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Das Financial Stability Forum. Etablierung, Struktur und Erfolge

Title: Das Financial Stability Forum. Etablierung, Struktur und Erfolge

Term Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rukiye Hamza (Author)

Business economics - Economic Policy
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Das globale Wirtschaftsgeschehen wird durch zwei große Trends bestimmt: die Globalisierung und die Häufung der internationalen Finanzkrisen. Der internationale Finanzmarkt ist aufgrund der Volatilität der Kapitalströme und aufgrund eines fehlenden institutionellen Rahmens durch zahlreiche systematische und finanzielle Risiken gekennzeichnet. Die Liberalisierung der Finanz- und Kapitalmärkte wird einerseits als Entwicklungschance und andererseits als wichtigste Ursache der zunehmenden Finanzkrisen gesehen. Die Häufung und Gravität der Finanzkrisen deuten daraufhin, dass es fundamentale Schwächen in der internationalen Finanzarchitektur gibt.
Selbst Länder mit solider Wirtschaftspolitik und gesundem Kapitalmarkt blieben von den Wirtschaftskrisen nicht verschont. Entscheidende Änderungen auf den Kapitalmärkten seit den 70er Jahren waren der Anstieg der privaten Kapitalbewegungen und ein Wandel in der Zusammensetzung der Kapitalströme. Im Jahre 1971 konnten noch 90% der internationalen Finanztransaktionen der Realökonomie zugeordnet werden, während nur 10% spekulativer Natur waren. In den 90er Jahren hingegen waren die Prozentsätze umgekehrt; 1995 betrugen die spekulativen Kapitaltransfers bereits 95% und kurzfristige 80%.
Eine besonders große Gefahr für die finanzielle Stabilität bilden kurzfristige und spekulative Kapitalströme. Eine Wirtschaftskrise ist am wahrscheinlichsten, wenn Kapital plötzlich in hohem Maße aus einer Volkswirtschaft abfließt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Financial Stability Forum

1. Die Etablierung eines internationalen Finanzforums

1.1 Die Gründung des Financial Stability Forums

1.2 Der Tietmeyer-Bericht

2. The Financial Stability Forum

2.1 Die Struktur und Mitgliedschaft

2.2 Das Mandat des Financial Stability Forums

2.3 Die Arbeitsgruppen und Aufgabenbereiche

2.3.1 Die Arbeitsgruppe der Highly Leveraged Institutions

2.3.2 Die Arbeitsgruppe der Kapitalbewegungen

2.3.3 Die Arbeitsgruppe der Offshore Finanzzentren

3. Financial Stability Standards

4. Bewertung des Financial Stability Forums

4.1 Erfolge des Forums für Finanzmarktstabilität

4.2 Die Schwachstellen des Forums für Finanzmarktstabilität

III. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Etablierung, Struktur und Arbeitsweise des Financial Stability Forums (FSF) als Reaktion auf internationale Finanzkrisen. Ziel ist es, die Rolle des Forums bei der Schaffung internationaler Standards zur Finanzmarktstabilität kritisch zu analysieren und dessen Erfolge sowie Schwachstellen zu bewerten.

  • Entwicklung und Mandat des Financial Stability Forums
  • Struktur der Arbeitsgruppen zu Kapitalbewegungen und Finanzinstitutionen
  • Implementierung internationaler Standards zur Finanzmarktaufsicht
  • Kritische Analyse der globalen Finanzmarktarchitektur
  • Herausforderungen bei der Einbeziehung von Schwellenländern und Privatwirtschaft

Auszug aus dem Buch

1.2 Der Tietmeyer-Bericht

Der Tietmeyer-Report bildet die Säule des Forums für Finanzmarktstabilität und besteht aus zwei Säulen:

(a) Eine große Reformierung der bestehenden internationalen Finanzinstitutionen ist unrealistisch und nicht durchführbar; die Umstrukturierung des IWF, der Weltbank und der übrigen Akteure würde einen internationalen Konsens erfordern, der weit von der Realität entfernt ist;

(b) Zudem haben die existierenden Institutionen die erforderlichen institutionellen und technischen Kompetenzen, um auf die bestehenden Probleme zu antworten.

