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Einflussgrößen bei Make-or-buy-Entscheidungen im industriellen Bereich

Titel: Einflussgrößen bei Make-or-buy-Entscheidungen im industriellen Bereich

Bachelorarbeit , 2014 , 63 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Philmon Beiene (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Durch die stetig expandierende Weltwirtschaft und der zeitgleich stattfindenden Reduzierung von Produktzyklen leiden immer mehr Unternehmen unter hohem Konkurrenz- und Leistungsdruck. Die aktuelle Liberalisierung des Welthandels in Form neuer internationaler Freihandelsabkommen wie bspw. das seit Juni 2013 geplante transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU, auch bekannt als TTIP, sorgt für einen rasant zunehmende Wettbewerbsdichte. Während sich zum einen neue Märkte für den Absatz der hergestellten Produkte aufzeigen, müssen Unternehmen gleichzeitig ihre Flexibilität bewahren und kontinuierlich in Forschung und Weiterentwicklung investieren, um innovativ zu bleiben und neue Produkte auf dem Markt zu bringen oder bestehende zu auf dem Markt zu stabilisieren. Insbesondere für kleine und mittelständische Industriebetriebe wird dabei die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit verstärkt in den Vordergrund gestellt, da diese durch den Markteintritt internationaler Konkurrenten gefährdet wird.
Die eben genannten ökonomischen Gegebenheiten fordern vor allem das Management heraus. Dieses muss versuchen die Prozesskosten im Betrieb zu minimieren, um weiterhin auf dem internationalen Markt bestehen zu können. Dazu gehören Kosten für die Forschung und Entwicklung von Produkten, der Produktion und weitere mit der Herstellung verknüpfte Tätigkeiten. Die klassische Problemstellung, ob Produkte in der Eigenfertigung hergestellt, oder fremdbezogen werden sollen, gerät somit immer mehr in den Mittelpunkt der strategischen Unternehmensplanung.

Ziel dieser Arbeit ist es, entscheidungsrelevante Einflussgrößen für Make-or-Buy-Entscheidungen darzulegen. Dabei wird zuerst der Begriff Make-or-Buy definiert, von verwandten Thematiken abgegrenzt und die verschieden Arten und Verwendungsmöglichkeiten differenziert. Anschließend werden die Vor-und Nachteile der jeweiligen Bereitstellungsalternative geprüft.
Im Hauptteil werden die relevanten Einflussgrößen für jeweilige Make-or-Buy-Entscheidungen verschiedener Planungsebenen erläutert und den jeweiligen in Betracht kommenden Instrumenten zur Entscheidungsfindung zugeordnet. Da die Make-or-Buy-Problematik in so gut wie allen Wirtschaftszweigen thematisiert werden kann, beschränkt sich diese Arbeit auf Make-or-Buy-Entscheidungen im industriellen Bereich. Nachdem insbesondere Werkzeuge für industrielle MoB-Entscheidungen erläutert werden, wird das Make-or-Buy-Verfahren mit Hilfe eines Beispiels beschrieben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung in die Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Begriff Controlling

