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Identifizierung von Medienframes am Beispiel des Steuerhinterziehungsskandals Hoeneß

Title: Identifizierung von Medienframes am Beispiel des Steuerhinterziehungsskandals Hoeneß

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Manuel Dierkes (Author)

Communications - Mass Media
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Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Dies musste auch der Unternehmer, ehemalige Fußballspieler und Fußballfunktionär Uli Hoeneß im April 2013 erfahren. Der derzeitige Präsident des FC Bayern München gestand, dass ein Verfahren der Steuerhinterziehung im Januar 2013 von der Münchener Staatsanwaltschaft gegen ihn eingeleitet wurde. Ihm wird vorgeworfen, über Jahre mehrere Millionen Euro auf einem Schweizer Konto versteckt zu haben. Sein Name taucht unter anderem auch auf den, im Jahr 2012 in den Schlagzeilen gelangten, Steuer-CDs auf.

Um das Strafmaß zu mindern, zeigte Hoeneß sich selbst an. Dies veranlasste er aufgrund des nicht zu Stande kommenden Steuerabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz im Dezember 2012. Das Strafverfahren gegen ihn dauert derzeit noch an. Für viele ist Hoeneß ein Vorbild. Er setzt sich sehr engagiert für wohltätige Zwecke ein und bewahrt so manchen Fußballverein vor den finanziellen Ruin. Demnach ein Mann mit einer weißen Weste.

Bis zu einem Zeitpunkt, an dem seine Straftat der Steuerhinterziehung durch die Medien veröffentlicht wurde. Sei es das Fernsehen, Radio oder die Zeitung. Sämtliche Massenmedien berichteten Ende April nur noch vom Fall „Hoeneß“. Themen wie der Syrien Konflikt oder der Streit um die Frauenquote in den Aufsichtsräten wurden durch den Skandal verdrängt. Nur der Anschlag auf den Boston-Marathon und der Korea Konflikt hatten mehr Relevanz in den Medien . Diese Aspekte sind auch ein Grund dafür, dieses Thema in dieser Hausarbeit näher zu betrachten und zu analysieren. Sehr interessant wird die Betrachtung des Themas anhand der Theorie der Medienframes, die ein fester Bestandteil in den Theorien und Modellen der Massenmedien sind.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Erklärung der Medienframes

2.1.1. Bestandteile eines Frames

2.1.2. Verschiedene Framearten

2.1.3. Identifizierung von Frames

2.1.4. Der Framing-Effekt am Rezipienten

2.2. Medienframes am Beispiel des Steuerhinterziehungsskandals Hoeneß

2.2.1. Berichterstattung des Focus Magazins

2.2.2. Berichterstattung des Spiegels

2.2.3. Berichterstattung der Münchener Abendzeitung

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der Frametheorie, wie verschiedene Massenmedien den Steuerskandal um Uli Hoeneß darstellten. Ziel ist es, die spezifischen Deutungsmuster (Frames) in der Berichterstattung von Focus, Spiegel und der Münchener Abendzeitung zu identifizieren und deren potenzielle Wirkung auf die Wahrnehmung des Rezipienten kritisch zu analysieren.

  • Theoretische Grundlagen der Medienframes und deren Bestandteile
  • Identifikationsmethoden von Frames in der journalistischen Praxis
  • Analyse der globalen versus lokalen Medienberichterstattung
  • Untersuchung des "Framing-Effekts" auf das Publikum

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Bestandteile eines Frames

Um Frames zu definieren müssen einige Kriterien beachtet werden. Frames werden aus gewissen Elementen zusammengesetzt. Matthes unterscheidet dabei zwischen zwei unterschiedlichen Frametypen. Ein expliziter Frame zeigt, dass alle Frame Elemente in einem Medienbeitrag aufgeführt werden und mit erhöhter Aufmerksamkeit dargestellt werden (2007, 138). Im implizierten Frame werden nur mindestens zwei Frame Elemente hervorgehoben, wobei die anderen Frame Elemente nur zum gewöhnlichen Inhalt gehören. Dieser Fall kann eintreten, wenn ein expliziter Frame schon einmal an einer früheren Stelle der Berichterstattung vorgekommen ist oder wenn sich einzelne Frame Elemente automatisch einbezogen werden ohne das sie im Inhalt erwähnt werden. Dieser Frametyp wird beim Eintritt eines Sonderfalls vom Verfasser gewählt. Beispielsweise, wenn Elemente bei der Verfassung des Berichtes ausgelassen werden (Matthes 2007, 138). Im Gesamtaufbau sind stehen Frames dennoch in einem engen Verhältnis zueinander.

