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Nationale Mythen und Geschlechterbilder in "Jamón Jamón" von Bigas Luna

Titel: Nationale Mythen und Geschlechterbilder in "Jamón Jamón" von Bigas Luna

Hausarbeit , 2009 , 16 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Lisa Hein (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Europa
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In „Jamón, Jamón“ von Bigas Luna sind viele versteckte, aber auch offensichtliche Symbole des Spanischtums zu finden.

Schwerpunkt dieser Hausarbeit mit dem Thema „Nationale Mythen und Geschlechterbilder“ wird daher sein, diese zu benennen und soweit möglich zu interpretieren bzw. die Bedeutung und den von Bigas Luna vermutlich bezweckten Sinn der Darstellung aufzuschlüsseln.
Hierbei stehen Fragen folgender Art im Vordergrund: Wie wird das Spanien der Vergangenheit, wie das der Zukunft dargestellt? Auf welchem Weg sieht Bigas Luna Spanien?

Wenn man die Symbole des Spanischtums untersucht, existiert ein überaus bedeutendes Thema, das im Zusammenhang mit den Menschen bzw. den Figuren im Film steht: Geschlechterbilder oder/und auch Stereotypen. Ein Stereotyp ist eine vereinfachte Darstellung einer Volksgruppe oder eines Volkes, bei der sich von einer Person auf alle Personen schließen lässt, jedoch nur wenn man die individuelle Entwicklung einer Person außer Acht lässt.

Wie wird nun also der typische spanische Mann, auch iberischer Macho genannt, dargestellt? Was für Eigenschaften hat er? Gibt es nur eine Sorte Mann?
Wie wird im Gegensatz zum Mann die spanische Frau dargestellt? Gibt es bei ihr auch verschiedene Typen Frau?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Filmanalyse

1. Interpretation der Anfangsszene

1.1 Der Stier

1.2 Los Monegros

1.3 Raúl und Conchitas erstes Auftreten

2. Analyse des Films im Ganzen

3. Schlussszene „Duelo a garrotazos“

III. Stereotypen und Geschlechterbilder

1. Frauen

1.1. Sylvia

1.2. Conchita

2. Männer

2.1. Der Stereotyp Mann im spanischen Kino

2.2. José Luis

2.3. Raúl – der typische spanische Macho?

IV. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film "Jamón jamón" (1992) von Bigas Luna, um die darin dargestellten nationalen Mythen Spaniens sowie die zugrundeliegenden Geschlechterbilder und Stereotypen zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie das Spanien im Wandel – zwischen Tradition und Moderne – sowie die unterschiedlichen Rollenbilder von Mann und Frau im Film repräsentiert werden.

  • Kulturelle und politische Einordnung des spanischen Films Anfang der 90er Jahre
  • Symbolik und Bedeutung der zentralen Anfangsszene
  • Surrealistische Elemente und künstlerische Einflüsse im Film
  • Analyse weiblicher Rollenbilder und deren soziale Macht
  • Dekonstruktion des spanischen "Machos" am Beispiel von José und Raúl

Auszug aus dem Buch

2.3. Raúl – der typische spanische Macho?

Zuerst einmal lässt sich sagen, dass Raúl eher das Gegenteil von José ist und somit für das traditionelle Spanien stehen kann. Er verkörpert den Stereotyp des iberischen Machos: ein Eroberer, voller Elan, animalisch und zum Beispiel in seiner ersten Szene mit Sylvia ein Angeber, indem er sich extra als Retter inszeniert. Außerdem stellt er auch das männliche Können unter Beweis, indem es mit ihm körperlich und symbolisch assoziiert wird. Ein Beispiel dafür ist die Szene des Stierkampfs, in der er auch eine Erektion hat. Betrachtet man nun Raúl als spanischen Macho, kann man jedoch eine leichte Übertreibung feststellen.

