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Materialismus und Idealismus. Die Fragen nach dem Sein ausgehend von den ursprünglichen philosophischen Strömungen

Title: Materialismus und Idealismus. Die Fragen nach dem Sein ausgehend von den ursprünglichen philosophischen Strömungen

Essay , 2015 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Baldur Jakob (Author)

Philosophy - General Essays, Eras
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Materialismus und Idealismus - Die Entwicklng eines Konflikts zweier ursprünglicher philosophischer Strömungen analytisch betrachtet und gegenübergestelt. Wir wollen unsere Betrachtung auf den Ursprung der abendländischen Philosophie richten und schildern nun die intensive Auseinandersetzung griechischer Philosophen der Antike mit den Fragen nach dem Sein. Wir stellen die beiden bedeutendsten konträren Strömungen der jungen Philosophiegeschichte dar, welche die Philosophie von da an spalten sollte: Der Materialismus und der Idealismus.

Um das 6. Jahrhundert v. u. Z. begann im antiken Griechenland erstmals der Versuch, kraft vernunftmäßigen Denkens die Welt aus natürlichen Ursachen zu erklären. Dies wurde begünstigt durch verschiedene gesellschaftliche, sowie politische Faktoren und nicht zuletzt durch die Loslösung von religiösen und spirituellen Vorstellungen. Resultierend aus florierenden Handelsbeziehungen des griechischen Kolonialreiches bis tief in den fernöstlich-asiatischen, sowie nordafrikanischen Raum, kollidierten verschiedene Weltanschauungen. Dies führte zur kritischen Hinterfragung etablierter Ansichten und mündete schließlich im Bruch mit diesen. Liberale, demokratische Verfassungen, die z.B. die freie Rede garantierten, boten zudem einen fruchtbaren Nährboden zur Entfaltung philosophischen Gedankenguts.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Anfänge der abendländischen Philosophie

2.1. Die Milesier: Thales, Anaximandros und Anaximenes

2.2. Pythagoras und die Eleaten

2.3. Parmenides und Zenon

2.4. Empedokles

3. Die Atomlehre von Leukipp und Demokrit

4. Die Sophisten

5. Sokrates

6. Platon und die Ideenlehre

6.1. Das Höhlengleichnis

6.2. Die Ideenlehre

6.3. Das Sonnengleichnis und das Liniengleichnis

7. Materialismus und Idealismus im Wandel der Philosophiegeschichte

8. Hegels Dialektik und der dialektische Materialismus von Marx

9. Fazit: Materie und Geist

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende philosophische Spannung zwischen Materialismus und Idealismus, indem sie deren Ursprünge in der griechischen Antike nachzeichnet und deren Weiterentwicklung bis in die Moderne analysiert. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, ob die Welt primär aus Materie hervorgeht oder ob ein geistiges Prinzip als Ursprung des Seins zu betrachten ist.

  • Die Entwicklung des philosophischen Denkens in der griechischen Antike.
  • Die Atomlehre der Vorsokratiker als Grundstein des Materialismus.
  • Platons Ideenlehre und deren Bedeutung für den Idealismus.
  • Der Einfluss dieser Strömungen auf die Philosophie von Hegel und Marx.
  • Das Spannungsfeld zwischen naturwissenschaftlicher Erklärung und ethischer Normsetzung.

Auszug aus dem Buch

Die Atomlehre

So nehme man einen Stab aus Eisen und zerteile diesen. Nun nehme man die eine Hälfte und zerteile diese wiederum und wiederhole diesen Vorgang immerfort. Nach Leukipp und Demokrit müsse man irgendwann, nachdem sich der Zerteilungsprozess dem Sichtbaren entzogen hätte, an eine Grenze stoßen, an der sich das Material nicht mehr spalten ließe und somit unteilbar wäre - ein Atom. Diese Atome sind vollständig raumerfüllend und haben daher kein Leeres in sich. Des Weiteren sind sie alle aus dem gleichen Stoff, unterscheiden sich jedoch in ihrer Form, Größe und Anordnung, welche für die primären Eigenschaften der sichtbaren Dinge zuständig sind. Diese sind Schwere, Dichte und Härte.

Jegliche weitere Attribute eines Dinges, genannt sekundäre Eigenschaften, wie Farbe, Geruch, Geschmack, Wärme und Töne entspringen nicht der Beschaffenheit der Dinge an sich, sondern sind Produkt unserer eigenartigen Wahrnehmung. Somit sind sie die subjektive Zutat unserer Sinne.

