Im Kontext dieser Hausarbeit soll erörtert werden, ob und inwiefern externe Instanzen und äußere Bedingungen Drogenabhängige dahingehend beeinflussen, das Angebot von Drogenkonsumräumen nicht zu nutzen. Dazu wären zum Beispiel das individuelle Umfeld der AdressatInnen zu zählen und überdies auch externe Instanzen wie Bevölkerung oder Politik.
Wiederum in der Verknüpfung von Theorie und Praxis interessiert primär, wie einerseits in dem Arbeitsfeld tätige Fachkräfte Sozialer Arbeit die Thematik sozialer Kontrolle beschreiben und was andererseits in der Fachliteratur zu dem besagten Sachverhalt vorzufinden ist. Dies soll weiterhin in Bezug auf Übereinstimmungen sowie Widersprüche dialektisch erörtert werden. Innerhalb dieser Ausarbeitung sollen also nun Aspekte erörtert sowie verglichen werden, welche nicht die Inhalte von Drogenkonsumräumen betreffen, sondern vielmehr auf äußere Rahmenbedingungen, Entwicklungen und Einflüsse zu beziehen sind.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Die Verschiebung der offenen Drogenszene in das Bahnhofsviertel und das Stadtbild
- 3. Das Bahnhofsviertel, der Gentrifizierungsprozess und die Folgen
- 4. Ordnungspolitische Aspekte: Soziale Kontrolle, Exklusion und Sicherheit
- 5. Bezug zur Kernfrage
- 6. Kritisch-reflexive Stellungnahme
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Frage, ob und inwiefern externe Instanzen und äußere Bedingungen Drogenabhängige dazu beeinflussen, das Angebot von Drogenkonsumräumen nicht zu nutzen. Dabei wird das individuelle Umfeld der AdressatInnen sowie externe Instanzen wie Bevölkerung oder Politik betrachtet. Die Arbeit untersucht, wie Fachkräfte Sozialer Arbeit die Thematik sozialer Kontrolle beschreiben und welche Erkenntnisse die Fachliteratur dazu bietet. Ziel ist es, Übereinstimmungen und Widersprüche dialektisch zu erörtern.
- Verschiebung der offenen Drogenszene von der Taunusanlage ins Bahnhofsviertel
- Einfluss des Stadtbildes und ordnungspolitischer Aspekte auf die Drogenkonsumszene
- Soziale Kontrolle, Exklusion und Sicherheit im Bahnhofsviertel
- Rolle von Drogenkonsumräumen im Kontext der sozialen Kontrolle
- Bedeutung der Umfeldbetreuung und des Dialogs mit Anwohnern
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einleitung
Die Einleitung stellt die Fragestellung der Hausarbeit vor und erläutert die Forschungsmethodik. Sie skizziert die Relevanz des Themas und die Verbindung von Theorie und Praxis.
Kapitel 2: Die Verschiebung der offenen Drogenszene in das Bahnhofsviertel und das Stadtbild
Dieses Kapitel analysiert die Verlagerung der offenen Drogenszene von der Taunusanlage ins Bahnhofsviertel. Es werden die Ursachen für diese Verschiebung untersucht, wobei sowohl die Aussagen von Fachkräften Sozialer Arbeit als auch wissenschaftliche Literatur herangezogen werden. Die Rolle des Stadtbildes und die ordnungspolitischen Aspekte werden beleuchtet.
Kapitel 3: Das Bahnhofsviertel, der Gentrifizierungsprozess und die Folgen
Dieses Kapitel befasst sich mit dem Gentrifizierungsprozess im Bahnhofsviertel und seinen Auswirkungen auf die Drogenkonsumszene. Es werden die sozialen und räumlichen Veränderungen im Viertel betrachtet und die daraus resultierenden Konflikte zwischen Anwohnern und Drogenabhängigen analysiert.
Kapitel 4: Ordnungspolitische Aspekte: Soziale Kontrolle, Exklusion und Sicherheit
Dieses Kapitel untersucht die ordnungspolitischen Maßnahmen im Bahnhofsviertel und ihre Auswirkungen auf Drogenabhängige. Die Themen soziale Kontrolle, Exklusion und Sicherheit werden im Kontext der Drogenpolitik beleuchtet. Die Arbeit analysiert die Rolle von Drogenkonsumräumen in diesem Zusammenhang.
Kapitel 5: Bezug zur Kernfrage
Dieses Kapitel bezieht die Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel auf die Kernfrage der Hausarbeit. Es wird erörtert, inwiefern externe Instanzen und äußere Bedingungen Drogenabhängige dazu beeinflussen, das Angebot von Drogenkonsumräumen nicht zu nutzen.
Schlüsselwörter
Drogenkonsumräume, soziale Kontrolle, Bahnhofsviertel, Gentrifizierung, Exklusion, Sicherheit, Stadtbild, Drogenabhängigkeit, Fachkräfte Sozialer Arbeit, Umfeldbetreuung, Anwohner, Drogenpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Warum nutzen manche Drogenabhängige keine Konsumräume?
Externe Instanzen (wie Polizei oder Anwohner) und äußere Bedingungen (wie soziale Kontrolle im Stadtviertel) können den Zugang erschweren oder Abhängige abschrecken, die Angebote wahrzunehmen.
Welche Rolle spielt die Gentrifizierung im Frankfurter Bahnhofsviertel?
Der Gentrifizierungsprozess führt zu einer Aufwertung des Viertels. Dies erhöht den Druck auf die offene Drogenszene und führt zu verstärkter sozialer Kontrolle und Exklusion, um das Stadtbild für neue Bewohner und Gewerbe „attraktiv“ zu halten.
Was bedeutet soziale Kontrolle in diesem Kontext?
Soziale Kontrolle bezieht sich auf ordnungspolitische Maßnahmen und den gesellschaftlichen Druck, der darauf abzielt, das Verhalten von Drogenabhängigen im öffentlichen Raum zu regulieren oder sie aus bestimmten Bereichen zu verdrängen.
Warum verschob sich die Szene von der Taunusanlage ins Bahnhofsviertel?
Die Verschiebung war das Ergebnis ordnungspolitischer Entscheidungen und der Konzentration von Hilfsangeboten im Bahnhofsviertel, was jedoch zu neuen Konflikten mit Anwohnern und Gewerbetreibenden führte.
Wie wichtig ist die Umfeldbetreuung bei Drogenkonsumräumen?
Umfeldbetreuung und der Dialog mit Anwohnern sind essenziell, um Akzeptanz für die Einrichtungen zu schaffen und die negativen Auswirkungen der offenen Szene auf das Stadtbild zu minimieren.
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- Dennis Funken (Author), 2013, Soziale Kontrolle und Drogenkonsumräume in Frankfurt am Main, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299490