Aus diesen Annahmen ergibt sich weniger eine Reformierung oder Neudefinition oder die Schaffung einer oder mehrerer neuer Institutionen als vielmehr ein Aufbau auf den bestehenden Organisationen und die bessere und effektivere Koordinierung und das Funktionieren:

„ Sweeping institutional changes are not needed to realise these improvements. […] The G-7 should take the initiative in convening a Financial Stability Forum. Such a Forum should meet regularly to assess issues and vulnerabilities affecting the global financial system and to identify and oversee the actions needed to adress them” (Tietmeyer 1999, 6).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zunahme globaler Finanzkrisen und die Herausforderung, durch eine angepasste internationale Finanzarchitektur Stabilität zu gewährleisten.

II. Das Financial Stability Forum: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, das Mandat und die Arbeitsweise des FSF unter besonderer Berücksichtigung der Facharbeitsgruppen.

3. Financial Stability Standards: Es wird die Bedeutung internationaler Standards und Kodizes für die Stärkung inländischer Finanzsysteme und die globale Transparenz analysiert.

4. Bewertung des Financial Stability Forums: Das Kapitel reflektiert kritisch die Errungenschaften des Forums sowie die verbleibenden strukturellen Schwächen, wie den Mangel an rechtsverbindlicher Durchsetzung.

III. Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Rolle des FSF als informelles Koordinationsgremium zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Reformen.

Schlüsselwörter

Financial Stability Forum, Finanzmarktstabilität, internationale Finanzarchitektur, G7-Staaten, Finanzkrisen, Kapitalmärkte, Finanzmarktaufsicht, Risikomanagement, Core Standards, Globalisierung, Kapitalverkehr, Schwellenländer, IWF, Bankenregulierung, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Financial Stability Forum (FSF) als Institution zur Stärkung der Stabilität globaler Finanzmärkte im Kontext internationaler Krisen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Schwerpunkte sind die Entstehungsgeschichte des Forums, seine Arbeitsgruppen, die Implementierung von Finanzstandards sowie eine kritische Bewertung seiner Wirksamkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Evaluation, ob das FSF durch Koordination bestehender Institutionen und Standards tatsächlich in der Lage ist, künftige Finanzkrisen effektiv zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und ökonomische Analyse auf Basis von Berichten, Dokumenten internationaler Institutionen und Fachliteratur zur internationalen Finanzarchitektur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Forumsstruktur, der Arbeitsgruppen (z.B. Hedgefonds, Kapitalbewegungen) und eine Analyse der Bedeutung internationaler Standards.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Finanzmarktstabilität, FSF, globale Finanzarchitektur, Risikomanagement und internationale Standards.

Warum ist der Tietmeyer-Bericht für das FSF zentral?

Er bildet das theoretische Fundament, indem er betont, dass statt neuer Institutionen eine bessere Koordination existierender Akteure notwendig ist.

Welche Schwachstellen des FSF werden identifiziert?

Die Arbeit kritisiert das Fehlen eines zentralen Aufsichtsorgans, mangelnde Rechtsverbindlichkeit der Standards und die unzureichende Partizipation von Schwellenländern.

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Details

Title
Das Financial Stability Forum. Etablierung, Struktur und Erfolge
College
Free University of Berlin  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Europäische Integration
Grade
1,3
Author
Rukiye Hamza (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V300169
ISBN (eBook)
9783656978619
ISBN (Book)
9783656978626
Language
German
Tags
financial stability forum etablierung struktur erfolge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rukiye Hamza (Author), 2004, Das Financial Stability Forum. Etablierung, Struktur und Erfolge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300169
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