In den vergangenen Jahren hat sich das System Journalismus immer weiter ausdifferenziert. Die Entstehung neuer Ressorts, beispielsweise „Wissenschaft“, „Finanzen“, „Verbrauchertipps“ und „Gesundheit“, zeigt das. Als Folge dessen spezialisieren sich Journalisten weiterhin auf bestimmte Themenbereiche. Außerdem sind Fachjournalisten zunehmend gefragt, da sie komplizierte Sachverhalte für die Leser, Zuhörer und Zuschauer besser verständlich machen.

Doch was bedeutet Fachjournalismus? Inwiefern unterscheidet er sich vom althergebrachten Journalismus? Fungiert er als Bindeglied zwischen Journalismus und Public Relations?

Fachjournalismus hat vor allem eine enge Verbindung zu den Public Relations – wie eng, wird von der Autorin gezeigt. Dabei geraten verschiedene Ansätze in den Mittelpunkt der Betrachtung, mit deren Hilfe die Interdependenzen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Fachjournalismus und Public Relations erläutert werden. Dazu zählen der steuerungstheoretische Determinationsansatz, der handlungstheoretische Intereffikations- sowie der systemtheoretische Interpenetrationsansatz.

Aber welcher dieser Ansätze beschreibt die derzeitige Situation zwischen Fachjournalismus und Public Relations am besten? Wie sehr sind Fachjournalisten und PR-Leute voneinander abhängig? Ist der Determinationsansatz von Barbara Baerns heute noch gültig?

Vor dem Hintergrund der Medienkrise in Deutschland und der zunehmenden Spezialisierung im Journalismus wird deutlich, dass sich der Fachjournalismus nur schwer dem Einfluss der Public Relations entziehen kann. Zwar kann sich der Fachjournalismus weiter etablieren, jedoch steigen auch die Chancen für gute Öffentlichkeitsarbeit.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

2.1. Was ist Fachjournalismus?

2.2. Was sind Public Relations?

3. Intersystembeziehungen und Grenzziehungen

3.1. Journalismus und Fachjournalismus

3.2. Journalismus und Public Relations

3.3. Fachjournalismus und Public Relations

4. Theorien

4.1. Der steuerungstheoretische Determinationsansatz

4.2. Der handlungstheoretische Intereffikationsansatz

4.2. Der systemtheoretische Interpenetrationsansatz

5. Welcher Ansatz beschreibt die derzeitige Beziehung zwischen Fachjournalismus und Public Relations am besten?

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexe und zunehmend engere Beziehung zwischen dem Fachjournalismus und Public Relations (PR) vor dem Hintergrund der allgemeinen Medienkrise und der steigenden Spezialisierung im Journalismus. Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, welcher theoretische Ansatz – Determinationsansatz, Intereffikationsansatz oder Interpenetrationsansatz – die derzeitige Interdependenz zwischen diesen beiden Systemen am präzisesten beschreibt.

  • Differenzierung des Fachjournalismus als Subsystem des Journalismus
  • Abgrenzung und Interaktion zwischen Journalismus und PR
  • Theoretische Analyse der Einflussverhältnisse (Steuerung vs. Intereffikation)
  • Implikationen von Sparmaßnahmen in Redaktionen für die PR-Beeinflussung
  • Zukünftige Entwicklungsperspektiven der PR- und Fachjournalismus-Beziehung

Auszug aus dem Buch

3.2. Journalismus und Public Relations

Seit der Habilitationsschrift von Barbara Baerns 1985 wird sich mit der Beziehung zwischen den beiden publizistischen Teilsystemen Journalismus und Public Relations auf wissenschaftlicher Ebene auseinandergesetzt. Auf dieses und andere Modelle wird später im Kapitel 4 näher eingegangen werden.

Betrachtet man Journalismus und PR, so fällt auf, dass ein hoher Grad an Interpenetration vorliegt. Beide Systeme beeinflussen und durchdringen sich tagtäglich gegenseitig. PR-Handlungen richten sich an den Journalismus, um dort bestimmte Resonanzen, wie beispielsweise Zusagen zu Pressekonferenzen, zu bekommen. Handlungen im Journalismus erzeugen wiederum Anschlusshandlungen der PR.

