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Entwicklung eines Innovationsportfolios als Instrument einer ausgewogenen Produktstrategie

Kombination unterschiedlicher Innovationsstrategien zur ausgeglichenen Streuung von Risiko und Rendite in der Innovationsentwicklung unter Berücksichtigung von Vision, Werten und Kompetenzen des Unternehmens

Title: Entwicklung eines Innovationsportfolios als Instrument einer ausgewogenen Produktstrategie

Bachelor Thesis , 2014 , 97 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martin Grützner (Author)

Economics - Innovation economics
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Summary Excerpt Details

Diese Bachelor-Thesis bildet den Abschluss meines Studiums des Design- und Projektmanagements (DPM) an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Mit ihr möchte ich meine Management-Philosophie, die ich in der Zeit des Studiums entwickelt und durch praktische Erfahrungen während meiner Werkstudententätigkeit und Praktika verfeinert habe, darlegen. Diese besteht aus der Überzeugung, dass Unternehmen, die eine klare Vision und davon abgeleitete Werte und Strategien entwickeln, langfristig erfolgreicher sind. Weiterhin, dass ein Unternehmen nur dauerhafte Existenzsicherung und kontinuierliches Wachstum erreichen kann, wenn es zukunftsorientiert ausgerichtet ist, Trends erkennt und nutzt sowie auf Innovationen setzt – dazu gehört notfalls auch die Trennung von Altem und Bewährtem. Bei allem Innovationsstreben, muss das Unternehmen trotzdem eine verantwortungsvolle, nachhaltige Produktpolitik verfolgen, indem es mit seinen Produkten, die es schon über Jahre hinweg produziert, eine sichere Finanzierungs- und Ressourcengrundlage für Innovationen schafft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. PROBLEMSTELLUNG

