Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Integration von Flüchtlingen in den Sozialraum. Ansatzmöglichkeiten für die Soziale Arbeit

Titel: Integration von Flüchtlingen in den Sozialraum. Ansatzmöglichkeiten für die Soziale Arbeit

Hausarbeit , 2015 , 22 Seiten

Autor:in: Frieda van Wupper (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In meinem Theorieprojekt möchte ich mich der Integration von Flüchtlingen in den Sozialraum widmen. Integration und Migration werden in der Forschung häufig zusammengedacht und haben sich als eigenständiges Untersuchungsfeld etabliert. Integrationsprozesse können teilweise oder unvollständig ablaufen oder sogar scheitern. Die zunehmende Bedeutung der Integration von Migranten_innen und ethnischen Minderheiten macht den Bedarf eines Integrationsverständnisses, welches sich sowohl auf diese Menschen als auch auf die Gesamtgesellschaft bezieht, deutlich (vgl. Schulte/Treichler 2010, S. 44).

Um den zuziehenden Menschen eine Integration zu ermöglichen, muss sich die Soziale Arbeit als Professionalität an den Schnittstellen bzw. in der Verknüpfung der drei Ebenen von sozialem (gesellschaftlichen) Wandel, zwischenmenschlichen Beziehungen und persönlichem Wohlbefinden des Einzelnen verstehen. Flüchtlinge verstehen die Lebensformen einer Gesellschaft, in die sie flüchten bzw. einwandern, in der Regel als Dominanzkultur, in der ihre eigene Lebensform und Lebensweise bestenfalls toleriert wird, faktisch aber oftmals entwertet und missachtet ist.

Das Recht auf Anerkennung der eigenen authentischen Lebensform, welches in einer pluralistischen Gesellschaft eigentlich unbestritten ist, degeneriert so zur bloßen Duldung von Unterschiedlichkeit (vgl. Lob-Hüdepohl 2004). Hier ist es die Aufgabe der Sozialen Arbeit, dem entgegenzuwirken, den Sozialraum zu öffnen und den Lebenswelten der Flüchtlinge entsprechend Maßnahmen zur Integration bereitzustellen. Darauf muss das Aufnahmekonzept durch lebensweltnahe und sozialraumorientierte Integrationsmaßnahmen ausgerichtet werden (vgl. Fahimi 2014).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Vorerklärungen

2.1 Was ist ein „Flüchtling“?

2.2 Asylsuchender oder Flüchtling?

2.3 Die aktuelle Entwicklung der Zuwanderung in Deutschland

3. Theoriebezüge und Erklärungsansätze

3.1 Raumsoziologie nach Martina Löw

3.1.1 Zentrale Begriffe und Überlegungen: Räume und Sozialräume

3.1.2 Bezug auf die Fragestellung: Konstitution von Räumen

3.1.3 Perspektiven für die Soziale Arbeit: Qualität der Räume

3.2 Integrative Sozialtheorie nach Hartmut Esser

3.2.1 Zentrale Begriffe und Überlegungen: Sozialintegration

3.2.2 Bezug zur Fragestellung - Dimensionen

3.2.3 Perspektiven für die soziale Arbeit: Gelegenheiten schaffen

3.3 Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch

3.3.1 Zentrale Begriffe: Lebenswelten - Dimensionen - Maximen

3.3.2 Bezug zur Fragestellung: Strukturelle Grundlagen

3.3.3 Perspektiven für die soziale Arbeit - Respekt - Toleranz

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht theoretische Perspektiven zur Integration von Flüchtlingen in den Sozialraum, um daraus konkrete Ansatzmöglichkeiten für die Soziale Arbeit abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Verknüpfung von Raumtheorie, Integrationstheorie und Lebensweltorientierung, um ein professionelles Aufnahmekonzept zu begründen.

  • Raumsoziologische Konzepte (Martina Löw) zur Wahrnehmung und Konstitution von Sozialräumen.
  • Dimensionen der Sozialintegration (Hartmut Esser) als Basis für den gesellschaftlichen Einbezug.
  • Lebensweltorientierte Soziale Arbeit (Hans Thiersch) als methodischer Rahmen für die Unterstützung geflüchteter Menschen.
  • Die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Gestaltung des Sozialraums und der Ermöglichung von Teilhabe.
  • Die Wechselwirkung zwischen individuellen Lebensbewältigungsstrategien und strukturellen Rahmenbedingungen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Raumsoziologie nach Martina Löw