Ein Frame besteht aus mehreren Elementen, die der Verfasser in der Berichterstattung nutzt. Das Element der Problemdefinition wird am schwierigsten bezeichnet, da dafür ein relevantes Thema geklärt werden muss. Die Problemdefinition stellt den Rahmen eines Frames dar (Matthes 2007, 134). Sie legt fest, welches Thema angesprochen wird und welche Akteure dafür relevant sind. Das Thema wird somit in einen sozialen, sachlichen und zeitlichen Kontext eingeordnet (Matthes 2007, 135). Jedoch muss eine Problemdefinition nicht gezwungener Maßen eine negative Bewertung eines Sachverhaltes wiederspiegeln, sondern das problematisierte Thema negieren. Es wird dann von einer Problemleugnung gesprochen (Matthes 2007, 135). Hinzuzufügen ist, dass eine Problemdefinition nicht das Thema an sich ist, sondern den einen Blickwinkel auf die Thematik bestimmt (Matthes 2007, 135).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstands, des Falls Hoeneß sowie der Auswahl der analysierten Medienmagazine.

2. Hauptteil: Detaillierte theoretische Herleitung der Frametheorie und anschließende praktische Anwendung auf die Berichterstattung zum Steuerskandal.

2.1. Erklärung der Medienframes: Definition der Konzepte hinter Medienframes, ihrer Arten und der Wirkungsprozesse beim Rezipienten.

2.1.1. Bestandteile eines Frames: Erläuterung der konstituierenden Elemente wie Problemdefinition, Ursachenzuschreibung und explizite Bewertung.

2.1.2. Verschiedene Framearten: Klassifizierung von Frames in Konflikt-, Human-Interest-, Konsequenzen- und Verantwortlichkeits-Frames.

2.1.3. Identifizierung von Frames: Darstellung qualitativer und quantitativer methodischer Ansätze zur wissenschaftlichen Frame-Analyse.

2.1.4. Der Framing-Effekt am Rezipienten: Beschreibung der kognitiven Wirkungen, insbesondere Applicability- und Accessibility-Effekte.

2.2. Medienframes am Beispiel des Steuerhinterziehungsskandals Hoeneß: Empirische Analyse der Berichterstattung ausgewählter Magazine hinsichtlich ihrer Deutungsmuster.

2.2.1. Berichterstattung des Focus Magazins: Untersuchung der kritischen und dramatisierten Darstellung des Skandals im Focus.

2.2.2. Berichterstattung des Spiegels: Analyse der metaphorischen Sprache und der Verantwortungszuschreibung in den Spiegel-Artikeln.

2.2.3. Berichterstattung der Münchener Abendzeitung: Analyse der im Vergleich weniger dramatisierten, lokalen Berichterstattung.

3. Schluss: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über das Potenzial der Framing-Theorie als wissenschaftliches Paradigma.

Schlüsselwörter

Medienframes, Framing-Effekt, Uli Hoeneß, Steuerhinterziehung, Massenmedien, Journalismus, Deutungsmuster, Problemdefinition, Ursachenzuschreibung, Konsequenzen-Frame, Human-Interest-Frame, Medienwirkungsforschung, Nachrichtenwert, Medienrezeption, politische Debatte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die mediale Berichterstattung über den Steuerskandal von Uli Hoeneß unter Anwendung der medienwissenschaftlichen Theorie der Medienframes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Framings, die methodische Identifikation von Deutungsmustern in journalistischen Texten und die spezifische mediale Aufarbeitung des Falls Hoeneß.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, welche Frames in Focus, Spiegel und der Münchener Abendzeitung verwendet wurden und wie diese die öffentliche Wahrnehmung der Person Hoeneß beeinflussen konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein induktiv-qualitativer Ansatz zur Identifizierung von Frames gewählt, der Texte in Hinblick auf Bestandteile wie Problemdefinition und Ursachenzuschreibung untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Einführung in die Frametheorie und eine konkrete Fallanalyse der Berichterstattung der drei genannten Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Framing, Medienwirkung, Deutungsmuster, Steuerskandal und die Analyse journalistischer Darstellungsformen.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung der Münchener Abendzeitung von den überregionalen Magazinen?

Die Untersuchung zeigt, dass die lokale Zeitung Hoeneß tendenziell weniger dramatisierend als "sozialen Menschen" darstellt, während Focus und Spiegel den Fall stärker skandalisieren.

Welche Rolle spielt der "Framing-Effekt" in dieser Analyse?

Der Framing-Effekt beschreibt hier, wie die gewählte Art der Berichterstattung beim Leser eine negative Urteilsbildung forcieren oder beeinflussen kann.

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Details

Title
Identifizierung von Medienframes am Beispiel des Steuerhinterziehungsskandals Hoeneß
College
Technical University of Braunschweig  (Medienwissenschaften)
Grade
1,0
Author
Manuel Dierkes (Author)
Publication Year
2013
Pages
17
Catalog Number
V300247
ISBN (eBook)
9783656966784
ISBN (Book)
9783656966791
Language
German
Tags
identifizierung medienframes beispiel steuerhinterziehungsskandals hoeneß
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Dierkes (Author), 2013, Identifizierung von Medienframes am Beispiel des Steuerhinterziehungsskandals Hoeneß, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300247
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