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Garantiefonds versus klassische Rentenversicherung. Ein ökonomischer Vergleich aus Kundensicht

Title: Garantiefonds versus klassische Rentenversicherung. Ein ökonomischer Vergleich aus Kundensicht

Bachelor Thesis , 2011 , 65 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Tom Dahncke (Author)

Business economics - Investment and Finance
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„Spare in der Zeit, so hast du in der Not“. Dieser Werbeslogan, der um 1850 von kommunalen Sparkassen verwendet wurde, ist heute wieder so aktuell wie damals. Es wird immer deutlicher, dass die gesetzliche Rente, vor allem bei der jüngeren Generation, für ein sorgenfreies Leben im Alter nicht mehr ausreicht. Die Möglichkeiten für die Bürger, privat für den Ruhestand finanziell vorzusorgen, sind vielfältig. Neben den Lebensversicherern bieten auch Investmentgesellschaften ihre Produkte auf dem Altersvorsorgemarkt an.

Die vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, welches Risiko Geldanlagen mit sich bringen können. Viele Kunden haben im Zuge der Finanzkrise das Vertrauen in die Börse, im Prinzip sogar in das gesamte Finanzsystem, verloren. Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 hatte zum einen zur Folge, dass weltweit die Aktienkurse drastisch einbrachen und zum anderen, dass das internationale Finanzsystem eine schwere Krise erlebte. Das darauf folgende Stocken der Weltwirtschaft betraf Banken, Wertpapierhandelshäuser und Versicherungen. Selbst risikoaverse Anleger, die in vermeintlich sichere Zinspapiere investiert haben, bekamen im Frühjahr 2010 die Krise, aufgrund finanzieller Schwierigkeiten einiger europäischer Staaten, zu spüren.

Experten sind sich einig, dass die deutschen Lebensversicherer aus der Krise 2000 bis 2002 gelernt haben. So wurden die Aktienengagements zum Teil deutlich reduziert und auch die Folgen durch die US-Immobilienkrise halten sich bislang in Grenzen. Die Risiken konkretisieren sich allerdings nicht nur in den Aktienengagements. Der überwiegende Teil der Kundengelder ist in Staatsanleihen investiert. Die Lebensversicherer müssen das dort investierte Geld jedoch nicht mit Eigenkapital gegen Wertverluste absichern.
Eine Auswirkung der Finanzkrise auf die Lebensversicherer lässt sich nicht gänzlich vermeiden, wie die aktuellen Entwicklungen der Überschussbeteiligungen und des Garantiezinses zeigen. Der Garantiezins sinkt, aufgrund der allgemein niedrigen Zinsen für Staatsanleihen hoher Bonität, zum 01.01.2012 auf 1,75 Prozent. Somit wird dieser sogar unter den von den Versicherungsmathematikern der deutschen Aktuarvereinigung empfohlenen 2 Prozent angesetzt. Auch die Überschussbeteiligung wird im Jahr 2011 vielfach gesenkt. So ist dies bei zwei von drei Gesellschaften der Fall. Darunter sind Branchengrößen wie die Allianz oder R+V Leben.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bedeutende Faktoren hinsichtlich der Bewertung von Altersvorsorgeverträgen aus Kundensicht

