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Chancen und Risiken der Energiewende sowie des geplanten Netzausbaus

Perspektiven für 2030 unter besonderer Berücksichtigung der Versorgungssicherheit

Titel: Chancen und Risiken der Energiewende sowie des geplanten Netzausbaus

Bachelorarbeit , 2015 , 64 Seiten , Note: 2,2

Autor:in: Daniel Norkowski (Autor:in)

Energiewissenschaften
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Menschen sind schon lange, insbesondere seit dem Beginn der Industrialisierung auf Rohstoffe angewiesen, deren enthaltene Energie sie zur Nutzung energetischer Zwecke umwandeln und nutzbar machen können. Vor allem die in Kohle und Erdgas gespeicherten Energieressourcen sind hier als Grundpfeiler zu nennen. Durch die weltweit voranschreitende Industrialisierung und Expandierung der Bevölkerung steht die Gesellschaft vor neuen Herausforderungen, die benötigten Energieressourcen ökonomisch und ökologisch einzusetzen, da die Energieressourcen keinesfalls unendlich sind. Schaut man auf die jüngsten Ereignisse in Fukushima zurück, scheint auch die Nutzung der Kernenergie als risikoreich. Vor allem seit Beginn dieses Jahrtausends gibt es umgreifende Diskussionen in Gesellschaft, Politik und Wissenschaft, die Ressourcenpolitik zu verändern und den Energiemarkt zu revolutionieren. Lange Zeit ist von „sauberer“ Energienutzung die Rede: Die Menschheit hat das Ziel vor Augen, die natürlich vorhandenen Energien, sei es die Sonne, der Wind oder das Wasser, für ihre Zwecke stärker und irgendwann primär nutzbar zu machen. Hier zeigt sich die Kernthese der politisch betriebenen Energiewende. Doch inwiefern ist dieses ehrgeizige Vorhaben realisiert worden oder in naheliegender Zukunft realisierbar? Welche Technologien und welche Schritte sind nötig, um Deutschland ein Stück näher an dieses Ziel zu bringen? Und an welchem Punkt stehen wir aktuell?
 

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktuelle Lage der Energiewirtschaft

2.1 Energietechnische Grundlagen

2.2 Energiepolitische Ziele bis 2030

2.3 Energieerzeugung der Bundesländer - eine schematische Übersicht

3. Konzept der Energiewende

3.1 Ziele der Energiewende

3.2 Vorstellung der basalen erneuerbaren Energiequellen

4. Netzausbau

4.1 Verfahren des Netzausbaus

4.2 Konzeptualisierung der Versorgungssicherheit

4.3 Übertragungsnetz und geplante Leitungstrassen

4.4 Intelligentes Stromnetz (Smart-Grids)

4.5 Gesellschaftliche Akzeptanz

5. Chancen und Risiken der Energiewende

5.1 Versorgungssicherheit

5.2 Wirtschaftlichkeit

5.3 Netzmonopole als Einbahnstraße für eine erfolgreiche Energiepolitik

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist es, die Chancen und Risiken der deutschen Energiewende sowie des dafür notwendigen Netzausbaus mittels einer wissenschaftlichen Analyse der relevanten Faktoren zu untersuchen und deren Auswirkungen auf die zukünftige Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu bewerten.

  • Analyse der energiepolitischen Rahmenbedingungen und Ziele bis 2030.
  • Untersuchung technischer Grundlagen und Konzepte erneuerbarer Energiequellen.
  • Detaillierte Darstellung der Verfahren und Herausforderungen des Netzausbaus.
  • Bewertung der Rolle intelligenter Stromnetze (Smart-Grids) für die Netzstabilität.
  • Erörterung der gesellschaftlichen Akzeptanz und wirtschaftlicher Auswirkungen der Energiewende.

Auszug aus dem Buch

4.2 Konzeptualisierung der Versorgungssicherheit

Moderne Produktionsprozesse benötigen Energie als Inputfaktor, da Arbeitsweisen und Lebensverhältnisse auf Automation basieren und dafür Energie benötigt wird. Neben der Nutzung von Energie in produktiven Bereichen wird Energie auch direkt in Form von Licht und Wärme von den Konsumenten nachgefragt. Es ist ersichtlich, dass moderne Lebensweisen nur durch eine Vielzahl von Energiebereitstellungen möglich sind.

Störungen in der Energieversorgung haben meist negative Folgen für die gesamte Volkswirtschaft. „Sichere Stromversorgung ist ein Standortvorteil, denn Energieausfälle können große volkswirtschaftliche Schäden verursachen.“ Die Sicherung der Energieversorgung gehört somit zu den wichtigsten gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Nachhaltigkeit und Langfristigkeit haben dabei erheblichen Einfluss auf ökonomische, ökologische und soziale Entwicklungen. „Gemäß § 1 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) gilt es, eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität zu gewährleisten, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht.“ Die Nutzung von Energie dient der Deckung primärer Lebensbedürfnisse. Eine funktionierende Energieversorgung ist eine unverzichtbare Vorleistung für die gesamte Volkswirtschaft. „Versorgungssicherheit ist deshalb ein eigenständiges Gut.“

