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Ein Überblick über das spanische Planungssystem

Title: Ein Überblick über das spanische Planungssystem

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Arend Bewernitz (Author)

Law - Comparative Legal Systems, Comparative Law
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Der spanische Staat ist eine parlamentarische Monarchie, die sich mit der Constitución Española (der spanischen Verfassung) von 1978 eine demokratische Struktur gegeben hat.
In der Verfassung ist – im Gegensatz zur bis dahin existierenden zentralisierten territorialen Staatsgliederung – eine Verteilung von Zuständigkeiten und Verantwortung auf verschiedene Ebenen vorgesehen. Das Staatsgebiet gliedert sich in 17 Comunidades Autónomas (Autonome Gemeinschaften) und die nordafrikanischen Exklaven Ceuta und Melilla, die seit 1994 den Status Autonomer Städte mit den gleichen Rechten der Autonomen Gemeinschaften besitzen. Außerdem gibt es noch die Zwischenebene der 52 Provinzen und schließlich über 8.000 Kommunen. Mit der anhaltenden und umfangreichen Übertragung von Zuständigkeiten der Staatsverwaltung an die Autonomen Gemeinschaften ist Spanien zu einem der am meisten dezentralisierten Länder Europas geworden.

Die Grundprinzipien, auf denen diese Form der territorialen Gliederung basiert, sind folgende:

Gleichheit unter den Bürgern, unabhängig davon, in welchem Gebiet sie wohnen,
> Einheit der spanischen Nation,
> Solidarität zwischen den Autonomen Gemeinschaften und
> Autonomie, d.h. die Fähigkeit der verschiedenen Nationalitäten und Regionen zur Ausübung ihrer eigenen Zuständigkeiten.

Alle diese Prinzipien unterliegen dem Grundsatz der Loyalität gegenüber der Verfassung.

Die Zuständigkeiten werden zwischen dem Staat und den 19 Autonomen Gemeinschaften verteilt. Sie sind in drei Kategorien aufgeteilt:

a) ausschließliche Zuständigkeit: Staat bzw. Autonome Gemeinschaften besitzen in bestimmten Bereichen eine eigene gesetzgebende und ausführende Gewalt;

b) geteilte Zuständigkeit: Staat und Autonome Gemeinschaften üben in bestimmten Bereichen gemeinsam die gesetzgebende und ausführende Gewalt aus;

c) konkurrierende Zuständigkeit: Staat wie auch Autonome Gemeinschaften können in bestimmten Bereichen die Verantwortung an sich ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Aufbau des spanischen Staats

1.1 Autonome Gemeinschaften

1.2 Provinzen

1.3 Kommunen

2. Grundlagen des spanischen Baurechts

2.1 Gesetzliche Grundlagen

2.2 Planungsebenen

2.3 Besonderheiten des spanischen Baurechts

3. Die lokale Planungsebene am Beispiel der Comunidad de Madrid

3.1 Plan General

3.2 Plan de Sectorización

3.3 Programa de Actuación Urbanística (PAU)

3.4 Plan Parcial

3.5 Planes Especiales

3.6 Estudio de Detalle

3.7 Catálogo de Bienes y Espacios Protegidos

3.8 Sonstige Planwerke

4. Plan Parcial und Bebauungsplan im Vergleich

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über den Aufbau des spanischen Staates, dessen Planungsebenen und die zentralen baurechtlichen Instrumente. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine detaillierte Gegenüberstellung des spanischen "Plan Parcial" mit dem deutschen Bebauungsplan sowohl Gemeinsamkeiten als auch grundlegende Unterschiede im jeweiligen Planungsansatz aufzuzeigen, wobei die Region Madrid als praxisnahes Beispiel dient.

  • Struktureller Aufbau des spanischen Staates und seine Dezentralisierung
  • Grundlagen und Besonderheiten des spanischen Baurechts (u.a. Bodenkategorien)
  • Analyse der lokalen Planungsinstrumente am Beispiel der Comunidad de Madrid
  • Vergleichende Untersuchung: Plan Parcial vs. deutscher Bebauungsplan

Auszug aus dem Buch

Plan Parcial

Der Plan Parcial ist das spanische Äquivalent zum deutschen Bebauungsplan. Seine Aufgabe ist es, basierend auf der kommunalen Flächennutzungsplanung (durch Plan General, Plan de Sectorización oder PAU) die Bebauung der zur Entwicklung vorgesehenen Bereiche vorzubereiten.

