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Nachhaltige Trinkwassernutzung in Europa. Wasserentsalzung zur Trinkwasserversorgung?

Title: Nachhaltige Trinkwassernutzung in Europa. Wasserentsalzung zur Trinkwasserversorgung?

Pre-University Paper , 2013 , 19 Pages , Grade: 15

Autor:in: Larissa Hahn (Author)

Environmental Sciences
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Süßwasser wird hauptsächlich in Form von Trink- und Brauchwasser für die Industrie und die Landwirtschaft benötigt. Hierbei werden hohe Anforderungen an das Wasser gestellt: Es muss frei von Krankheitserregern und Schadstoffen, geruchlos, farblos und klar sein, darf nur eine geringe Menge an gelösten Stoffen enthalten und muss immer verfügbar und ausreichend vorhanden sein.
Mit einem Anteil von etwa 70% besitzt das Grundwasser die größte Bedeutung als Rohwasserquelle , aber auch dieses muss noch mit aufwendigen Aufbereitungs- und Gewinnungsverfahren für die Menschen brauchbar gemacht werden. Da aufgrund des hohen Bedarfs erheblich mehr Grundwasser aufbereitet wird, als in Form von Regen wieder neu hinzukommt, werden laut Prognosen in 50 bis 100 Jahren alle Grundwasservorkommen aufgebraucht sein . Ein Mensch benötigt am Tag etwa 3 bis 5 Liter Trinkwasser ohne das er nicht überleben kann und insgesamt etwa 20 bis 40 Liter Trink- und Brauchwasser .
In Europa ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser weitestgehend gesichert, z.B. liegt in Deutschland der Anschlussgrad der Haushalte an die öffentliche Wasserversorgung bei nahezu 100%. Im Hinblick auf den Verbrauch und die Nutzung gibt es aber große nationale Unterschiede. Deutschland besitzt nach Belgien den geringsten Trinkwasserverbrauch mit 128 l/Einwohner/Tag, wohingegen Küstenländer wie Italien mit 249 l/Einwohner/Tag und auch Spanien mit 145 l/Einwohner/Tag einen viel höheren Verbrauch aufweisen .
Des Weiteren soll es laut der Europäischen Union (EU) und den jeweiligen Regierungen das Ziel sein, die Trinkwassernutzung und -gewinnung möglichst nachhaltig bzw. nachhaltiger zu gestalten. Inwiefern das in Deutschland möglich ist und ob Entsalzungsanlagen hierbei eine tatsächliche Alternative für die Mittelmeerländer – Spanien als Beispiel – darstellen, wird in den folgenden Kapiteln behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einführung in das Thema

2.Trinkwasser in Deutschland

2.1 Verschiedene Möglichkeiten zur Gewinnung und Aufbereitung

2.2 Verwendung

2.3 Trinkwasserverordnung sorgt für hohe Wasserqualität und verhilft auch zur Nachhaltigkeit

3. Trinkwasser in Mittelmeerländern am Beispiel Spanien

3.1 Probleme des Versorgungssystems Spaniens im Vergleich zu Deutschland

3.2 Entsalzungsanlagen

3.2.1 Funktionsweisen

3.2.1 Problematik und Lösungsansätze im Hinblick auf Nachhaltigkeit

3.2.3 Alternativen zur Trinkwassergewinnung

4. Deutschland und Spanien im Vergleich hinsichtlich nachhaltiger Trinkwassergewinnung und -nutzung

5. Politische und gesellschaftliche Einflüsse

5.1 Engagement der Europäischen Union zur Nachhaltigkeit

5.1.1 Förderung und Subventionen

5.1.2 Gesetze und Projekte

5.2 Weitere Lösungsmöglichkeiten zur nachhaltigen Gestaltung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen einer nachhaltigen Trinkwassernutzung in Europa und analysiert kritisch, ob die Meerwasserentsalzung eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Versorgung darstellt. Dabei werden die gegensätzlichen Ausgangslagen in Deutschland und den Mittelmeerländern, insbesondere Spanien, gegenübergestellt.

  • Analyse des Trinkwasserverbrauchs und der Versorgungsstrukturen in Deutschland und Spanien
  • Technische Funktionsweisen und Nachhaltigkeitsproblematik von Meerwasserentsalzungsanlagen
  • Evaluierung politischer Einflussnahmen und Fördermaßnahmen der Europäischen Union
  • Diskussion über alternative Ansätze zur Wassergewinnung und Leitungsoptimierung
  • Vergleich nachhaltiger Bewirtschaftungsstrategien und Ansätze zur Arbeitsteilung in Europa