2.1 Entwicklung der gesetzlichen Altersvorsorge

2.2 Kriterien aus Kundensicht für eine geeignete private Altersvorsorge

3 Darstellung des Garantiefonds als Instrument der privaten Altersvorsorge

3.1 Konzept und Funktionsweise eines Investmentfonds

3.2 Gestaltungsformen von Investmentfonds

3.2.1 Offene und geschlossene Investmentfonds

3.2.2 Ausschüttung und Ansammlung der Erträge

3.3 Unterschiedliche Anlagemöglichkeiten innerhalb eines Investmentfonds aus Kundensicht

3.4 Die Kosten eines Investmentfonds aus Kundensicht

3.5 Garantiefonds als eine besondere Form von Investmentfonds

3.5.1 Statische Wertsicherung durch Einsatz von Optionen

3.5.1.1 Funktionsweise der statischen Wertsicherung

3.5.1.2 Determinanten der Partizipationsquote

3.5.1.3 Verschiedene Varianten zur Erhöhung der Partizipationsquote

3.5.2 Dynamische Wertsicherung ohne Einsatz von Optionen

3.5.2.1 Funktionsweise eines CPPI-Fonds

3.5.2.2 Wertentwicklung eines CPPI-Fonds bei alternativen Aktienmarktentwicklungen

3.5.2.3 Varianten von CPPI-Fonds

4 Darstellung der klassischen Rentenversicherung als Instrument der privaten Altersvorsorge

4.1 Konzept und Funktionsweise der Lebensversicherung

4.1.1 Beitragskalkulation

4.1.2 Garantiezins und Überschussbeteiligung

4.2 Gestaltungsformen der Lebensversicherung

4.2.1 Die Risikolebensversicherung

4.2.2 Die fondsgebundene Lebensversicherung

4.2.3 Die kapitalbildende Lebensversicherung

4.3 Die Kosten der klassischen Lebensversicherung

4.4 Die klassische Rentenversicherung als eine Variante der kapitalbildenden Lebensversicherung

5 Vergleich von klassischer Rentenversicherung und Garantiefonds als Altersvorsorgeinstrumente

5.1 Performance und Rentabilität

5.2 Sicherheit

5.2.1 Risiko des Kapitalverlustes

5.2.2 Der Insolvenzfall

5.3 Liquidität

5.4 Kosten

6 Kritische Betrachtung der beiden Varianten aus Kundensicht

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelor-Thesis analysiert die ökonomische Eignung von Garantiefonds im Vergleich zur klassischen Rentenversicherung für die private Altersvorsorge aus Anlegersicht, um Entscheidungshilfen für einen optimierten Anlagemix zu bieten.

  • Bewertung von Altersvorsorgeprodukten nach dem "magischen Dreieck"
  • Funktionsweise und Kostenstruktur von Garantiefonds (statisch vs. dynamisch)
  • Konzepte und Kosteneffizienz klassischer Lebensversicherungen
  • Direkter Vergleich der Instrumente hinsichtlich Rendite, Sicherheit, Liquidität und Kosten
  • Kritische Würdigung der Eignung beider Instrumente für den individuellen Vermögensaufbau

Auszug aus dem Buch

3.5.1.1 Funktionsweise der statischen Wertsicherung

Um die Funktionsweise eines Garantiefonds zu beschreiben, soll an dieser Stelle die Fiduciary-Call-Strategie als Beispiel dienen. Die Abbildung 4 zeigt einen Garantiefonds, dem unterstellt wird, dass er eine Laufzeit von einem Jahr aufweist. Es liegt am Anfang des Jahres ein Anteilwert von 100 Euro vor, nominaler Kapitalerhalt vor Steuern wird garantiert, und vereinfachungshalber investiert nur ein Anleger. Sämtliche Kosten werden in diesem Beispiel aus diesem Grund ebenfalls nicht berücksichtigt. Da der Zinssatz in diesem Beispiel 3 Prozent beträgt, müssen, um dem Kunden die 100 € nach einem Jahr garantieren zu können, 97,09 Euro in eine Nullkuponanleihe, beispielsweise Bundesanleihen, investiert werden. Die restlichen 2,91 Euro können dann zum Kauf des Calls auf den Aktienkursindex-Basket verwendet werden. Die Anwendung der Black-Scholes-Formel ergibt den Preis für diesen Call, der exakt dem aktuellen Marktpreis des Basket von 100 Euro entspricht. Er liegt bei 9,39 Euro. Werden jetzt die nicht zur Rentenanlage benötigten 2,91 Euro durch den Preis von 9,39 Euro dividiert, so erhält man einen Quotienten von 0,31 Calls.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit privater Altersvorsorge vor dem Hintergrund einer schwindenden gesetzlichen Rente und analysiert das veränderte Vertrauensverhältnis von Anlegern zu Finanzprodukten nach der Finanzkrise.

2 Bedeutende Faktoren hinsichtlich der Bewertung von Altersvorsorgeverträgen aus Kundensicht: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklung der gesetzlichen Alterssicherung und führt das "magische Dreieck" der Geldanlage (Sicherheit, Rentabilität, Liquidität) als Bewertungsrahmen ein.

