Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem Interkulturellen Lernen im Fremdsprachenunterricht mit dem Medium Film, speziell mit dem Film: „Paris, je t’aime“ Zunächst werden die Kulturbegriffe genauer durchleuchtet, danach wird genau beschrieben, was interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenzen überhaupt bedeuten.
Im Anschluss daran wird interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht mit dem Medium Film genauer betrachtet. Danach folgt der praktische Teil, darunter fällt eine genau geplante Unterrichtseinheit zum interkulturellen Lernen mit dem Film: „Paris, je t’aime“. Abschließend werden die Schwerpunkte noch mal zusammengefasst und reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Kulturbegriffe
2.2 Interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenzen
2.3 Interkulturelles Lernen im FSU mit dem Film „Paris, je t’aime“
3 Praktischer Teil
3.1 Sachanalyse
3.2 Didaktische Analyse
3.3 Methodische Analyse
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Films „Paris, je t’aime“ zur Förderung interkulturellen Lernens im Fremdsprachenunterricht und entwirft eine praxisorientierte Unterrichtseinheit zur filmbasierten Kompetenzentwicklung.
- Grundlagen interkultureller Kompetenzmodelle
- Didaktische Potenziale des Mediums Film im Sprachunterricht
- Filmanalyse der Sequenz „Loin du 16e“
- Methodische Gestaltung von Pre-Viewing, While-Viewing und Post-Viewing
- Reflexion sozialer Disparitäten und kultureller Perspektivwechsel
Auszug aus dem Buch
3.1 Sachanalyse
Die Sachanalyse gliedert sich in inhaltliche Aspekte und Sprachliche Aspekte: Eine Filmsequenz, Loin du 16e, des Filmes „Paris, je t’aime“, welcher sich an den „typischen französischen Stereotypen bedient, sie aber auch immer wieder bricht“ (Lange 2008: 40), bildet den Kern des Entwurfs. In der Filmsequenz steht die Hauptperson, Ana, früh morgens, nachdem ihr Wecker laut geklingelt hat, in einer der tristen Vorstädte von Paris auf. Sie muss ihr Baby bei einer Tageskrippe abgeben. Sie legt ihr Kind dort wieder ins Bett, damit es noch etwas schlafen kann.
Als sie die Tageskrippe wieder verlassen möchte, beginnt ihr Kind zu weinen. Sie singt ihm zum Abschied noch leise ein spanisches Kinderlied vor, um es zu beruhigen, bevor sie zur Arbeit geht. Dieses Lied ist das einzige Anzeichen dafür, dass Ana höchstwahrscheinlich aus Spanien oder Süd-Amerika stammt. Anschließend nimmt sie eine lange und anstrengende Fahrt, zunächst mit dem Bus, dann mit der Straßenbahn und letztendlich mit der Métro, auf sich um zur Arbeit zu gelangen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des interkulturellen Lernens im Fremdsprachenunterricht mittels des Films „Paris, je t’aime“ ein und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Kulturbegriffe, definiert interkulturelle Kompetenzen nach verschiedenen Ansätzen und beleuchtet die Rolle des Films als didaktisches Medium.
3 Praktischer Teil: Hier wird ein konkreter Unterrichtsentwurf vorgestellt, der eine Sachanalyse, didaktische Begründungen sowie einen methodischen Verlauf in drei Phasen umfasst.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Einsatz von Filmen als bereicherndes, aber sorgfältig zu planendes Element des Fremdsprachenunterrichts.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Lernen, Fremdsprachenunterricht, Paris je t’aime, Filmkompetenz, Interkulturelle Kompetenz, Didaktik, Sachanalyse, Methodik, Sprachunterricht, Frankreich, Filmanalyse, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsentwurf, Medienkompetenz, Mehrdimensionalität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit widmet sich der didaktischen Nutzung des Films „Paris, je t’aime“, um interkulturelle Lernprozesse und Kompetenzen bei Lernenden im Fremdsprachenunterricht gezielt zu fördern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von Kultur und interkultureller Kompetenz, die medienpädagogische Bedeutung des Films sowie die praktische Unterrichtsgestaltung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine spezifische Filmsequenz Empathie, Perspektivwechsel und interkulturelle Handlungsfähigkeit in einer Fremdsprache entwickelt werden können.
Welche methodischen Ansätze werden zur Unterrichtsgestaltung genutzt?
Der Unterrichtsentwurf basiert auf einem dreiphasigen Modell bestehend aus Pre-Task, Task-Cycle und Post-Task, um eine strukturierte Auseinandersetzung mit dem Medium zu gewährleisten.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich zur Begriffsbestimmung und einen praktischen Bereich, der die konkrete Unterrichtsplanung inklusive Sach-, didaktischer und methodischer Analyse enthält.
Welche Bedeutung kommt dem Film „Paris, je t’aime“ zu?
Der Film dient als authentisches Anschauungsobjekt, das durch seine visuelle und narrative Dichte besonders gut geeignet ist, soziale Disparitäten und interkulturelle Aspekte greifbar zu machen.
Warum wird in der Sachanalyse besonders auf die Kameraeinstellungen eingegangen?
Die Kameraeinstellungen in „Loin du 16e“ werden als zentrales Ausdrucksmittel analysiert, um die Distanz zwischen der Lebensrealität der Protagonistin und ihrer Arbeitgeberin sowie die emotionale Bindung zum Kind visuell zu unterstreichen.
Welche Rolle spielt die Sprache im Unterrichtsentwurf zur Filmsequenz?
Da die gewählte Sequenz spracharm ist, bietet sie laut Autorin ideale Möglichkeiten für die Lernenden, "sprachliche Leerstellen" zu füllen und durch produktive Tätigkeiten wie das Erstellen eines Theaterstücks die Sprachkompetenz zu erweitern.
- Arbeit zitieren
- Markus Wagner (Autor:in), 2012, Filme im Fremdsprachenunterricht. Interkulturelles Lernen mit "Paris, je t'aime", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300694