Problematisch ist, dass der Begriff der Versorgungssicherheit nicht vollends definiert werden kann, da ökonomische Restriktionen oder zeitliche Dimensionen nicht berücksichtigt oder zumindest vernachlässigt werden. Versorgungssicherheit sollte nicht als Ziel, sondern als Eigenschaft eines volkswirtschaftlichen Systems verstanden werden, denn die Sicherheit einer Versorgung kann auf unterschiedlichen Märkten jederzeit unterschiedlich hoch oder niedrig sein. Versorgungssicherheit kann somit als ein Konzept verstanden werden, bei dem das Maß der Versorgungssicherheit durch die zu bestimmten Zeiten garantierte angebotene Menge bestimmt wird. Im Wesentlichen wird die Versorgungssicherheit durch einen ausgewogenen Mix an unterschiedlichen Energieträgern, durch Faktoren der Energieeffizienz, Energiebevorratung und Möglichkeiten der Energiespeicherung beschrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen ein und beschreibt das Ziel der Arbeit, die Chancen und Risiken der Energiewende sowie des notwendigen Netzausbaus wissenschaftlich zu analysieren.

2. Aktuelle Lage der Energiewirtschaft: Dieses Kapitel erläutert die energietechnischen Grundlagen, definiert die energiepolitischen Ziele für 2030 und bietet eine schematische Übersicht der regenerativen Stromerzeugung in den Bundesländern.

3. Konzept der Energiewende: Hier wird die historische Entwicklung der Energiewende in Deutschland unter Einbindung ökologischer und politischer Argumente sowie der Atomausstieg thematisiert, ergänzt durch eine Vorstellung basaler erneuerbarer Energiequellen.

4. Netzausbau: Das Kapitel beschreibt den fünfstufigen Prozess des Netzausbaus, die Bedeutung der Versorgungssicherheit, das Übertragungsnetz, die Rolle von Smart-Grids sowie die Herausforderung der gesellschaftlichen Akzeptanz.

5. Chancen und Risiken der Energiewende: Hier erfolgt eine kritische Analyse der Auswirkungen auf Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit sowie eine Untersuchung der Problematik von Netzmonopolen für eine erfolgreiche Energiepolitik.

6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Stand der Umstellung auf regenerative Energien sowie die Notwendigkeit einer effizienten Netzstruktur.

Schlüsselwörter

Energiewende, Netzausbau, Versorgungssicherheit, Erneuerbare Energien, Smart-Grids, Energiewirtschaft, Stromnetze, Energiepolitik, Wirtschaftlichkeit, Dezentralisierung, Klimaschutz, EEG, Übertragungsnetz, Energiekosten, Netzmonopole.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Chancen und Risiken der deutschen Energiewende unter besonderer Berücksichtigung der Versorgungssicherheit bis zum Jahr 2030.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen der Ausbau erneuerbarer Energien, die strukturellen Anforderungen an den Netzausbau sowie die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen der Umstellung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser Antworten auf Fragen zur Realisierbarkeit der Energiewende zu geben und den Ist-Zustand sowie zukünftige Planungen wissenschaftlich zu durchleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Analyse relevanter Faktoren, der Auswertung aktueller wirtschaftlicher und politischer Diskussionen sowie der Einbindung aktueller Forschungsergebnisse und Grafiken.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die energietechnischen Grundlagen, die Konzepte und Ziele der Energiewende, detaillierte Verfahren zum Netzausbau, die Rolle von Smart-Grids sowie eine Analyse der Chancen und Risiken für die Volkswirtschaft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Energiewende, Netzausbau, Versorgungssicherheit, Erneuerbare Energien und Smart-Grids.

Warum ist der Netzausbau für das Gelingen der Energiewende so entscheidend?

Da die Erzeugung erneuerbarer Energie zunehmend dezentral erfolgt, müssen große Energiemengen vom Norden in die südlichen Ballungszentren transportiert werden, was bestehende Netzstrukturen an ihre Grenzen bringt.

Welche Rolle spielen Smart-Grids in diesem Konzept?

Intelligente Stromnetze (Smart-Grids) sollen durch Echtzeit-Datenverarbeitung und aktive Laststeuerung die Netzauslastung optimieren und somit den Netzausbaubedarf dämpfen sowie die Netzstabilität erhöhen.

Inwiefern beeinflussen Netzmonopole die Energiepolitik?

Netzmonopole, insbesondere auf Verteilnetzebene, können den diskriminierungsfreien Netzzugang für Dritte behindern, was laut Autor einer erfolgreichen Energiepolitik entgegenstehen kann.

Welche Herausforderungen bestehen hinsichtlich der gesellschaftlichen Akzeptanz?

Große Infrastrukturprojekte, wie der Bau neuer Stromtrassen, stoßen häufig auf Proteste wegen befürchteter Umweltbelastungen oder mangelnder Transparenz, was neue Beteiligungsverfahren erforderlich macht.

Ende der Leseprobe aus 64 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chancen und Risiken der Energiewende sowie des geplanten Netzausbaus
Untertitel
Perspektiven für 2030 unter besonderer Berücksichtigung der Versorgungssicherheit
Hochschule
Wilhelm Büchner Hochschule Private Fernhochschule Darmstadt  (Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen und Technologiemanagement)
Note
2,2
Autor
Daniel Norkowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
64
Katalognummer
V300279
ISBN (eBook)
9783656972730
ISBN (Buch)
9783656972747
Sprache
Deutsch
Schlagworte
chancen risiken energiewende netzausbaus perspektiven berücksichtigung versorgungssicherheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Norkowski (Autor:in), 2015, Chancen und Risiken der Energiewende sowie des geplanten Netzausbaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300279
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  64  Seiten
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