2.2 Aufgabenentwicklung des Controllings

3. Charakterisierung von Make-or-Buy-Entscheidungen

3.1 Begriffsklärung

3.2 Abgrenzung von weiteren Bereitstellungsbegriffen

3.2.1 Fertigungstiefe

3.2.2 Vertikale Integration

3.2.3 Outsourcing und Insourcing

3.3 Unternehmensbereiche mit MoB-Entscheidungsbedarf

3.3.1 Entscheidungsobjekte

3.3.2 MoB im Produktionsbereich

3.3.3 MoB im Bereich Forschung und Entwicklung

3.3.4 MoB in weiteren Unternehmensbereichen

3.4 Differenzierung von Make-or-Buy-Entscheidungen

3.5 Wirkung von MoB-Entscheidungen

3.6 Anlässe für eine MoB-Entscheidung

3.7 Vor- und Nachteile im Falle des „Make“ oder „Buy“

3.7.1 Vor- und Nachteile einer Eigenfertigung

3.7.2 Vor- und Nachteile eines Fremdbezugs

3.7.3 Gegenüberstellung von „Make“ und „Buy“

4. Einflussgrößen und Instrumente der operativen Make-or-Buy-Entscheidungsfindung

4.1 Bestimmung der operativen MoB-Einflussfaktoren und Zielgrößen

4.2 Kostenrechnerische Ansätze und Bewertungsprobleme

4.2.1 Quantitative Kostenvergleichsrechnung

4.2.2 Prozesskostenrechnung

4.2.3 Deckungsbeitragsrechnung und Break-Even-Analyse

4.2.4 Investitionsrechnung

4.2.5 Bewertungskonflikte bei Zwischenformen des Make-or-Buy

4.3 Überleitung zu strategischen Bestimmungsfaktoren

5. Einflussgrößen und Modelle strategischer Make-or-Buy-Entscheidungen

5.1 Zielgrößen der strategischen Planung

5.2 Qualitative Einflussfaktoren der strategischen Make-or-Buy-Entscheidung

5.2.1 Transaktionskostentheorie

5.2.2 Ressourcenorientierter Ansatz

5.2.3 Ansatz von Porter

5.2.4 Ansatz von Harrigan

5.3 Instrumente der qualitativ strategischen Make-or-Buy-Entscheidung

5.3.1 Make-or-Buy-Portfolio

5.3.2 Nutzwertanalyse

5.3.3 Zusätzliche Instrumente

6. Vorgehensweise am Beispiel der Fraunhofer IPA

7. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, entscheidungsrelevante Einflussgrößen für Make-or-Buy-Entscheidungen im industriellen Sektor zu identifizieren und zu analysieren. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, wie Controlling-Instrumente und strategische Modelle dazu beitragen können, die optimale Bereitstellungsalternative zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug zu wählen, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

  • Grundlagen des Controllings und Make-or-Buy
  • Differenzierung von Integrationsformen wie Outsourcing und vertikaler Integration
  • Kostenrechnerische Instrumente für operative Entscheidungen
  • Strategische Modelle zur qualitativen Entscheidungsfindung (z.B. Transaktionskostentheorie, Porter, Harrigan)
  • Praktische Anwendung der Entscheidungsfindung am Beispiel des Fraunhofer IPA

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffsklärung

So hat auch die vom Controlling beeinflusste Entscheidung über den Bereitstellungsweg für Güter oder Dienstleistungen im Unternehmen einen wichtigen Einfluss auf die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Hierbei kommen grundsätzlich zwei Varianten in Frage. Während eine Erstellung von Leistungen oder Gütern „Make“, bzw. im deutschen Sprachgebrauch Eigenfertigung, genannt wird, bezeichnet man eine externe Fertigung bzw. Erbringung der Leistung, als „Buy“ oder auch Fremdbezug. Make-or-Buy-Entscheidungen betreffen alle Leistungsarten, die sowohl vom eigenen Unternehmen, aber auch von anderen Marktteilnehmern erbracht werden können und erlauben eine Aufteilung des Leistungsvolumens zwischen den zwei Varianten Eigenfertigung und Fremdbezug. Beide Bereitstellungsalternativen können vollständig sowie auch nebeneinander realisiert werden.

Make-or-Buy-Entscheidungen verfügen über ein unabdingbares unternehmerisches Risiko und haben daher eine hohe Relevanz für das gesamte Unternehmen. Der Entscheidungsvorgang hat überdies eine hohe Komplexität, da der Entscheidungsträger Rücksicht auf aktuelle Bedingungen, als auch auf zukünftige Entwicklungen der relevanten Umwelt- und Unternehmensbereiche nehmen muss.

Insbesondere im industriellen Bereich ist dabei die Optimierung der Wertschöpfungskette von höchster Priorität. Der Wertschöpfungsprozess beschreibt dabei die Wertsteigerung von Inputleistungen bzw. -güter zu Outputleistungen und -gütern, die am Ende des Prozesses höheren Wert beimessen. Die Wertschöpfungskette reiht demnach alle wertsteigernden Prozesse aneinander.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck und die Bedeutung von Make-or-Buy-Entscheidungen für die strategische Planung, gefolgt von der Zielsetzung dieser Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Controllings und beschreibt die Entwicklung seiner Aufgaben, um das theoretische Fundament für nachfolgende Analysen zu legen.