3. ZIELSETZUNG

4. LÖSUNGSANSATZ

4.1 Definition der Diversifikation

4.2 Definition der Innovation

4.3 Aufgaben des Innovationsmanagements

4.4 Benennung der Innovationsarten

4.5 Innovationskultur

4.6 Ambidextrous Organizations

5. ZIELGRUPPE

6. DAS PORTFOLIO

6.1 Identitäts-Sphäre

6.1.1 Der Visions-Kern

6.1.2 Die Kern-Sphäre

6.1.2.1 Kernzweck

6.1.2.2 Kernwerte

6.1.2.3 Kernkompetenzen

6.1.3 Entwicklung der Identitäts-Sphäre

6.1.3.1 Anstoß durch Vision

6.1.3.2 Meisterschaft durch Erfahrung

6.1.3.3 Wachstum durch Revolution

6.2 Innovations-Sphäre

6.2.1 Die drei Innovationsstrategien

6.2.1.1 Die Pionier-Strategie

6.2.1.1.1 Vorteile

6.2.1.1.2 Nachteile

6.2.1.1.3 Die Pionier-Strategie im Portfolio

6.2.1.2 Die Konsolidierungs-Strategie

6.2.1.2.1 Vorteile

6.2.1.2.2 Nachteile

6.2.1.2.3 Die Konsolidierungs-Strategie im Portfolio

6.2.1.3 Die Bewahrer-Strategie

6.2.1.3.1 Vorteile

6.2.1.3.2 Nachteile

6.2.1.3.3 Die Bewahrer-Strategie im Portfolio

6.2.1.4 Der disruptive Bereich

6.2.1.4.1 Disruptive Prinzipien

6.2.1.4.2 Das eigene Geschäft durch disruptive Innovationen angreifen

6.2.1.4.3 Disruptive Innovationen als Wachstumsmöglichkeit nutzen

6.2.1.4.4 Voraussetzungen für disruptive Innovationen

6.2.1.4.5 Der disruptive Bereich im Portfolio

6.2.2 Der Innovationszyklus und das Routinemanagement

6.2.2.1 Die Entwicklungs-Sphäre

6.2.2.2 Radikale und disruptive Innovationen in der Pionier-Strategie

6.2.2.3 Radikale und disruptive Innovationen in der Konsolidierungs-Strategie

6.2.2.4 Inkrementelle Innovationen in der Bewahrer-Strategie

6.2.2.5 Phasenübergänge erkennen und Maßnahmen einleiten

6.2.2.6 Die Strategische Kontur

6.2.2.7 Das Produktevolutionsmodell

6.2.2.8 Die Abschöpfungs-Sphäre

6.2.3 Produkt-Bubbles

7. ANWENDUNGSSZENARIO

7.1 Identität

7.1.1 Vision

7.1.2 Kernzweck

7.1.3 Werte

7.1.4 Kernkompetenzen

7.2 Aktivität

7.2.1 Pionier-Strategie

7.2.2 Konsolidierungs-Strategie

7.2.3 Bewahrer-Strategie

7.2.4 Abschöpfung

7.3 Gesamtbetrachtung

8. FAZIT

8.1 F&E-Aufwendungen und Innovationskraft

8.3 Methoden

8.4 Benchmarking

8.5 Bereich der organisationalen Innovationen

8.6 Individuelle Ausrichtung

8.7 Abschließender Satz zu den jeweiligen Strategien

Zielsetzung & Themen

Die Bachelor-Thesis zielt auf die Entwicklung eines grafischen Modells für ein Innovationsportfolio ab, das unterschiedliche Innovationsstrategien kombiniert, um kritische Erfolgsfaktoren wie Risiken und F&E-Kosten auszubalancieren. Die Arbeit untersucht, wie etablierte Unternehmen durch ein ausgewogenes Portfolio – bestehend aus Pionier-, Konsolidierungs- und Bewahrer-Strategien – Wachstum durch Innovation generieren und gleichzeitig ihre finanzielle Basis durch das bestehende Kerngeschäft sichern können, unter Berücksichtigung der Unternehmensvision, -werte und -kompetenzen.

  • Entwicklung eines ganzheitlichen Innovationsportfolios als Entscheidungshilfe.
  • Analyse und Kombination von Pionier-, Konsolidierungs- und Bewahrer-Strategien.
  • Bedeutung von Unternehmensidentität (Vision, Kernzweck, Werte, Kompetenzen) für Innovationserfolg.
  • Umgang mit Risiken, Kosten und Zeitdruck bei radikalen und disruptiven Innovationen.
  • Praktische Anwendung des Modells am Beispiel der Volkswagen AG.

Auszug aus dem Buch

6.2.1.4.1 Disruptive Prinzipien

Die Gefahr von disruptiven Innovationen für die etablierten Geschäfte von Unternehmen geht wesentlich von zwei Prinzipien aus, die im Folgenden kurz erläutert werden.

(1) Das Einrast-Prinzip

Wenn disruptive Innovationen auf den Markt drängen, sind Führungskräfte oft zu träge, traditionsbewusst und voller Hoffnung, dass sich die Gegebenheiten auch wieder bessern werden. Die eigenen Produkte scheinen unangreifbar zu sein, wodurch sich viele Unternehmer auf ihrem Ruhm ausruhen und in alten Denkmustern und mit gutem und richtigem Management fortfahren ihre Geschäfte zu führen. Ihre Differenzierungsstrategie beruht auf Verbesserungsinnovationen, mit denen sie in ihren profitablen Märkten bestehen bleiben und ihre Produkte stärken wollen und ignorieren die disruptiven Entwicklungen. Dieses strategische Vorgehen beschreibt Christensen als „Einrast-Prinzip“ oder Aufwärtsmigration: Dabei streben Unternehmen den Einstieg in den High-End-Markt ihrer Produkte an, da dort die Gewinn- und Wachstumsaussichten besser als im Low-End-Bereich zu sein scheinen und sie sich dort vor disruptiven Innovationen sicher fühlen. Gassmann et al. bezeichnen diese Denkweise auch als die des „technologienahen Ingenieurs“, der auf sämtlichen Wegen versucht, die Produktleistung zu erhöhen, aber übersieht, dass die Kunden günstigere und einfachere Lösungen bevorzugen. Die Konsequenz ist, dass die Unternehmen ihre angestammten Gebiete verlassen oder dort ihre Wettbewerbsstärke reduzieren. Meistens geht dies mit dem Versuch einher, Kosten einzusparen, der zwar nicht grundsätzlich falsch, aber zu eindimensional gedacht ist, da profitable Marktsegmente aufgegeben und dem Wettbewerb überlassen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Der Autor erläutert seine Motivation und Management-Philosophie, die auf einer klaren Vision und einer zukunftsorientierten, aber verantwortungsvollen Produktpolitik basiert.

2. PROBLEMSTELLUNG: Es wird die strategische Zerrissenheit von Unternehmen thematisiert, die im Teufelskreis der rein inkrementellen Innovation gefangen sind und dadurch disruptive Bedrohungen übersehen.

3. ZIELSETZUNG: Ziel ist die Entwicklung eines grafischen Innovationsportfolio-Modells, das Risiken und Rendite durch die Kombination verschiedener Innovationsstrategien ausbalanciert.

4. LÖSUNGSANSATZ: Die theoretischen Grundlagen zu Diversifikation, Innovationsbegriffen, Innovationsmanagement, Innovationskultur und Ambidextrous Organizations werden erläutert.