Das Entstehen und Vergehen von Dingen resultiert aus der ewigen Bewegung der Atome, die nach dem Gesetz der Schwere durch Zusammenstoßen und Abprallen Wirbelbewegungen verursachen und sich so zu Atomkomplexen zusammenfinden. Durch ihre primären Eigenschaften, also Form und Größe, fügt sich nun Gleiches zu Gleichem und es entstehen von jeher die sichtbaren Dinge. Dieses Werden und Vergehen erfordert keinen lenkenden Geist, sondern ist gänzlich der dem Seienden innewohnenden Gesetzmäßigkeiten unterworfen. Damit ist erstmals das Kausalgesetz benannt, wonach jedes Ereignis eine Ursache hat und wiederum Ursache eines weiteren Ereignisses ist. So besagt der einzige überlieferte Ausspruch von Leukipp: „Kein Ding entsteht planlos, sondern aus Sinn und unter Notwendigkeit.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die existenziellen Fragen nach dem Sein ein, die Kant als Kern der Philosophie definierte, und leitet zum historischen Vergleich zwischen Materialismus und Idealismus über.

2. Die Anfänge der abendländischen Philosophie: Dieses Kapitel behandelt die vorsokratische Suche nach einem Urstoff und Urgesetz bei Denkern wie Thales, Pythagoras und den Eleaten.

3. Die Atomlehre von Leukipp und Demokrit: Es wird die atomistische Theorie dargestellt, welche die Welt als Kombination aus materiellen Kleinstteilchen und leerem Raum erklärt und das Kausalgesetz begründet.

4. Die Sophisten: Das Kapitel beschreibt das Wirken der Sophisten als Kritiker der traditionellen Philosophie, die durch ihre Rhetorik den Anspruch auf absolute Wahrheit in Frage stellten.

5. Sokrates: Sokrates wird als entscheidende Figur eingeführt, der durch den Dialog und seine beharrliche Infragestellung des eigenen Wissens die Philosophiegeschichte prägte.

6. Platon und die Ideenlehre: Hier wird Platons Philosophie durch seine zentralen Gleichnisse (Höhlen-, Sonnen- und Liniengleichnis) erläutert, welche die Ideenwelt als wahre Realität etablieren.

7. Materialismus und Idealismus im Wandel der Philosophiegeschichte: Das Kapitel skizziert die historische Rezeption antiker Lehren im Mittelalter, der Renaissance und der Moderne.

8. Hegels Dialektik und der dialektische Materialismus von Marx: Es wird der Übergang von Hegels idealistischer Dialektik zu Marx’ materialistischer Umkehrung derselben analysiert.

9. Fazit: Materie und Geist: Das abschließende Fazit reflektiert die ungelöste Grundfrage nach dem Ursprung der Welt und die Notwendigkeit einer Brücke zwischen Materialismus und Ethik.

Schlüsselwörter

Materialismus, Idealismus, Philosophie, Antike, Atomlehre, Ideenlehre, Sokrates, Platon, Demokrit, Dialektik, Kausalgesetz, Weltgeist, Ethik, Erkenntnistheorie, Sein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den historischen und inhaltlichen Gegensatz zwischen materialistischen und idealistischen Weltanschauungen in der Philosophie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die vorsokratische Naturphilosophie, Platons Ideenlehre, die Entwicklung der Dialektik und die Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Ursprung des Seins.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Wurzeln dieser beiden konträren Strömungen freizulegen und deren Einfluss auf die westliche Philosophiegeschichte bis hin zu Marx und Hegel aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, um philosophische Konzepte durch Quellenstudium und den Vergleich zentraler Lehren einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der vorsokratischen Atomisten, die sophistische Kritik, die Philosophie des Sokrates und Platons, sowie deren Weiterentwicklung durch spätere Denker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Atomismus, Ideenlehre, Kausalität, Dialektik, Transzendenz und das Verhältnis von Materie und Geist.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Materie bei den Atomisten von der bei Marx?

Während die Atomisten die Materie als kleinste, unteilbare Bausteine der Welt entdeckten, nutzte Marx die Materie als Basis für seine gesellschaftskritische, dialektische Analyse des sozialen Lebens.

Welche Bedeutung hat das Höhlengleichnis für Platons Idealismus?

Das Höhlengleichnis dient als Veranschaulichung dafür, dass die sinnlich wahrnehmbare Welt nur ein Schattenbild der eigentlich realen, unveränderlichen Ideenwelt ist.

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Details

Title
Materialismus und Idealismus. Die Fragen nach dem Sein ausgehend von den ursprünglichen philosophischen Strömungen
Grade
1,0
Author
Baldur Jakob (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V300634
ISBN (eBook)
9783668283565
ISBN (Book)
9783668283572
Language
German
Tags
Philosophie Deutsch Platon Sokrates Aristoteles Leukipp Demokrit Parmenides Pythagoras Materialismus Idealismus Hegel Marx Höhlengleichnis Sonnengleichnis Liniengleichnis Ideen Wahrheit Erkenntnis Referat Arbeit Abhandlung Essay Konflikt Dialektik Sein Fragen Strömung
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Baldur Jakob (Author), 2015, Materialismus und Idealismus. Die Fragen nach dem Sein ausgehend von den ursprünglichen philosophischen Strömungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300634
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