3. Charakterisierung von Make-or-Buy-Entscheidungen: Es erfolgt eine detaillierte Begriffsklärung und Abgrenzung zu verwandten Themen, wobei auch die verschiedenen Unternehmensbereiche und Anlässe für diese Entscheidungen erörtert werden.

4. Einflussgrößen und Instrumente der operativen Make-or-Buy-Entscheidungsfindung: Hier werden quantitative Methoden der Kostenrechnung vorgestellt, die zur operativen Unterstützung der Bereitstellungswahl herangezogen werden.

5. Einflussgrößen und Modelle strategischer Make-or-Buy-Entscheidungen: Dieses Kapitel widmet sich den strategischen Aspekten und qualitativen Modellen wie der Transaktionskostentheorie und dem Ansatz von Porter, die für langfristige Entscheidungen essenziell sind.

6. Vorgehensweise am Beispiel der Fraunhofer IPA: Anhand des Fraunhofer-Instituts wird ein komplexes, dreiphasiges Verfahren zur praktischen Lösung von Make-or-Buy-Entscheidungen in Industriebetrieben dargestellt.

7. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert, dass eine ausgewogene Make-or-Buy-Politik angesichts des globalen Wettbewerbsdrucks eine zentrale Rolle spielt und die Notwendigkeit einer regelmäßigen strategischen Überprüfung betont.

Schlüsselwörter

Make-or-Buy, Controlling, Eigenfertigung, Fremdbezug, Wertschöpfungskette, Outsourcing, Insourcing, Strategisches Management, Kostenrechnung, Transaktionskostentheorie, Fertigungstiefe, Wettbewerbsfähigkeit, Nutzwertanalyse, industrielle Produktion, Prozesskostenrechnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der strategischen und operativen Entscheidungsfindung zwischen der Eigenfertigung (Make) und dem Fremdbezug (Buy) von Leistungen und Produkten, insbesondere im industriellen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung von Integrationsformen, die Anwendung von Kostenrechnungsmethoden zur operativen Bewertung sowie die Nutzung strategischer Modelle zur qualitativen Entscheidungsunterstützung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel besteht darin, entscheidungsrelevante Einflussgrößen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Unternehmen mittels Controllings und strategischer Analyse ihre Wertschöpfungsstruktur optimal konfigurieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Managementtheorien sowie der Darstellung praxisorientierter Methoden und Instrumente, die durch ein konkretes Beispiel des Fraunhofer IPA veranschaulicht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Charakterisierung der Problematik, die Erläuterung operativer Kostenrechnungsansätze und eine vertiefende Analyse strategischer Einflussfaktoren und Portfoliomodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Make-or-Buy, Controlling, Wertschöpfungskette, Outsourcing, Insourcing, Transaktionskostentheorie und Fertigungstiefe.

Warum spielt die Kapazitätsauslastung eine so wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung?

Die Kapazitätsauslastung ist ein wesentlicher operativer Faktor, da sie bestimmt, ob Fixkosten durch Eigenfertigung gedeckt werden können oder ob ein Fremdbezug aufgrund von Engpässen oder Kostenvorteilen vorzuziehen ist.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Harrigan von anderen strategischen Modellen?

Der Ansatz von Harrigan differenziert Vor- und Nachteile anhand spezifischer Faktoren wie Industriestabilität und Verhandlungsmacht, anstatt sich primär auf rein kostentechnische oder allgemeine ressourcenorientierte Kriterien zu stützen.

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Details

Titel
Einflussgrößen bei Make-or-buy-Entscheidungen im industriellen Bereich
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Neu-Ulm; früher Fachhochschule Neu-Ulm
Note
2,3
Autor
Philmon Beiene (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
63
Katalognummer
V300517
ISBN (eBook)
9783656968788
ISBN (Buch)
9783656968795
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einflussgrößen Make-or-Buy make buy Controlling Produktion Industrie Betrieb Wirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philmon Beiene (Autor:in), 2014, Einflussgrößen bei Make-or-buy-Entscheidungen im industriellen Bereich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300517
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  63  Seiten
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