Das ENSO-Phänomen. Auftreten und Auswirkungen auf die Umwelt


Hausarbeit, 2009
8 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Atmosphärisch-ozeanische Zirkulation bei normaler Wetterlage

3 Southern Oscillation

4 El Niño
4.1 Auftreten
4.2 Auswirkungen

5 La Niña
5.1 Auftreten
5.2 Auswirkungen

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Bei dem El Niño/Southern Oscillation (ENSO) Phänomen handelt es sich um eine noch nicht vollständig erforschte Klimaanomalie des Südpazifiks. Die atmosphärisch-ozeanische Anomalie tritt in periodisch wiederkehrenden Zeiträumen von wenigen Monaten bis zu einigen Jahren auf. Auswirkungen lassen sich mit Hilfe der Fernerkundungstechnik durch Satelliten beobachten und datieren. Spürbar sind diese Fernwirkungen nicht nur regional, sondern auch global. Zum näheren Verständnis dieses komplexen Phänomens muss zunächst der Normalzustand der Wechselbeziehung zwischen Atmosphäre und Ozean im Südpazifik betrachtet und erläutert werden, bevor auf Besonderheiten, die seltenen aber dennoch regelmäßig wiederkehrenden El-Niño- und La- Niña-Ereignissen sowie deren Auswirkungen weiter eingegangen werden kann.

2 Atmosphärisch-ozeanische Zirkulation bei normaler Wetterlage

Die äquatornahe Zirkulation im Pazifik wird durch die Nordost- und Südostpassate bestimmt. Die Passatwinde entstehen infolge der Luftdruckdifferenz zwischen den Hochdruckgebieten des Subtropischen Hochdruckgürtels in der Nord- sowie in der Südhemisphäre und der äquatorialen Tiefdruckrinne.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Zirkulation bei normaler Wetterlage im Pazifik (LAUER, W, J. BENDIX 2004, S. 259)

Hierbei treiben die aus Osten wehenden Passatwinde und die äquatoriale Strömung warmes Wasser in westliche Richtung. Das aufgestaute warme Wasser wird im tropischen Westpazifik zu einem gewaltigen Energie- und Feuchtigkeitsspeicher. Das Tiefdruckgebiet über dem östlichen Pazifik sorgt an der Ostküste Australiens und Indonesiens für ein tropisches und wechselfeuchtes Klima. Die Entwicklung von Gewittern innerhalb der Innertropischen Konvergenzzone (ITCZ), sowie hohe Niederschläge sind die Folge.

Ein Teil der im tropischen Pazifik aufgestiegenen Luftmassen steigt schließlich auf der Ostseite des Pazifiks vor der Küste Perus hinab, sodass ein Luftkreislauf gebildet wird. Dieser allgemeine Luftkreislauf wird auch als Walker-Zirkulation bezeichnet.

Wie in Abbildung 1 und 2 ersichtlich ist, steigt der Meeresspiegel im Westpazifik um ca. 50 cm. Die Thermokline, welche die Temperatursprungschicht darstellt, trennt das erwärmte Oberflächenwasser vom kalten Humboldstrom. Sie fällt beim „Normalzustand“ um ca. 200m ab (LATIF, M. 2005, S. 45).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Schema des Zustandes des Südpazifiks bei normaler Wetterlage. Verändert nachSCHÖNWIESE2003, S. 198 2

Diese niedrig gelegene Thermokline ermöglicht zusammen mit dem in östliche Richtung wehenden ablandigen Passatwind vor Peru den Auftrieb (Upwelling) von kaltem, nährstoffreichem Tiefenwasser des Humboldtstroms. Die Meerestemperatur an der Westküste Südamerikas beträgt dort bei normaler Wetterlage zwischen 18° und 22° C (CAVIEDES 2005, S.11).

Solche Meerestemperaturangaben sind nicht nur messbar, sondern auch, wie eingangs bereits erwähnt, mit Hilfe der Fernerkundungstechnik durch Satelliten beobachtbar (vgl. Abb. 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Erwärmung und Ausbreitung der Oberflächentemperatur im Normalzustand, 1993. Verändert nach VOITURIEZ et al. (2000), S. 58

Die Kombination aus kühlem Wasser und hohem Luftdruck verursacht an der Westküste Südamerikas ein trockenes, wüstenartiges Klima (Atacamawüste).

3 Southern Oszillation

Die südliche Oszillation (auf Englisch: Southern Oszillation) beschreibt die Luftdruckverteilung über dem äquatorialen Pazifik (vgl. Abb. 4). In zyklischen Abständen kommt es zur Veränderung dieser Druckverteilung, vorstellbar als eine Art Schaukelbewegung. Diese wird durch eine Verschiebung von Luftmassen ausgelöst (CAVIEDES 2005, S.13).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Luftdruckverteilung gegenüber dem mittleren jährlichen Luftdruck an der Meeresoberfläche. Verändert nach CAVIEDES (2005), S. 13

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Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Das ENSO-Phänomen. Auftreten und Auswirkungen auf die Umwelt
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Physische Geographie 1
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
8
Katalognummer
V300452
ISBN (eBook)
9783656970200
Dateigröße
1189 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
enso-phänomen, auftreten, auswirkungen, umwelt
Arbeit zitieren
Erla Schweitzer (Autor), 2009, Das ENSO-Phänomen. Auftreten und Auswirkungen auf die Umwelt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300452

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