Stimmungen beeinflussen tagtäglich unser Leben. Martin Heidegger , einer der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, beschäftigt sich in seinem Hauptwerk „Sein und Zeit“ (1927) unter anderem mit Stimmungen beziehungsweise Befindlichkeiten. Dabei nimmt die Grundstimmung der Angst, als „ausgezeichnete Befindlichkeit“, einen besonderen, existenziellen Stellenwert im Leben des Menschen ein. Meine Darlegung beschäftigt sich mit Heideggers außergewöhnlicher Angst-Analyse, im Kontext von „Sein und Zeit“.
Inhaltsverzeichnis
- Drei wesentliche Denkfiguren Heideggers: Sein-Dasein-Seiendes
- Charakterisierung der Befindlichkeit
- Die existenziale Konstitution des Da § 29. Das Da-sein als Befindlichkeit
- Geworfenheit und Verfallenheit
- Furcht contra Angst
- Angst als ausgezeichnete Grundbefindlichkeit
- Angst als Möglichkeit zu Freiheit und Erkenntnis
- Quellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit Martin Heideggers Analyse der Angst als „ausgezeichnete Befindlichkeit“ im Kontext seines Hauptwerks „Sein und Zeit“. Die Untersuchung beleuchtet die Rolle der Angst in der Existenz des Menschen und ihre Bedeutung für die menschliche Freiheit und Erkenntnis.
- Heideggers Grundbegriffe Sein, Dasein und Seiendes
- Die Bedeutung der Befindlichkeit und Stimmung für das menschliche Dasein
- Die Rolle der Angst als eine besondere Form der Befindlichkeit
- Die Beziehung zwischen Angst und Freiheit sowie Angst und Erkenntnis
- Die existenzielle Bedeutung der Angst für den Menschen
Zusammenfassung der Kapitel
Drei wesentliche Denkfiguren Heideggers: Sein-Dasein-Seiendes
Dieses Kapitel führt die drei fundamentalen Denkfiguren in Heideggers Philosophie ein: Sein, Dasein und Seiendes. Es erläutert die Bedeutung dieser Begriffe und ihre Beziehung zueinander.
Charakterisierung der Befindlichkeit
Dieses Kapitel befasst sich mit dem Konzept der Befindlichkeit, die Heidegger als eine grundlegende Struktur des Daseins betrachtet. Es werden die ontologischen Bestimmungen der Befindlichkeit und ihre Bedeutung für die menschliche Existenz erläutert.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Sein, Dasein, Seiendes, Befindlichkeit, Angst, Geworfenheit, Verfallenheit, Freiheit, Erkenntnis, Existenz, ontologische Analyse, Martin Heidegger, Sein und Zeit.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet bei Heidegger „Angst“ von „Furcht“?
Furcht bezieht sich immer auf etwas Bestimmtes, Innerweltliches (ein bedrohliches Objekt). Angst hingegen ist objektlos; sie bezieht sich auf das „In-der-Welt-sein“ an sich und das Nichts.
Warum nennt Heidegger die Angst eine „ausgezeichnete Befindlichkeit“?
Weil die Angst das Dasein aus seinen alltäglichen Verwicklungen reißt und es direkt mit seiner eigenen Existenz und Freiheit konfrontiert.
Was bedeutet der Begriff „Geworfenheit“?
Geworfenheit beschreibt den Umstand, dass der Mensch sich in eine Welt und Situation hineingestellt findet, die er nicht selbst gewählt hat, aber für die er nun Verantwortung übernehmen muss.
Wie führt Angst laut Heidegger zur Freiheit?
Indem die Angst die Unbedeutsamkeit der alltäglichen Dinge offenbart, macht sie den Weg frei für die Erkenntnis, dass der Mensch die Freiheit hat, sich selbst und sein Leben authentisch zu wählen.
Was ist der Unterschied zwischen „Dasein“ und „Seiendem“?
„Seiendes“ ist alles, was ist (Dinge, Tiere). „Dasein“ ist das spezifische Sein des Menschen, der sich zu seinem eigenen Sein verhalten kann und ein Verständnis von Sein besitzt.
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- Miriam Schroiff (Author), 2015, Martin Heidegger. Angst als ausgezeichnete Stimmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300554