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Kritische Auseinandersetzung mit dem Text „Meaning and Reference“ von Hilary Putnam

Title: Kritische Auseinandersetzung mit dem Text  „Meaning and Reference“ von Hilary Putnam

Presentation (Elaboration) , 2012 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Liza Springub (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Diese Referatsausarbeitung befasst sich mit dem Text „Meaning and Reference“ von Hilary Putnam, welcher aus seinem Aufsatz „The Meaning of Meaning“ entnommen ist.

Im Folgenden werde ich mich zuerst nur auf die Inhalte des Referats, d.h. auf den zu behandelten Text, beziehen, damit sich der Leser einen Überblick über Putnams Ideen verschaffen kann. Die direkte Bezugnahme auf seine Thesen halte ich hier nicht für sinnvoll, da diese das Verständnis des Lesers im Bezug auf die Verknüpfung der Thesen stören könnte. Ich werde mich also im Anschluss an die Ausführungen der Referatsinhalte kritisch mit den Thesen auseinandersetzen.

Im ersten Teil seines Aufsatzes beschäftigt sich Putnam mit der Frage, ob Bedeutungen im Kopf sind, d. h. er hinterfragt die These, dass der psychische Zustand eines Menschen die Bedeutung eines Ausdrucks bestimmt, kritisch. Die Widerlegung dieser These veranschaulicht er anhand verschiedener Beispiele, von denen das bekannteste das „Zwillingserde-Beispiel“ ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Inhalte des Referats

Zwei Annahmen der Bedeutungstheorie

Sind Bedeutungen im Kopf?

Eine soziolinguistische Hypothese

Indexikalität und Rigidität

Fazit

Kritische Auseinandersetzung

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Hilary Putnams Aufsatz "Meaning and Reference" auseinander. Das primäre Ziel ist es, Putnams externalistische Position zu Bedeutung und Referenz darzustellen, seine zentralen Gedankenexperimente zu analysieren und diese im Anschluss einer philosophischen Prüfung zu unterziehen.

  • Gegenüberstellung von internalistischen und externalistischen Bedeutungstheorien
  • Analyse der Zwillingserde-Gedankenexperimente und deren Implikationen
  • Diskussion der Hypothese der sprachlichen Arbeitsteilung
  • Untersuchung der Verknüpfung von Indexikalität und Rigidität bei natürlichen Arten
  • Kritische Reflexion über den kognitiven Zugriff auf Bedeutung

Auszug aus dem Buch

Sind Bedeutungen im Kopf?

Im ersten Teil seines Aufsatzes beschäftigt sich Putnam mit der Frage, ob Bedeutungen im Kopf sind, d. h. er hinterfragt die These, dass der psychische Zustand eines Menschen die Bedeutung eines Ausdrucks bestimmt, kritisch. Die Widerlegung dieser These veranschaulicht er anhand verschiedener Beispiele, von denen das bekannteste das „Zwillingserde-Beispiel“ ist.

In diesem Gedankenexperiment geht man davon aus, dass es neben der Erde noch eine Zwillingserde gibt, die der Erde in all ihren Eigenschaften gleicht. Zur Verdeutlichung kann man sich sogar vorstellen, dass auf der Zwillingserde von jedem ein Doppelgänger existiert, der seinem Pendant auf der Erde exakt gleicht und sogar dieselben Gedanken hat, also immer im selben psychischen Zustand ist. Der einzige Unterschied dieser beiden Erden besteht in dem Ausdruck „Wasser“: Auf der Erde gilt die chemische Zusammensetzung H2O als „Wasser“, wohingegen die chemische Zusammensetzung von „Wasser“ auf der Zwillingserde eine andere, sehr lange Formel ist, welche mit der Abkürzung XYZ gekennzeichnet ist. Die Eigenschaften von Wasser sind allerdings dieselben (flüssig, farblos, man kann es trinken, es ist in Flüssen und Seen enthalten,…). Man stelle sich weiterhin vor, dass jemand namens Oskar(1) auf der Erde lebt und einen identischen Zwilling auf der Zwillingserde, Oskar(2) hat.

Die beiden würden sich nun gegenseitig mit einem Raumschiff besuchen und bei ihrer Rückkehr berichten, dass es dort wo sie waren „Wasser“ gibt. Nun kann man das Gedankenexperiment einmal vor der Wissenschaft der Chemie und einmal danach durchführen. Besuchen sich Oskar(1) und Oskar(2) im Jahre 1750, bevor die Chemie entwickelt war, so werden sie aufgrund verschiedener Identifikationskriterien davon ausgehen, dass „Wasser“ auf der Erde und auf der Zwillingserde dasselbe ist. Im Jahre 1970 allerdings, als man bereits Kenntnisse von der Chemie hatte, hätte Oskar(1) berichtet, dass auf der Zwillingserde XYZ als „Wasser“ gilt, sowie Oskar(2) berichtet hätte, dass auf der Erde H2O als „Wasser“ gilt. Putnam schließt hieraus, dass Oskar(1) und Oskar(2) das Wort „Wasser“ unterschiedlich verstehen und es deshalb auch mit unterschiedlichen Bedeutungen gebrauchen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in den Text "Meaning and Reference" von Hilary Putnam ein und erläutert den methodischen Aufbau der vorliegenden Referatsausarbeitung.

