Die Schöpfung ist uns anvertraut, aber wie können wir sie schützen? Unterrichststunde zur Notwendigkeit der Schöpfungsbewahrung
Inhaltsverzeichnis der Unterrichtseinheit
8.5.1. Schönheit und Zerstörung – zwei Gesichter einer Welt
8.5.2. Deutungen der Welt – Schöpfungstexte
8.5.3. Den Schöpfer loben – Verantwortung für Umwelt und Mitwelt
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Unterrichtseinheit zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe für die Schönheit der Schöpfung zu sensibilisieren und ihnen ein Bewusstsein für ihre eigene Verantwortung als "Sachwalter Gottes" zu vermitteln, um aktiv zu einem umweltbewussten Handeln anzuregen.
- Biblische Schöpfungstexte und deren zeitgemäße Deutung
- Die Rolle des Menschen als verantwortungsvoller Bewahrer der Erde
- Konfrontation mit Umweltproblemen und Entwicklung von Lösungsansätzen
- Emotionaler Zugang zum Thema "Schöpfung" durch multisensorisches Lernen
- Ethik der Schöpfungsbewahrung und christlicher Schöpfungsglaube
Auszug aus dem Buch
Elementare Struktur
Seit Jahrtausenden beschäftigt sich der Mensch mit der Entstehung der Welt. Albert Einstein beantwortet diese Frage in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie wie folgt: „Der Urknall war die singuläre Schöpfung von Materie, Zeit und Energie“. Trotz aller naturwissenschaftlichen Fortschrittlichkeit (z.B. Urknalltheorie, Evolutionstheorie, DNS Entschlüsselung) bleibt die Frage nach einer bewussten oder unbewussten Schöpfung des Universums aus naturwissenschaftlicher Perspektive unbeantwortet. Sicher sind sich die Physiker nur darin, dass das Leben auf der Erde nicht entstanden wäre, wenn die physikalischen Gesetze nur ein klein wenig anders wären. Bei allen Säkularisierungstendenzen innerhalb der westlichen Welt ist die Frage nach Gott als Schöpfer noch nicht überflüssig (und wird es auch nie sein!). Die christliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung der Welt ist relativ eindeutig. Diese ist nicht im kreationistischen Denken zu finden, wo die biblischen Schöpfungserzählungen wörtlich verstanden werden, sondern als eine dynamisch-relationale Sicht von Schöpfung, die sich als creatio continua ständig weiterentwickelt und als creatio ex nihilo – als Schöpfung aus dem Nichts entstanden ist.
Zusammenfassung der Kapitel
8.5.1. Schönheit und Zerstörung – zwei Gesichter einer Welt: Die Schülerinnen und Schüler werden durch Einblicke in den Kosmos für die Wunder und die Ordnung der Schöpfung sensibilisiert.
8.5.2. Deutungen der Welt – Schöpfungstexte: Die Lernenden setzen sich kritisch mit biblischen Schöpfungstexten auseinander und betrachten diese im Kontext anderer Mythen sowie naturwissenschaftlicher Ansätze.
8.5.3. Den Schöpfer loben – Verantwortung für Umwelt und Mitwelt: In diesem zentralen Teil wird die menschliche Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung anhand konkreter Umweltprobleme und theologischer Aufträge erarbeitet.
Schlüsselwörter
Schöpfung, Verantwortung, Umweltbewusstsein, Bewahrung, biblische Texte, Schöpfungsauftrag, Ökologie, Gott, Genesis, Nachhaltigkeit, Handeln, Ethik, Schöpfungstheologie, Umweltschutz, Mensch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die religiöse und ethische Auseinandersetzung mit der Schöpfung Gottes und die daraus resultierende Verantwortung des Menschen für den Erhalt der Umwelt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Deutung biblischer Schöpfungstexte, der Reflexion von Umweltzerstörung und der Entwicklung konkreter Handlungsoptionen zur Schöpfungsbewahrung.
Was ist das primäre Ziel der Einheit?
Das Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, die Welt als Schöpfung Gottes zu begreifen und eine respektvolle sowie aktive Haltung gegenüber ihrer Umwelt zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein religionsdidaktischer Ansatz verfolgt, der nach dem Schema "Eindruck – Ausdruck – Austausch" arbeitet und Kopf, Herz und Hand gleichermaßen anspricht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Erschließung von Schöpfungstexten, die Konfrontation mit menschlich verursachten Umweltproblemen und die kreative Erarbeitung von Lösungswegen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Schöpfung, Verantwortung, Bewahrung, Ethik, Ökologie und der göttliche Auftrag, die Erde zu "bebauen und zu hüten".
Warum ist die Auseinandersetzung mit Jörg Zinks Werk wichtig?
Zinks Geschichte dient als Kontrastfolie, um die Gefahren menschlicher Selbsterhöhung und die negativen Auswirkungen des Menschen auf die Schöpfung drastisch zu verdeutlichen.
Welche Rolle spielt die emotionale Ebene für die Lernenden?
Der emotionale Zugang ist entscheidend, da kognitive Fakten allein nicht ausreichen, um nachhaltige Verhaltensänderungen und eine echte Achtung vor der Schöpfung zu erreichen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2014, Der Mensch soll die Erde bebauen und hüten. Wie kann ich die Schöpfung bewahren?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299912