Die vorliegende Hausarbeit zum Thema Diagnose und Förderung gibt einen Überblick über Methoden der Intelligenztestung und zur Arbeit mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern.
Aus dem Inhalt:
- Mehrfachwahl-Wortschatz-Intelligenz-Test (Form B)
- Berliner Intelligenzstruktur-Test (Form 4)
- Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern nach Lauth und Schlottke
- Marburger Konzentrationstraining
Inhaltsverzeichnis
1. Glossar
2. Steckbrief Mehrfachwahl-Wortschatz-Intelligenz-Test (Form B)
3. Steckbrief Berliner Intelligenzstruktur-Test (Form 4)
4. Steckbrief: „Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern“ (Lauth/ Schlottke)
5. Steckbrief „Marburger Konzentrationstraining“
6. Reflexionsbericht
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit setzt sich zum Ziel, zentrale diagnostische Fachbegriffe zu erläutern und verschiedene psychologische Testverfahren sowie Trainingsprogramme zur Förderung aufmerksamkeitsgestörter Kinder fundiert vorzustellen und kritisch zu reflektieren.
- Grundlagen der psychologischen Diagnostik und Testgütekriterien
- Analyse und Bewertung des Mehrfachwahl-Wortschatz-Intelligenz-Tests (MWT-B)
- Struktur und Anwendung des Berliner Intelligenzstruktur-Tests (BIS-4)
- Interventionsansätze bei Aufmerksamkeitsstörungen (Lauth/Schlottke)
- Methodik des Marburger Konzentrationstrainings (MKT)
Auszug aus dem Buch
1.1 Diagnostik
Bei der Diagnostik handelt es sich um eine Methodenlehre im Bereich der angewandten Psychologie. Demnach liegt hier nicht nur eine theoretische Disziplin vor, sondern man bezieht sich weitestgehend auf das praktische Feld.
Die Diagnostik nimmt sich dem Mensch als Merkmalsträger zum Gegenstand bzw. zum Ziel. Der Mensch ist ein Individuum und hat bestimmte unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten, welche sich im Verhalten und Erleben widerspiegeln. Aufgabe ist, die dadurch einhergehenden Unterschiede zwischen mehreren Individuen, sowie Merkmale oder gar Veränderungen innerhalb der einzelnen Person zu erkennen. Dies geschieht durch die Auswertung und Interpretation angewandter Messverfahren wie z.B. Tests, Interviews oder Fragebögen. Ziel des diagnostischen Prozesses ist es, praktische Probleme zu lösen, indem präzise Prognosen, also Erwartungen zum zukünftigen, weiterführenden Verhalten und Erleben bzw. zu Veränderungen in bestimmten Situationen aufgestellt werden.
Des Weiteren trägt die psychologische Diagnostik zu einer besseren Prognose in pädagogisch relevanten Problemfeldern bei. Sie wird angewandt, um beispielsweise den Lernstand, die Entwicklung der Schüler und den Lehr-Lernprozess zu überprüfen, aber auch um gewisse Strukturen im Lernverhalten, besondere Begabungen, Leistungsstörungen, Lernschwächen sowie auffälliges Sozialverhalten feststellen zu können. Somit kann die aktuelle Ausprägung möglichst genau eingeschätzt werden. Die Diagnostik kann zum einen selektiv angewandt werden, was bedeutet, dass man speziell eine Person überprüft. Zum anderen kann jedoch auch eine ganze Bezugsgruppe untersucht werden.
Konsequenzen der pädagogisch- psychologischen Diagnostik sind u. A. die Möglichkeit, den SchülerInnen Rückmeldung zu ihren Leistungen zu geben, bestimmte Fördermaßnahmen vorzusehen (bei hoher Begabung sowie auch bei Defiziten), Empfehlungen für die weitere Schullaufbahn zu geben oder auch therapeutische Hilfestellungen (bspw. bei einer Sprachstörung) anzuraten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Glossar: Erläuterung grundlegender diagnostischer Begriffe wie Diagnostik, Skalenniveaus, Variablen, Operationalisierung, Gütekriterien und Items.
2. Steckbrief Mehrfachwahl-Wortschatz-Intelligenz-Test (Form B): Vorstellung des MWT-B als sprachlichen Intelligenztest zur Messung der kristallinen Intelligenz bei Erwachsenen inklusive kritischer Würdigung.
3. Steckbrief Berliner Intelligenzstruktur-Test (Form 4): Detaillierte Beschreibung des BIS-4-Modells, seiner Teststruktur, Normierung sowie eine kritische Bewertung der Einsatzmöglichkeiten.
4. Steckbrief: „Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern“ (Lauth/ Schlottke): Analyse des kognitiv-behavioralen Programms zur Förderung der Selbststeuerung und Problemlösestrategien bei Kindern.
5. Steckbrief „Marburger Konzentrationstraining“: Darstellung des MKT als ganzheitliches Konzept zur Konzentrationsförderung durch verbale Selbstinstruktion und Elternarbeit.
6. Reflexionsbericht: Persönliche Auseinandersetzung der Autorin mit den im Seminar behandelten Themen Diagnoseverfahren und Fördermaßnahmen sowie deren Bedeutung für die zukünftige berufliche Praxis.
Schlüsselwörter
Diagnostik, Testgütekriterien, Intelligenztest, MWT-B, BIS-4, Aufmerksamkeitsstörung, ADHS, Marburger Konzentrationstraining, Förderung, Selbststeuerung, Kognitive Verhaltenstherapie, Validität, Reliabilität, Objektivität, Pädagogische Psychologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit bietet eine fundierte Übersicht über diagnostische Grundlagen und stellt ausgewählte Testverfahren sowie Interventionsprogramme für Kinder vor.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert auf psychologisch-pädagogische Diagnostik, Intelligenzmessung und Konzepte zur Förderung bei Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die theoretische Erarbeitung und kritische Reflexion von Diagnose- und Förderinstrumenten im schulischen und psychologischen Kontext.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Testmanuale und Evaluationsstudien zu den vorgestellten Programmen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der MWT-B, der BIS-4 sowie die Trainingsprogramme von Lauth/Schlottke und Krowatschek detailliert in Form von Steckbriefen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Diagnostik, Intelligenz, Fördermaßnahmen, Aufmerksamkeitsstörungen, Testgütekriterien und pädagogische Praxis.
Warum wird der MWT-B als "Grobmaß" für Intelligenz bezeichnet?
Da er sich auf einen relativ einfachen, sprachbasierten Test mit Einschränkungen bei der Normierung und der Abdeckung von Rand-IQ-Bereichen beschränkt.
Wie unterscheidet sich das Marburger Konzentrationstraining vom Ansatz nach Lauth/Schlottke?
Das MKT legt einen stärkeren Fokus auf eine symbolische Leitfigur (Schildkröte) und eine sehr spezifische Elternarbeit zur Integration in den Alltag.
- Arbeit zitieren
- Alina Bröker (Autor:in), 2013, Intelligenztests und Konzentrationstraining bei Kindern mit ADHS, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300788