Inhalte des Referats: Dieser Abschnitt dient der strukturierten Wiedergabe von Putnams Thesen, beginnend mit der Abgrenzung zwischen internalistischen und externalistischen Bedeutungstheorien.

Zwei Annahmen der Bedeutungstheorie: Hier wird der Gegensatz zwischen der klassischen internalistischen Sichtweise, in der der psychische Zustand die Bedeutung bestimmt, und Putnams externalistischem Ansatz dargelegt.

Sind Bedeutungen im Kopf?: Anhand des bekannten Zwillingserde-Experiments wird Putnams Argumentation präsentiert, dass die Extension eines Begriffs von externen Faktoren und nicht vom psychischen Zustand abhängt.

Eine soziolinguistische Hypothese: Dieses Kapitel erläutert die "sprachliche Arbeitsteilung" und erklärt, wie die Bedeutung von Begriffen durch die Kooperation innerhalb einer Sprachgemeinschaft festgelegt wird.

Indexikalität und Rigidität: Hier wird die Anwendung von Kripkes Theorie starrer Designatoren auf natürliche Arten erläutert und die "versteckte Indexikalität" bei Begriffen wie "Wasser" besprochen.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Bedeutung bei Putnam sowohl eine soziale als auch eine weltbezogene Dimension hat und nicht rein psychisch verortet ist.

Kritische Auseinandersetzung: In diesem Kapitel hinterfragt die Autorin Putnams Annahmen, insbesondere die Unmöglichkeit des kognitiven Zugriffs auf Bedeutung und die Problematik von Begriffen ohne explizite Experten.

Schlusswort: Das Schlusswort betont die bestehenden Schwierigkeiten, eine Theorie zu entwickeln, die sowohl die objektive Welt als auch den notwendigen kognitiven Zugang zur Bedeutung vereint.

Schlüsselwörter

Bedeutungstheorie, Referenz, Hilary Putnam, Externalismus, Zwillingserde, Extension, Intension, sprachliche Arbeitsteilung, Indexikalität, Rigidität, natürliche Arten, Identifikationskriterien, Stereotyp, Semantik, Philosophie des Geistes.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine zusammenfassende Darstellung und eine kritische philosophische Auseinandersetzung mit dem Aufsatz "Meaning and Reference" von Hilary Putnam.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Bedeutungstheorie, die Rolle der externen Welt bei der Referenzbestimmung und die soziolinguistischen Aspekte der Sprachverwendung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erläuterung von Putnams externalistischer Position und die Prüfung, ob seine Argumente gegen internalistische Bedeutungstheorien standhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Textanalyse, wobei die Argumente des Autors rekonstruiert und anschließend kritisch auf ihre Logik und Konsistenz hin geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der referierten Inhalte (Gedankenexperimente, sprachliche Arbeitsteilung) und einen kritischen Diskussionsteil, in dem Putnams Thesen hinterfragt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bedeutung, Referenz, Externalismus, Zwillingserde und sprachliche Arbeitsteilung charakterisiert.

Wie argumentiert Putnam gegen die internalistische Position?

Putnam argumentiert, dass identische psychische Zustände (wie bei den Oskars auf Erde und Zwillingserde) zu unterschiedlichen Extensionen führen können, wodurch der psychische Zustand allein nicht die Bedeutung festlegen kann.

Was ist mit dem "Zirkelbeweis" in Putnams Theorie gemeint?

Die Autorin kritisiert, dass Putnams Theorie auf einem Zirkel beruht, da die Bedeutung die Extension bestimmen soll, der Sprecher jedoch für das Verständnis der Bedeutung bereits Wissen über die Extension benötigt.

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Details

Title
Kritische Auseinandersetzung mit dem Text „Meaning and Reference“ von Hilary Putnam
College
University of Osnabrück
Course
Aufbaumodul Theoretische Philosophie - Bedeutungstheorie
Grade
2,0
Author
Liza Springub (Author)
Publication Year
2012
Pages
13
Catalog Number
V300711
ISBN (eBook)
9783656970521
ISBN (Book)
9783656970538
Language
German
Tags
Meaning and Reference Bedeutungstheorie Indexikalität Rigidität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Liza Springub (Author), 2012, Kritische Auseinandersetzung mit dem Text „Meaning and Reference“ von Hilary Putnam, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300711
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