Die Szene mit ihm vor seinem Schinkengeschäft strotzt nur so von Männlichkeit und Symbolen des Spanischtums: chorizo - die typische spanische Salamiwurst, der Name conquistadores, Raúl seine Muskeln bewundernd und Heavy Metal Musik – all das geradezu überspanisch und übermännlich. Der Name conquistadores (Entdecker) kann auf Raúls Männlichkeit anspielen. Sie ist wie bei einem Entdecker gierig und auf Verbrauch ausgerichtet. Zudem besitzt Raúl exzessive Männlichkeit, da er die Männlichkeit in Körperlichkeit, Wettbewerbseifer und auch Aggression ausdrückt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung bettet den Film "Jamón jamón" in den kulturellen und politischen Kontext des Spaniens der 90er Jahre ein und definiert die zentralen Forschungsfragen zu Symbolen und Geschlechterbildern.

II. Filmanalyse: Dieses Kapitel interpretiert die bildhafte Sprache des Films, von der symbolträchtigen Anfangsszene bis hin zur Schlussszene, und analysiert künstlerische Einflüsse wie Surrealismus.

III. Stereotypen und Geschlechterbilder: Hier werden die Rollen der weiblichen und männlichen Protagonisten detailliert untersucht und ihr symbolischer Wert für das moderne bzw. traditionelle Spanien herausgearbeitet.

IV. Schlusswort: Das Schlusswort führt die Analyse zusammen und diskutiert das komplexe Bild Spaniens zwischen Kommerzialisierung und Tradition auf verschiedenen Bedeutungsebenen.

Schlüsselwörter

Jamón jamón, Bigas Luna, Spanischer Film, Nationale Mythen, Geschlechterbilder, Stereotypen, Machismo, Iberischer Macho, Symbolik, Identitätsfindung, Tradition, Moderne, Kommerzialisierung, Surrealismus, Spanien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Film "Jamón jamón" von Bigas Luna unter dem Aspekt der kulturellen Repräsentation Spaniens durch nationale Mythen und Geschlechterstereotypen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Darstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit, den Wandel spanischer Identität sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Macho-Kult.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die im Film versteckten und offensichtlichen Symbole des "Spanischtums" zu benennen, zu interpretieren und den von Bigas Luna intendierten Sinn dieser Darstellungen aufzuschlüsseln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine filmwissenschaftliche Analyse angewandt, die den Film sowohl chronologisch als auch motivbezogen untersucht und psychologische sowie kulturelle Theorien einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Filmanalyse, inklusive der Interpretation ikonischer Szenen, sowie eine tiefgehende Untersuchung der Protagonisten als Träger gesellschaftlicher Stereotypen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen "Spanischtum", "Geschlechterbilder", "Macho", "Tradition vs. Moderne" und "nationale Mythen".

Wie werden die männlichen Hauptfiguren José und Raúl gegenübergestellt?

José wird als moderne, jedoch in einem Konflikt steckende Figur dargestellt, während Raúl als übersteigerter, traditioneller "Macho" inszeniert wird, dessen Männlichkeit jedoch im Film ironisch gebrochen wird.

Welche Bedeutung kommt der Schlussszene zu?

Die Schlussszene wird als Höhepunkt und Spiegelung eines Goya-Gemäldes interpretiert, in der sich der Kampf zwischen kultureller und wirtschaftlicher Mentalität entlädt und die Neuformierung der spanischen Familie symbolisiert wird.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nationale Mythen und Geschlechterbilder in "Jamón Jamón" von Bigas Luna
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Fachbereich 06 - Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft)
Veranstaltung
Seminar: Spanische Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts anhand des spanischen Films
Note
2,7
Autor
Lisa Hein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V300698
ISBN (eBook)
9783656968344
ISBN (Buch)
9783656968351
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spanien Bigas Luna Stereotyp Machismo Filmanalyse Symbole Spaniens Buñuels Surrealismus Dalí Goya
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Hein (Autor:in), 2009, Nationale Mythen und Geschlechterbilder in "Jamón Jamón" von Bigas Luna, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300698
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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