Wenn wir uns ein Bild anschauen, haben wir sofort Assoziationsketten und Gedankengänge, mit denen wir das Gesehene verbinden. Wir schauen uns ein Bild an und können den Hintergrund des Ganzen in einen sinnbezogenen Kontext bringen. Die unterschiedlichen Kontexte jedes Betrachters erweitern das Bild dann um eine neue Sichtweise. Im Kern bleiben aber immer bestimmte Grundannahmen, die bestimmt werden können.
Diese Grundannahmen können verschriftlicht und zusammengefügt werden. Dieser Methode ist sich auch die Obamaregierung bewusst. Daher werden Bilder als politisches Mittel für Wahlkampfkampagnen genutzt, um Obama mit bestimmten Assoziationen zu vermarkten. Um die Intention der Bilder zu zeigen, habe ich mich für ein Bild entschlossen, das von seiner Deutung her eine große Tragweite auf die Zukunft hatte. Auf diesem Bild zeigen sich Ansätze der politischen Überzeugung Obamas oder besser gesagt wie sie am besten vermarktet werden können.
Zur Analyse dieses Bildes werde ich nach der Bildsegmentanalyse nach Breckner vorgehen. Diese Methode beschäftigt sich dami,t Bildsegmente aus einem Bild zu gründen. Diese Segmente werden dann unabhängig voneinander untersucht. Durch die Hypothesenbildung wird dann Schritt für Schritt versucht, die bildliche Wahrnehmung der Segmente zu verschriftlichen. Durch diesen Prozess findet eine Bestimmung spezifischer Interaktions- und Handlungsdynamiken innerhalb des Bildes statt. Diese Dynamiken müssen dann im Gesamtzusammenhang und
-kontext mit allen Segmentanalysen gesehen werden. Das bedeutet, dass am Ende alle Bildsegmente zusammengefügt werden. Ist dies geschehen, wird versucht kontextfrei zu deuten
wie die symbolische Wirkung des Bildes auf den Betrachter sein kann. Dabei wird lediglich auf vorausgesetztes Allgemeinwissen zurückgriffen.
Nach der Zusammenfassung der kontextfreien Deutung über die Handlungs- und Interaktionsmuster kommt es zu einem abschließenden Vergleich. Bei diesem Vergleich wird der Kontext ins Bild mit einbezogen. Anschließend wird nun überprüft, welche gebildeten Bildlesearten mit der tatsächlichen Intention und Wirkung des Bildes zu tun haben. Dabei wird versucht so viel Wissen wie möglich über den
Produktionsgedanken des Bildes in Erfahrung zu bringen. Warum wurde gerade dieses Bild für die Presse ausgewählt? Was sagt dieses Bild aus, wenn es betrachtet wird?
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Bildsegmentanalyse
2.1 Bildsegment 1
2.2 Bildsegment 2
2.3 Bildsegment 3
2.4 Bildsegment 4
3. Die Analyse des Gesamtbildes
3.1 Die Bildsegmentinterpretationen mit Kontextbezug
3.1.1 Die Interpretation des Bildsegment 1 mit Kontextbezug
3.1.2 Die Interpretation des Bildsegment 2 mit Kontextbezug
3.1.3 Die Interpretation des Bildsegment 3 mit Kontextbezug
3.1.4 Die Interpretation des Bildsegment 4 mit Kontextbezug
4. Schluss und Fazit
5. Literaturverzeichnis
6. Bildverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die visuelle Inszenierung von Barack Obama während eines Besuchs bei Truppen in Afghanistan im Jahr 2008 mittels der Bildsegmentanalyse nach Breckner zu dekonstruieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch die visuelle Gestaltung des Bildes spezifische politische Botschaften und Assoziationen zur militärischen Kompetenz und außenpolitischen Handlungsfähigkeit des damaligen Präsidentschaftskandidaten vermittelt werden.
- Methodische Dekonstruktion durch Bildsegmentanalyse
- Analyse der visuellen Symbolik und Interaktionsdynamiken
- Kontextualisierung des Bildmaterials in den US-Wahlkampf 2008
- Prüfung der Kongruenz zwischen bildlicher Darstellung und politischer PR-Intention
- Vergleich von kontextfreien Deutungsmustern mit dem realen politisch-historischen Hintergrund
Auszug aus dem Buch
1.Einleitung
Wenn wir uns ein Bild anschauen, haben wir sofort Assoziationsketten und Gedankengänge mit denen wir das Gesehene verbinden. Wir schauen uns ein Bild an und können den Hintergrund des Ganzen in einen sinnbezogenen Kontext bringen. Die unterschiedlichen Kontexte jedes Betrachters erweitern das Bild dann um eine neue Sichtweise. Im Kern bleiben aber immer bestimmte Grundannahmen, die bestimmt werden können. Diese Grundannahmen können verschriftlicht und zusammengefügt werden. Dieser Methode ist sich auch die Obamaregierung bewusst. Daher werden Bilder als politisches Mittel für Wahlkampfkampagnen genutzt, um Obama mit bestimmten Assoziationen zu vermarkten. Um die Intention der Bilder zu zeigen habe ich mich für ein Bild entschlossen, dass von seiner Deutung her eine große Tragweite auf die Zukunft gehabt hat. Auf diesem Bild zeigen sich Ansätze der politischen Überzeugung Obamas oder besser gesagt wie sie am besten vermarktet werden können.