5. ZIELGRUPPE: Es wird dargelegt, dass das Portfolio sowohl von Großkonzernen als auch von KMU genutzt werden kann, wobei Start-ups und Traditionsunternehmen ausgeschlossen werden.

6. DAS PORTFOLIO: Das Kernstück der Arbeit beschreibt den Aufbau des Portfolios in Identitäts- und Innovations-Sphäre sowie die spezifischen Strategien Pionier, Konsolidierer und Bewahrer.

7. ANWENDUNGSSZENARIO: Die praktische Anwendung des entwickelten Portfolios wird exemplarisch am Beispiel der Volkswagen AG demonstriert.

8. FAZIT: Eine abschließende Betrachtung, die den langfristigen Einsatz des Portfolios für eine wirtschaftliche Innovationskultur bewertet und offene Themen adressiert.

Schlüsselwörter

Innovationsportfolio, Innovationsstrategie, Pionier-Strategie, Konsolidierungs-Strategie, Bewahrer-Strategie, Radikale Innovation, Inkrementelle Innovation, Disruptive Innovation, Unternehmensvision, Kernkompetenzen, Risikomanagement, Produktlebenszyklus, Ambidextrous Organizations, Marktwachstum, Produktstrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines grafischen Modells für ein Innovationsportfolio, das etablierten Unternehmen als Entscheidungshilfe dienen soll, um ihre Innovationsaktivitäten ausgewogen zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Innovationsstrategien (Pionier, Konsolidierer, Bewahrer), das Management von Identität und Aktivität, der Umgang mit disruptivem Wandel sowie die Ressourcenallokation in etablierten Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Schaffung eines Modells, das Unternehmen dabei hilft, ihre Innovationsprojekte zwischen radikalen und inkrementellen Entwicklungen so zu kombinieren, dass Risiken und Rendite optimiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor wählte ein hermeneutisch-qualitatives Vorgehen, bei dem einschlägige Managementliteratur ausgewertet und mit Praxisbeispielen sowie einem Anwendungsszenario untermauert wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Identitäts- und Innovations-Sphäre, die drei Kern-Innovationsstrategien inklusive ihrer Vorteile und Nachteile sowie der Innovationszyklus und das Routinemanagement detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Innovationsportfolio, radikale Innovation, Konsolidierung, strategische Ausrichtung und Wettbewerbsvorteile geprägt.

Wie unterscheidet sich die Konsolidierungs-Strategie von der Pionier-Strategie?

Während die Pionier-Strategie auf radikalen, selbst entwickelten Innovationen in neuen Märkten basiert, nutzt die Konsolidierungs-Strategie bereits existierende Ideen von hochinnovativen Unternehmen, um diese massentauglich zu machen.

Warum spielt die Unternehmensidentität eine so wichtige Rolle im Portfolio?

Die Identität – bestehend aus Vision, Zweck, Werten und Kernkompetenzen – bildet den Fixpunkt, an dem sich alle Innovationsaktivitäten ausrichten müssen, um langfristig erfolgreich und authentisch zu bleiben.

Welche Bedeutung hat das Anwendungsszenario der Volkswagen AG?

Es verdeutlicht exemplarisch, wie ein globaler Konzern durch die gleichzeitige Anwendung von Pionier-, Konsolidierungs- und Bewahrer-Strategien sowie die Nutzung von Plattformkompetenzen (MQB) versucht, Innovationsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit zu vereinen.

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Details

Title
Entwicklung eines Innovationsportfolios als Instrument einer ausgewogenen Produktstrategie
Subtitle
Kombination unterschiedlicher Innovationsstrategien zur ausgeglichenen Streuung von Risiko und Rendite in der Innovationsentwicklung unter Berücksichtigung von Vision, Werten und Kompetenzen des Unternehmens
College
University of Applied Sciences Südwestfalen; Soest
Course
Designmanagement und Projektmanagement
Grade
1,0
Author
Martin Grützner (Author)
Publication Year
2014
Pages
97
Catalog Number
V299803
ISBN (eBook)
9783656962540
ISBN (Book)
9783656962557
Language
German
Tags
Strategie Innovation Design Innovationsmanagement Produktpolitik Projekt Risiko Rendite Wachstum radikal Pionier inkrementell Bewahrer Konsolidierer Vision Werte Kernkompetenz Mission Disruption Innovationskultur Ambidextrous Organization Organisation Entwicklung Produkt Produktlebenszyklus Produktevolutionsmodell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Grützner (Author), 2014, Entwicklung eines Innovationsportfolios als Instrument einer ausgewogenen Produktstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299803
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