Ein Plan Parcial kann deswegen nur in Gebieten verabschiedet werden, die als suelo urbano no consolidado oder suelo urbanizable klassifiziert sind.

Er trifft Aussagen zu

- Erschließung (Straßenverlauf, Ver- und Entsorgung, etc.),

- Parzellierung, Dichte,

- Typologie und Nutzung der Gebäude und

- hält Flächen für öffentliche Infrastrukturen bereit.

Auf die genauen Aufgaben und Inhalte des Plan Parcial wird im Vergleich mit dem deutschen Bebauungsplan noch genauer eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufbau des spanischen Staats: Beschreibt die demokratische Struktur Spaniens als parlamentarische Monarchie und die dezentrale Verteilung der Zuständigkeiten auf Autonome Gemeinschaften, Provinzen und Kommunen.

2. Grundlagen des spanischen Baurechts: Erläutert die nationalen und regionalen Rechtsgrundlagen sowie die zentrale Bedeutung der Bodenklassifizierung in unterschiedliche Kategorien für die räumliche Planung.

3. Die lokale Planungsebene am Beispiel der Comunidad de Madrid: Detaillierte Vorstellung der verschiedenen kommunalen Planungsinstrumente, von strategischen Flächennutzungsplänen bis hin zu spezifischen Ausführungsinstrumenten.

4. Plan Parcial und Bebauungsplan im Vergleich: Führt einen systematischen Vergleich der beiden zentralen Planungsinstrumente anhand von Aufgabe, Voraussetzungen, Inhalt, Gültigkeit und Form durch.

Schlüsselwörter

Spanien, Baurecht, Planungssystem, Plan Parcial, Bebauungsplan, Comunidad de Madrid, Bodenklassifizierung, Flächennutzungsplanung, Dezentralisierung, Stadtentwicklung, städtebauliche Instrumente, Raumordnung, suelo urbano, suelo urbanizable, suelo no urbanizable.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das spanische Planungssystem und vergleicht dessen lokale Umsetzung mit dem deutschen Baurecht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die staatliche Struktur, das spanische Baurecht, kommunale Planwerke und der direkte Vergleich der Instrumente.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung von "Plan Parcial" und "Bebauungsplan", um Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Planungsprozess aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive Darstellung der rechtlichen Grundlagen sowie eine vergleichende Analyse am Beispiel der Region Madrid.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Staatsaufbaus, die Erklärung baurechtlicher Grundsätze und die detaillierte Vorstellung der Planungsinstrumente.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Plan Parcial, Bebauungsplan, spanisches Baurecht, Bodenkategorien und kommunale Planungshoheit.

Was unterscheidet das spanische Baurecht grundlegend vom deutschen?

Das spanische Recht erlaubt im Gegensatz zum deutschen BauGB eine deutlich stärkere Nutzung des Bodens durch Eigentümer, da Schutzgebiete restriktiver definiert sind.

Welche Rolle spielt der Plan de Sectorización in Madrid?

Er fungiert als neues Instrument, das es privaten Investoren ermöglicht, die kommunale Planung maßgeblich zu beeinflussen oder zu übernehmen.

Warum wird der "Plan Parcial" kritisch diskutiert?

Er steht in Konkurrenz zur allgemeinen Flächennutzungsplanung und bietet der Verwaltung sowie privaten Akteuren weitreichende Möglichkeiten zur Änderung der vorgegebenen Strukturen.

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Details

Title
Ein Überblick über das spanische Planungssystem
College
Technical University of Berlin  (Institut für Stadt- und Regionalplanung)
Grade
2,3
Author
Arend Bewernitz (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V29958
ISBN (eBook)
9783638313360
Language
German
Tags
Planungssystem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arend Bewernitz (Author), 2004, Ein Überblick über das spanische Planungssystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29958
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