Zur Analyse dieses Bildes werde ich nach der Bildsegmentanalyse nach Breckner vorgehen. Diese Methode beschäftigt sich damit Bildsegmente aus einem Bild zu gründen. Diese Segmente werden dann unabhängig voneinander untersucht. Durch die Hypothesenbildung wird dann Schritt für Schritt versucht, die bildliche Wahrnehmung der Segmente zu verschriftlichen. Durch diesen Prozess findet eine Bestimmung spezifischer Interaktions- und Handlungsdynamiken innerhalb des Bildes statt. Diese Dynamiken müssen dann im Gesamtzusammenhang und -kontext mit allen Segmentanalysen gesehen werden. Das bedeutet, dass am Ende alle Bildsegmente zusammengefügt werden. Ist dies geschehen, wird versucht kontextfrei zu deuten wie die symbolische Wirkung des Bildes auf den Betrachter sein kann. Dabei wird lediglich auf vorausgesetztes Allgemeinwissen zurückgriffen. Nach der Zusammenfassung der kontextfreien Deutung über die Handlungs- und Interaktionsmuster kommt es zu einem abschließenden Vergleich. Bei diesem Vergleich wird der Kontext ins Bild mit einbezogen. Anschließend wird nun überprüft, welche gebildeten Bildlesearten mit der tatsächlichen Intention und Wirkung des Bildes zu tun haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Einführung in die methodische Herangehensweise der Bildsegmentanalyse nach Breckner sowie Darlegung der Zielsetzung zur Untersuchung der Obamaregierung als Akteur der visuellen Wahlkampf-PR.
2. Bildsegmentanalyse: Detaillierte Untersuchung des Bildmaterials in vier Einzelteilen, um erste Hypothesen über die dargestellten Personen, Situationen und militärische Kontexte ohne Vorwissen zu generieren.
3. Die Analyse des Gesamtbildes: Synthese der Segmentanalysen unter Einbeziehung des historischen Kontextes des Afghanistan-Besuchs von Obama im Jahr 2008 zur Validierung der aufgestellten Interpretationshypothesen.
4. Schluss und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der Bildinszenierung als politisches Instrument zur Stärkung des Images von Obama als kompetenter künftiger Oberbefehlshaber.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und weiterführenden Medienberichte zur Fundierung der Analyse.
6. Bildverzeichnis: Nachweis über das verwendete Bildmaterial.
Schlüsselwörter
Bildanalyse, Bildsegmentanalyse, Roswitha Breckner, Barack Obama, Wahlkampf, Afghanistan, Camp Eggers, Politische Kommunikation, Medieninszenierung, Außenpolitik, Militär, Visuelle Soziologie, Symbolik, 2008, Identitätskonstruktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert ein spezifisches Pressefoto von Barack Obama während einer Reise nach Afghanistan im Jahr 2008, um die dahinterstehenden PR-Strategien und politischen Botschaften zu entschlüsseln.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die visuelle Soziologie, die politische Bildkommunikation, das Image-Management von Präsidentschaftskandidaten und die Rolle militärischer Symbolik im Wahlkampf.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Inszenierung von Bildmotiven beim Betrachter Assoziationen erzeugt werden sollen, die Obamas Eignung als sicherheitspolitischer Akteur und künftiger Oberbefehlshaber untermauern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Bildsegmentanalyse nach Roswitha Breckner, welche eine schrittweise, erst kontextfreie und dann kontextbezogene Interpretation von Bildelementen vorsieht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die isolierte Analyse der vier Bildsegmente (Soldaten, Flaggen, Personen im Hintergrund, Obama) und deren anschließende kontextuelle Zusammenführung unter Berücksichtigung realer politischer Ereignisse von 2008.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildsegmentanalyse, politische Inszenierung, Barack Obama, Wahlkampf, militärische Symbolik und Afghanistan-Besuch charakterisiert.
Welche Bedeutung kommt dem "Combined Security"-Schriftzug auf dem Bild zu?
Der Schriftzug verdeutlicht die internationale Kooperation und dient im Bild dazu, Obama als Akteur darzustellen, der internationale Sicherheitsbündnisse unterstützt und versteht.
Wie bewertet der Autor die Rolle des "Kameramanns" auf dem Bild?
Der Autor interpretiert die Präsenz des Kameramanns als Indiz dafür, dass es sich um ein bewusstes, medienwirksam inszeniertes Treffen handelt, das für die Öffentlichkeit und den US-Wahlkampf optimiert wurde.
- Quote paper
- Dominic Ajay (Author), 2014, Die Marke Obama. Bildsegmentanalyse eines poltischen Wahlkampfkampagnen-Bildes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300234