Instrumentell gesehen, sind sich Public Relations und Journalismus sogar sehr ähnlich. Beide verwenden Interviews, Pressetexte, Reportagen, Dokumentationen und Pressekonferennen und richten sich dabei nach sogenannten Nachrichtenfaktoren wie Aktualität und Relevanz. PR, die die Operationsweisen des Journalismus übernehmen, können eine größere Resonanz hervorrufen. „Aber mal ehrlich: es gibt auch viele erfolglose, also resonanzlose PR – nicht zuletzt sind viele Unternehmen bereit, qualifizierte PR zu honorieren.“ (Halff/Sistenich, 2003, 309)

Es ist nicht leicht, Public Relations und Journalismus voneinander abzugrenzen, zumal beide als Teilsysteme der Publizistik gesehen werden. Demzufolge haben sie zunächst einmal die gleiche Funktion, nämlich das Herstellen von Öffentlichkeit. Dennoch weisen beide Systeme Unterschiede auf. Journalismus leistet die Selbstbeobachtung der Gesellschaft und reduziert die darin vorherrschende Komplexität. Der Journalismus befasst sich mit der Pluralität der Gesellschaft, beobachtet aber auch Partikularinteressen. „PR hingegen leistet keine Selbstbeobachtung von Gesellschaft. PR leistet die Selbstdarstellung von Teilen dieser Gesellschaft.“ (ebd., 310)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Ausdifferenzierung des Journalismus und die daraus wachsende Bedeutung des Fachjournalismus sowie die enge, zu untersuchende Bindung zur Public Relations.

2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe "Fachjournalismus" als spezialisiertes Informationssystem und "Public Relations" als Management-Funktion zur Beziehungsgestaltung.

3. Intersystembeziehungen und Grenzziehungen: Es werden die wechselseitigen Abhängigkeiten und Abgrenzungsprobleme zwischen Journalismus, Fachjournalismus und PR analysiert, wobei die Schwierigkeit der Trennung besonders im Internet hervorgehoben wird.

4. Theorien: Drei theoretische Ansätze – Determinationsansatz, Intereffikationsansatz und Interpenetrationsansatz – werden vorgestellt, um die Machtverhältnisse und Beeinflussung zwischen Journalismus und PR wissenschaftlich einzuordnen.

5. Welcher Ansatz beschreibt die derzeitige Beziehung zwischen Fachjournalismus und Public Relations am besten?: Dieses Kapitel evaluiert die zuvor vorgestellten Ansätze im Hinblick auf den Fachjournalismus und kommt zu dem Schluss, dass der Intereffikationsansatz die heutige Situation am besten beschreibt.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit bestätigt die florierende Rolle des Fachjournalismus, warnt jedoch vor einer stärkeren Beeinflussung durch PR infolge von Sparmaßnahmen in den Medienhäusern.

Schlüsselwörter

Fachjournalismus, Public Relations, Journalismus, Medienkrise, Intereffikation, Determinationsansatz, Interpenetration, Spezialisierung, Öffentlichkeitsarbeit, Redaktionsalltag, Informationsbeschaffung, Mediensystem, Medieninhalte, Medienbeeinflussung, Fachpublikationen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das enge, komplexe Verhältnis zwischen Fachjournalismus und Public Relations und analysiert, inwieweit diese Systeme voneinander abhängig sind oder sich gegenseitig beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Fachjournalismus, die Abgrenzung zur PR, die Analyse von Kommunikationsstrukturen sowie die Untersuchung der gegenseitigen Beeinflussung unter ökonomischem Druck.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den am besten geeigneten theoretischen Erklärungsansatz zu identifizieren, der die derzeitige Dynamik zwischen Fachjournalismus und PR wissenschaftlich korrekt abbildet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Diskursvergleich, indem sie drei etablierte kommunikationswissenschaftliche Ansätze (Determination, Intereffikation, Interpenetration) auf das spezifische Verhältnis zwischen PR und Fachjournalismus überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffe und Theorien) sowie eine analytische Übertragung dieser Modelle auf den Fachjournalismus, ergänzt durch aktuelle Beobachtungen zur Medienkrise.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fachjournalismus, Public Relations, Intereffikation, Mediensystem und Spezialisierung definiert.

Warum wird der Determinationsansatz kritisch gesehen?

Der Determinationsansatz wird kritisiert, weil er von einer zu einseitigen Abhängigkeit des Journalismus von der PR ausgeht und die Steuerungsleistung des Journalismus selbst vernachlässigt.

Welchen Einfluss haben Sparmaßnahmen in Redaktionen laut der Autorin?

Die Autorin stellt fest, dass durch Personalmangel und Zeitdruck die Recherchequalität sinkt, was die Gefahr erhöht, dass PR-Material unkritisch übernommen wird und die PR somit mehr Einfluss gewinnt.

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Details

Title
In enger Beziehung: Fachjournalismus und Public Relations
College
University of Applied Sciences Bremen
Course
Medientheorie
Grade
1,3
Author
Nadine Kiewitt (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V29949
ISBN (eBook)
9783638313315
ISBN (Book)
9783638687188
Language
German
Tags
Beziehung Fachjournalismus Public Relations Medientheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Kiewitt (Author), 2004, In enger Beziehung: Fachjournalismus und Public Relations, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29949
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