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Berlin is in Neverland? Erlebnisgesellschaft im Film

Titel: Berlin is in Neverland? Erlebnisgesellschaft im Film

Masterarbeit , 2012 , 116 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Franziska Dillberger (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit ist der Versuch einer Annäherung an einen Berliner Lebensentwurf anhand der Theorie der Erlebnisgesellschaft unter Berücksichtigung der Stadt als Ort der Möglichkeiten. Drei Berlin-Filme - "Herr Lehmann" (2003), "Berlin Calling" (2008) und "Drei" (2010) - dienen dabei einer exemplarischen Analyse. In den Filmen leben die Protagonisten im Zwiespalt zwischen bürgerlicher Spießigkeit und narzisstischer Selbstverwirklichung. Inmitten von Drogenrausch, Beziehungsdrama und Erwachsenwerden ist das Schicksal der jungen Berliner eng verknüpft mit der Melodie der Stadt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ERKENNTNISINTERESSE

3. METHODIK – MÖGLICHKEIT EINER VISUELLEN SOZIOLOGIE

4. MODELLE DER SOZIALSTRUKTUR

4.1 Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede

4.1.1 Sozialer Raum

4.1.2 Kapitalformen

4.1.3 Habitus

4.1.4 Distinktion

4.2 Gerhard Schulze: Die Erlebnisgesellschaft

5. ERLEBNISGESELLSCHAFT IM BERLIN-FILM

5.1 Filmauswahl

5.1.1 Drei

5.1.2 Herr Lehmann

5.1.3 Berlin Calling

5.2 Ästhetisierung des Alltagslebens - Erlebnisorientiertes Handeln

5.3 Alltagsästhetische Schemata

5.2.1 Hochkulturschema

5.2.2 Trivialschema

5.2.3 Spannungsschema

5.3 Milieus

5.3.1 Niveaumilieu

5.3.2 Harmoniemilieu

5.3.3 Integrationsmilieu

5.3.4 Unterhaltungsmilieu

5.3.5 Selbstverwirklichungsmilieu

6. BERLIN IS IN NEVERLAND? RAUM UND ERLEBNISGESELLSCHAFT IM BERLIN-FILM

6.1 Milieu und Raum

6.1.1 Milieu und Stadtraum

6.1.2 Milieu und Wohnraum

6.2 Erlebnisort Berlin

7. KRISE UND ENDE DER ERLEBNISGESELLSCHAFT?

7.1 Krise der Erlebnisgesellschaft

7.2 Ende der Erlebnisgesellschaft

8. FAZIT

Zielsetzung & Forschungsthemen

Diese Masterarbeit untersucht anhand von drei exemplarischen Berlin-Filmen (Herr Lehmann, Berlin Calling, Drei), inwiefern die Theorie der Erlebnisgesellschaft nach Gerhard Schulze auf die Berliner Lebensmodelle der Gegenwart übertragen werden kann. Dabei wird insbesondere die Rolle Berlins als "Ort der Möglichkeiten" und die daraus resultierende Spannung zwischen individuellem Anspruch und gesellschaftlicher Wirklichkeit analysiert.

  • Analyse von Lebensmodellen anhand der Theorie der Erlebnisgesellschaft.
  • Untersuchung der Stadtdarstellung Berlins als "Neverland" der unbegrenzten Möglichkeiten.
  • Vergleich von Bourdieus Sozialstrukturmodell mit Schulzes Ansatz zur Erlebnisgesellschaft.
  • Analyse der Bedeutung von Raum, Wohnraum und Milieuzugehörigkeit im Film.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Berlin ist eine Stadt des Wandels und des Umbruchs, eine Metropole, in die es viele zieht. Ein breites kulturelles Angebot und niedrige Lebenshaltungskosten sind gerade für die junge Generation Grund, Berlin als Wohnort zu wählen. Die Stadt dient dabei oftmals als Spielwiese für alternative Lebensmodelle: „Berliner zu sein war schon immer eine Lebensentscheidung. Man zieht nicht her oder bleibt, um Karriere zu machen. Sondern um Lebensentwürfe zu realisieren, die woanders nicht im Angebot sind.“ In Berlin kann Neues geschaffen werden – kreativ versteht sich. Dabei geht es nicht um Geld und Karriere, sondern um persönliche Freiheiten und die Realisierung von Glück. Berlin ist eine Stadt, in der das Erwachsenwerden noch Zeit hat: „Aufbauen, abreißen, ausprobieren, scheitern – von vorn anfangen. Das ist ein Privileg der Jugend. Die scheint in Berlin länger anzudauern als anderswo.“ Es scheint, als lebe die Berliner Gesellschaft in einem permanenten Ausnahmezustand des Amüsements.

Anhand dieser Aussagen werden auch die Gegensätze deutlich, die Berlin in sich vereint. Denn die Hauptstadt ist nicht nur Ort kultureller Events, Start-ups und durchfeierter Nächte, sondern auch gleichzeitig sozialer Brennpunkt, in dem viele eben nur so „über die Runden“ kommen. Viertel wie Neukölln weisen eine hohe Migrationsdichte, eine hohe Kriminalitätsrate unter Jugendlichen und eine erhöhte Schuldenquote auf. Die Hauptstadt versinnbildlicht den Umbruch und den Fortschritt genauso wie Orientierungslosigkeit und Divergenz.

Doch was die Stadt treibt ist Kreativität, Amüsement und die Sehnsucht nach ewiger Jugend – so erinnert Berlin an die fiktive Insel Neverland aus der Geschichte Peter Pan von James M. Barrie. Peter Pan, der Junge der niemals erwachsen werden will, entführt eines Nachts das Mädchen Wendy mit ihren beiden jüngeren Brüdern nach Neverland, wo er gemeinsam mit den verloren Jungen gegen den Piraten Käpt`n Hook kämpft. Neverland ist ein phantastischer Ort, voller Feen, Indianer und Piraten, wo die verlorenen Jungen ohne Eltern leben und Peter Pan ihr Anführer ist. Die Geschichte gilt längst als Klassiker und wurde mehrmals verfilmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die thematische Relevanz Berlins als Ort für alternative Lebensentwürfe und Herleitung der zentralen Problemstellung.

2. ERKENNTNISINTERESSE: Festlegung des filmanalytischen Fokus auf die Ebene der Kontexte, Diskurse und Lebenswelten.

3. METHODIK – MÖGLICHKEIT EINER VISUELLEN SOZIOLOGIE: Darstellung des methodischen Vorgehens unter Einbeziehung soziologischer Theorien zur Filmanalyse.

4. MODELLE DER SOZIALSTRUKTUR: Vergleich von Bourdieus Klassentheorie und Schulzes Konzept der Erlebnisgesellschaft.

5. ERLEBNISGESELLSCHAFT IM BERLIN-FILM: Exemplarische Analyse der gewählten Filme hinsichtlich erlebnisorientierten Handelns, ästhetischer Schemata und sozialer Milieus.

6. BERLIN IS IN NEVERLAND? RAUM UND ERLEBNISGESELLSCHAFT IM BERLIN-FILM: Untersuchung der Bedeutung des Stadtraums und des Wohnens für die Konstruktion von Milieus.

7. KRISE UND ENDE DER ERLEBNISGESELLSCHAFT?: Reflexion über die Grenzen und Gefahren des erlebnisorientierten Lebensmodells.

8. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse in den soziologischen Diskurs.

Schlüsselwörter

Erlebnisgesellschaft, Berlin, Filmanalyse, Soziologie, Lebensstil, Milieu, Bourdieu, Schulze, Stadtraum, Identität, Konsum, soziale Struktur, Gentrifizierung, Neverland, moderne Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit der soziologischen Theorie der Erlebnisgesellschaft nach Gerhard Schulze auf die Lebenswirklichkeit junger Menschen in Berlin, wie sie in zeitgenössischen Filmen dargestellt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft Kultursoziologie mit Filmanalyse. Zentrale Felder sind soziale Milieus, alltagsästhetische Schemata, Stadtraumforschung und die Konstruktion von Identität durch Konsum und Lebensführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob die Protagonisten in den Filmen (Herr Lehmann, Berlin Calling, Drei) tatsächlich das von Schulze beschriebene Lebensmodell der Erlebnisgesellschaft verkörpern und inwiefern Berlin als "Neverland" hierbei eine Rolle spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Filmanalyse angewendet, die den Film als soziales Zeugnis begreift, um soziologische Hypothesen über den Zeitgeist und gesellschaftliche Strukturen zu generieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Protagonisten anhand von Schulzes Modellen der Alltagsästhetik (Hochkultur-, Trivial- und Spannungsschema) sowie der Milieubildung und betrachtet deren Wohnsituation sowie die Inszenierung des Raumes Berlin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Erlebnisgesellschaft, Berlin, Lebensstil, soziales Milieu, Stadtraum, Identitätsstiftung und Konsum charakterisieren.

Wie steht die Autorin zur These des "Bedeutungsverlustes lokaler Umgebung"?

Die Autorin widerspricht dieser These von Schulze teilweise, da sie in den Filmen eine starke Verwurzelung der Figuren in ihrem jeweiligen Kiez bzw. Viertel nachweisen kann.

Warum wird Berlin mit "Neverland" verglichen?

Der Vergleich dient als Metapher für eine Stadt, die ihre Einwohner nicht zum Erwachsenwerden zwingt und einen permanenten Ausnahmezustand des Amüsements ermöglicht, vergleichbar mit Peter Pans phantastischem Ort.

Welche Rolle spielt die Gentrifizierung in der Analyse?

Die Autorin nutzt Gentrifizierung als Beispiel, um soziale Unterschiede und räumliche Segregation in Berlin zu verdeutlichen, was sie als Argument gegen eine vollständige "Entvertikalisierung" der Gesellschaft anführt.

Ende der Leseprobe aus 116 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Berlin is in Neverland? Erlebnisgesellschaft im Film
Hochschule
Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg
Note
sehr gut
Autor
Franziska Dillberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
116
Katalognummer
V300822
ISBN (eBook)
9783656970828
ISBN (Buch)
9783656970835
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erlebnisgesellschaft Film Soziologie Filmwissenschaft Berlin Calling Drei Herr Lehmann Berlin Gerhard Schulze Milieu
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Dillberger (Autor:in), 2012, Berlin is in Neverland? Erlebnisgesellschaft im Film, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300822
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  116  Seiten
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