3 Darstellung des Garantiefonds als Instrument der privaten Altersvorsorge: Es werden die verschiedenen Konzeptionen, Kostenstrukturen sowie die statischen und dynamischen Wertsicherungsstrategien (insb. CPPI) von Garantiefonds detailliert analysiert.

4 Darstellung der klassischen Rentenversicherung als Instrument der privaten Altersvorsorge: Dieses Kapitel beschreibt das Konzept der Lebensversicherung, die Beitragskalkulation und die steuerlichen Aspekte sowie die spezifische Rolle der klassischen Rentenversicherung.

5 Vergleich von klassischer Rentenversicherung und Garantiefonds als Altersvorsorgeinstrumente: Die beiden Anlageformen werden anhand der Kriterien Performance, Sicherheit, Liquidität und Kosten gegenübergestellt.

6 Kritische Betrachtung der beiden Varianten aus Kundensicht: Der Autor hinterfragt die Vermarktung der Produkte und stellt fest, dass Lebensversicherungen trotz Flexibilitätsdefiziten strukturelle Vorteile bei der Absicherung biometrischer Risiken bieten.

7 Fazit: Das Fazit schließt, dass die klassische Rentenversicherung ein unverzichtbares Basisinstrument bleibt, während Garantiefonds nur eine untergeordnete Rolle zur Renditeoptimierung bei bewusster Risikoinkaufnahme spielen sollten.

Schlüsselwörter

Altersvorsorge, Garantiefonds, Klassische Rentenversicherung, Kapitalgarantie, Wertsicherung, CPPI-Fonds, Lebensversicherung, Rendite, Sicherheit, Liquidität, Kosten, Finanzkrise, Investmentfonds, Partizipationsquote, Altersvorsorgeinstrument

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelor-Thesis befasst sich mit einem ökonomischen Vergleich von Garantiefonds und klassischer Rentenversicherung als Instrumente für die private Altersvorsorge.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Faktoren der privaten Altersvorsorge, der Analyse von Wertsicherungskonzepten in Investmentfonds und dem Verständnis der Funktionsweise und Sicherheit von Lebensversicherungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aus Kundensicht zu beurteilen, welche Form der Altersvorsorge ökonomisch vorteilhafter ist und wie Anleger ihren Anlagemix optimieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive Darstellung und eine komparative Analyse, basierend auf Literaturrecherchen, Finanzdaten und einem Experteninterview.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der beiden Anlageinstrumente (Garantiefonds und Rentenversicherungen), ihren direkten Vergleich anhand der vier Kriterien des "magischen Dreiecks" sowie eine kritische Würdigung der Marktsituation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Altersvorsorge, Kapitalgarantie, Wertsicherung, Rendite und Lebensversicherung.

Warum schneiden Garantiefonds bei der Rendite oft schlechter ab als erwartet?

Da ein Großteil des Kapitals in sichere Anleihen investiert werden muss, um die Garantie zu gewährleisten, bleibt nur ein kleiner Teil für risikoreichere Investments, was die Gewinnchancen stark einschränkt.

Welche Rolle spielt die "Protektor Lebensversicherungs-AG" im Kontext der Insolvenzsicherheit?

Sie fungiert als gesetzliche Sicherungseinrichtung der privaten Versicherungswirtschaft in Deutschland, um im Falle einer Insolvenz die Verträge eines betroffenen Versicherers zu übernehmen und somit die Ansprüche der Kunden zu schützen.

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Details

Title
Garantiefonds versus klassische Rentenversicherung. Ein ökonomischer Vergleich aus Kundensicht
College
Berlin School of Economics and Law
Course
Investmentfonds
Grade
2,7
Author
Tom Dahncke (Author)
Publication Year
2011
Pages
65
Catalog Number
V300797
ISBN (eBook)
9783668046030
ISBN (Book)
9783668046047
Language
German
Tags
garantiefonds rentenversicherung vergleich kundensicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Dahncke (Author), 2011, Garantiefonds versus klassische Rentenversicherung. Ein ökonomischer Vergleich aus Kundensicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300797
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