Auszug aus dem Buch

3.2 Entsalzungsanlagen

Entsalzungsanlagen wandeln Meerwasser mithilfe von neu entwickelten Technologien in Süßwasser also Rohwasser um, sodass dieses zu Trinkwasser aufbereitet werden kann. Begonnen hat die Betreibung dieser Anlagen mit dem thermischen Verfahren, der Destillation: Das Meerwasser wird verdampft, das Salz also aus dem Wasser gefiltert und wenn man den Wasserdampf danach auf kühlen Flächen kondensiert, erhält man klares salzfreies Trinkwasser. Der Süßwassergewinn beträgt bei diesem Verfahren allerdings nur etwa 20%. In den vergangenen Jahren wurde daher vermehrt auf neue Membrantechnologien, wie die sogenannte Umkehrosmose auch reverse Osmose, gesetzt. Hierbei wird das Meerwasser mit einem Druck von 70 bis 80 Bar gegen Membranen gepumpt. Die Poren dieser Membranen sind 50.000-mal feiner als ein Menschenhaar, sodass die Wassermoleküle hindurch gelangen können, die Salzmoleküle, Bakterien und Viren dagegen nicht. Bei diesem Verfahren liegt der Süßwassergewinn zwischen 30 und 85 Prozent, abhängig vom Salzgehalt des Meerwassers. Das gewonnene Rohwasser muss danach nur noch mit Elektrolyten versetzt werden, um es als Trinkwasser nutzbar zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einführung in das Thema: Es wird die globale Verfügbarkeit von Süßwasser dargelegt und die essentielle Bedeutung von Trinkwasser für die menschliche Gesundheit sowie nationale Unterschiede im Verbrauch aufgezeigt.

2.Trinkwasser in Deutschland: Das Kapitel beschreibt die Gewinnungs- und Aufbereitungsverfahren in Deutschland und betont die hohe Qualitätssicherung durch die Trinkwasserverordnung.

3. Trinkwasser in Mittelmeerländern am Beispiel Spanien: Hier werden die strukturellen Versorgungsprobleme Spaniens, wie Wasserknappheit und marode Infrastrukturen, detailliert untersucht.

4. Deutschland und Spanien im Vergleich hinsichtlich nachhaltiger Trinkwassergewinnung und -nutzung: Das Kapitel stellt die verschiedenen Ausgangslagen gegenüber und bewertet die Potenziale sowie Schwierigkeiten nachhaltiger Wasserstrategien.

5. Politische und gesellschaftliche Einflüsse: Der Fokus liegt auf der Rolle der EU bei der Förderung nachhaltiger Wasserprojekte sowie auf individuellen und strukturellen Einsparmöglichkeiten.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Meerwasserentsalzung als wichtige, wenn auch ressourcenintensive Chance für die Zukunft, ergänzt durch die Notwendigkeit von Infrastruktursanierungen.

Schlüsselwörter

Trinkwassernutzung, Nachhaltigkeit, Meerwasserentsalzung, Umkehrosmose, Wasserversorgung, Spanien, Deutschland, Trinkwasserverordnung, Wasserpreis, Ressourcenschonung, EU-Förderung, Infrastruktur, Wasserknappheit, regenerative Energien, Bewässerungssysteme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik einer nachhaltigen Trinkwasserversorgung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen klimatischen und infrastrukturellen Bedingungen innerhalb Europas.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Trinkwassergewinnung, die Aufbereitungsmethoden, den Wasserverbrauch in Haushalten und Landwirtschaft sowie die Rolle moderner Entsalzungstechnologien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung der Frage, ob Meerwasserentsalzung eine ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Trinkwasserversorgung in wasserarmen Regionen darstellen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung gewählt?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine vergleichende Analyse der Situation in Deutschland und Spanien sowie eine Auswertung technischer Dokumentationen und politischer Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf den Vergleich der Versorgungssysteme, die technische Funktionsweise von Entsalzungsanlagen und die Auswirkungen politischer Einflüsse auf die Wasserwirtschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit besonders gut?

Schlüsselwörter wie Nachhaltigkeit, Meerwasserentsalzung, Wasserknappheit und europäische Umweltpolitik beschreiben den Kern der Arbeit am besten.

Wie bewertet der Text die Kosten von Meerwasserentsalzungsanlagen?

Die Kosten werden als aktuell hoch und für arme Regionen oft untragbar eingestuft, wobei regenerative Energien und neue Technologien als Schlüssel zur Rentabilität genannt werden.

Welche Rolle spielt die Europäische Union bei der Trinkwasserversorgung?

Die EU fungiert als Förderer durch Subventionen für Entsalzungsprojekte und setzt regulatorische Rahmenbedingungen wie die Öko-Design-Richtlinie, um den sparsameren Wasserverbrauch zu forcieren.

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Details

Title
Nachhaltige Trinkwassernutzung in Europa. Wasserentsalzung zur Trinkwasserversorgung?
Grade
15
Author
Larissa Hahn (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V300604
ISBN (eBook)
9783656977506
ISBN (Book)
9783656977513
Language
German
Tags
nachhaltige trinkwassernutzung europa wasserentsalzung trinkwasserversorgung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Larissa Hahn (Author), 2013, Nachhaltige Trinkwassernutzung in Europa. Wasserentsalzung zur Trinkwasserversorgung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300604
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