Als Teilgebiet der Soziologie beschäftigt sich die Raumsoziologie mit der Raumbezogenheit der Gesellschaft. Es wird das Entstehen von Räumen durch soziales Handeln, ebenso wie die Abhängigkeit des Handelns von räumlichen Strukturen analysiert. Als theoretische Vorreiter der sozialwissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Raum sind insbesondere Michel Foucaults (Andere Räume, 1967), sowie Henri Lefebvres (La production de l’espace, 1974) zu nennen. Auf der Basis von Lefebvres Konzept von einem Recht auf Stadt, wird die marxistische Raumtheorie (Analyse der Warenwelt, 1977 org. 1867), unter anderem von David Harvey, Manuel Castells und Edward Soja weiter entwickelt (vgl. Steets 2009, S. 395). Diesen marxistischen Raumtheorien, stehen handlungstheoretische Konzeptionen gegenüber, welche die Rolle des Platzierens und des Wahrnehmens von Räumen als subjektive Konstruktionsleistung hervorheben. Ein Beispiel dafür ist die Raumtheorie von Martina Löw (2001). Prof. Dr. phil. Martina Löw ist Professorin für Stadt und Raumsoziologie an der TU Darmstadt. „Raumsoziologie“ (2001), „Differenzierungen des Städtischen (2002), „Schlüsselwerke der Geschlechterforschung“ (2003), Einführung in die Stadt- und Raumsoziologie (2007) gehören zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen (vgl. Technische Universität Berlin 2015).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Integration von Flüchtlingen in den Sozialraum ein und stellt die Forschungsfrage zur theoretischen Perspektivierung für die Soziale Arbeit.

2. Begriffliche Vorerklärungen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe „Flüchtling“ und „Asylsuchender“ auf Basis der Genfer Flüchtlingskonvention und skizziert kurz die aktuelle Entwicklung der Zuwanderung in Deutschland.

3. Theoriebezüge und Erklärungsansätze: Hier werden die Raumsoziologie nach Martina Löw, die Integrative Sozialtheorie von Hartmut Esser und die Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch vorgestellt, um sie auf die Situation von Flüchtlingen anzuwenden.

4. Fazit: Das Fazit kombiniert die drei Theorieansätze und unterstreicht die Bedeutung von Sozialraum- und Lebensweltanalysen für eine professionelle, fachlich fundierte Soziale Arbeit mit Flüchtlingen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Integration, Flüchtlinge, Sozialraum, Raumsoziologie, Martina Löw, Sozialintegration, Hartmut Esser, Lebensweltorientierung, Hans Thiersch, Aufnahmegesellschaft, Empowerment, Lebensbewältigung, Asylsuchende, Sozialraumarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung der Integration von Flüchtlingen in den Sozialraum und den daraus resultierenden Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Raumsoziologie, Integrationstheorien sowie die Lebensweltorientierung in der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, theoretische Perspektiven zu identifizieren, die ein professionelles und lebensweltnahes Aufnahmekonzept für geflüchtete Menschen begründen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um ein Theorieprojekt, das auf einer Literaturanalyse und der Synthese soziologischer und sozialarbeiterischer Theorien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden drei spezifische Theorien (Löw, Esser, Thiersch) detailliert ausgearbeitet und jeweils auf die Fragestellung der Flüchtlingsintegration und die Rolle der Sozialen Arbeit bezogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Soziale Arbeit, Integration, Sozialraum, Flüchtlinge und Lebensweltorientierung.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Flüchtlingen und Asylsuchenden?

Die Unterscheidung basiert auf dem Anerkennungsstatus: Ein Asylsuchender befindet sich noch im laufenden Verfahren, während bei einem Flüchtling der Status bereits anerkannt wurde.

Welche Bedeutung misst die Autorin der "Raumkonstitution" bei?

Die Raumkonstitution nach Löw ist entscheidend, da sie davon ausgeht, dass Menschen durch ihre Handlungen und Platzierungen Räume aktiv mitgestalten und sich so ein eigenes soziales Umfeld erschließen können.

Warum ist das Konzept der Lebensweltorientierung für Flüchtlinge relevant?

Weil es den Menschen als Experten seiner Lebenswelt anerkennt und dabei hilft, die durch Flucht und Trauma entstandene Desintegration durch gezielte Unterstützung wieder in einen gelingenden Alltag zu überführen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Integration von Flüchtlingen in den Sozialraum. Ansatzmöglichkeiten für die Soziale Arbeit
Hochschule
Hochschule RheinMain - Wiesbaden Rüsselsheim Geisenheim
Autor
Frieda van Wupper (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V300192
ISBN (eBook)
9783656963998
ISBN (Buch)
9783656964001
Sprache
Deutsch
Schlagworte
INTEGRATION SOZIALRAUM LEBENSWELTORIENTIERUNG FLÜCHTLINGE
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frieda van Wupper (Autor:in), 2015, Integration von Flüchtlingen in den Sozialraum. Ansatzmöglichkeiten für die Soziale Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300192
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  22  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum